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  #1  
Alt 25.03.2011, 09:45
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schimmi6 ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard Kombination KWL, Fußbodenheizung und RTR

Hallo liebe Spezialisten, ich brauche eure Hilfe!

Ich werde im Sommer mit dem Ausbau meines Dachgeschosses beginnen und plane den Einsatz einer Fußbodenheizung und einer kontrollierten Wohnraumlüftung (KWL). Die Temperaturen in den einzelnen Räumen sollten eigentlich über KNX-Taster alle separat regelbar sein (Fußbodenheizung oder Handtuchwärmer im Bad).

Nun habe ich hier ein wenig genauer nachgedacht und bin irgendwie zum Schluss gekommen, dass die Kombination Einzelraumtemperaturregelung und KWL recht wenig Sinn macht…

Da das Haus durch die KWL ja „quergelüftet“ wird, herrscht doch in allen Räumen mehr oder weniger dieselbe Temperatur – und damit RTR ade…?
Natürlich könnte man mit der zentralen KWL auch in jedem Raum Zu- und Abluft realisieren, sodass man den Luftstrom pro Raum regeln kann. Doch die eingeblasene Luft hat ja immer dieselbe Temperatur, sodass die „Grundtemperatur“ in allen Räumen gleich ist!

Um die RTR dennoch zu erhalten würde das bedeuten, dass die generelle Zuluft mit der niedrigsten gewünschten Raumtemperatur eingeblasen würde und die restliche Temperaturdifferenz dann per Fußbodenheizung ausgeglichen wird. Wir haben im Schlafzimmer immer ca. 16°C, demnach müsste auch die Zuluft im Wohnbereich 16°C haben. Ich weiß ja nicht, wie behaglich das dann ist… Zudem wäre der Energieverlust so doch recht beträchtlich?

Habe ich hier einen Denkfehler? Wie habt ihr das realisiert? Oder ist das überhaupt realisierbar, RTR zusammen mit KWL?
Habe das Forum schon durchstöbert, aber keine Antwort auf diese Frage gefunden.

Vielen Dank für eure (Denk)Hilfe!
__________________
Gruß
Simon

Geändert von schimmi6 (25.03.2011 um 09:48 Uhr)
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  #2  
Alt 25.03.2011, 09:50
Benutzerbild von EPIX
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schau einmal bei Wikipedia Kontrollierte Wohnraumlüftung

ganz am Ende sind auch ein paar interessante Links...
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EPIX
...und möge der Saft mit euch sein...
Getippt von meinen Zeigefingern auf einer QWERTZ Tastatur ;)
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  #3  
Alt 25.03.2011, 13:45
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schimmi6 ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard

Hallo Epix,

die Funktionsweise einer KWL is mir schon klar, auch jene einer RTR! Mich würde nur interessieren, wie dieses Zusammenspiel in der Praxis ausschaut?

Denn im Prinzip treffen hier ja zwei ganz unterschiedliche bzw. gegensätzliche "Heizmethoden" aufeinander:
(zentrale) KWL => alle Räume sind mehr oder weniger gleich warm
RTR => alle Räume sind unterschiedlich warm

Vorallem wären einige Erfahrungsberichte interessant, wie oder besser OB das ganze in der Praxis einigermaßen funktioniert! Ansonsten könnte man sich die Einzelraumtemperatursteuerung sparen...
__________________
Gruß
Simon
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  #4  
Alt 25.03.2011, 14:28
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swenga ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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Hallo,

Meine Erfahrung: Der Energieeintrag durch die KWL ist vernachlaessigbar.
Ob du allerdings bei moderner Bauweise noch 16° im Schlafzimmer hinkriegen wirst, ist fraglich Durch die benachbarten Wände heizen naemlich die Nachbarräume das Schlafzimmer mit, die wirkungsvollere Isolation ist dann an der Aussenwand anzutreffen.

mfg

Raumtemperaturspektrum bei uns im Heizbetrieb: zwischen 19° (Speis) und 23° (Bäder). Im Winter bei tiefen Aussentemps kommt mit der KWL die Zuluft eh nicht wärmer als 15..17° rein.
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  #5  
Alt 28.03.2011, 10:11
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schimmi6 ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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Ok, dann kann man die Beeinflussung der KWL in Bezug auf die Beheizung wohl vernachlässigen! Vielen Dank für deine Erfahrungen, swenga!

Da hast du sicher Recht, die Räume kühlen bei neuester Bauweise wahrscheinlich (bzw. hoffentlich) nicht mehr ganz aus!

Du schreibst, dass du in der Speis 19°C und Bad 23°C hast. Wo sind bei dir die Zu- und Abluftpunkte? Ganz "klassisch" (Zuluft: Schlafzimmer, Wohnbereich und Abluft: Küche, Bad) oder in jedem Raum Zu/Abluft?

Ich stelle mir das zumindest theoretisch schwierig vor, dass bei einer "Querlüftung" des Hauses/Wohnung Temperaturunterschiede von 19°C bis 23°C zu realisieren sind...
__________________
Gruß
Simon
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  #6  
Alt 28.03.2011, 10:31
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Beiträge: 592
swenga ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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Hallo Simon,

hat der Lüftungsplaner sich ausgedacht, in einigen Punkten haben wir noch nachgesteuert. Es gibt reine Abluftzonen (Küche, Bäder), reine Zuluftzonen (Kinderzimmer, Schlafzimmer), aber auch gemischte Räume, in denen Zu- und Abluftventile vorhanden sind (Wohnzimmer, da relativ gross, Flur, da relativ lang). Wenn ich mich recht erinnere wird fuer jeden Raum das Volumen bestimmt und die Luftwechselrate, daraus errechnet sich die Luftmasse/h. Laesst sich diese nicht durch z.B Überströmöffnungen (unter Türen etc). realisieren, muessen in den Raum z.B. neben Zuluft- auch ein Abluftventil.

Zum Thema Querlüftung und Temperaturunterschiede: Luft speichert nunmal sehr wenig Wärmeenergie, daher ändert sich die Lufttemperatur relativ zügig, wenn aktivierte Bauteile (wie z.B. Fussbodenheizung) in den Raum einstrahlen. Daher hat die aus der Speis mit 19° ausströmende Luft in der Küche mit 21° keine kriegsentscheidende Wirkung im Vergleich zu den Verlusten durch Aussenwand und speziell Fenster.

mfg
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  #7  
Alt 28.03.2011, 10:35
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schimmi6 ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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Alles klar, danke!
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Gruß
Simon
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  #8  
Alt 25.03.2013, 23:24
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Tesla ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard Kombination KWL, Fußbodenheizung und RTR

Hallo zusammen,

genau dieses Thema beschäfftigt mich derzeit auch. Auch mein Verdacht bestand darin, dass die KWL die Temperatur in allen Räumen ausgleicht und die Verwendung von zahlreichen RTR's zwecklos ausgegebenes Geld wäre.

Ich hoffe es gibt hier zu diesem Thema noch weitere Erfahrungsmeldungen.

Wenn ich die generelle Funktionsweise zwischen FBH, KWL und den RTR's verstande habe, so müsste es doch wie folgt aussehen:

Meine KWL (voraussichtlich eine Pluggit) wird getrennte Zulufträume (Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kind 1, Kind 2) und Ablufträume (Küche, WC, Bad 1, Bad 2 &vielleicht HWR) haben.

Im Winter wird bei einer gewünschten Raumtemperatur im Haus von ca. 20°C die Zuluft ca. 15 - 17°C "warm" sein. Die Zulufträume müssten daher mit Ihrer FBH die frische Luft ständig aufheitzen um den gewünschten Wert von z.B. 20°C zu erreichen.

Diese dann 20°C erwärmte jedoch verbrauchte Luft würde in Richtung der Räume weiter strömen, in denen die Luft abgesaugt wird. Räume in denen in der Regel auch höhere Temperaturen (z.B. Bad) ohnehin gewünscht werden. In diesen Räumen könnte z.B. der RTR eine Solltemperatur von 23°C haben. Auch hier würde die FBH die Luft weiter erwärmen.

Der Luftstrom würde daher immer in Räumen beginnen, die in der Regel etwas kühler sein sollen und in den Räumen enden, die etwas wärmer sein sollen. Somit könnte ich mir schon Temperaturunterschiede in den Räumen vorstellen. Ich hoffe, dass das auch so in der Realität wirklich ist???

Der Einsatz von RTR's wäre daher schon sinnvoll, bzw. zumindest die Regelung der Temperatur in den Räumen. Wie diese Regelung dann auch immer aussehen würde? Über RTR's und einem Heizaktor oder über Temperaturfühler an einem Wiregate??? Letzterses kenne ich jedoch nicht, soll aber deutlich günstiger sein???



Nun hoffe ich, dass meine offene Raumaufteilung im EG mir keine Probleme bereitet oder doch???
  • Das Wohnzimmer ist mit dem Esszimmer und der Küche verbunden.
  • Zwischen Wohnzimmer und Essbereicht ist nur eine 1,36m breite Wand in der auch der Schornstein integriert ist und ein doppelseitiger Kamin eingebaut werden soll.
  • Zum Treppenhaus gibt es ebenfalls keine Trennwand/Tür. Allses offen.
  • Das Treppenhaus hat zu dem im Eingangsbereich keine Decke. Luftraum!!! Soll einen guten ersten Eindruck machen...:-)???
Lediglich das Gäste WC, der HWR und das Gästezimmer sind hinter einer Tür. Im OG sind natürlich alle Zimmer ebenfalls verschlossen/getrennt.



Meine RTR's würde ich im EG wie folgt aufteilen:
  1. Wohnzimmer-Esszimmer-Küche und Flur an einem RTR
  2. Gästezimmer ein RTR
  3. Gäste WC ein RTR
HWR??? Kommt da auch FBH rein? Ich befürchte schon. Dann müsste auch da ein RTR rein.



Im OG:
  1. Elternschlafzimmer
  2. Kind 1
  3. Kind 2
  4. Bad 1
  5. Bad 2
Das sind min. 8 RTR's. der GIRA Tastsensor 3 Plus (mit integrierten Temperatursensor) kostet mal eben locker 200,-€. Deutlich günstigere Alternativen habe ich nicht gefunden. Das sind mal locker 1600,-

Ein konvetioneller RTR kostet z.B. nur 25,-
Ein GIRA Tastaensor 3 Basis2fach nur 80,-
Kommt in Summe nur auf die Hälfte der Kosten. Lediglich die kömischen Blicke eines KNX-kundigen Gastes müsste ich mir gefallen lasen...:-)) Vielleicht würde mich dieser gesonderte RTR auch nerven???

Sollte es hierzu vielleicht noch Tipps von eurer Seite geben wie ich das eine oder andere günstiger lösen könnte, bzw, auch Anmerkungen zu meiner Planung, würde ich mich sehr darüber freuen.

LG

Geändert von Tesla (26.03.2013 um 09:00 Uhr)
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  #9  
Alt 26.03.2013, 06:59
Benutzerbild von MuckiLegden
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Moin,

zwei günstigere Möglichkeiten wären:

1. Tastsensor 3 Komfort (hat Temp.Messung integriert) zusammen mit einem MDT Heizungsaktor (hat den Regler integriert).

oder

2. ein Zennio Quad. An den Quad lassen sich bis zu vier Temp. Sensoren anschließen und ebenso viele RTR sind enthalten.

BTW: das Wiregate ist für die reine Messung von 8 Temperaturwerten nicht günstiger, benötigt eine eigene Verkabelung und widerspricht der Philosophie von dezentralen Komponenten (Ausfall eines Gerätes -> Ausfall der kompletten Temp.Messung)

Viele Grüße,
Mucki
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  #10  
Alt 26.03.2013, 08:55
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Pontius Pilatus ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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@Mucki
BTW: das Wiregate ist für die reine Messung von 8 Temperaturwerten nicht günstiger, benötigt eine eigene Verkabelung und widerspricht der Philosophie von dezentralen Komponenten
Das Kostenthema kann man gelten lassen. Von dezentralen Komponenten ist allerdings weder beim MDT Heizungsaktor, noch beim Zenio Quad nicht viel zu bemerken - alles genauso anfällig, wie ein WG zur Temperaturmessung.

Wer wirklich _dezentral_ will, braucht in jedem Raum einen RTR und für jedes Stellventil/oder jeden Raum einen dezentralen Heizungsaktor.

Ciao, PP
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