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Habe vorhin übrigens mal die adaptive Backlightregelung installiert - funzt auf Anhieb einwandfrei, je nach Helligkeit wird schön smooth die Beleuchtung nachgeregelt. Gerade bei Dunkelheit geht das ALS deutlich weiter runter als die sonst minimal möglichen 10% - mir ist das im dunklen Schlafzimmer immer noch zu hell.
Was leider nicht geht, ist ein permanent eingeschaltete Hintergrundbeleuchtung - das liegt daran, dass Siemens beim Ausschalten neben dem Backlight auch den Bildschirm "löscht" (warum auch immer). Das Einschalten geht also nur über den Näherungssensor oder eben das oben beschriebene Präsenzobjekt.
Ich werde noch ein wenig Feintuning machen und dann die finale Version vorstellen.
Gerne...melde mich, sobald alles läuft, durchgemessen ist und ich grünes Licht geben kann.
Aber wie gesagt, ist nur was für Hardcorelöter mit Lupe und sehr ruhiger Hand - da muss ein 0603 raus, der satt zwischen anderen Bauteilen liegt. Da ich optisch keine Kompromisse eingehe, wird der Lichtsensor von innen hinter das Glas gesetzt und dazu muss der Siebdruck lokal etwas entfernt werden...nix für schwache Nerven :-)
Bin gerade dabei, mir dazu ein Hilfsmittel in Form eines gebohrten U-Profils zu bauen, damit da ein einwandfreier kreisrunder Ausschnitt von ca. 1.5mm entsteht. Im Ergebnis wird das so aussehen, als wäre der Lichtsensor seitens Siemens so werksseitig vorgesehen gewesen.
Die Platine sieht recht unscheinbar aus, hat es aber faustdick in sich: dazu gehört die analoge Erkennung ob das Display eingeschaltet ist (über RC-Schwellwerterkennung), die spannungsmodulierte PWM mit exakt 19 kHz sowie die volldigitale Signalumschaltung anhand der DIP-Schalter (diese selbst führen keine Signale im kritischen Weg). Und das alles mit nur ein paar µA Strombedarf, die von der 3.3V-Schiene überhaupt nicht bemerkt wird :-)
Testplatinen für das TC5 Ambient Light Sensor Upgrade sind bestellt...bin echt gespannt. Das Stück links oben kann einfach abgebrochen/abgesägt werden, dort sitzt dann der vorbestückte Lichtsensor drauf, der dann von der Platine etwas abgesetzt montiert wird.
Das "klassische" Problem ist die Reduzierung der Helligkeit bei langem Betrieb. Bei LED-Backlights sind meist 10kh-100kh als Lebensdauer angegeben, bis die maximale Helligkeit nur noch 50% des Anfangswertes beträgt (sog. L50-Wert, manchmal findet man auch die Angabe L70). Der Lichtstromverlust liegt an der Degradation des Halbleiters selbst. Am Ende der Lebensdauer kommt dann meist auch eine leichte Farbverschiebung mit ins Spiel (liegt an der Degradation des Phosphors in den LED durch den Photonenbeschuss, das Licht wird "kälter" mit Farbverschiebung ins Blaue).
Wenn die Elektronik außenrum sauber designt ist, dann ist das Backlight die begrenzende Komponente. Dort wird in der Regel die meiste Energie verbraten und in Wärme umgesetzt (im Fall des TC5 ca. 0.8W bei 100% Helligkeit, das ist eine ganze Menge und diese Wärme tritt an lokal sehr kleiner Stelle auf). Wichtig ist, dass dieses nicht 24/7 auf 100% läuft, dadurch kann man die Lebensdauer deutlich erhöhen. Hilfreich für den Wärmeabtransport wäre hier sicher auch eine Konvektion gewesen, auf die hat man leider verzichtet und das Gehäuse ohne jegliche Lüftungsöffnungen designt.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass man den Passus mit der reduzierten Lebensdauer auch aufgrund der normalerweise vom Kunden hoch angesetzten Betriebsdauer eines KNX-Gerätes reingenommen hat. Bei 24/7 und 100% Helligkeit hätte das bei einem 50kh-Backlight ja tatsächlich nach nur 6 Jahren zur Folge, dass das Display nur noch halb so hell leuchtet. Da dieses schleichend geht, würde man schon viel früher merken, dass dieses dunkler geworden ist (linear gerechnet ~9% Helligkeitsverlust pro Jahr).
Bei LEDs ist es immer eine gute Idee, gerade im "oberen" Helligkeitsbereich statt 100% z.B. nur 90% oder besser noch weniger als Obergrenze zu verwenden. Dadurch erhöht sich die Lebensdauer beträchtlich, da es aufgrund der Diodenkennlinie zwischen den beiden Werten kaum Helligkeitszuwachs gibt, aber enormen Energiezuwachs (=Wärme), der zur beschleunigten Degradation des LED-Halbleiters führt.
Ich habe bei meinen LED-Spots im Haus konsequent das Konzept der niedrigen lokalen Temperaturen und Leistung umgesetzt (statt wenige einzelne "heisse Blendgranaten" lieber viele einzelne LM mit wenig Leistung) und habe auch nach 12 Jahren noch fast überall die ersten Leuchtmittel drin, bisher fast null Ausfälle (die ersten nach über 10 Jahren Betrieb) und kaum Lichtstromverlust. Kein Halbleiter mag hohe Temperaturen.
BTW: Was mich auch etwas verwundert hat, dass man SK2812 RGB LEDs für den Farbstreifen verbaut hat (das sind quasi one wire LEDs) - sowas kennt man eigentlich nur aus der Arduino-Welt wo alles billig sein muss...aber nicht im industriellen/gewerblichen Umfeld. Hat vermutlich an fehlenden µC-Ausgängen gelegen, um dort vernünftige RGB-LEDs anzusteuern.
Das sind ja großartige Neuigkeiten! Jetzt verunsichern mich nur noch die Warnungen über die Verkürzung der Lebensdauer durch dauerhaften Display-Betrieb. Meint ihr das ist wirklich ernst, oder nur eine übervorsichtige Absicherung?
Was mögen die Folgen eines zu langes Betriebs? Kompletter Defekt, Farbverschiebungen, Helligkeitsverlust? Mir ist bisher noch kein Display/Monitor im eigentlichen Sinne kaputt gegangen. Es starb bisher immer zuvor irgendetwas anderes der Elektronik.
Problem gelöst: der Näherungssensor hatte sich im Menü des TC5 nach dem Programmieren automatisch auf "AUS" gestellt (muss ich mal schauen ob das immer so ist). Wieder eingeschaltet und alles funktioniert so wie es soll.
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