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Mehrere Heizungen in einem Raum - best practice?

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    Mehrere Heizungen in einem Raum - best practice?

    Hallo Leute,

    ich habe im Haus in einigen Zimmern mehr als eine Heizung. Folgende beiden Fälle kommen vor:

    1.) mehrere Fußboden-Heizkreisläufe
    2.) Fußbodenheizung und Handtuchhalter-Heizung

    Wie verfährt man hier am besten?

    Bei 1.) könnte ich mir vorstellen, die Kreisläufe als Einen zu betrachten. Sollen dann die Aktoren gemeinsam auf einen Kanal gelegt werden?
    Bei 2.) fällt mir keine "goldene" Lösung ein. Die Fußbodenheizung dient hier im Prinzip als "normale" Raumheizung. Die Handtuchhalter würde ich z.B. gern Früh (kurz vor dem Aufwachen) mal einige Zeit 100% fahren ... oder auch wenn die Badewanne mal wieder eingelassen wird - ansonsten eher nicht. Wie gestalte ich das aber regelungstechnisch? Die Handtuchhalter "ungeregelt" über 1/0? Und den Rest wie gehabt?

    Vielen Dank jetzt schon mal für Eure Ideen/Vorschläge/Antworten!!
    Beste Grüße.

    #2
    Deine Ideen sehen für mich sinnvoll aus:
    • Wenn Dir keine Gründe einfallen, warum manche Fußbodenzonen wärmer werden sollen als andere, einfach alle Aktoren mit der gleichen Stellgröße aus der gleichen GA füttern
    • Der Handtuchhalter trägt ohnehin wenig zur Raumheizung bei. kann also einfach bei Bedarf eingeschaltet werden. Der Regler für die FBH bügelt das bißchen locker weg. Wahrscheinlich wird er das stark verzögert tun, aber das ist ja bei jedem anderen Wärmeeintrag (Dusche, Wanne, Fön, ...) auch so.

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      #3
      Bei mehreren Heizkreisen je Raum kann man schon viel sinnvolles tun wenn man die getrennt regelt. Da zu braucht es aber einiges Mehr an Informationen und Austattung / Einrichtung des Hauses. Für die einfache simple Lösung ja einfach alle Heizkreise entweder mit gleich parametrierten Kanälen eines Heizungsaktors betreiben oder die Stellventile zusammen auf einen Aktorkanal legen (kommt auf die Ventile deren Anzahl und Last und Lastkapazität deines Aktorkanals an).

      Für getrenntes Regeln sehe ich Anwendung bei passenden Heizschleifen Fensterzone, Außenwandzone, bodentiefe Fenster, Rollosteuerung, Kühlfunktion der Heizkreise, Sensoren für Estrichtemperatur / Luftfeuchte wg Taupunktüberwachung. Da kann man dann auch Zonen etwas individueller regeln lassen.
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      "Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten."
      Albert Einstein

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        #4
        Zitat von ERFI Beitrag anzeigen
        1.) mehrere Fußboden-Heizkreisläufe
        Wie bereits genannt, im ersten Umgang alle parallel anschließen an einen HA-Kanal (physisch oder logisch, wenn physisch zu viele für den HA sein sollte). Später evtl. einzelne Kreise separat steuern, aber immer mit Mischtemperatur aus verschiedenen Temperaturmesswerten, sonst kann es sein, dass in der Übergangszeit ein HK das ganze Zimmer heizt.

        Zitat von ERFI Beitrag anzeigen
        2.) Fußbodenheizung und Handtuchhalter-Heizung
        Regler, die Zusatzstufe regeln können (Gira, BJ, eigentliche alle außer MDT ).

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          #5
          Zitat von mmutz Beitrag anzeigen

          Regler, die Zusatzstufe regeln können (Gira, BJ, eigentliche alle außer MDT ).
          Die Raumtemperaturregler SCN-RT1UP.01, SCN-RT1UPE.01 und SCN-RT1GW.01 können das.

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            #6
            Erst einmal Allen ein großes Dankeschön!!
            @hyman
            Das ist - denke ich auch - der pragmatischste Ansatz ... Danke Dir!!

            @gbglace
            Tatsächlich wäre eine Teilmenge davon auch für mich interessant: das Wohnzimmer ist sehr groß und in drei Kreisläufe geteilt. Der Kreislauf, der für die "TV-Ecke" (+Couch) zuständig ist könnte ja durchaus eine etwas höhere Temperatur aufweisen. Das könnte man allerdings auch - sehr profan - mit der Durchlaufbegrenzung der restlichen beiden Kreisläufe hinbekommen. Danke!!

            @mmutz
            Mischtemperaturen aus den versch. Temperaturmessungen - coole Idee, habe ich auch schon drüber nachgedacht. Könnte entweder die SPS (750-883/753-646) oder ein Logikmodul erledigen .... Das mit der nicht vorhandenen Zusatzstufe bei MDT ist schade, habe die AKtoren von Denen schon da liegen Generell habe ich aber auch so etwas das Gefühl, dass die MDT-Baugruppen "etwas einfache(er)" gestrickt sind. Danke Dir!!

            Beste Grüße!!

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              #7
              @hjk
              Danke für die Info!! Allerdings muss ich gestehen, dass mir der - mit dem analogen "Touch" - doch etwas "altbacken" vorkommt ... und ich desshalb lieber auf Lösungen mit Display zurückgreifen würde.

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                #8
                Scn-rt1gw.01

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                  #9
                  @hjk
                  Danke!!

                  Kommentar


                    #10
                    Zitat von ERFI Beitrag anzeigen
                    Generell habe ich aber auch so etwas das Gefühl, dass die MDT-Baugruppen "etwas einfache(er)" gestrickt sind.
                    Naja dafür haben sie aber auch Handbücher und Funktionsnamen die man versteht. Oder fällt Dir ein, was ne Wischerfunktion an einem 0815 Schaltaktor bedeuten könnte?

                    Viele Funktionen sind zwar soweit auf das Wesentliche begrenzt und andere sind aber auch gerade bei MDT überhaupt erstmalig auf dem Markt in Geräten enthalten gewesen.

                    Da also einfach mal noch nen bissl weiter in Sachen KNX Erfahrungen sammeln bevor man sowas schreibt.

                    Und nicht umsonst hilft eben eine gescheite Planung auf dessen Basis man dann die optimale Geräteauswahl treffen kann.
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                    "Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten."
                    Albert Einstein

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                      #11
                      Zitat von hjk Beitrag anzeigen
                      Die Raumtemperaturregler SCN-RT1UP.01, SCN-RT1UPE.01 und SCN-RT1GW.01 können das.
                      Es fehlte mir im Heizaktor. Hab deshalb jetzt den Gira genommen. Deshalb, und weil der mit der PWM-Frequenz höher geht.

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                        #12
                        Fussbodenheizung besser einregulieren. Dann kann die ERR weitgehend entfallen bzw. muss nur geringfügig dämpfend wirken. Die Ventile sollten meistens auf 100 % stehen, zumal das Bad eher der wärmste Raum ist. Der Selbstregeleffekt sollte dort gut funktionieren. Handtuchhalter kannst Du im Prinzip nach Schaltuhr schalten, wie von Dir beschrieben. Einfach eine halbe Stunde vor Nutzung ganz öffnen. Nach einiger Zeit abschalten. Es hängt vom Durchlauf ab, wie rasch er sich ganz erwärmt und wie warm Du die Handtücher haben möchtest. Nicht zu knapp kalkulieren. Wie oben richtig geschrieben, trägt er zur Raumheizung kaum bei. Der Komfort warmer Handtücher wird vor allem die Hausherrin schätzen.

                        Fussböden sonst am besten nie zonenweise schalten, sondern auf den Selbstregeleffekt setzen. Das ergibt die geringsten Luftbewegungen und die geringste Wahrnehmung von unterschiedlicher Strahlung. Die Wärmeinseln, die man früher im Bereich von Sitzmöbeln geschaffen hatte, sollte man lassen. Das war manchmal sinnvoll, wenn dort Teppiche lagen, die wärmeren Estrich darunter notwendig machten. Andererseits gab es auch bei den früher manchmal sehr hohen Vorlauftemperaturen (45 °C, Multibeton-Empfehlung in den späten 70er Jahren) teils auf geringere VL-Temperaturen eingeregelte Zonen im Bereich von Flächen, in denen man länger sitzt oder steht (Esstisch, Küche). Das dürfte heute alles passé sein.

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                          #13
                          Zitat von mmutz Beitrag anzeigen

                          Es fehlte mir im Heizaktor. Hab deshalb jetzt den Gira genommen. Deshalb, und weil der mit der PWM-Frequenz höher geht.
                          Zur Info, falls das noch jemand braucht:
                          Die zweite Stufe kann man recht einfach nachrüsten. Beispiel: bei Stellwert > 60% schaltet Stufe 2 ein oder wenn Temperaturdifferenz > 1K schaltet Stufe 2 ein. Je nach Anwendung kann man die 1. Version direkt mit einem Schaltaktor ohne zusätzliche Logik machen oder natürlich beide Versionen mit dem Logikmodul. Eine 2. Stufe ist im EFH allerdings extrem selten.

                          Eine höher PWM Frequenz, also eine kürzere PWM Zeit macht bei der Trägheit der Ventile keinen Sinn. Das hat eher eine schlechtere Regelung zur Folge. Das wurde hier im Forum bereits ausgiebig untersucht.
                          das Prinzip der schwebenden Ventile funktioniert in der Praxis nicht gescheit.

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                            #14
                            Wie schon von raman ausgeführt sollten Fußbodenheizungen möglichst wenig abgeregelt werden, nachdem die Heizung einmal sorgfältig eingeregelt wurde.


                            Allgemein lässt sich sagen dass eine Heizung in einer Wohnung/EFH stabiler, und schonender für den Wärmeerzeuger, läuft wenn der Gesamtdurchfluß nicht zu klein ist.

                            Details sind von der Hydraulik der Anlage und dem Wärmeerzeuger abhängig.
                            Für den benötigten Mindestdurchfluss, bei gleicher Nennleistung des Wärmeerzeugers, gilt Wärmepumpe > Gastherme > Ölkessel.

                            Wassererwärmte Handtuchhalterheizung und Fußbodenheizung passen eigentlich sowieso nicht zusammen da diese unterschiedliche Vorlauftemperaturen benötigen.


                            Im Haustechnikdialogforum wurde das schon genug durchgekaut. Suche nach "Kuhschwanzheizung" bzw "takten".

                            Der Beitrag von Achim Kaiser gilt sinngemäß auch für Fußbodenheizungen mit abgeregelten Kreisen https://www.haustechnikdialog.de/For...runter-?page=2
                            Zuletzt geändert von KNXSSP; 13.01.2019, 12:23.

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