Zitat von ralef
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Wenn ja, kannst Du diese Sache getrost ignorieren. Die ETS3 funktioniert bei der Diagnose der phys. Adressen anders als die ETS2 oder die ETS4.
Die ETS3 prüft zyklisch einmal in der Sekunde durch ein Broadcast Telegramm "PhysicalAddressRead" die Geräte im Programmiermodus ab und zeigt deren physikalische Adresse im Diagnosefenster an. Dieser Prozess wird automatisch durch die ETS3 gestartet und kann, im Gegensatz zur ETS2/4, vom Bediener nicht beeinflusst werden.
Wenn nun der Bediener in der Diagnoseumgebung der ETS3 die Programmier-LED eines bestimmten Gerätes blinken lässt (im vorliegenden Fall bei einem Heizungsaktor), baut die ETS3 zu dem betroffenen Gerät zusätzlich eine One-to-One Verbinung über die bekannten Management-Prozeduren auf und toggelt den Programmierzustand sekündlich. Die ETS3 hält die "Blink-Geräteverbindung" so lange offen, bis der Bediener das Blinken manuell stoppt oder es zu einem allgemeinen Fehler in der Kommunikation kommt.
Die "Blink-Verbindung" zum diagnostizierten Gerät wird ungünstig beeinflusst, wenn der Programmierzustand aktiviert ist (Prog.-LED leuchtet) und innerhalb einer sehr kurzen Zeit nach dem Bestätigen dieses Zustands durch das Gerät (ca. t < 100ms) ein PhysicalAddressRead-Telegramm der ETS auf den Bus ausgesendet wird, welches das diagnostizierte Gerät in diesem Fall auch beantworten muss. In diesem speziell ungünstigen Fall kann es dazu kommen, dass das betroffene Gerät Telegramme der ETS3 nicht mehr korrekt beantwortet und den zuvor aktivierten Programmiermodus nicht mehr deaktiviert. In diesem Fall bricht die ETS3 die Geräteverbindung mit der angesprochenen Fehlermeldung ab. In einigen Fällen kann auch beobachtet werden, dass das Blinken durch die ETS3 nur kurz stoppt und danach selbstständig wieder ohne Fehlermeldung neu startet. Die Reaktion der ETS3 ist abhängig vom Timing und der zeitlichen Relevanz des PhysicalAddressRead-Telegramms. Das Verhalten ist dadurch pseudo-sporadisch. In ca. 20 % aller Fälle kommt es zu einem Abbruch mit Fehlermeldung.
Dieser Effekt ist der Grund, weshalb das bei der ETS4 anders gelöst ist. Dort laufen verschiedene Management-Prozeduren in der Diagnoseumgebung nicht mehr zeitgleich, wodurch das Timing-Problem nicht existiert. Das Scannen von Geräten im Programmiermodus muss in der ETS4 per Start / Stopp eingeleitet bzw. beendet werden. Wenn gestartet, kann das Blinken der Programmier-LED an Busteilnehmern nicht ausgeführt werden.
Das beschriebene Problem hat übrigends nichts mit Kopplern o. ä. zu tun. Der Effekt kann bereits in nur einer isolierten Linie auftreten. Allerdings begünstigen Koppler mitunter den Negativeffekt beim Timing.



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