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  • Dipol
    antwortet
    Zitat von ph115 Beitrag anzeigen
    1. Könntest Du ein Produktbeispiel posten? Habe das Web nach "Alu-Knetlegierung im Kunststoffmantel" durchsucht und wenig brauchbares gefunden.
    2. Wenn ich das richtig verstanden habe: Die HVI Leitung hat ja die Eigenschaft, dass die eigentlich notwendigen Trennabstände (aufgrund der hohen Leitungsisolation) bei der Verlegung deutlich kleiner werden oder sogar vernachlässigt werden können. Hat die Knetlegierung im Kunststoffmantel dieselbe Eigenschaften oder müssen hier wieder die berechneten Trennabstände eingehalten werden?
    Zu 1: So schwer sind isolierte Leiter aus Alu, Alu-Knetlegierung und St/tZn doch nicht zu finden:

    a) DEHN: Art.-Nr. 840118 RD 8 ALMGSI WE KM R100M
    b) OBO-Bettermann: Art.Nr. 5021332
    c) Pröpster: Art.-Nr. 100 123

    Zu 2: HVI- und CUI-Leitungen bestehen aus hochvernetzem PE, das 3-fach besser isoliert als PVC. Damit sind galvanische Überschläge weitgehend ausgeschlossen, nicht jedoch induktive Blitzstromeinkopplungen insbesondere bei Parallelverlegung zu Elektroleitungen. Außerdem ist zu beachten, dass zur Vermeidung von Gleitüberschlägen sog. Endverschlüsse installiert werden müssen.

    Die Verlegung von Blitzableiterdraht bekommen auch gelernte Dachdecker und Klempner als Eisenbieger hin, in deren Ausbildung nicht mal das ohmsche Gesetz vorkam, die sich aber trotzdem im Blitzschutzbau tummeln. Wenn es um die Berechnung von Trennungsabständen oder die Installation getrennter Fangstangen geht, sollte man sich an vom VDE oder VdB geprüfte Blitzschutzfachkräfte wenden. Selbst zertifizierte Solarteure (mit r!) sind - auch mit einem Konzessionseintrag bei einem VNB - ohne Zusatzausbildung keine Blitzschutzfachkräfte und denen sollte man nicht die Installation getrennter Fangeinrichtungen überlassen.

    Für die Vermeidung induktiver Einkopplungen gilt die gleiche Trennungsabstandsformel wie gegen galvanische Einkopplungen.

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  • poertner
    antwortet
    Klartext90
    Meintest du mich?
    Ich meinte die Absicherung im WE und aus der kannst du den Leitungsquerschnitt ableiten. Unter Berücksichtigung von Leitungslänge und Verlegeart.

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  • uncelsam
    antwortet
    Die Brandgefahr sehe ich hier jetzt nicht sonderlich hoch an. Da ist es relativ egal wo der WR sitzt.

    Einen kleinen Vorteil hat er WR im Haus, die Abwärme wird in der thermischen Hülle erzeugt, und spart damit minimal Heizkosten.

    Ausserdem dürfe der thermische Stess etwas geringer sein, da die Temperatur im Keller relativ konstant ist, im Gegensatz zum Schuppen.

    Verluste sollten egal ob die Gleichspannung vom SG oder die AC vom WR nahezu gleich sein


    In Zeiten der hohen Einspeißevergütungen wurde in so einem Fall der Einspeisezähler im Schuppen montiert, damit waren die Verluste “egal“ weil ja Netzseitig

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  • Klartext90
    antwortet
    Meinst du die Brandgefahr? hab schon ein paar mal gesehen wie so etwas ähnlich installiert wurde z.B. bei einem Sägewerk im Dorf (zwar alles ein wenig größer aber das Prinzip solltw doch gleich sein)

    Könnte natürlich auch den WR bei mir im Keller unterbringen, aber dann habe ich natürlich mehr Verluste

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  • poertner
    antwortet
    Wechselrichter kommt in den Schuppen? Dann schau doch mal in die Bedienungsanleitung wie der Wechselrichter Abgesichert wird.

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  • Klartext90
    antwortet
    Weil das Thema gerade so schon passiert möchte ich auch noch eine Frage stellen

    ​​​​​Ich hab bei mir am Grundstück einen Schuppen stehen auf dem ich irgendwann nächstes Jahr eine PV Anlage setzen will (hab schon nach gemessen 10kwp bekomme ich noch drauf Kabellänge bis zum Wechselrichter ca 25-30m)

    Da ich die nötigen Kabel schon heuer legen will frage ich mich was ich alles benötige so grob habe ich gedacht
    - cat7 für Netzwerk am Wechselrichter
    - knx (schadet nie)
    - 5x?mm² (hier bin ich ein wenig ratlos, habe auch im netz wenig zur Auslegung gefunden)
    ​​​​​

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  • DerSeppel
    antwortet
    Zitat von uncelsam Beitrag anzeigen
    Ist recht einfach erklärt:

    Bei Anlagen größer 10kWp musst für jede kWh welche du mit deiner PV erzeugst und dann selbst verbrauchst 6,405ct an den "Übertragungsnetzbetreiber" zahlen.
    Obwohl Du eigentlich nur deine eigenen Leitung nutzt.
    Um diese Wert zu bestimmen, brauchst du eine Zähler welcher misst wieviel kWh deine PV-Erzeugt hat.
    Die Differenz zwischen Eingespeisten und Erzeugtem Strom, ergibt den Eigenverbrauch.

    Durch den Wegfall würdest Du eben einen Zählerplatz sparen, und die Anlage ist schneller im rentablen Bereich.

    Grüße
    Stimmt nicht ganz. Es ist eine reduzierte EEG-Umlage zu zahlen.
    Die EEG-Umlage beträgt derzeit tatsächlich 6,405ct. Die reduzierte Umlage beträgt 40% also 0,4*6,405 = 2,5ct.
    Zur Erhebung der 2,5ct, kann man natürlich nicht deinem Wechselrichter und deinen warheitsgemäßen Angaben vertrauen, sonder man fordert den Einbau eines geeichten Zählers, wie oben beschrieben.
    Den Zähler zahlst du natürlich selbst, wenn irgendwann als "intelligente Messeinrichtung" ausgeführt sogar bis zu 130€/a.

    Mit der Nutzung irgendwelcher Leitungen hat das übrigens auch nichts zu tun. Die EEG-Umlage ist kein echtes "Netzentgelt". Der Versorgungsnetzbetreiber (nicht der Übertragungsnetzbetreiber) ist lediglich mit der Erhebung der Umlage beauftragt.

    In der Praxis ist es so, dass der VNB dir die EEG-Vergütung bezahlt, und je nach Anlagengröße die EEG-Umlage einbehält/verrechnet/einzieht.

    Der finanzielle Nachteil dessen ist aber recht schnell ausgeglichen. Man sollte nur eben keine 10,x kWh Anlage bauen. Aber ab > 12kWp ist man wieder besser gestellt.

    Mehr Infos gibt es in der Photovoltaikstudie der HTW Berlin

    Jetzt aber Back-To-Topic.
    Zuletzt geändert von DerSeppel; 24.05.2019, 07:29.

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  • gnika7
    antwortet
    Hi,

    erstmal eine Referenz auf den Inhalt der Richtlinie..

    https://eur-lex.europa.eu/legal-cont...L:2018:328:TOC

    Aus diesen Gründen sollten die Mitgliedstaaten auf von Eigenversorgern am selben Ort produzierte und verbrauchte erneuerbare Elektrizität grundsätzlich keine Umlagen und Abgaben erheben. Damit die finanzielle Tragfähigkeit von Förderregelungen für erneuerbare Energie durch diesen Anreiz nicht beeinträchtigt wird, kann seine Anwendung auf kleine Anlagen mit einer Stromerzeugungskapazität bis 30 kW beschränkt werden. Wenn sie ihre Förderregelungen effizient zum Einsatz bringen und zu ihren Förderregelungen diskriminierungsfrei und effektiv Zugang besteht, sollten die Mitgliedstaaten Eigenversorgern im Bereich erneuerbare Elektrizität für die von dieser verbrauchten Elektrizität in bestimmten Fällen Umlagen und Abgaben auferlegen können. Die Mitgliedstaaten sollten bis zu der Höhe, die notwendig ist, um die wirtschaftliche Tragfähigkeit entsprechender Projekte sicherzustellen, teilweise Befreiungen von Umlagen, Abgaben, oder eine Kombination aus beidem und Förderung gewähren dürfen.
    1. Der markierte Text ist eine Öffnungsklausel der Richtlinie, die Dtl. theoretisch ermöglich an der EEG-Umlage für den Eigenverbrauch festzuhalten, da die Anlagen durch die Einspeisvergütung effizient gefördert werden. Das heißt, wenn es blöd läuft, ändert sich nix an der EEG-Umlage auf EV und den dafür notwendigen Zähler.

    2. Nach aktueller Gesetzeslage sind auch Anlagen unter 10kWp EEG-Umlagepflichtig, wenn diese aus der Förderung herausfallen. Klingt komisch, ist aber so. Das sollte jetzt aber durch die EU-Richtlinie behoben sein. Sogar für Anlagen unter 30kWp. Das heißt, nach Ablauf der Förderung nach 20 Jahren brauchen Anlagen unter 30kWp definitiv keinen Erzeugungszähler.

    3. Deutschland muss diese Richtlinie innerhalb von 18 Monaten nach der Veröffentlichung im AMtsblatt (21.12.2018) ins nationale Recht umsetzen. Das heißt, die EEG-Umlage sollte für Anlagen bis 30kWp bis spätestens 21.6.2020 fallen, falls überhaupt. 30kWp ist die zwingende Untergrenze. Theoretisch darf diese auch höher sein. Bei dem aktuellen Rechtslage in Deutschland würden sich 40kWp geradezu anbieten. Leider ist unseren Politikern zuzutrauen, dass sich da nix ändert

    Grüße Nika
    Zuletzt geändert von gnika7; 23.05.2019, 09:01.

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  • uncelsam
    antwortet
    Ist recht einfach erklärt:

    Bei Anlagen größer 10kWp musst für jede kWh welche du mit deiner PV erzeugst und dann selbst verbrauchst 6,405ct an den "Übertragungsnetzbetreiber" zahlen.
    Obwohl Du eigentlich nur deine eigenen Leitung nutzt.
    Um diese Wert zu bestimmen, brauchst du eine Zähler welcher misst wieviel kWh deine PV-Erzeugt hat.
    Die Differenz zwischen Eingespeisten und Erzeugtem Strom, ergibt den Eigenverbrauch.

    Durch den Wegfall würdest Du eben einen Zählerplatz sparen, und die Anlage ist schneller im rentablen Bereich.

    Grüße

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  • maeckes
    antwortet
    Könnt ihr mir das erläutern?

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  • DerSeppel
    antwortet
    Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
    Dazu wäre nur kurz anzumerken, dass aufgrund einer EU-Richtlinie von Ende 2018, die bis Mitte 2020 zwingend ins deutsche Recht umgesetzt werden muss, die EEG-Umlage auf Eigenverbrauch für Anlagen über 10kWp (und kleiner 30kWp) unter Umständen wegfallen wird. Was die Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen weiter steigern wird. Bin gespannt, ob unsere Politiker die möglichen Schlupflöcher der EU-Richtlinie nutzen werden.
    Genau, daher ja meine Hoffnung, dass ich dann auch den Erzeugungszähler wieder loswerden kann.

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  • gnika7
    antwortet
    Zitat von DerSeppel Beitrag anzeigen
    16,3 kWp.
    Auch wenn das eher eine Diskussion für das PV Forum ist, ich habe mich dazu entschieden das Dach voll zu machen. Aus wirtschaftlicher Sicht einfach sinnvoll.
    Dazu wäre nur kurz anzumerken, dass aufgrund einer EU-Richtlinie von Ende 2018, die bis Mitte 2020 zwingend ins deutsche Recht umgesetzt werden muss, die EEG-Umlage auf Eigenverbrauch für Anlagen über 10kWp (und kleiner 30kWp) unter Umständen wegfallen wird. Was die Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen weiter steigern wird. Bin gespannt, ob unsere Politiker die möglichen Schlupflöcher der EU-Richtlinie nutzen werden.

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  • DerSeppel
    antwortet
    Zitat von maeckes Beitrag anzeigen
    Danke DerSeppel ! Wie viel kW hat Deine Anlage?
    16,3 kWp.
    Auch wenn das eher eine Diskussion für das PV Forum ist, ich habe mich dazu entschieden das Dach voll zu machen. Aus wirtschaftlicher Sicht einfach sinnvoll.
    Und da man nicht sagen kann ob nach erreichen der 52GW überhaupt noch gescheit gebaut und erweitert werden kann, haben wir entsprechen jetzt doch mehr Geld als geplant in die Hand genommen.

    Wobei nicht "voll Voll". Wir installieren eine Ost-West Anlage. Wobei West eher Süd-West ist. Daher wird das SW Dach Randvoll und das (N)O-Dach nur voll.
    Da würde vermutlich noch mind. 10 Module mehr drauf gehen, aber es ist eben doch Nord-Ost und auch das Budget ist ja am Ende vom Tag doch endlich.
    Zuletzt geändert von DerSeppel; 22.05.2019, 08:59.

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  • maeckes
    antwortet
    Danke DerSeppel ! Wie viel kW hat Deine Anlage?

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  • DerSeppel
    antwortet
    Das einzige, was ich damals vorbereitet habe, sind zwei 50er Leerrohre vom Dachboden bis in den Keller.
    Da kommen dann in den nächsten paar Wochen die DC Leitungen rein, (wenn denn die Module endlich mal Lieferbar sind).

    Abgesehen davon gibt es bei mir keine weitere Vorbereitung. Lediglich ein Zählerplatz mehr wäre schön gewesen, dann hätte ich die WP über Kaskadenmessung gesondert erfassen können. Das geht bei mir dann leider erst, wenn die depperte EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch - und damit der Erzeugungszähler - endlich entfällt.
    Zuletzt geändert von DerSeppel; 22.05.2019, 08:39.

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