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    [Elektro] Stromverbrauch von Geräten messen

    Hi 👋!

    Ich würde gern den Stromverbrauch meiner Gerätschaften im Haushalt messen.
    Ich hätte mir vorgestellt dass ich Wandler im Verteilerschrank anbringe - nach den LS zum Beispiel für Steckdosen oder bei der abgehenden Leitung zum E-Herd oder Induktionsfeld.
    Kann man durch so eine Wandlerspule mehere Leiter durchstecken? Wenn zb. 2 Leitungen aus einem LS abgehen.

    Ich suche dafür das passende Gerät. Gefunden hätte ich jetzt mal Iotawatt https://stuff.iotawatt.com/product/e...v=fa868488740a

    Hätte jemand einen Vorschlag für ein besseres / passenderes Gerät? Meine Anforderungen wären
    - keine Direktmessung sondern Wandler. Ich möchte nicht alles neu verdrahten.
    - Wirkleistung, nicht Scheinleistung, messbar. Gerne auch den Leistungsfaktor, muss aber nicht
    - Günstig sollte es sein. Ich würde gerne etwa 15 - 30 Messpunkte machen.
    - Daten sollten lokal verarbeitbar sein - HTTP, KNX, ModbusTCP, etc.

    Was meint Ihr dazu?

    #2
    Sehr kompakt aber preislich etwas oberhalb von Eastron Modbuszählern oder MDT AZI Aktorkanälen sind die Komponenten der ABB CMS Serie. Werden auch einfach oben auf einen LS montiert.

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    "Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten."
    Albert Einstein

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      #3
      Aha, ja das sieht interessant aus, danke. Muss mal schauen wie das genau funktioniert. Das 700er ist ja schon ziemlich teuer und das 600er hat kein TCP 🤔 dann bräuchte ich eine Modbus RTU - TCP Gateway dazu.
      Und ob das auf meine vorhandenen Hager MBN 513 LS passt...

      Kostet halt schon ca. das 4-fache von nem Iotawatt 😬 aber ist definitiv hübscher 🤓

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        #4
        Nachrüsten ist immer blöd und teuer, die Messaktoren von MDT sind da schon sehr gut. Bei 15-20 Stk. kommen da schon ein paar Spulen zusammen…?! Iotawatt schaut interessant aus, ist das alles 1 phasig oder auch 3ph möglich?

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          #5
          Gossen hat ein ähnliches System, jedoch spricht der Controller da direkt Modbus TCP.
          Daher lassen sich die Messwerte z.B. mit einem einfachen Raspberry, SHNG und der SmartVisu günstig visualisieren und auch weiterverarbeiten: https://www.gmc-instruments.de/produ...ergysens-escom

          Interessant bei dem System ist, dass es einen Aufsatz für LS-Schalter gibt, der direkt 12 Automaten messen kann.
          Ist aber auch nicht ganz billig, das Ding liegt so bei rund 700 Euro. Naja, sind aber dann trotzdem keine 60 Euro pro Kanal: https://www.voelkner.de/products/120...SABEgJJs_D_BwE

          Da muss man allerdings die Drähte abklemmen…

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            #6
            Zitat von meti Beitrag anzeigen
            Kann man durch so eine Wandlerspule mehere Leiter durchstecken? Wenn zb. 2 Leitungen aus einem LS abgehen.
            Ich würde einen Leiter durch den Wandler ziehen, und den anschließend auftrennen auf die anderen. Musst halt ne Klemme setzen

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              #7
              tsb2001 ah danke, das sieht echt interessant aus. Das 12-fach Gerät wird bei mir nicht gehen weil ich LS mit N habe - die sind dann wohl zu breit Bzw der N ist im Weg. Aber das System werd ich mir genauer anschauen.
              Statt SHNG wird bei mir eher HA (und Grafana) zum Einsatz kommen, aber wenn's Modbus TCP ist ist das schon mal spitze.

              Lennox ja laut Homepage kann das Iotawatt auch 3-phasing - braucht halt 3 wandler (eh nicht teuer) und 3 von 14 Kanälen. Da ist man mit dem ABB mit 64 Kanälen schon flexibler unterwegs - 2-3 Iotawatt an den Verteiler hängen sieht halt auch irgendwie nach Pfusch aus.

              MDT Kosten auch 40€/Kanal - und braucht halt viele TE. Die haben auch nur 1? N-Eingang. Darf man da trotzdem auf den Kanälen Stromkreis verschiedener FIs messen?

              waldecker01 hast du auch eine Begründung dafür? Würde das gerne verstehen.

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                #8
                Zitat von meti tsb2001 Lennox waldecker01 Beitrag anzeigen
                hast du auch eine Begründung dafür? Würde das gerne verstehen
                Grundsätzlich funktioniert das, es könnte jedoch sein das sich die beiden Leitungen gegenseitig etwas beeinflussen und damit die Messung ungenau wird, die Ströme in den beiden Leitern die am LS angeschlossen sind könnten unterschiedlich sein. Das kannst Du damit Ausschließen. Ich habe früher mit einem Zangenamperemeter auch um 2 parallele Leitungen gemessen, das geht also.
                Was Du halt auf keinen Fall machen darfst ist den Spannungsführenden und den Nullleiter durch den selben Wandler führen. Dann hast Du keine Anzeige

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                  #9
                  Ha, gerade den Shelly Pro 4PM entdeckt. Interessantes Gerät - im Gegensatz zum schon paar mal genannten MDT AZI kostets die Hälfte, ist halb so breit und ist imho weit geeigneter zum Messen da nicht auf Knx beschränkt 🤔
                  Aber irgendwie immer noch nicht das was ich suche 🔍 Ich denk ich werd's mit dem Iotawatt probieren.
                  Für die DIY Freaks die vielleicht mal über diesen Thread stolpern werden könnte das noch interessant sein: http://lechacal.com/wiki/index.php?t...Sensor_Adaptor
                  Zuletzt geändert von meti; 16.01.2022, 07:13.

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                    #10
                    Ich habe mir das IoTaWatt aus Interesse mal selbst angeschaut. Dumm ist das nicht. Was mir dazu jedoch irgendwie an Informationen fehlt ist folgendes:
                    • kann man dem Gerät diese 3 Steckernetzteile für den Spannungspfad (plus einmal Netzteil für Betriebsspannung (folglich benötigst du im Schrank 4 Steckdosen, wovon 3 jeweils L1-L3 zugeordnet werden müssen) jedem Strompfad programmtechnisch individuell den Strompfad zuweisen? Damit hättest du pro Gerät 14 individuelle Messmöglichkeiten. Sind die Spannungspfade fest den Kanälen zugeordnet, geht das nicht, sondern dann muss L1-Spannung auch an einen Sensoreingang für L1-Strom zugeordnet werden. Gleiches gilt für L2 und L3.
                    • Verfügbare Stromwandler: die geben eine Messungenauigkeit von 0,5% an, leider aber keine Genauigkeitsklasse. Wenn diese sich auf den Messbereichsendwert (beim kleinsten Wandler mit 50A sind das 250mA) bezieht, ist dieser Wandler für einen normalen Endstromkreis in der Gebäudeinstallation nicht sinnvoll. Wenn du z.B. das Wohnzimmer misst, wo mit laufendem Fernseher und ein paar Lampen 230W bezogen werden, wären das 1A. Durch die Messungenauigkeit des Wandler kann der ausgegebene Stromwert dann aber zwischen 750mA und 1,25A liegen, was bezogen auf 230V im Minimum 172,5 VA oder im Maximum 287,5 VA beträgt. Ob die Fehlergrenzen mit einer Differenz von über 100VA für die Dauerbelastung von Endstromkreisen sinnvoll ist, mag jeder für sich selbst entscheiden.
                    Grundsätzlich ist die Idee gut, aber die Wandler würde ich dem Strommessbereich anpassen, d.h. auf einen LS mit 16A würde ich allerhöchstens einen Wandler mit 20A setzen. Bei dem ABB-System CM/S geben die auch keine Genauigkeitsklasse an, liegen aber bei 20A und 0,5% bei 100mA maximaler Abweichung. Das ist schon wesentlich genauer.

                    Die von IoTaWatt zu beziehenden Wandler mit 50A als kleinsten Wandler funktionieren in Endstromkreisen nur als „Schätzeisen“.
                    Ob das der Preis das wirklich Wert ist?
                    Erfüllt das am Ende des Tages wirklich deine Anforderung?

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                      #11
                      Zitat von tsb2001 Beitrag anzeigen
                      kann man dem Gerät diese 3 Steckernetzteile für den Spannungspfad jedem Strompfad programmtechnisch individuell den Strompfad zuweisen? Damit hättest du pro Gerät 14 individuelle Messmöglichkeiten.
                      Anscheinend geht das, allerdings hat man dann nurmehr 12 Messmöglichkeiten weil 2 Eingänge für L2 und L3 benutzt werden.
                      Siehe https://docs.iotawatt.com/en/master/threePhase.html

                      Zitat von tsb2001 Beitrag anzeigen
                      Verfügbare Stromwandler
                      Das sind die von Iotawatt direkt angebotenen Wandler, das Gerät unterstütz aber beliebige Wandler - dh. da sollte man auch andere verwenden und konfigurieren können - zb. mit 20A hinter nem 16A LS.
                      Siehe https://docs.iotawatt.com/en/master/CTconfig.html

                      Zitat von tsb2001 Beitrag anzeigen
                      Ob das der Preis das wirklich Wert ist?
                      Erfüllt das am Ende des Tages wirklich deine Anforderung?
                      Naja zum Ausprobieren sind 200€ jetzt nicht die Welt... das das ABB System genauer ist würd ich auch nicht bezweifeln, aber da ist man halt erst mit ~2000€ dabei 😬
                      Zuletzt geändert von meti; 16.01.2022, 09:38.

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                        #12
                        Zitat von meti meti Beitrag anzeigen
                        Naja zum Ausprobieren sind 200€ jetzt nicht die Welt
                        Ja, da hast du recht. Ich bin da auch am überlegen, ob ich mir das mal einfach zur Energiekostenermittlung bestelle.

                        Ich hab zwar hier noch ein Gerät zur Netzanalyse mit Messmöglichkeit bis 3kA liegen, aber da ist das provisorische Anschließen mit den Spulen in Niederspannungsverteilungen suboptimal, da man zwingend während der Messung (Spannungsabgriffe, große Wandler usw.) nur machen kann, wenn die Abdeckung geöffnet ist.
                        Ich würde mir da dann auch selbst 20A-Wandler bauen, da sonst die Fehlertoleranz in Endstromkreisen zu hoch ist.
                        Was habe ich:
                        Festanschlüsse messe ich hier entweder per Reiheneinbaugerät als Aktor mit Wirkleistungsmessung, dann habe ich noch digitale Wechselstromzähler mit M-Bus installiert und einen Drehstromzähler über Modbus angebunden.

                        Das System wäre für mich interessant, wenn ich es temporär irgendwo mit hinnehmen kann. Für den Festeinbau würde ich eher auf die bewährten Lösungen (Hutschienenzähler mit Schnittstelle) gehen.

                        Grundsätzlich würde ich an deiner Stelle auch daran mal überlegen. Ein geeichter Wechselstromzähler mit Modbus RTU kostet hier : https://xn--stromzhler-v5a.eu/stromz...tschiene?c=106 grade mal 35,64 Euro.

                        Wenn du dann noch ein Weinzierl Modbus RTU auf KNX-Gateway für 25 Kanäle einsetzt (Kosten rund 250 Euro), dann hast du Gesamtkosten bei 15 Messstellen im Wert von rund 784 Euro (Gateway + 15 Zähler) mit einer großen Genauigkeit. Wesentlich günstiger als ABB und Gossen; zudem komplett erweiterbar.

                        Bei IoTaWatt bist du mit 150 Euro mit dem Grundmodul dabei, benötigst noch 15 Stromwandler für 200 Euro und landest bei 350 Euro Gesamtkosten für eine "Bastelllösung".

                        Der Vergleich bei 15 Messstellen:
                        • Hutschienenzähler mit Modbus und Gateway:
                          • Vorteil:
                            • sehr genau
                            • sichere Prozessdatenübertragung (Modbus RTU auf KNX)
                            • Erweiterbar bis 25 Teilnehmer mit einem Gateway
                            • saubere Installation komplett auf Hutschiene
                            • keine Fremd- oder Hilfsspannungsversorgung notwendig
                          • Nachteil:
                            • Mehrkosten von 400 Euro für die 15 Messpunkte
                            • Aufwändiger zu Installieren (obwohl sich die Frage stellt, welcher Aufwand zu treiben ist, die 4 Schaltschranksteckdosen für die drei Phasenabgriffe als Messspannung und die Versorgungsspannung nachzurüsten)
                            • Platz auf Hutschiene wird benötigt
                        • IoTaWatt:
                          • Vorteile:
                            • günstig (400 Euro weniger als bei Modbus und KNX mit geeichten Zählern)
                            • einfach zu montieren
                          • Nachteil:
                            • Recht ungenauen Messwerte (ich weiß nicht, wie ordentlich die Spannungswandler in Form der "Steckernetzteile" die Spannung teilen) und sich das in Verbindung mit den Stromwandlern multipliziert
                            • Spannungsabgriffe (und damit auch die Messreferenz) erfolgt durch Steckernetzteile, d.h. pro Phase eine Steckdose erforderlich
                            • "Fliegende Drähte" Prinzip und damit unsaubere Lösung im Schaltschrank, weil an dieses nicht für Reiheneinbau geeignete Gerät alle Kabel nach Außen geführt werden müssen und sich dort ein Kabelbündel aus diesen Messstrippen ergibt. Für dauerhafte Anwendung auch im Sinne des Berührungsschutzes und der Wartbarkeit eher ungeeignet.
                        Ich hab in meinem Leben bisher gelernt, wer billig kauft, kauft zweimal.
                        Also überlege es dir gut, ob das für deinen dauerhaften Einsatzzweck in 5 Jahren immer noch die endgültige Lösung ist, mit der du glücklich werden möchtest.

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