Zitat von Uwe!
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Zitat von MarcusF
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Dennoch strotz diese von Fehlern:
So, die Nachtabsenkung soll also Energie sparen. Dazu muss sie die Temperaturdifferenz verringern. Dazu muss die Innentemperatur sinken.
So kann man auch keine pauschale Aussage machen ob ein Abfall von nur 0.5° auf eine gute Dämmung zurückzuführen ist, sie kann genauso gut über eine hohe Energiespeicherung im Fussboden gestützt werden.
Die einzige relevante Grösse ist die Energie die verloren geht und durch die Heizung ersetzt werden muss. Diese kann man über die Ventilstellung qualitativ ermitteln die benötigt wird um die Solltemperatur zu halten. Je grösser das Produkt "Ventilstellung x (Vorlauftemperatur-Rücklauftemperatur)" (Energieindex) desto grösser die absolute Einsparung durch eine Absenkung. Die relative Einsparung in % ist immer die gleiche.
Ein Beispiel:
Ein Raum benötigt eine Ventilstellung von 70% um den Raum auf seiner Solltempertatur zu halten. Somit muss bei konstanter Innen und Aussentemperatur der Raum 24 Stunden mit 70% Ventistellung beheizt werden (=100% normaler Energiebedarf).
Senke ich diesen Raum nun für 10 Stunden ab werde ich in einem gut gedämmten Haus die Absenktemperatur nicht erreichen sprich während 10 Stunden 0% Energie benötigen. Somit ist die Energieersparnis während 10 Stunden, 100% gegenüber dem Halten der Solltemperatur.
Zum Aufheizen könnte man nun rein theoretisch wieder 70% Ventilstellung fahren und die Solltemperatur würde irgendwann wieder erreicht (bei gleichbleibenden Bedingungen), da nur die Verluste zu kompensieren sind.
In diesem Fall wäre die Einsparung 10/24*100=41% !
In der Praxis wird man natürlich mit grössrere Ventilstellung (100%) aufheizen um die Solltemperatur schneller zu erreichen. Hierbei kommt es dann zu einem erhöten Energiestau im Fussboden was diesen geringfügig höher erwärmt als normal. Durch diese Temperaturdifferenz kommt es theoretisch zu höhrenen Verlusten im Fussboden.
Geht man von 2°C erhöhte Temperatur im Boden aus und dem unmöglichen worst-case aus (alle Flächen des Fussboden liegen nach aussen) und 10°C Aussentemperatur dann wärde die Verluste gegenüber konstant heizen 11%. Wohlbemerkt nur auf den Fussboden bezogen und im unmöglichen Fall. Die realen Werte würden weit darunter liegen, und bei niederigeren Aussentemperaturen noch niederiger. Es ist zu bemerken dass ein grosser Teil des hier berechneten Verlustes eigentlich in den Raum strömt, also kein Verlust ist ! Es geht hier legedlich darum den maximal nie erreichbaren Verlust zu berechnen.
Mann hätte in diesme Model sogar wenn man die 11% einfach wieder auf den Raum annhemne würde was aber nicht der Fall ist da die Verluste des Fussbodens einen kleinen Teil des Gesammtverlustes des Raumes ausmachen immer noch 30% gespart !!!!
Bei normalen Räumen bis 100m2 ist der höchst mögliche Verlust der dem Fussboden zugerechnet werden könnte 50% (wieder worst case). Somit bleiben von den 11% noch 6% (aufgerundet). Einsparung also 41-6=35%.
Warum diese Vereinfachung ? Weil für reale Werte sehr viele Faktoren die bei jedem anders sind zu beachten sind (Bodenfläsche und Bodendämmung,...). Deshalb lieber ein Maximum an Energie berechnen die niemals verloren gehen könnte. Wenn da die Einsparung immer noch sehr hoch ist, dann wird sie in der Praxis also auch sehr hoch sein.
Bei einer richtig ausgeführten FBH würde ich schätzen dass von diesen 11% errechneten erhöten Verlusten gegenüber Konstanttemperatur maximal 3-5% übrigbleiben und die verluste des Fussbodens in Bezug auf die Gesammtverluste eines Raumes was den Zusatzverlust wieder von 6% auf 3% schrumpfen lassen würde, also 38% Einsparung. Geht man dann noch davon aus dass das Aufheizen keine 10 Stunden dauern wird dann erhöht sich dieser Wert nocheinmal wobei wir eh schon nur mehr bei 2% Unterschied zum theoretisch perfekten Wert sind.
Kann man die Solltemperatur mit 20% ventilstellung halten ist die relative Einsparung immer noch korrekt, aber die absolute Einsparung wird sehr klein sein. Aber in diesem Fall wurde bei der Auslegung der Heizung eh etwas falsch gemacht

Dies alles bezieht sich natürlich auf "herkömliche" Heizungen, nicht WP, bei der man noch andere Faktoren berücksichtigen muss.
Wenn ich bei meinem Haus im Winter die Heizung abschalte (hab ich schon ausprobiert im übrigen), dann sinkt die Innentemperatur über Nacht innerhalb der 10 Stunden Abschaltung um weniger als 0,5 K. Dann heizt man wieder auf Solltemperatur auf, und das Spiel beginnt von neuem. In Summe über den ganzen Tag betrachtet habe ich dann die mittlere Innentemperatur um nicht mal 0,25 K gesenkt. Das ist bei den derzeitigen Aussentemperaturen weniger als 1% der Temperaturdifferenz und somit habe ich 1% des Wärmeverlustes eingespart
Hier verhält es sich ähnlich da absolute und relative Verluste verbunden werden. Es ist auch sehr einfach diese Behauptung zu wiederlegen (ad-absurdum zu führen):
Du sagts dass während eines tages also 24 Stunden, du 10 Stunden absenkst, die Temperatur aber nur im Mittel der 24 Stundne um 0.25K gesenkt wurde. Dies wäre 1% der Temperaturdifferenz und somit des Wärmeverslustes. Die Temperaturdifferenz beträgt demnach 25K.
Wäre diese Behauptung richtig dann müsste wenn du deine Heizung abstellst die Temperatur deines Raumes innerhalb 24 Stunden auf die Aussentemperatur absinken was natürlich nicht richtig ist. Oder anders ausgedrückt wenn du bei gleicher Aussentemperatur 24 Studnen nicht heizt wird die Temperatur im Raum ausgehend von deinen 0.5K um Maximal 24/10*0.5=1.2K absinken (wieder unerreichbarer linearer worst case), im linearen mittel also 0.6K. Demnach hättest du, obwohl Du den ganzen Tag nicht geheizt hast nur eine Energieeinsparung von satten 2.4% ;-)
Gruss,
Gaston






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