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VOC Messung in KWL - Fragen und Erfahrungsaustausch
Quick and dirty: Ich habe den Sensor in eine Kunststoffbox gesteckt,
ein paar Löcher vorn und hinten reingestochen und das ganze tief
in das Ansaugventil vom Technikraum gesteckt.
Da der Teller durch das Kabel nun weiter auf ist hab ich einen Teil der
Ventilöffnung abgeklebt um die Menge der angesaugten Luft auf das
normale Maß zu reduzieren.
Bitte meinen Satz zu Ende lesen: "...solange ein ungehinderter Luftaustausch ermöglicht wird". Dies war im genannten Beispiel zwischen 23 und 6 Uhr nicht gegeben. Sieh dir den Verlauf der beiden Graphen danach an.
Belastungen finde ich sind gut zu sehen, Z.B.:
- Peak 600 - 800 ppm: Jugendliche morgens im Bad (Nagellack...)
- Peak 700 - 1000 ppm: Mittags kochen
- langsam ansteigend auf über 800ppm: Besuch von zwei Freunden
- Peak 2000ppm: Heizungsmonteur klebt Armaflex
Für ein Haus dieser Größe sind die Messwerte wirklich erstaunlich gut. Wo genau und wie hast du den Sensor verbaut? Ein Foto hast du nicht zufällig gemacht?
Die meiste Zeit (80-90%) hängt der Meßwert bei 500-540ppm.
Belastungen finde ich sind gut zu sehen, Z.B.:
- Peak 600 - 800 ppm: Jugendliche morgens im Bad (Nagellack...)
- Peak 700 - 1000 ppm: Mittags kochen
- langsam ansteigend auf über 800ppm: Besuch von zwei Freunden
- Peak 2000ppm: Heizungsmonteur klebt Armaflex
...
Infos zum Haus:
270m² Wohnfläche, 4 Personen, gut gedämmt, zentrale KWL mit
7xZuluft/10xAbluft. Die KWL läuft meist auf niedriger Stufe (ca. 150m³/h).
Übrigens: es macht schon sinn die KWL ab und an zu prüfen. Dazu hab ich
einen Strömungssensor gebaut (angelehnt an einen Beitrag hier im Forum)
aus einer Kunststoffkiste und einem einfachen Aneometer.
Damit konnte ich die Werte gut prüfen und hab auch gleich einem Fehler
entdeckt (bei der El.Installtion wurde am Verteiler versehentlich ein Zuluftschlauch abgezogen).
So stelle ich erst mal die Funktion meiner KWL sicher. Alle Räume werden ausreichend durchlüftet (bei geschlossenen Türen).
Und mit dem VOC steuere ich in Zukunft den Durchsatz, da reicht mir der
"verdünnte" Wert gut aus. Ich werde das so einstellen dass ab 550ppm
die Lüftung hochfährt.
Eine Regelung über die Gesamtabluft halte ich für wenig sinnvoll, einen Sensor in jedem Raum aber auch übertrieben. Als KWL-Besitzer hat man gegenüber Fensterlüftern eh nur Luxusprobleme.
Absolut wichtig finde ich einen Sensor in der KWL-Zuluft, da man sich im Falle von kokelnden Nachbarn wirklich üble Luft ins Haus zieht. (Bei der Gelegenheit frage ich mich, diskutieren hier eigentlich auch Raucher mit?)
Meinen bisherigen Erfahrung nach ist die konstante Belastung durch Möbel etc bei durchlaufender KWL fast schon vernachlässigbar, im Vergleich, was durch Menschen drauf kommt. Ob Menschenmief gefährlich ist, da bin ich nun langsam wirklich verunsichert ... irgendwie laufen mir diese Diskussionen zu sehr angstgetrieben!
Wieso spricht #9 dagegen? Da ist doch klar zu sehen dass die Qualität im Schlafzimmer extrem fällt/Konzentration steigt und der VOC in der Abluft das nicht mit bekommt.
Es wird natürlich bestimmte Konstellationen geben wo man es evtl. feststellen kann. Wenn der "verseuchte" Raum direkt der letzte vor dem VOC Sensor in der Abluft ist o.ä.. Aber im allgemeinen denke ich ist diese Messmethodik sehr ungenau.
Auch deine Argumentation mit den "menschen gemachten" Ausdünstungen ist so IMHO nicht richtig. Nur weil unsere Nase etwas nicht riecht heißt es nicht dass es nicht da ist. Es mag sein, dass die meisten von uns olfaktorisch wahrnehmbaren Störenfriede von uns selbst verursacht werden durch die von dir genannten Beispiele, Stefan hat aber durchaus recht das unsere Umgebung i.d.R. viel mehr ausgast. Wir riechen es nur entweder irgendwann nicht mehr weil die Konzentration unter die Wahrnehmungsgrenze fällt oder weil wir den Stoff generell nicht wahrnehmen können. Weniger schädlich ist das aber dadurch nicht. Gerne genommenes Beispiel (jetzt nicht unbedingt für eine klassische Ausgasung sondern für ein nicht wahrnehmbares Gas...) ist Kohlenmonoxid. Riechst du überhaupt nicht. Ist trotzdem nichts was ich im Haus haben will.
Das Problem ist doch dass der Mief der am Sensor ankommt so verdünnt ist dass du ihn nicht mehr eindeutig feststellen kannst.
Das mag je nach Grundriss, Lüftungsöffnungen und Gebäudevolumen so sein oder aber auch nicht. Das Beispiel aus #9 spricht jedenfalls dagegen, solange ein ungehinderter Luftaustausch ermöglicht wird. Und dieser ist, egal ob mit 20, einem oder ohne VOC-Sensor, die Grundlage für eine funktionierende KWL.
Bitte beachten, der Mensch ist NICHT die Hauptquelle für VOCs.
Sondern die Ausdünstungen aus Bauwerk und Möblierung (Stichwort Wohngifte) sowie durch Kochen, Vergammeln (Bio-Müll), Schimmel und Gasaustritt (Erdgas, Butan, Propan) sowie z.B. Kohlenmonoxid z.B. vom Kachelofen oder vom vergessenen Grill.
Stefan, ich glaube wir kommen in diesem Thread auf keinen gemeinsamen Nenner mehr
Kochen - tut der Mensch
Bio-Müll - wird in einem geschlossenen Behälter aufbewahrt, der vom Menschen ab und zu geöffnet wird
Schimmel - sollte mit einer KWL eigentlich nicht vorkommen
Gasaustritt - Ist der die Regel? Ich hoffe doch nicht!
Grill in der Wohnung - Wer macht sowas?
Meine persönliche Erfahrung sagt mir, Mief kommt zu über 90% direkt oder indirekt vom Menschen. Nach ein paar Stunden Schlaf, 30 Minuten sportlicher Betätigung, 5 Minuten auf der Toilette, Zubereitung einer Mahlzeit oder einfach nur eine Zeit lang Rumsitzen entsteht in seiner unmittelbaren Umgebung schlechte Luft. Diese muss dann etwas schneller als gewöhnlich, also durch Öffnen der Fenster oder Erhöhen der Lüfterstufe ausgetauscht werden.
Ausdünstungen von Möbeln o.ä. Dingen sind doch nur in den ersten Wochen oder auch Monaten wahrnehmbar. Später ist deren Anteil an der "Luftverschmutzung" so gering, dass bereits der Mindestluftaustausch für deren (wahrscheinlich auch vom VOC-Sensor) unbekmerkten Abtransport sorgt. Ohne mein Zutun und ohne KWL muss ich schon ein paar Tage in den Urlaub fahren, um dann bei der Rückkehr eine ähnlich verschlechterte Luftqualität festzustellen.
Nochmal, ich rede hier von einem Einfamilienhaus bzw. einer Wohnung mit KWL, nicht von der Gummistiefelabteilung im Baumarkt.
Das Problem ist doch dass der Mief der am Sensor ankommt so verdünnt ist dass du ihn nicht mehr eindeutig feststellen kannst. Wenn du 5 Leuten Suppe servierst und einer bekommt die 5fache Menge Salz, die anderen 4 kein Salz ist die Suppe für den einen ungenießbar. Schüttest du die Suppen zusammen ist alles toll... Gleiches bei der Luft Qualität der Räume. Du kannst nicht sagen ob in einem die Luft fatal schlecht ist oder in allen minimal vom Optimum abweicht.
P. S. Keine Ahnung wie ich da eben auf die ppm Rechnung kam... Man sollte nicht im Kopf überschlagen und telefonieren gleichzeitig... :-)
Ne, ich meine schon den einen in die Lüftung einbauen.
Konkret: Unsere KWL ist so aufgebaut, dass "normale" Räume (Schlafzimmer, Wohnzimmer) ein Zuluft-Element von außen haben und die "belasteten" Räume (Küche, Bad, WC) einen Absaug-Anschluss. Diese werden alle zusammengeführt vor einem Gebläse das dann direkt nach außen geht.
=> Ich kann nicht mehr machen als die Gebläse-Stufe einstellen
(OK, bei den Zuluft-Elementen kann ich per Schieber noch individuell etwas drosseln)
Von daher vermute ich, dass es völlig egal ist, wo die Belastung herkommmt. Denn wenn die größer als "x" ist, wird die Lüftung einfach eine Stufe hoch geschaltet. Und größer als "y" dann noch eine Stufe. Etc. pp.
Mir ist klar, dass ich die Quelle dann nicht kenne - aber wäre die zur Regelung nicht egal? Ich kann per Bus ja eh nicht anders eingreifen...
@Klausi: Ich denke auch, dass man keinen Referenzraum festlegen kann, der wechselt mit dem jeweiligen Aufenthaltsort der Bewohner.
Bitte beachten, der Mensch ist NICHT die Hauptquelle für VOCs.
Sondern die Ausdünstungen aus Bauwerk und Möblierung (Stichwort Wohngifte) sowie durch Kochen, Vergammeln (Bio-Müll), Schimmel und Gasaustritt (Erdgas, Butan, Propan) sowie z.B. Kohlenmonoxid z.B. vom Kachelofen oder vom vergessenen Grill.
Da sich die Ausgasungen mit der Zeit verändern, gibt es keinen wirklich festlegbaren Referenzraum.
16 belüftete Räume + Überströmbereiche? Ich glaube, wer so eine "Villa" sein Eigen nennt, wird keinen Gedanken daran verschwenden, ob man auch mit weniger als 16 VOC-Sensoren auskommt, mal rein von den Kosten betrachtet.
Das Beispiel ist aber auch sonst übertrieben theoretisch. Bei einem Haus dieser Größe würde ich auch eine entsprechend große Anzahl an Bewohnern erwarten. Dass die alle in einem Zimmer schlafen oder aber der Großteil von ihnen reinen Sauerstoff produziert ist sehr unwahrscheinlich.
@Klausi: Ich denke auch, dass man keinen Referenzraum festlegen kann, der wechselt mit dem jeweiligen Aufenthaltsort der Bewohner.
Ich glaube Chris meint das dann vielleicht so, dass man vor der Installation überlegt, welcher der Raum mit der theoretisch höchsten Belastung ist und dann dort den VOC installiert!?
Edit: Wobei man das pauschal so nicht sagen könnte, da das tagsüber zum Beispiel das Wohnzimmer sein könnte und Nachts das Schlafzimmer.
Du hast 15 Räume mit 100 ppm und einen mit 2000. In der KWL kommen dann noch ca. 155 ppm an.
(15*100+2000)/16=218,75
Abgesehen davon werden ja 1. hoffentlich nicht alle Räume im Haus gleich groß sein und 2. wäre selbst bei gleich großen Räumen die Frage, ob die Volumenströme in jedem Raum gleich groß sind.
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