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J-Y(St)Y 2x2x0,8 Fernmeldekabel für MVS neben 230V?

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  • ewfwd
    antwortet
    Bis auf NYM (und selbst das) würde ich sowieso immer im Leerrohr verlegen und nicht in der Wand verputzen. Habe mittlerweile schon öfter ein Koax gegen ein Cat Kabel ausgetauscht weil ich das grad so gebraucht habe.

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  • ePower1893
    antwortet
    Ich versuche mal, dieses Thema für die praktische Umsetzung aufzubereiten:

    Zitat von EIBaer Beitrag anzeigen
    * Normales J-Y(St)Y neben 230V Einzelader: nicht zulässig.
    * KNX-Leitung neben 230V Einzelader: zulässig.
    Das Thema mit den Einzeladern hat man ja hauptsächlich in (Abzweig-/Unterputz-)Dosen.

    Dem entnehme ich, dass man in der (abgehängten) Decke oder dem Schlitz in der Wand eine Mantelleitung vom Typ NYM und eine Leitung vom Typ J-Y(ST)Y miteinander verlegen darf. Selbst wenn sich diese Leitungen berühren. Denn der jeweilige Mantel wird ja erst in der Dose entfernt, wo dann wieder auf den Abstand geachtet werden muss (wegen der Einzeladern).

    Bei der grünen KNX-Leitung ist die gemeinsame Verlegung im Schlitz ebenso möglich.
    Bei CAT7-Datenleitungen sollte die gemeinsame Verlegung im Schlitz ebenso möglich sein; ist jedoch wegen der potentiellen Störungen, die dann auf die Datenleitung einwirken können, nicht zu empfehlen.

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  • EIBaer
    antwortet
    Zitat von larsrosen Beitrag anzeigen
    Wenn du mit Fall 2 die Verlegung von Basisisolierten SELV mit Basisisolierten 230V meinst, ist es nicht ohne trennung erlaubt.

    Dies entspricht der Verlegung im Schaltschrank.
    Nein, ich meine basisisoliertes SELV mit schutzisoliertem 230V, so wie in Post #128 beschrieben. Die doppelte Isolierung kommt dadurch, dass die 230V in NYM, H05VV-F, Ölflex oder einer vergleichbaren Leitung geführt werden.

    Das ist OK, oder?

    Danke und Gruß,
    Oliver

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  • larsrosen
    antwortet
    Wenn du mit Fall 2 die Verlegung von Basisisolierten SELV mit Basisisolierten 230V meinst, ist es nicht ohne trennung erlaubt.

    Dies entspricht der Verlegung im Schaltschrank.

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  • EIBaer
    antwortet
    Zitat von larsrosen Beitrag anzeigen
    Die 4kV wird vermutungsweise gewählt, da dann die Leitung in der ÜSSIII dann als verstärkte Isolierung gilt.
    Sehe ich auch so. Die sichere Trennung wird in den beiden Fällen aus Post #128 erreicht durch:

    Fall 1a) Verstärkte Isolierung
    Fall 1b) Doppelte Isolierung
    Fall 2) Doppelte Isolierung

    Gruß,
    Oliver

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  • larsrosen
    antwortet
    Fall 1 stimmt zwar, ist aber nicht die Normative Erklärung.
    Normativ werden Leitungen nach VDE0815 nicht auf durchschlag gegen Erde geprüft. Die Prüfspannung ist lediglich Ader/Ader und Ader/Schirm.

    Bei der KNx Version wird diese Prüfung durchgeführt. Die 4kV sind hier keine Normative Vorgaben.
    Die 4kV wird vermutungsweise gewählt, da dann die Leitung in der ÜSSIII dann als verstärkte Isolierung gilt. Und wahrscheinlich ein erhöten Schutzpegel bei der EMV ÜSS bietet.

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  • EIBaer
    antwortet
    Ich fasse die Diskussion mal in vereinfachter Form praxistauglich zusammen:

    Es gibt (mindestens) zwei Möglichkeiten, um SELV-Stromkreise und 230V (ohne Abstand) gemeinsam zu führen:
    1. Fall: Der 230V-Stromkreis ist nur basisisoliert (Einzeladern): Dann wird der SELV-Stromkreis entweder in einer Leitung mit verstärktem Mantel (Prüfspannung 4kV) oder in einer schutzisolierten Energieleitung (NYM, H05VV-F, Ölflex oder vergleichbar) geführt.
    2. Fall: Der SELV-Stromkreis ist nur basisisoliert gegen die eigene Betriebsspannung (Einzeladern): Dann wird der 230V-Stromkreis in einer schutzisolierten Energieleitung (NYM, H05VV-F, Ölflex oder vergleichbar) geführt.
    Gibt es hier Einwände?

    Gruß,
    Oliver
    Zuletzt geändert von EIBaer; 25.10.2020, 09:37.

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  • poertner
    antwortet
    [QUOTE=larsrosen;n1560195
    Vom Prinzip her ist es so, dass die Prüfspannung von 4kV kein normativen Bezug über die Bemessungsspannung haben.
    [/QUOTE]

    Ich denke der Bezug kommt über die Überspannungskategorien


    ​​IEC 60664-1 Tabelle F.1
    bzw. VDE 0110-1

    Edit: VDE Norm ergänzt.
    Zuletzt geändert von poertner; 24.10.2020, 20:00.

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  • larsrosen
    antwortet
    Meinte das DKE 716. Zuständig für ESHG Normen. VDE 0829-1

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  • EIBaer
    antwortet
    Zitat von larsrosen Beitrag anzeigen

    Die Restlichen punkte wird das DKE741 mir beantworten.

    Merci.
    Was ist das?

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  • larsrosen
    antwortet
    Zitat von EIBaer Beitrag anzeigen
    larsrosen,

    hat sich aus deiner Sicht nun alles geklärt oder hast du noch offene Punkte?
    Die Restlichen punkte wird das DKE741 mir beantworten.

    Merci.

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  • EIBaer
    antwortet
    larsrosen,

    hat sich aus deiner Sicht nun alles geklärt oder hast du noch offene Punkte?

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  • EIBaer
    antwortet
    Zitat von EIBaer Beitrag anzeigen
    Oder ganz einfach:

    Energieleitung: doppelte Isolierung ... 2,5kV
    Busleitung: verstärkte Isolierung ... 4kV
    Lars, deinen Kommentar hierzu hab‘ ich erst jetzt geblickt :-)

    Zitat von larsrosen Beitrag anzeigen
    Entweder benötige ich das eine, oder das andere.
    Ja, ich meinte das alternativ.
    Eine Energieleitung mit 2,5kV Prüfspannung ist für sich genommen sicher.
    Gleiches gilt für eine Busleitung mit 4kV.

    Um SELV neben 230V zu legen, brauche ich natürlich nur eines von beiden.
    Zuletzt geändert von EIBaer; 23.10.2020, 23:34.

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  • EIBaer
    antwortet
    Zitat von larsrosen Beitrag anzeigen
    Dann wäre KNx Kabel auch nicht mehr ok 🤣 300V Betriebsspannung
    Missverständnis!
    Was ich sagen wollte: normales J-Y(St)Y ist nicht für Netzspannung ausgelegt und daher dafür auch nicht geprüft. Die Isolierhülle (Mantel) zählt nicht als eine Isolierschicht, da im Zweifel nicht für Netzspannung geprüft. Die Prüfspannung ist unbekannt.
    800V dürften aber sowieso zu wenig sein, um als geprüft gegen Netzspannung zu gelten: Die Prüfung Ader/Ader findet ja mit 800V statt und die Adern sind für Netzspannung nicht ausreichend isoliert (Upk,max=300V).
    Vielleicht wird der Mantel auch gar nicht geprüft.

    Bei KNX-Leitung ist der Mantel mit 4kV geprüft und erfüllt die Anforderungen an verstärkte Isolierung. Ist also für sich genommen sicher und ist nicht auf andere Isolierschichten angewiesen.

    KNX-Leitung mit 2,5kV scheint es nicht zu geben und ist daher eher ein theoretisches Konstrukt. Sie wäre auf eine zweite Isolierschicht angewiesen, nämlich die Basisisolierung der 230V-Ader.

    NYM besteht aus zwei Schichten, von denen jede gegen Netzspannung isoliert. Sie erfüllt die Anforderungen an doppelte Isolierung und ist für sich genommen sicher.

    Damit erklärt sich auch:
    * Normales J-Y(St)Y neben 230V Einzelader: nicht zulässig.
    * KNX-Leitung neben 230V Einzelader: zulässig.
    * SELV Einzelader neben NYM: zulässig. (Die KNXA weicht hier ab, wahrscheinlich weil NYM nur mit 2kV anstatt mit 2,5kV geprüft.)
    Zuletzt geändert von EIBaer; 23.10.2020, 23:13.

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  • larsrosen
    antwortet
    Zitat von EIBaer Beitrag anzeigen
    J-Y(St)Y: Upk=300V, für Netzspannung nicht geeignet.
    Sau geil...

    https://t3.lappcdn.com/fileadmin/doc...B2170243DE.pdf

    Dann wäre KNx Kabel auch nicht mehr ok 🤣 300V Betriebsspannung

    💡
    Bei JYSTY und Patchkabel wird keine Prüfspannung Ader Mantel angegeben.
    Bei NYM ist diese 2kV.
    Bei KNX Kabel wird zusätzlich immer die Prüfung ader gegen Mantel im Wasserbad o.ä. gemacht.

    Zuletzt geändert von larsrosen; 23.10.2020, 21:05.

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