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Mast für Wetterstation - Erdung

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    Mast für Wetterstation - Erdung

    Hi Leute,

    hab ein "kleines Problem" bzw. ich hab mir das wieder viel zu einfach vorgestellt.
    Ich will mir eine Wetterstation kaufen. Soweit noch kein Problem. Nur wo soll die hin?

    Aktuell hab ich hierfür zwei Orte gefunden die dafür in Frage kommen würden (hinsichtlich der
    eines möglichen Anschlusses) . Das eine wäre auf der Gartenhütte. diese wäre ein paar Meter
    vom Haus entfernt und eigentlich auf der gleichen Höhe, wie die Fassade die ich später mal
    beschatten möchte. Einziger Nachteil hier, das Häuschen steht sehr nahe an der Nachbargrenze
    (Hanglage) und wird dort von Büschen verdeckt. Sprich die Windgeschwindigkeit könnte hier
    evlt. nicht richtig angezeigt werden, was für meine Jalousien doof wäre.

    Möglichkeit 2: Auf der Garage. Hab ich gestern geschaut, hier würde eigentlich immer schön die
    Sonne hinscheinen, klar irgendwann wird sie auch mal von unserem Haus verdeckt, aber alles
    in allem wär's da schon gut.
    Hierzu müsste ich aber einen kleinen Masten installieren auf dem ich die Station drauf packe.

    Leider hab ich in der Garage keinerlei Erdung. Ich kann den Masten also nirgends anschließen.
    Und das geht wohl gar nicht ! Will mir ja hier keinen Blitzfänger bauen !

    Nachträglich ein Kabel in den Keller an den Fundamenterde zu ziehen ist eigentlich nicht möglich.

    Wie sieht es mit diesen externen Erdungen aus ? Sieht man öfter an älteren Häusern. Also ein
    Stahlstab der vom Dach in die Erde reicht ... reicht sowas ?

    Alternativ. Ich mein, es ist nur ne Wetterstation.. könnte man den Stab auch aus einem nichtleitenden
    Material nehmen ? Kunststoff ? oder gar Holz (jetzt nicht lachen, das hält schon 10 Jahre )
    Ist dann eine Erdung überhaupt nötig ?

    Vom Aufstellungsort würde mir die Garage besser gefallen weil ich da schöner an das KNX Kabel
    kommen würde, aber ich will natürlich nichts riskieren.

    Gruß Martin
    Die Selbsthilfegruppe "UTF-8-Probleme" trifft sich diesmal abweichend im groüen Saal.

    #2
    Zitat von Brick Beitrag anzeigen
    Material nehmen ? Kunststoff ? oder gar Holz (jetzt nicht lachen, das hält schon 10 Jahre )
    Ist dann eine Erdung überhaupt nötig ?
    Der Blitz hämmert doch da rein, weil schon die grüne Leitung aus Metal ist. Die ist zwar auch ganz schnell weggeglüht aber noch schneller hast ne Spannungsspitze auf dem Bus bis in die nächste Verteilung im Haus, und da hat sich das ggf noch auf eine nebenlaufende grüne Leitung oder andere eingekoppelt bis die grüne draußen weggeschmort ist.

    Tiefenerder des Mastes ist sicher ne Option. Aber nicht nur nen einfacher Stahlstab.

    Ansonsten eine Blitzschutzfachkraft befragen. Das Thema sollte man nicht unterschätzen. Auch die Leitungslänge bis Garage kann Überspannungen auf die Leitung bringen, weswegen zusätzliche ÜSS am Übergang Haus zu abgehender/ankommender grüner Leitung montiert gehören.
    ----------------------------------------------------------------------------------
    "Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten."
    Albert Einstein

    Kommentar


      #3
      Zitat von gbglace Beitrag anzeigen
      Tiefenerder des Mastes ist sicher ne Option. Aber nicht nur nen einfacher Stahlstab.

      Ansonsten eine Blitzschutzfachkraft befragen. Das Thema sollte man nicht unterschätzen. Auch die Leitungslänge bis Garage kann Überspannungen auf die Leitung bringen, weswegen zusätzliche ÜSS am Übergang Haus zu abgehender/ankommender grüner Leitung montiert gehören.
      Das mit den Teifenerder hat mir gerade ein befreundeter Elektriker empfohlen .. schon klar, das das nicht ein einfacher Stab ist.. Hab schon gesehen, das es
      da so spezielle Stäbe gibt... sind auch nicht teuer. Er meinte dann noch ein 16mm² Erdungskabel zum Mast.
      Das wäre finanzierbar

      Jetzt ist natürlich die Frage wie entkoppelt man das grüne Kabel vom Rest ! Gibts da was fertiges ?

      Gruß Martin



      Die Selbsthilfegruppe "UTF-8-Probleme" trifft sich diesmal abweichend im groüen Saal.

      Kommentar


        #4
        iGude,

        ganz so einfach ist das Thema dann leider nicht.

        Erstens gibt es unterschiedliche Materialien für Erder des Typ's A. Zweitens schlägt man den eben nicht mal so lapidar in den Boden.
        Es gibt gewisse Mindesttiefen/Ohmwerte/Maximaltiefen die einzuhalten wären, damit es eine Anlage nach DIN-VDE 0185-305... ist.

        Desweiteren kann es je nach Örtlichkeit erforderlich sein eine Bombensondierung durch zertifizierte Unternehmen machen zu lassen.
        Daher die Empfehlung --> Blitzschutzfachkraft das ganze machen lassen.

        Für das grüne Kabel gibt es ÜSS-Ableiter die verwendet werden können. Das Problem wird hierbei sein, das diese nur Typ 2 oder 3 können und sind somit nicht Blitzstromtragfähig. Ein Restrisiko für den direkten Einschlag wird also bleiben. Aber auch hier kann die eine Blitzschutzfachkraft sicherlich weiterhelfen.


        [EDIT]

        Um dem TYP 1 Ableiter zu entgehen, kann man sich überlegen die WS in ein Schutzbereich einer Fangeinrichtung zu legen.
        Zuletzt geändert von larsrosen; 12.06.2019, 13:26.
        Wenn ich bei der Arbeit mit Computern eins gelernt habe, dann das ich einem Computer nur soweit traue, wie ich ihn werfen kann.

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          #5
          Zitat von larsrosen Beitrag anzeigen
          Um dem TYP 1 Ableiter zu entgehen, kann man sich überlegen die WS in ein Schutzbereich einer Fangteinrichtung zu legen.
          An das hab ich auch schon gedacht, leider wäre die WS dann genau auf der falschen Seite des Hauses und wäre immer verschattet zu der Zeit zu der ich sie am meisten benötigen würde (Mittags/Nachmittags)

          Evtl. kommt sie jetzt doch auf die Gartenhütte, dort sind mir Blitzeinschläge eher egal...

          Dann muss ich nur kucken wie das mit der Windgeschwindigkeit funktioniert... evlt. hilft ja Roundup bei Nachbars Hecke
          Die Selbsthilfegruppe "UTF-8-Probleme" trifft sich diesmal abweichend im groüen Saal.

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            #6
            Haaaa, mir ist gerade was eingefallen !

            Ich hab im Schlafzimmer (OG) ein Buskabel an der Außenwand (innen) liegen.
            Da bohr ich mir einfach ein Loch nach draußen und zieh das Kabel durch, dann hab ich es an der Südseite des Hauses im
            geschützten Bereich und die Sonne kann schön auf alle "Sektoren" scheinen. Somit brauch ich mir um das Thema Blitzschutz
            keine Gedanken mehr zu machen !!

            Ist vielleicht auch nicht optimal wegen dem Wind, aber da sich auf der gleichen Seite nur eine Etage drunter die Jalousien
            befinden hab ich dort auch die dafür sinnvollen Werte.

            Thema erledigt !!

            Die Selbsthilfegruppe "UTF-8-Probleme" trifft sich diesmal abweichend im groüen Saal.

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              #7
              Zitat von larsrosen Beitrag anzeigen
              Für das grüne Kabel gibt es ÜSS-Ableiter die verwendet werden können. Das Problem wird hierbei sein, das diese nur Typ 2 oder 3 können und sind somit nicht Blitzstromtragfähig.
              Ableiter für das grüne Kabel,die für den Zonenübergang LPZ 0 zu 1 geeignet sind und dementsprechend mit Blitzströmen geprüft sind tragen die Kennzeichnung "D1".
              DIN EN 61643-21 ist die Prüfnorm.

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                #8
                Zitat von gbglace Beitrag anzeigen
                Der Blitz hämmert doch da rein, weil schon die grüne Leitung aus Metal ist. Die ist zwar auch ganz schnell weggeglüht ...
                Mal wieder "der Blitz" als Einheitsphänomen.

                Vom physikalischen Märchen zur Realität: Siehe einmal mehr die Tabelle D.3 der Blitzschutznorm IEC 62305-1:

                IEC 62561-1_Tabelle_D.3_Fo21.jpg

                Blitzstromstärken über 50 kA sind bereits selten und die meisten Blitze bei uns liegen bei durchschnittlich 25 kA. Vielleicht übernimmt einer der User dafür die Nachrechnung und dann staunt nicht nur gbglace über die läppische Erwärmung z. B. bei einem 16 mm² Cu als Erdungsleiter bei Volltreffern von Durchschnittsblitzen.

                Da explodiert nix, bei 50 kA schmilzt selbst ein 4 mm² Cu noch nicht, aber speziell zur Zerstörung von Mikroelektronik reicht schon viel weniger aus.

                Zum Thema des TE und den Kommentaren:
                • Separate Erder ohne blitzstromtragfähige Verbindung zur Haupterdungsschiene sind gefährlich und grob normwidrig, siehe DEHN Blitzplaner Kapitel 5.5.2
                • Geerdete Dachaufbauten üblicher Höhe wie z. B. Dachantennen, PV-Anlagen oder eine Wetterstation ergeben nach allen bisherigen Erkenntnissen KEINE Erhöhung der Einschlagshäufigkeit
                • Die strengeren Erdungsanforderungen der IEC 60728-11 für erdungspflichtige Antennen gelten NICHT für eine Wetterstation
                • Auch bei normkonformen Direkterdungen mit blitzstromtragfähigen Verbindern und HES sowie normkonformer Einbindung in den Schutzpotenzialausgleich können Teilblitzströme noch empfindliche Elektronik mit 1,5 kV Schutzpegel zerstören
                • Die Maße für nicht erdungspflichtige Fassadenantennen wurden 1971 willkürlich für "Fensterantennen" erfunden und im Gegensatz zur Blitzschutzzone LPZ 0B nach Blitzkugel- und Schutzwinkelverfahren wurden die noch von keinem einzigen Hochspannungslabor bestätigt. Dass das jemals noch erfolgt und aus dem Mythos vorgeblich sicherer Fassadenbereiche je ein wissenschaftlicher Fakt wird, ist m. E. nicht zu erwarten.
                Zuletzt geändert von Dipol; Gestern, 22:19.

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