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Querschnittsverringerung ohne Absicherung

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    Querschnittsverringerung ohne Absicherung

    Hallo Zusammen,

    eine Verringerung des Querschnittes ohne Absicherung ist nicht erlaubt. So habe ich es mal gelernt und so steht es in den Normen. Okay soweit.

    Aber welche Legitimität haben dann HLAKs wie die von FTG wo es mit 1x70mm2 rein- und mit 10x16mm2 rausgeht? Link:
    http://www.ftg-germany.de/fileadmin/...6Seiter_de.pdf

    Viele Grüße

    #2
    Was spricht dagegen den "Ausgang" entsprechend abzusichern?
    Gruß,
    Thomas

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      #3
      Dann ist die Leitung zwischen HLAK und Sicherung ungeschützt und ich glaube nicht, dass hier jemand NSGAFÖU verwendet ...

      Das Problem betrifft ja nicht nur die HLAKS. Der Tüv hat einen Schrank abgelehnt, bei dem von einem 24V/40A Netzteil über eine 2pol Absicherung auf Potentialverteilerklemme gegangen und von dort mit 0.75mm2 abgegangen wurde. Eben wegen der Querschnittsänderung und der fehlenden Absicherung

      Umgekehrt ist es bei Masse aber zulässig. So ist es Zulässig eine PT16N und zwei PT2,5 über Reduktionsbrücken zu verbinden um 4x 1,5mm2 einzusammeln. Die positive Leitung geht mit NSGAFÖU vom Netzteil auf die Sicherung (2m, daher die Leitung . Das Netzteil hat 48V/50A.

      Verwirrend, die Welt der Normen

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        #4
        Zitat von BlackDevil Beitrag anzeigen
        Aber welche Legitimität haben dann HLAKs wie die von FTG wo es mit 1x70mm2 rein- und mit 10x16mm2 rausgeht?
        Du darfst halt die 70mm² auch nur entsprechend des kleinsten Querschnittes absichern. In Ö ist es zulässig, solange ein Hinweis auf Querschnittsveränderung im Schaltschrank angebracht ist.
        Mfg Micha
        Qualifizierte und richtige Antworten gibts nur von Leuten, die während des Neustarts des HS Zeit für einen Post haben!

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          #5
          Gut, das ist logisch da die (Leitungs-)Absicherung sich am kleinsten angeschlossenen Querschnitt orientieren muss. Dann macht die HLAK in der Form aber kaum Sinn, die 70mm2 kann ja wesentlich mehr führen als die 16 ...

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            #6
            Sinn macht es schon, da 16mm² nicht unbegrenzt mit z.B. 63A abgesichert werden darf. wenn Du 200m verlegen willst, musst Du für die Zuleitung einen grösseren Querschnitt verwenden, und dann vor Ort auf 16mm² reduzieren, da in den Geräten dann meist kein 70mm² geklemmt werden kann.
            Mfg Micha
            Qualifizierte und richtige Antworten gibts nur von Leuten, die während des Neustarts des HS Zeit für einen Post haben!

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              #7
              Meinst wegen dem maximal zulässigen Spannungsverlust? Hmm ok macht Sinn. Und dann ohne Absicherung?

              Bei uns in der Industrie ist das halt anders:
              Einspeisepunkt mit Absicherung (Hauptschrsnk Anlage) -> Verteilung in Anlagenteil n mit Absicherung -> Verbraucher

              Teilweise ist vor dem Verbraucher noch mal eine Absicherung, in einem Fall sind da aber auch 35m Schleppkettenkabel dazwischen ...

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                #8
                Den Querschnitt bestimmen ja verschiedene Faktoren: Spannungsfall, thermische Überlast und Kurzschlussverhalten.

                Spannungsfall hat ja vento66 bereits genannt: Größerer Querschnitt für eine lange Strecke/ungünstige Verlegeart, dann Übergang auf Nennquerschnitt im Verteiler. Übergang von Alu auf Kupfer ist ein anderer Anwendungsfall.

                Bei Kurzschluss muss die Vorsicherung direkt ansprechen. Bei einem B32-LS (5-facher Nennstrom) müssen im Fehlerfall also 5x32A=160A fließen können. Bei einem C32 entsprechend 10-facher Nennstrom, also 320A. Dass das im Fehlerfall erreicht wird, weist man je Endpunkt über die Schleifenimpedanzmessung bzw. die innere Widerstandsmessung nach. Und da ist es so, dass selbst 320A noch ohne größere Probleme selbst über (kurze) 1,5²-Leitungen zustande kommen können.

                Bei thermischer Überlast hingegen ist der Summenstrom zu betrachten. Stichwort: Gleichzeitigkeitsfaktor. Wenn ich also mit 63A vorsichere, über 16² in die Verteilerklemme einspeise und die zehn Abgänge in Summe nicht über 63A belaste, ist doch alles ok, solange jeder Abgang selbst nachgeschaltet entsprechend seiner Stromtragfähigkeit abgesichert ist (z.B. mit 10² auf 40A-FI und mit 10²-Phasenschiene auf 3xB13 LS je Phase)?

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                  #9
                  Gut, bei Leitungsabsicherung kann man ja davon ausgehen, dass der Querschnitt gemäß Tabelle (bei uns gemäß IEC60204) ausreichend ist wenn nicht höher abgesichert wird als der Querschnitt maximal zulässt. So wird es jedenfalls bei uns gehandhabt, zusätzlich nehmen wir meist bei kleineren den Querschnitt eins größer als die Sicherung. Bei 16mm2 überlegt man es sich allerdings schon 2x ob man 25mm2 nehmen möchte ...

                  Die Erklärungen oben erklären schon mal die Legitimität von den PTFIX und den HLAK. Ich wundere mich allerdings schon, weshalb der TÜV die DC Schaltung abgelehnt hat ... muss mir das noch mal ansehen ... ich meine mich zu erinnern, dass die Sicherung nach dem Netzteil entsprechend dem maximalen Strom des Netzteils (40A) ausgelegt war und die Leitung zum Verteiler entsprechend. Nach dem Verteiler ging es zum Teil mit 0.75mm2 weiter. Im Kurzschlusses könnte die Leitung überlastet werden und damit unter Umständen einen Brand auslösen.

                  Für Klemmen jeder Art gelten am Ende halt doch auch die Gesetze von Kirchhoff

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