Hui. 450ppm ist deutlich später als ich erwartet hätte für "sehr empfindlich". Also doch separate CO Melder.
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Produktvorstellung: Luftqualitätssensor UP V 2.6
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Interessiert der Wert denn? Ich meine: Ich würde ja Aktionen daraus ableiten, wenn der Wert zu hoch ist. Und da wäre der Schwellwert eben überschritten und gut. Mich interessiert erst wieder, wenn der Schwellwert unterschritten ist.Zitat von Jache Beitrag anzeigenDas dachte ich auch gerade
Vorallem auch nur bis zu 2000ppm.
In einem Schlafzimmer Nachts bei zwei Erwachsenen ist ohne weiteres ein Wert bis zu 4000-5000 ppm möglich bei nicht geöffneten Fenster.
Gut, wenn ich nicht regeln sondern Dokumentieren möchte ist es natürlich etwas anderes.
Gruß,
Hendrik
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Ok,
bevor sich der 450ppm-Unsinn hinsichtlich der Detektionsschwelle weiterverbreitet, versuche ich das zu erklären. Bitte anschnallen...Zitat von Fusion Beitrag anzeigenkannst du vielleicht noch etwas genaueres zur Detektionsschwelle sagen? Ab wie viel PPM registriert der Sensor etwas?
- Es handelt sich bei den im Datenblatt angegebenen 450 - 2000 ppm Kohlenstoffdioxid CO2 um den vom Sensor ausgegebenen Bereich einer GESCHÄTZTEN VORHERSAGE zum CO2 Gehalt der gemessenen Luft. Da der CO2 Gehalt in der Atmosphäre im Mittel um die 0,04 Vol % = 400 ppm entspricht, ist klar, dass ein geringerer Wert hinsichtlich CO2 nicht angegeben werden kann. Mit der Detektionsschwelle des Sensors für VOC hat dies rein gar nichts zu tun. Die Schätzung von CO2 als Äquivalentwert basiert darauf, durch welchen summarischen Gehalt an VOC eine CO2 Konzentration ÜBLICHERWEISE begleitet wird. Das hat damit zu tun, dass ein Mensch (und die meisten Lebewesen) neben CO2 auch andere Stoffe wie Methan, Aceton und über 3400 weitere VOCs ausatmen. In sehr geringer Konzentration. (Es gibt übrigens Versuche, an den abgeatmeten VOCs Erkrankungen wie Lungenkrebs, Diabetes usw. zu erkennen.)
- Tatsächlich kann ein VOC-Sensor gar kein CO2 (Kohlenstoffdioxid) messen, sondern zigtausende leichtflüchtiger und brennbarer Kohlenwasserstoffe wie z.B. CO (Kohlenstroffmonoxid).
- Wie stark ein Sensor auf die jeweiligen Substanzen reagiert hängt auch stark von der Reaktivität ab. Bei CO ist der Sensor erheblich sensitiver als bei Benzol (dessen geschlossener Ring nicht so reaktiv ist). Es gibt nun keine Liste, bei welchem der Stoffe der Sensor wie reagiert, weil es der Sensor ohnehin nicht mit einem Stoff sondern immer tausenden zu gleich zu tun hat.
- Der Sensor reagiert vermutlich im unteren ppm Bereich auf die Stoffe, weil es ist schon fast ein Präsenzmelder. Du stehst keine halbe Minute neben dem Sensor und er merkt es schon. Glaubt mir, da habt ihr noch nicht viel VOC abgeatmet oder ausgedünstet. Es erfolgt lediglich eine Umrechnung in einen äquivalenten CO2 ppm Level, weil sich dessen Werte durchgesetzt haben und es für VOC einfach keine Grenzwerte gibt.
- Der Sensor ermittelt einen Wert für eine Luftqualität bzw. Luftbelastung.
- Oberhalb 1000 ppm sollte man bereits lüften, bis in die 5000 ppm zu messen ist nicht nötig. Der Sensor dient zur Ansteuerung von Lüftungsanlagen, es ist kein Ersatz für einen Gaschromatographen oder sonstige Präzisions-Analyse-Geräte.
Zusammenfassung: Der Sensor ist gegenüber VOC sehr empfindlich, rechnet jedoch in eine äquivalente CO2 Belastung um. Da in der Atmosphäre im Mittel bereits 400ppm CO2 vorkommen, beginnt der äquivalente Messbereich mit 450 ppm natürlich auch hier. Ihr könnte aber sicher sein, ein wenig VOCs dran und die - äquivalenten CO2-Werte - schnellen geradezu in die Höhe. Der Messbereich 450 - 2000 ppm CO2 Äquivalent hat mit der Sensitivität gegenüber einzelnen Substanzen GAR NICHTS zu tun. Dies richtet sich nach der Reaktivität (salopp Brennbarkeit) gegenüber dem auf ca. 350 ° Celsius aufgeheiztem Sensorkristall. Eine Liste gibt es nicht.
Alles klar?
Stefan
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Hallo Stefan,
danke für die Erklärung.
Mir ging es in meinem Fall wirklich um CO, nicht CO2 wie in den Folgebeiträgen.
Wäre hier der untere Detektionsschwellwert wirklich 450ppm gewesen wenn "reine" CO Melder häufig schon bei 10ppm anschlagen hätte ich mich gefragt ob die VOCs überhaupt für meine Zwecke geeignet sind.
Wenn wir von "CO2-Äquivalenz" reden sind 450ppm natürlich völlig in Ordnung.
Ich hatte nur die Frage ob im Fall "100ppm CO in der Luft, aber keine sonstig auffällige VOC Konzentration" auch ein Ausschlag messbar wäre.
Gruß,
Dennis
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Im Laufe der nächsten Tage veröffentlichen wir hier ein Plugin für die vorläufige AnbindungZitat von Fusion Beitrag anzeigenDie Frage ist vielleicht blöd aber... wo bekomme ich denn das Plugin?
Stefan
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Hallo Dennis,
Ich verstehe die Fragen sehr gut, ich habe diese seit 2 Jahren auch an den Hersteller gestellt. Die haben dort eine beachtliche Gasmischanlage, mehrere promovierte Chemiker und führen viele Tests durch. Allerdings will man mit zu genau solchen Fragen keine Auskunft geben, weil es nun mal eine leichte Themaverfehlung ist. Es kommt nicht darauf an, wie sich der Sensor in einer Laborkammer mit Einzelgasen verhält, sondern wie er sich in der tatsächlichen Raumluft, die immer mit tausenden VOC belastet ist, verhält.Zitat von Fusion Beitrag anzeigenIch hatte nur die Frage ob im Fall "100ppm CO in der Luft, aber keine sonstig auffällige VOC Konzentration" auch ein Ausschlag messbar wäre.
Da der Sensor mit einmal aus 5 cm anhauchen schon mit 2000 ppm reagiert oder einmal kurz auf das Ventil des Gasfeuerzeuges mit dem gleichen Vollausschlag reagiert, zudem bekannt ist, dass er auf CO sehr gut reagiert, anzunehmen ist, dass er bei 100 ppm CO mit einem guten Ausschlag reagiert.
Aber hier ist das Dilemma, auf Basis einer Annahme sollte man keine Sicherheitstechniken begründen. Es gibt für CO auch bauartgeprüfte Single-Gas-Sensoren. Der VOC ist für Lüftungssteuerungen vorgesehen, nicht für Singlegasanalysen.
lg
Stefan
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Hoi
Ich denke mal der VOC Sensor könnte auch im Luxusexpeditionsmobil zum dedektieren von KO-Gas dienen, sehe ich das richtig? Da wäre eine stromsparende Version von Vorteil.Grüsse Bodo
Fragen gehören ins Forum, und nicht in mein Postfach;
EibPC-Fan; Wiregate-Fan; Timberwolf-Fan mit 30x 1-Wire Sensoren;
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Äh, was wird/ist das?Zitat von StefanW Beitrag anzeigenProfessional 'Power' BusmasterGruß
Karsten
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Selbst wenn der Sensor ausreichend sensibel auf CO anspricht: Du willst doch hoffentlich nicht den (einen) alleinstehenden CO Warner neben Kamin oder Therme mit dem Onewire-Sensor ersetzen?Zitat von Fusion Beitrag anzeigenHui. 450ppm ist deutlich später als ich erwartet hätte für "sehr empfindlich". Also doch separate CO Melder.
Alleine weil der Sensor nicht zwischen "irgendwelchen" VOCs und CO differenzieren kann kriegst du da nie eine - womöglich lebenswichtige - Dektektionsgrenze definiert. Bei 1500ppm(equivalent) Furzgas ist noch niemand gestorben, bei 1500ppm(equivalent) CO bist du innerhalb 60min erstickt (LD50). Von der Unwägbarkeit der sich anschließenden Signalverarbeitungs- und Signalisierungskette mal ganz zu schweigen.
Ist ungefähr so, wie sich die Brandmelder durch Onewire-Temperatursensoren zu ersetzen.
Bau halt einen ZUSÄTZLICH ein.
Grüße
Robert
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Der Grundpreis ist bereits reduziertZitat von Litze Beitrag anzeigenMoin Stefan,
Im Warenkorb steht bei mir nix von den 20% Rabatt.
Ist die Aktion schon ausverkauft?
Schönen Gruß
Kay
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Auf den separaten CO Sensor wird es auch hinaus laufen. Ich wollte nur mal für mich selbst verstehen wie viel "CO Bewusstsein" ich von den VOCs zusätzlich erwarten kann.Zitat von Robert Beitrag anzeigenDu willst doch hoffentlich nicht den (einen) alleinstehenden CO Warner neben Kamin oder Therme mit dem Onewire-Sensor ersetzen?
Bau halt einen ZUSÄTZLICH ein.
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