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Kategorie: KNX/EIB
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DALI DALI

DALI

 
Eingetragen von MarkusL, 02.01.2009 21:09 Uhr

Letzte Überarbeitung von tbi, 12.03.2010 23:42 Uhr
Der Begriff

Digital Addressable Lighting Interface (=digital addressierbare Beleuchtungsschnittstelle)
DALI ist kein Bussystem wie z.B. EIB, sondern eine digitale 2-Draht-Schnittstelle zur Ansteuerungen von EVG 's. Damit ist DALI als eine verbesserte Nachfolge der weit verbreiteten 1..10V - Schnittstelle gedacht.


Topologie

Die Verdrahtung von DALI-Leuchten gestaltet sich unkompliziert, da die DALI-Steuerleitungen nicht geschirmt sein müssen; auch eine Vertauschung der beiden Steuerleitungen (D+,D-) wirft keinerlei Probleme auf. Steueradern und Versorgungsadern dürfen gemeinsam in einem Kabel geführt werden; es genügt also ein günstiges 5-adriges NYM-Kabel.
Bis auf eine Ringbildung sind alle anderen Kabelführungen (Linie, Stern, Baum) erlaubt. Die erlaubten Strukturen dürfen auch miteinander gemischt werden.

Absicherung

Gerade bei 5-adrigem NYM Leitungen sollte der Leitungsschutzschalter (kurz LS) die Leitung komplett frei schalten. Also nicht nur die 230V sondern auch die DALI-Leitung trennen. Dies kann erreicht werden durch einen an den LS mechanisch gekoppelten Hilfsschalter, der die beiden DALI-Leitungen dann auch trennt, wenn der LS auslöst.
Sind die Stromkreise noch mit einem FI abgesichert, so ist auch an diesem über Hilfsschalter die DALI-Leitung zu den Hilfschaltern an den LS freizuschalten. Ansonsten könnte der FI aus sein, aber noch der DALI-Bus anliegen und das muß verhindert werden.

Befinden z.B. eine Hauptverteilung und mehrere Unterverteilung in der Anlage, die von nur einem DATA-Gateway versorgt werden. So empfiehlt es sich das DALI-Gateway in die HV zu bauen. Denn dort sind auch die LS für die 230V Zuleitungen der UVen. An diese werden dann wieder Hilfsschalter gekoppelt, über die die DALI Zuleitung zu dieser UV dann getrennt werden kann. Es werden dann also von der HV jeweils eine DALI-Leitung zur UV benötigt.


Funktion

Das DALI-System basiert auf dem Master-Slave-Prinzip, d.h. eine DALI-Schnittstelle (Master) sendet seine Befehle and die entsprechenden EVG (Slave); Statusmeldungen werden an den Master zurück gemeldet. Je nach entsprechendem KNX/DALI-Gateway ist jedes EVG einzeln, oder nur in Gruppen, oder gemischt (einzeln und Gruppen) ansprechbar.


Vorteile
  • einfache Verkabelung
  • Polungsunabhängigkeit
  • weniger Schnittstellengeräte nötig, als bei 1..10V-Schnittstelle (geringere Kosten)
  • Gruppenbildung/-änderung ohne Installationsänderung möglich
  • Statusrückmeldungen
  • Beleuchtungssequenzen leicht realisierbar


Nachteile
  • Speziell bei Leuchten für Glühlampen werden entsprechende Vorschaltgeräte noch wenig angeboten.
  • Bei geringer Leuchtenanzahl (1 - 2) sind andere Lösungen u.U. günstiger.


Hersteller (Auszug)


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