Ohne Leerrohr, na ja ...
Hallo,
aus Erfahrung kann ich sagen, ich bin froh Leerrohr verlegt zu haben. Nur so hatte ich die Möglichkeit EIB/KNX nachzurüsten.
Mit ist schon bewußt, dass die 230V-Leitungen beim Neubau in den meisten Fällen ohne Leerrohr eingelegt werden. In Verbindung mit EIB/KNX sehe ich das auch nicht als so problematisch, weil ja von den UVs alles im Stern verlegt wird und (genügend 5x1,5 vorausgesetzt) keine Wünsche offen bleiben.
Aber gerade die Datenleitungen (EIB/KNX-Bus, Ethernet, Telefon, SAT, usw.) würde ich doch in Leerrohr legen. Denn wer weiß schon welche Technologie in x Jahren angesagt ist - und da möchte ich doch flexibel sein.
Bzgl. dem eigentlichen Problem Estricht sehe ich gar kein Problem, denn in der Regel werden die Kabel bzw. Leerrohr doch vollständig von einer Dämmschicht ummantellt bzw. zumeist (so zu mindest bei uns) liegt noch mal eine nicht unwesentlich dicke Dämm- und Trittschallschicht darüber (bei uns sind das bis zu 15 cm). Erst dann haben wir schwimmenden Zementestricht (Starke 6 bis 8 cm) verlegt.
Aber ich denke, diese Info kommt zu spät, wenn ich so die Bilder sehe.
beginner01
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@Debu Deine ganze Verlegung auf der Decke ohne ein einziges Schutzrohr, auch die Schwachstromleitungen, welche einen anfälligeren Außenmantel als z.B. NYM haben, ist schon mutig.
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Rheinhard hat die Antworten schon gegeben - auf der Decke sind Installationszonen einzuhalten - in der Decke gibt es keine. Diese Zonen sind in der DIN 18015 dargestellt - graphisch als vermaßte Zonen auf dem Boden. Wir hatten uns darüber unterhalten (tbi :-)) . Wenn Zonen vorgegeben werden, in denen ich mich z.B. in einem Durchgangszimmer, immer in einem vorgegebenen Abstand von der Wand, bei der Querung des Zimmers mit meiner Kabel- und Leerrohrverlegung bewegen muss, habe ich mehrere Probleme - Beachtung der Biegeradien, der zugelassene Installationsraum ist relativ schnell belegt, Leerrohre sind nicht mehr zum Auswechseln der Leitungen nutzbar. Bei dem vorgenannten Durchgangszimmer - einmal mit Leerrohren entsprechend Norm durchquert, habe ich faktisch 4 Stück 90 Grad Richtungsänderungen (mit den entsprechenden Radien). Ein Einziehen oder Auswechseln der Leitungen bei dieser Anzahl von Richtungsänderungen ist nicht mehr möglich. Was soll ich sagen? Der Fussboden ist zur Installation von elektrotechnischen Kabeln und Leitungen ungeeignet!
Es kommt zu Auseinandersetzungen mit dem Bauträger bei folgenden Fragen: Einhaltung der Schallschutznormen, ausreichende Isolierungen, Abstände zu Verlegungen von anderen Gewerken (Heizung?). Garantien??
Die Elektroinstallationen haben während der Rohbauphase in der Ortbetondecke, bzw. auf der Fligrandecke als Einlegearbeiten zu erfolgen!
Gruss
Holger
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Platz zur Wand sollte natürlich schon sein. Leitungen diagonal zu verlegen ist nicht die feine engl.Art. Elektriker mögen nix diagonales ! Wenn´s denn aber unbedingt sein muß und die Leitungen immer schön als Bündel (Stark- und Schachstrom getrennt !) verlegt wird, kann man die auch schonmal diagonal verlegen. Der Aufwand beim Zuschnitt ist jetzt nicht soooooo sehr viel größer.
Wir haben auf den Leitungen, ich glaube 12cm Styropor und nochmal 6 oder 8cm Estrich. Der ausgeschnittene Styropor wurde mit Styroporkügelchen wieder aufgefüllt.
@tbi: Ich war Bauleiter für Elektro u.a. am Potsdamer Platz, Berlin. Dort ist alles Beton. Dort haben wir die Leerrohre in den Fußböden auf direktem Wege von Auslass zu Auslass verlegt. Knicke oder zu kleine Biegeradien sind absolut zu vermeiden. Man bekommt später keine Leitung mehr durch. Ich weiß nicht, ob man sich´s vorstellen kann: Vom Anfang des Rohres geht man direkt in den Zwischenraum der oberen und unteren Stahlmatte, dort im leichten Bogen parallel zur Matte und am Ende des Rohres wieder direkt raus. Somit kann man das Leerrohr z.B. bei der späteren Leuchtenmontage, nicht anbohren.
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Auskunft eines Gewerblichen.
Dazu gibt es die Installationszonen nach DIN 18015-3!
Immer parallel zu den Wänden, Abstand zur Wand = 20cm, dann max. Breite der Zone mit Rohren = 30cm, dann wieder 20cm ohne Rohre, dann wieder neue Zone mit Rohren max. = 30cm, usw.
Ausnahme in Türdurchgängen: Abstand zur Wand = 15cm.
Innerhalb von Betondecken sind diese Zonen nicht einzuhalten.
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Kabel haben auch ein mindest Biegeradius ist bei 1,5 - 2,5 qmm fast im Rechtenwinkel aber bei mehreren Kabeln schon fast unmöglich. Aber eine ordentliche Verlegung sollte schon gemacht werden.
@ ChrisMS zeige doch mal mit Fotos was der Bauleiter bemängelt, so sollte Dir eher geholfen sein.
MfG
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Hi,
mir war so als hätte Xisco so was beim letzten Stammtisch in Berlin erzählt, dass es nun nach Vorschrift alles in rechten Winkeln auch in der Decke zu gehen muß/soll. Zwar noch keine Verlegezonen aber eben in rechten Winkeln.
Mal eine Frage, wie soll das in einer Betondecke gehen wenn da die Leerrohre rein kommen ? Wenn ich da später mal eine Leitung tauschen will und da sind 3 mal 90 Grad Winkel drin
Vieleicht kann einer von den Gewerblichen was dazu sagen.
Gruß Tbi
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Hi,
ich habe gerade letzte Woche Estrich bekommen und mir wurde vorher mitgeteilt, das die Stränge bitte immer im 90° Winkel verlaufen sollen
und mind. 5cm von der Wand weg. Auf gar keinen Fall Diagonal zum Raum, da der Aufwand zum Schneiden der Dämmplatten bei 170qm doch zu groß wäre, wenn im jeden Raum alles kreuz und quer liegt.
Habe aber mehr Leerrohre als Elektrik im Boden. Aber das sollte ja egal sein.
Schau mal, ob ich die Bilder heute noch hochstellen kann.
VG
Smarty
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ich frage mal umgekehrt: Könntest Du ein Bild deiner Kabelverlegung posten.
Ich bin nicht der Absolute Spezialist wenn es um Dämmstoffe geht aber gebndene Schüttdämung" hört sich für mich falsch an, so wie "verdunstetes Eis". Für mich ist eine Dämmung entweder gebunden oder eine Schüttung.
Ansonsten versteh Ich auch nicht was dir Verlegewinkel für einen Einflusshaben soll. Das wichtigste ist in meinen Augen dass Leitungen nicht in einem Strang zu eng an der Wand entlanglaufen da sich dort eine Hebelwirkung bilden könnte.
Also bei uns wurden zuerst Kabel und Leitungen verlegt dann normaler Estrich drüber ohne Dämmung. Dann die FBH mit eingebauter Styropor-Dämmung (Velta Tecto jetzt Uponor). Im Erdgeschoss noch eine zusätzliche Styroporlage unter die FBH Platten. Darauf dann der FBH Estrich.
Gruss,
gaston
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Denke mal, dass es bei dieser Art von Dämmung fast egal ist, wie die Rohre und Leitungen liegen! OK, es sollten zwischen größeren Kabelansammlungen immer wieder die Decke zu sehen sein, damit Verbindung zw. Decke - Schüttung - Trittschall - Estrich besteht.
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Bilder eurer Kabelverlegung
Hallo,
da ich sehr viel Ärger mit dem Bauträger habe und dieser sich anstellt Estrich zu legen, möchte ich euch mal bitten Bilder von euren Elektrokabeln unterm Estrich zu posten.
Bilder von Verteilern habe ich ja schon gesehen, von den Kabeln selber leider noch nicht so viele.
Mein Bauträger meinte, wir hätten die Kabel rechtwinkeliger legen müssen. Würde gerne mal sehen, wie das bei den Profis ausschaut.
Wir haben neben Kabel ja auch noch WRL und Zentralsstaubsauger-Rohre gelegt und der Sanitärfritze seine Wasser- und FBH-Leitungen.
Welche Dämmung habt ihr unter dem Estrich? Bei uns kommt jetzt eine gebundene Schüttdämmung zum Einsatz.
Mfg
Christian RiekenbergStichworte: -


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