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VOC Messung in KWL - Fragen und Erfahrungsaustausch

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  • Chris M.
    antwortet
    Zitat von StefanW Beitrag anzeigen
    • Kunde mit zentraler KWL: Lüftungsstufe orientiert sich am belastendsten Raum.
    Ich frag mich, ob in diesem Fall nicht doch ein einzelner VOC reicht um eben die Lüftungsstufe zu regeln.

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  • kirekey
    antwortet
    OK, sehe ich ein, wenn man KWL und Bussystem allgemein betrachtet. Aber VOC-Sensoren ohne KWL einzusetzen stell ich mir dann ungefähr so vor:
    "Schatz, es piept schon wieder. Gehst du mal..."

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  • netzkind
    antwortet
    Zitat von kirekey Beitrag anzeigen
    dieser Fall ist in der Praxis wahrscheinlich ähnlich exotisch wie der letztere Jedenfalls würde ich erwarten, dass im Allgemeinen eine Lüftungsanlage höhere Priorität hat, als ein Bussystem. Da kann ich mich aber auch schwer täuschen...
    Bei Neubau: vermutlich, vermag ich nicht einzuschätzen.
    Bei Sanierung/Renovierung/Modernisierung im EFH-Bereich: da sehe ich es anders als du. Da dürfte der Aufwand für die KWL deutlich über dem der Businstallation liegen, was die Entscheidung beeinflusst.

    Grüße,
    Julian

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  • kirekey
    antwortet
    Hallo Stefan,

    Zitat von StefanW Beitrag anzeigen
    Kunden ohne KWL: Erhalten Hinweis zum Öffnen der Fenster bzw. einen Alarm.
    dieser Fall ist in der Praxis wahrscheinlich ähnlich exotisch wie der letztere Jedenfalls würde ich erwarten, dass im Allgemeinen eine Lüftungsanlage höhere Priorität hat, als ein Bussystem. Da kann ich mich aber auch schwer täuschen...

    Ich bin jedenfalls froh, dass Ihr nun einen VOC-Sensor im Angebot habt, auch wenn "günstig" natürlich immer relativ ist. Wie viele Sensoren und wo man sie platziert, muss sicher erstmal jeder für sich selbst herausfinden, solange bis hier weitere Messergebnisse und praktische Erfahrungen geteilt werden. Wenn ich meine Sensoren irgendwann eingebaut habe - noch steht nicht mal das Haus - werde ich sicher dazu beitragen.

    Grüße
    Erik

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  • StefanW
    antwortet
    Hallo Erik,

    Zitat von kirekey Beitrag anzeigen
    Bei einer KWL werden wohl die Wenigsten, wenn überhaupt einer, motorbetriebene Lüftungsklappen in die Luftzulässe eingebaut haben, um eine definierte Regelung der Frischluftzufuhr je Raum vornehmen zu können.
    worauf ich hinaus wollte ist, dass der Sensor nicht nur für Regelungszwecke angesehen werden soll, sondern als ein Messinstrument für die Qualität der Luft.
    • Kunden ohne KWL: Erhalten Hinweis zum Öffnen der Fenster bzw. einen Alarm.
    • Kunde mit zentraler KWL: Lüftungsstufe orientiert sich am belastendsten Raum.
    • Kunden mit dezentraler KWL: Abhängig vom Aufbau
    • Kunden mit Einzelraum-KWL (hat bisher praktisch niemand): Lüftungsstufe / Klappe je nach Qualität im jeweiligen Raum.

    Ich bin mir sicher, durch die Verfügbarkeit günstiger Sensoren werden nun auch Kunden an die Hersteller der KWL herantreten, die eine Einzelraumregelung der Belüftung wünschen.

    Es darf jeder wie er will :-)

    lg

    Stefan

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  • kirekey
    antwortet
    Zitat von StefanW Beitrag anzeigen
    Ein wenig erinnert mich die Diskussion an die damalige zur Einführung der Gurtpflicht.
    Und mich, und das passt eher ins Thema, an die Diskussion ERR - ja oder nein. Wenn die Temperaturen aller Räume definiert, die Heizkreise dimensioniert und das Heizsystem hydraulisch abgeglichen ist, braucht man prinzipiell auch nur noch einen RTR im Referenzraum, z. B. Wohnzimmer. Im Gegensatz zur KWL kann man aber da wenigstens noch argumentieren, dass jeder Heizkreis (je Raum) individuell regelbar ist. Bei einer KWL werden wohl die Wenigsten, wenn überhaupt einer, motorbetriebene Lüftungsklappen in die Luftzulässe eingebaut haben, um eine definierte Regelung der Frischluftzufuhr je Raum vornehmen zu können. Für dieses Szenario wäre ein VOC-Sensor je (regelbarem) Raum definitiv sinnvoll.

    Grüße
    Erik

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  • StefanW
    antwortet
    Zitat von kirekey Beitrag anzeigen
    Genau richtig, bei der Suche potentieller Lüftungsprobleme können mehrere VOC-Sensoren sehr hilfreich sein. Später sind diese lokalen Sensoren dann aber relativ nutzlos,
    Es geht nicht nur um Lüftungsprobleme sondern um die kontinuierliche Überwachung der Luftqualität. Schon ein neuer Teppich, eine neue Matratze, ein Wandanstrich, neue elektrische Geräte oder andere Nutzung der bisherigen und Veränderung am Gebäude (durch Nässeschäden) führen zur Veränderung der Luftbelastung. Einmal messen reicht nicht und eine Durchschnittsmessung über alle Räume kann eine punktuelle Belastung zur Unkenntlichkeit ausnivellieren.

    Ein wenig erinnert mich die Diskussion an die damalige zur Einführung der Gurtpflicht. Jeder zweite kannte mindestens einen, der durch Hinausschleudern gerettet wurde und wollte den Gurt nicht anlegen. Männer fürchteten um die Freiheit, die Frauen um die Form der Oberweite. Heute liegt die Akzeptanz bei 95 %. Manchmal ist es mit der Sicherheit nicht so einfach...

    Ich denke, in 15 bis 20 Jahren käme niemand mehr auf die Idee, nicht die Behaglichkeit und Güte der Luft permanent zu überwachen und anzeigen zu lassen.

    Bitte, es soll sich niemand angegriffen fühlen, das darf jeder nach seinem Gusto für sich entscheiden. Persönlich habe ich nur soviel drüber gelesen in der Zwischenzeit, dass meine Überzeugungen und Erkenntnisse andere sind.

    Lüftungsempfehlungen (der Wohngift und Schimmelpilzambulanz):
    5.1. Richtig lüften -gesund bleiben

    Neuster Beitrag aus dem öffentlich rechtlichen Fernsehen dazu:
    Planet e: Gefahr im Schlafzimmer
    Startseite - ZDF Mediathek

    lg

    Stefan

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  • cava
    antwortet
    Zitat von kirekey Beitrag anzeigen
    Genau richtig, bei der Suche potentieller Lüftungsprobleme können mehrere VOC-Sensoren sehr hilfreich sein. Später sind diese lokalen Sensoren dann aber relativ nutzlos,
    Das ist auch meine Meinung. So wie manche hier trotz KWL mit Sensoren klotzen, wundere ich mich schon. Ich selber habe keine KWL, aber ich dachte, das jede KWL bei Inbetriebnahme eingestellt wird, so wie auch bei der Heizung der hydraulische Abgleich gemacht werden müsste. Nachdem Türen üblicherweise geschlossen sind, würde ich den Abgleich auch bei geschlossenen Türen machen. Da müsste so ein Problem doch gleich auffallen.

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  • kirekey
    antwortet
    Genau richtig, bei der Suche potentieller Lüftungsprobleme können mehrere VOC-Sensoren sehr hilfreich sein. Später sind diese lokalen Sensoren dann aber relativ nutzlos, denn wenn man die gefundenen Probleme nicht beseitigt, dienen sie nur noch der Dokumentation. Selbst eine Erhöhung der Lüfterstufe bringt bei unserem Praxisbeispiel "dichte Tür" keine bessere Luft an der lokalen Messstelle.

    Ich spreche hier natürlich vom Wohnungsbau. In Bürogebäuden sieht das wieder ganz anders aus. Allein von der Größe des Gebäudevolumens ist dort ein Mischergebnis nicht sinnvoll verwertbar.

    Oder um die Aussage etwas zu entschärfen, je größer das zu messende Luftvolumen, desto mehr VOC-Sensoren sind notwendig und bei einer kleinen Hütte reicht evtl. sogar bereits einer. Aber das berichten dann hoffentlich bald die Anwender an dieser Stelle.

    Grüße
    Erik

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  • StefanW
    antwortet
    Zitat von kirekey Beitrag anzeigen
    Das Messergebnis aus #9 zeigt mir nun, dass die Messung direkt im Abluftkanal bereits sehr gute Werte liefert, sofern ein ausreichender Luftaustausch gewährleistet ist.
    Und genau erst aus den Messergebnissen mit ZWEI VOCs aus #9 ist zu erkennen, dass die Luft im Schlafzimmer trotz laufender KWL (vermutlich wegen zu dichter Türe - aber das ist ja normal im Schlafzimmer dass die Türe des Nachts geschlossen ist) eine viel zu geringe Entlüftung hat. Hätte der Kunde nur EINEN VOC in der Abluft gehabt, wäre er nie drauf gekommen.

    lg

    Stefan

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  • kirekey
    antwortet
    Ich habe 3 Sensoren ausschließlich für Bäder/WC bestellt. Aus meiner Sicht sind das die Räume, bei denen ich am ehesten die Fenster aufreißen muss, um temporär und schnell gute Luft zu schaffen. Die Küche käme da auch noch in Frage.

    Andere Räume, wie z.B. Kinderzimmer, muss ich doch nicht dauerüberwachen, die werden doch ohnehin dauerbelüftet, es sei denn jemand schaltet seine KWL gänzlich ab.? Durch Ausdünstungen der Möbel o.ä. wird dort bei dauerhaftem Luftaustausch nicht schlagartig eine höhere VOC-Konzentration entstehen können.

    Das Messergebnis aus #9 zeigt mir nun, dass die Messung direkt im Abluftkanal bereits sehr gute Werte liefert, sofern ein ausreichender Luftaustausch gewährleistet ist. Wenn sich das durch andere Nutzer bestätigen würde, reichte mir ein einziger Sensor im Abluftkanal. Dieser befände sich aufgrund der Raumaufteilung dann auch sehr nah an den von mir bevorzugt zu überwachenden Räumen, was zu einer schnellen Reaktion auf temporär schlechte Luft führen würde.

    Zitat von StefanW Beitrag anzeigen
    Wir haben übrigens einige Kunden die zwischen 10 und 20 VOCs bei uns gekauft haben und damit das gesamte Haus ausstatten werden. Aus diesen Erfahrungen werden wir alle sicher gut profitieren.
    Aus deinem Mund klingt diese Aussage geradezu gewollt doppeldeutig

    Grüße
    Erik

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  • greentux
    antwortet
    Hier wird dann aber nur an den Symptomen herumgedoktort. Man muss früher anfangen und schon gleich Baustoffe verbauen und Möbel kaufen, die eben nicht den ganzen Mist ausdünsten.
    Ich weiss, das ist schwierig, zeitaufwändig und manchmal auch nen Euro teurer.

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  • StefanW
    antwortet
    Hallo Heiko,

    Wenn ich mir einen Ratschlag erlauben darf, ich würde hinsichtlich der Prioritäten eher für die Sensoren bei den Kindern als in den Bädern oder der Küche votieren - einfach aus der resultierenden Aufenthaltszeit heraus.

    In den Schlafzimmern verbringen wir ein Drittel unseres Lebens, mehr als in jedem anderen Raum. Für Kinder gilt das noch in höherem Maße, da in den Zimmern auch gespielt wird, vermutlich käme man auf die Hälfte der Zeit pro Jahr.

    Wobei es nicht darum geht, die Ausdünstungen der Menschen zu erkennen und wegzulüften, sondern die tausenden von VOC die ansonsten unerkannt aus Möbeln, Wohntextilien, Matrazen (man möge sich mal ausmalen was mit dem 1 Liter ausgeschwitzter Flüssigkeit pro Tag in der Matraze alles passiert..), Spielzeugen usw. ausgasen. Insbesondere dass zu erkennen halte ich für wesentlich.

    Daher plädiere ich dafür, bei begrenztem Budget die Räume mit der längsten Aufenthaltszeit auszustatten, dann die mit der höchsten zu erwarteten Belastung.

    Wir haben übrigens einige Kunden die zwischen 10 und 20 VOCs bei uns gekauft haben und damit das gesamte Haus ausstatten werden. Aus diesen Erfahrungen werden wir alle sicher gut profitieren.

    Lg

    Stefan

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  • Haeuslebauer
    antwortet
    VOC Mesung in KWL - Fragen und Erfahrungsaustausch

    Hallo,
    Grundsätzlich kann direkt und indirekt messen, wobei indirektes messen wie auch in diesem Beispiel in die Irre führt. Auch kann man durch Messtechnik Problem nicht abstellen, sondern nur erkennen.
    In dem aktuellen Fall ist durch den Einsatz der VOCs aufgefallen, das die Tür zu Schlafzimme einen zu kleinen Spalt hat und fast gar kein Luftwechsel stattfindet.
    Durch die dicht schliessende Tür ist es vielmehr so das sich die Luft einen anderen Weg sucht. Selbst die Erhöhung der Lüfterstufe würde hier nicht viel bringen, da dann eben mehr Luft vom Wohnzimmer in die Bäder strömt aber sich der Volumenstrom im Schlafzimmer nicht wesentlich erhöhen dürfte. Die Luft geht in einem ungesteuerten System wie einer KWL den Weg des geringsten Wiederstandes.
    Und natürlich muß das Problem der zu dicht schliessenden Türen abgestellt werden, sei es in dem man sie einen Spalt offen läßt, Lüftergitter einbaut oder das man sie abhobelt.

    Daher muß man die Räume definieren, deren Luftqualität einem wichtig ist und die eine Indikatorfunktion für andere Räume haben in denen man nicht misst. Wir werden in allen 3 Bädern, der Küche, dem Arbeitszimmer und dem Schlafzimmer messen, in den Kinderzimmern dagegen nicht. Zwei Erwachsene im Schlafzimmer produzieren sicher mehr Mief als ein Kind, da muss man Prioritäten setzen, um die Kosten im Griff zu behalten. Das beschriebene stinkende Meerschweinchen käme in dem Szenario auch irgendwann am Bad VOC vorbei, allerdings in einer Verdünnung von 1 zu 4. (4 Räume Zuluft, 1x Abluft im Bad) Da kommt es dann darauf an, wie man die Schaltschwellen setzt.

    Viele Grüße

    Heiko

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  • henfri
    antwortet
    Hallo,

    Zitat von StefanW Beitrag anzeigen
    Für Luftgüte gilt das gleiche, es geht nicht um die durchschnittliche Luftgüte über alle Räume, sondern um den "schlechtesten" Raum.
    Das ist mir zu pauschal.
    Wenn du dafür sorgen willst, dass niemals ein Raum schlechte Luft hat, dann ist das richtig.
    Andererseits mag Regel-Ziel sein, dass es im Durschnitt aller Räume gute Luft ist. Wenn die Kleine ihr Meerschweinchen nicht sauber macht, oder der Hund Blähungen hat, will ich nicht unbedingt den ganzen Tag stoß lüften.
    Wenn ich natürlich in jedem Raum einen VOC Sensor habe, kann ich das ja Software-Seitig abfangen (da muss ich mir dann bitte aber auch vorher überlegen, wie ich das machen will!). Andererseits ist das natürlich eine recht teure Lösung.

    Gruß,
    Hendrik

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