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Neubau und Neuling Grundfragen

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    Neubau und Neuling Grundfragen

    Hallo zusammen,
    wahrscheinlich bin ich der 300ste der so einen Thread startet. Leider fehlt mir gerade die Zeit mich hier vernünftig einzuarbeiten und hoffe auf gute Grunderklärungen oder Verlinkungen die mir helfen das Thema Ansatzweise richtig einzuordnen.

    mein Name ist Holger, wir bauen bald unser Haus und auf einmal steh ich vor der Frage Smart Home... bisher war der Plan immer bei allen Schaltern ein 220v Kabel mit einlegen zu lassen und alles über Funk zu verbinden. Dies scheint aber nach erster Recherche nicht zielführend zu sein und nun steh ich wie ein begossener Pudel hier und muss dem Elektriker in wenigen Wochen sagen was ich will

    ich habe ehrlich gesagt also keine Idee was ein passendes Smart Home für uns ist, oder was ich einplanen muss. Bis gestern war ja geplant das nur mit den Stromkabeln vorzubereiten und in 2-3 Jahren nachzurüsten.

    Da ich nun gelinde gesagt in Panik bin das ich nun etwas essentielles vergesse versuche ich mir hier erste Tipps zu holen und das Thema dann genauer zu vertiefen.

    Was ich habe:
    alle Fenster mit elektrischen Rolläden und Schaltern.
    Fußbodenheizung mit Schaltern und Thermostat pro Raum
    Lüftungsanlage (KfW 55)
    netzwerkdosen (cat7) im 2x Wohnzimmer, Kinderzimmer, Arbeitszimmer
    Leerrohre vom Hauswirtschaftsraum in wichtige Räume
    Leerrohr von Wohnzimmerwand zu Sofa um Lautsprecherkabel zu verlegen.


    Alles nur geplant da der Bau erst in 4 Wochen beginnt. Aber der Elektriker und auch ich benötigen ja vorlaufzeit.

    Was ich (langfristig) möchte:
    Lichtschaltung über Schalter, App und Sprache
    Rolladen über Schalter, App, Sprache und ggfls. Lichteinfall (oder allg. Programmiert nach Uhrzeit)
    einzelne bestimmte Steckdosen schaltbar
    Alarmanlage (also ggfls. Fensterkontakte)
    ob ich eine Heizungssteuerung machen muss oder will weiss ich noch nicht.
    Videoüberwachung der Eingangstür
    Tür öffner über Fingerprint
    Klingel mit Video über app
    Musik und Wetter Info über Sprachbefehl
    KI die dann ggfls. Auch nicht nach Personenverhalten automatisch steuert.

    Und hier fängt das Dilemma an, brauchen wir das alles, fehlt was wichtiges, was müssen wir jetzt (Und wie) vorbereiten damit wir später nicht mehr die Wände aufstemmen müssen.

    als erstes soll nur die Elektrik verlegt werden, dann nach und nach sinnvoll das Smart Home
    also zuerst Licht und Rollläden, dann Alarmanlagen und Haustür, etc.

    Wie gehe ich nun für die Planung am besten vor, welche Themen muss ich dringend lesen? Ich bin nicht lernfaul, es ist gerade nur der Zeitfaktor da ich das Thema einfach total unterschätzt habe.

    vielen Dank
    Holger

    #2
    >ob ich eine Heizungssteuerung machen muss oder will weiss ich noch nicht.
    um eine Einzelraumregelung kommst du nur in Ausnahmefällen drum rum, sie erhöht im übrigen komfort
    im KNX gibt es "Schalter" die gleichzeitig licht, Rolladen, Heizung usw.. können und das ganze zusätzlich per Sprache

    http://www.enertex.de/d-synohr.html

    >Alarmanlage (also ggfls. Fensterkontakte)

    KNX als Zertifizierte Alarmanlage ist nicht

    du hast Rauchmelder vergessen!

    der OHNE EIB, weil die Zeit und Infos nicht reichten

    Kommentar


      #3
      So wie du das angehst und mit der Vorstellung, "Smart Home" in ein paar Jahren nachzurüsten, dann kann ich nur empfehlen, es genau so zu machen wie du es ursprünglich geplant hast, nämlich alles per Funk. Und dann Komponenten nehmen, die so halbwegs auf ein Standard-Protokoll wie z. B. Zigbee hören.

      Falls Du in der Kürze der Zeit ein richtiges Smart Home haben willst, dann
      1. Suche Dir einen Systemintegrator
      2. Lese parallel dazu das Buch "Heimautomation" von Stefan Heinle, damit Du verstehst, wovon der Systemintegrator redet.
      3. Dann mache es gleich richtig. KNX kann man leider nicht vorbereiten und in ein paar Jahren dann umsetzen. Das scheitert an der grundverschiedenen Art der Verkabelung.
      4. Gehe von Mehrkosten in Höhe von mind. 15 kEUR aus. Weniger geht nur bei erheblicher Eigenleistung, was ich bei Deinem Wissensstand nicht empfehlen würde.

      Kommentar


        #4
        Zitat von bkr Beitrag anzeigen
        S
        3. Dann mache es gleich richtig. KNX kann man leider nicht vorbereiten und in ein paar Jahren dann umsetzen. Das scheitert an der grundverschiedenen Art der Verkabelung.
        4. Gehe von Mehrkosten in Höhe von mind. 15 kEUR aus. Weniger geht nur bei erheblicher Eigenleistung, was ich bei Deinem Wissensstand nicht empfehlen würde.
        Da will ich mal ein wenig widersprechen.
        KNX vorbereiten funktioniert tatsächlich nicht, allerdings kann man aus meiner Sicht für kleines Geld ein SmartHome "vorbereiten". Einfach die Standard-Klick-Klack-Elektrik mit KNX nachbilden. Einen 20fach Schaltaktor für's Licht, Jalousie-/Heizungsaktoren, 4-/6-/8-fach Taster, Spannungsversorgung und ein IP-Interface und schon hat man für rund 3.000€ Mehrkosten KNX im Haus und ist künftig maximal flexibel.
        Allerdings sollte man dabei schon auch wissen was man tut...
        Zuletzt geändert von cybergnom; 11.02.2019, 08:18.

        Kommentar


          #5
          Schau an man sollte wissen was man tut auch beim Schreiben. Nur weil so mancher sich mit Klicklack in KNX was wo hingebaut hat fur nen paar EUR, hilft das dem TE keinen Schritt weiter.

          Holger.
          Als erstes überdenke mal Deine Definition von Smart Home. Nur weil der Lichtschalter als Handy getarnt in der Hosentasche sitzt oder man irgendwo in die Wolke labert ist das alles noch kein Smart Home, das sind einfach nur andere Sorten Lichtschalter.
          Smart wird ein Haus erst wenn man für Grundfunktionalität (je Aufwand geht auch mehr) eben solche Lichtschalter nicht benötigt und es trotzdem warm ist, hell genug ist und nicht blendet oder durch die Fenster überhitzt.

          Wenn Du von 4 Wochen wg Elektriker redest denke ich ist hier größte Eile geboten und alles wird eh nicht mehr gehen, weil einiges (schau Dir Mal Fotos von Verteilungen und Betondecken von KNX Häusern an) am Platz und teilweise an der Statik einfach fehlt.

          Steckdosen und Rollo auf KNX zu bringen ist eigentlich noch relativ harmlos. Auch die Sachen mit Heizungssteuerung. Die von Dir genannten ganzen Bedienstellen Thermostat Taster an jedem Fenster würden mit KNX schonmal alle entfallen und an eine Stelle zusammengeführt werden.

          Da Du mit der Elektroplanung offensichtlich noch keine großen Zeiten verschwendet hast, denke ich wird das Beleuchtungskonzept auch nicht viel individueller als den einen Lichtausfalls an der Decke je vorgesehenen Taster an der Tür. Allein darüber wird hier im Forum über Wochen je Projekt diskutiert.

          Die nächste Frage ist von welcher Sorte der Elektriker ist. In der Ausbildung hat der KNX oder EIB sicher schonmal gehört, wenn er es aber in Seiner Praxis nicht verwendet und erst Recht nicht plant, dann kannst das Ganze wohl direkt vergessen. dann hilft nur noch ein SI der dir in schnell ein ordentliches Konzept erstellt und dazu Pläne die dem Eli ermöglichen quasi Malen nach Zahlen zu machen. Sowas geht und dafür gibt es verschiedene Lösungen. Nur sehe ich das mit den 4 Wochen als unmöglich an.

          Auch wenn's gerade schlimm klingt, es ist es auch und soll Deine Not ein wenig unterstreichen. Auch wenn hier jetzt einige schreiben ich habe das auch alles allein geplant und billig umgesetzt. Mag sicher sein aber sicher erst nach Tagen /Wochen der Leserei und Fragerei. Oder es ist Pfusch.
          ----------------------------------------------------------------------------------
          "Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten."
          Albert Einstein

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            #6
            Zitat von bkr Beitrag anzeigen
            So wie du das angehst und mit der Vorstellung, "Smart Home" in ein paar Jahren nachzurüsten, dann kann ich nur empfehlen, es genau so zu machen wie du es ursprünglich geplant hast, nämlich alles per Funk.
            Ich empfehle bei diesen Voraussetzungen auch Funk.
            Z-Wave ist ein herstellerübergreifender Standard mit breiter Unterstützung in der Industrie, da gibt's jede Menge Anbieter und alles ist untereinander kompatibel.
            Viele Grüße, Volker

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              #7
              Zitat von Lastfreename Beitrag anzeigen
              . Leider fehlt mir gerade die Zeit mich hier vernünftig einzuarbeiten
              Das wird auch in den nächsten 4 Wochen mit allem hier nicht besser. Wenn dir die Zeit fehlt, dazu die Vorstellung was Smart Home eigentlich ist, dann sieht es echt düster für das Projekt aus. Viele beginnen hier mit der Planung und dem Einlesen ein Jahr vor Baubeginn und am Ende fehlt oft immer noch was.
              Ich rate dir daher auch zur sofortigen Beauftragung eines SI der die nächsten 4 Wochen freie Valenzen hat. Ohne wird es nichts werden.

              Kommentar


                #8
                Mhhh - dass der Baubeginn dann aber auch immer so plötzlich kommt?

                Ich verstehe es nicht! Warum muss ich mich immer so lange quälen, bis es mal los geht?

                Kommentar


                  #9
                  Zitat von cybergnom Beitrag anzeigen

                  Da will ich mal ein wenig widersprechen.
                  KNX vorbereiten funktioniert tatsächlich nicht, allerdings kann man aus meiner Sicht für kleines Geld ein SmartHome "vorbereiten". Einfach die Standard-Klick-Klack-Elektrik mit KNX nachbilden. Einen 20fach Schaltaktor für's Licht, Jalousie-/Heizungsaktoren, 4-/6-/8-fach Taster, Spannungsversorgung und ein IP-Interface und schon hat man für rund 3.000€ Mehrkosten KNX im Haus und ist künftig maximal flexibel.
                  Allerdings sollte man dabei schon auch wissen was man tut...
                  Unter optimalen Bedingungen vielleicht. Leider sind die Bedingungen des TE alles andere als optimal. Schnell mal einen SI finden, der sofort Zeit hat... entweder man hat Riesenglück oder man findet einen, der aus gutem Grund nicht auf Monate ausgebucht ist. Allein der wird für eine mundgerechte Planung für einen Elektriker, der wahrscheinlich in seinem Leben noch nie eine KNX Verkabelung gemacht hat, einen vierstelligen Betrag aufrufen. Der Elektriker selbst wird einen Angstzuschlag von 100% draufsetzen und wenn überhaupt dann nur Gira oder Busch-Jäger installieren wollen, die er zum Vorzugspreis verkauft, also EGH mal 3 oder so. Hinzu kommt ein doppelt so großer Verteilerschrank (wieso will der SI eigentlich alles auf Reihenklemmen haben, bisher ging es doch auch, alles direkt auf die Sicherungsautomaten zu legen..). Dann nochmal ein paar Hunderter für den SI für die Parametrierung.

                  Ok, das ist jetzt vielleicht etwas überspitzt dargestellt, aber ich halte dieses Szenario für deutlich wahrscheinlicher als einen Aufpreis von lediglich 3kEUR

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                    #10
                    Lastfreename vielleicht hilft dir noch der Verteiler-/Smart Home Planungsservice von Voltus noch aus der Patsche.
                    Geografisch bist von Bad Schwartau ja auch nicht so weit weg.

                    https://www.sce-elektro.de/

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                      #11
                      Danke für die Antworten.
                      Ich hab nun ein bisschen rum geschaut und denke dass das was ich mit Smart Home erreichen möchte am besten über Funk umgesetzt werden kann.
                      da es anscheinend schwer ist den KNX Standard jetzt für (wirklich) kleines Geld vorzubereiten werde ich das Geld und die Zeit lieber in eine vernünftige Elektroplanung stecken.

                      vielen Dank noch mal für die Antworten.

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