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Bei manchen Räumen funktioniert dies recht gut, bei manchen erhalten ich recht hohes Überschwingen.
Zumindest könntest Du bei den Räumen, die Überschwingen mal den oberen Hystereswert versuchsweise heruntersetzen. Der Estrich wird dann schon zu viel Wärme für den Raum gespeichert haben.
Alles andere wäre eine adaptive Regelung, welche für die Abschaltgrenze die Aufheizdauer berücksichtigt. Geht sicherlich auch, wenn Du irgendwo eine Logik hast.
Zuletzt geändert von willisurf; 25.02.2022, 13:06.
Korrekt, der Stellwert wird bei Überschreiten der Solltemperatur Null. Wollte dies nur nochmal belegen, da zuvor teilweise anderslautende Aussagen gemacht wurden.
Das mit der zu langen I-Zeit ist ein guter Hinweis, das werde ich testen. Danke Florian!
Der Stellwert bei Überschreiten der Solltemperatur wird bei mir Null.
Das ist ja so nicht richtig, du hast um 10 Uhr noch 60% und die I Anteil braucht bis um ca. 13:00 Uhr, bis auf 0 zurückgefahren wird. Nach meiner Meinung ist die I-Zeit zu lange. Du kannst auch ungefähr sagen, dass der P Anteil bei einem Grad bei 30% liegt, die spontane Erhöhung um 20:00 Uhr.
Gruß
Florian
Vielleicht meinst du ja nur, dass der P-Anteil zu 0 wird, das ist natürlich richtig.
Ich verwende die Heizungsaktoren von MDT. Der Stellwert bei Überschreiten der Solltemperatur wird bei mir Null.
Anbei die Aufzeichnung der Temperatur und des Stellwertes über die letzten 24 Stunden. Abends gegen 20 Uhr wurden die Fenster geöffnet, deswegen der sprunghafte Anstieg im Stellwert. Man sieht deutlich, wie die Temperatur ab 20 Uhr unter den Sollwert von 22 °C sinkt, Regler und Fussbodenheizung brauchen dann die ganze Nacht, bis das wieder ausgeglichen ist.
Eventuell müsste ich den P-Anteil schärfer stellen, hatte aber vor Jahren damit keine besseren Ergebnisse erzielt. Für mich fehlt der D-Anteil, der dann schon ab ca. 16 Uhr beginnt den Stellwert anzuheben, obwohl die Temperatur noch ca. 23 °C beträgt.
Oder man könnte den Regler vielleicht durch eine außentemperaturgeführte Vorsteuerung ergänzen.
Also erst einmal von meiner Seite: Coole Diskussion, bin begeistert wobei ich zugeben muss, dass ich den kompletten Thread 4-5 x gelesen habe und immer noch versuche die Thematik zu verstehen.
Ich habe bei mir folgende Situation, FBH im ganzen Haus:
Stellventile - strawa EGO-M30-Regelantrieb
diese Stellventile müssen mit einer 2-Punkt Regelung angesteuert werden. PWM ist keine Option!
Heizungsaktor GIRA 20D311 mit config: schaltende 2-Punkt-Regelung
Hier kann ja jetzt nur eine Hysteresegrenze eingestellt werden. Wie kann ich denn jetzt hier ein Überschwingen steuern. Aktuell steht bei mir die Hysterese auf -0,5K und +0,5K für die untere und obere Grenze. Bei manchen Räumen funktioniert dies recht gut, bei manchen erhalten ich recht hohes Überschwingen.
Habe ich hier überhaupt großartige Möglichkeiten, dass Überschwingen zu beeinflussen?
Daß der P-Regler 0% beim Start ausgibt, wenn Soll- und Istwert identisch sind, funktioniert nur, wenn man zum Heizen und zum Kühlen zwei unabhängige Regler einsetzt. So macht es z.B. Gira, wobei die Regler nicht gegeneinander verriegelt sind. Dies hat zur Folge, daß bei identischem Sollwert beide Regler geichzeitig ein Ausgangssignal ungleich Null ausgeben. Um mir das zu ersparen, nehme ich einen Regler, dessen Ausgangssignal halbe/halbe aufgeteilt wird: Er startet mit 50% P- und 0% I-Anteil.
Das denke ich auch. Eine Stellgröße, die dann im stationären Betrieb notwendig ist, würde über den I-Anteil erreicht.
Der I-Anteil wird durch Betriebsartumschaltung auf Null zurückgesetzt. Das würde dann auch zu den Beobachtungen passen.
Mathematisch seriös betrachtet müßte die Anlage heizen und kühlen können. Gibt der Regler mehr als 50% aus, ist er am Heizen, darunter am Kühlen. Je weiter der Reglerausgang von 50% entfernt ist, umso weiter sind die entsprechenden Ventile geöffnet. Sind Soll und Ist gleich, startet er mit 50% P-Signal und 0% I-Signal.
Daß er bei Heizen alleine mit 0% für den P-Anteil startet, ist eine Krücke.
Das entspricht nicht meiner Beobachtung.
Aktuelle Temperatur 21,1° Soll Temperatur 21,0°
Aktuelle Stellgröße direkt nach dem Umschalten StandBy-> Komfort sind 0%
OK, vielleicht setzt er den I-Anteil in dem Fall gar nicht zurück.
Und das der I-Anteil nicht gelöscht, sondern irgendwie auf einen negativen Wert vorgesetzt wird, glaube ich nicht.
Wenn ich davon ausgehe, dass die Standby-Solltemperatur niedriger ist als 20°C, dann wäre der I-Anteil ja ganz von allein negativ, müsste also nur erhalten bleiben und nicht explizit neu gesetzt werden.
Ein reiner P-Regler, der nur heizen kann, muß einen Stellwert von 50% ausgeben, wenn Soll- und Istwert identisch sind.
Das mag mathematisch ein solider Ansatz sein, entspricht mMn. aber nicht der Lebenserfahrung und den Vorstellungen der Anwender. Die KNX Heizungsregelung ist doch in Anlehnung an klassische Heizungs- Bi-Metall Thermostate entstanden, und die schalteten nach erreichen der Solltemperatur aus. Auch bei 2-Punktreglern ist der Sollwert der Ausschaltpunkt und die Hysterese wird nach unten angesetzt.
Gruß Florian
Das entspricht nicht meiner Beobachtung.
Aktuelle Temperatur 21,1° Soll Temperatur 21,0°
Aktuelle Stellgröße direkt nach dem Umschalten StandBy-> Komfort sind 0%
Und das der I-Anteil nicht gelöscht, sondern irgendwie auf einen negativen Wert vorgesetzt wird, glaube ich nicht.
Zuletzt geändert von willisurf; 24.02.2022, 08:11.
Ein reiner P-Regler, der nur heizen kann, muß einen Stellwert von 50% ausgeben, wenn Soll- und Istwert identisch sind. Die Relation zwischen Stellgrößen und Abweichungen errechnen sich aus dem P-Band. Welche Ventilstellung letztendlich nötig ist, um die Abweichung auszuregeln, legt der I-Anteil fest, der natürlich negativ sein kann. Beispiel: Sind Soll und Ist identisch und steht das Ventil auf 30%, ist der I-Anteil -20%.
Hieraus resultiert die Notwendigkeit, den I-Anteil rechnerisch nach oben und nach unten zu begrenzen.
Wenn ich z..B. bei einer Solltemperatur von 22° und einer Isttemperatur von 22,5° noch eine Stellgröße von 10% habe, so ist meine These, das diese nur aufgrund des I-Anteils zustandekommt.
Dem würde ich widersprechen. Die Stellgröße ist (unter der Annahme, dass die Ist-Temperatur schon eine gewisse Zeit lang über der Soll-Temperatur liegt) durch den I-Anteil reduziert, aber sicher auch durch den P-Anteil beeinflusst.
Ohne I-Anteil hättest Du bei einer Regelabweichung Ist - Soll von 0,5° wahrscheinlich (wenn Dein Proportionalbereich nicht ungewöhnlich klein parametriert ist) deutlich mehr als 10% Stellgröße. Bei einem Proportionalbereich von 4K wären es z. B: 25% (ohne I-Anteil).
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