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Dezentrale Lüftung mit KNX - Möglichkeiten

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  • DerRenovator
    antwortet
    Falls das Thema noch aktuell sein sollte: Wir haben ein paar der genannten Meltem seit knapp 8 Jahren im Einsatz und sind bisher eigentlich zufrieden damit. Die Steuerung machen wir über KNX. Im Neubau hätten wir es vermutlich zentral gemacht; bei der Altbau-Renovierung kam das aber nicht mehr in Frage. Die dezentrale Lösung ist auf jeden Fall besser als gar keine.

    Eine Regulierung der Luftqualität ist damit gut möglich. Im Schlafzimmer haben wir sie bei 2 Personen die ganze Nacht auf 20% laufen - das reicht, um den CO2-Gehalt der Luft konstant zu halten. Die Lautstärke ist - bei niedriger Drehzahl - völlig in Ordnung.
    Die Wärmerückgewinnung funktioniert gefühlt ganz gut. Wir haben weniger Heizkosten als der Architekt prognostiziert hatte. Aber quantitativ ausgewertet habe ich das nie.

    Das Querlüften nutzen wir allerdings - entgegen unserer ursprünglichen Überlegung - inzwischen gar nicht mehr. Wie gbglace oben auch schreibt, hat es einfach zu wenig Kühlungseffekt. Insofern muss man die Teile nicht im Paar planen; sondern einfach 1 Stück je relevantem Raum. Manchmal kann man sogar 2 Räume mit 1 Gerät versorgen.

    p.s.: Systeme mit Umkehr der Lüftungsrichtung hatten wir uns auch angeschaut. Hat uns vom Prinzip aber nicht überzeugt...

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  • c0rtez
    antwortet
    Zitat von alexxk Beitrag anzeigen

    Welche Geräte hast du denn?

    Danke!
    Hab dir mal ne PN mit ein paar Daten geschickt. Hier gehts ja eigentlich um was anderes und ich weiß nicht ob man hier verlinken darf und so

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  • Sonnengruesser
    antwortet
    Zitat von alexxk Beitrag anzeigen
    Könntest du das näher ausführen?
    Ich hab von jedem Lüfter sternförmig ein Kabel in den Verteiler legen lassen und mir ein KonnektING Gerät gebastelt, das jeden Lüfter (bis zu 8) extra steuern kann. Details dazu siehe hier. Das Gerät läuft jetzt seit über 2 Jahren ohne Probleme vor sich hin...

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  • alexxk
    antwortet
    Zitat von Sonnengruesser Beitrag anzeigen
    Ich hab glücklicherweise die Verkabelung anders machen lassen, so kann ich jetzt jeden Lüfter einzeln steuern (per Selbstbau-KNX Gerät).
    Könntest du das näher ausführen?

    LG

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  • alexxk
    antwortet
    Zitat von c0rtez Beitrag anzeigen
    Habe dann lange recherchiert und mich letztlich für eine Anlage eines eher unbekannten Hersteller entschieden. Diese basiert auf Wechselbetrieb, 160er Loch und man kann einige Einstellung wie z.B. Betriebsart und Stärke per Schalter am Gerät einstellen.
    Welche Geräte hast du denn?

    Danke!

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  • Sonnengruesser
    antwortet
    Wir haben auch eine dezentrale KWL von Inventer installiert bekommen.
    Ich hab glücklicherweise die Verkabelung anders machen lassen, so kann ich jetzt jeden Lüfter einzeln steuern (per Selbstbau-KNX Gerät).

    Was aus meiner Erfahrung funktioniert:
    -) abgestandene Luft lässt sich verhindern
    -) eine Luftbewegung im ganzen Haus, so dass überall in etwa gleiche Temperatur herrscht (speziell im Sommer merkbar)

    Was nervt:
    -) Geräusche von außen hört man durch das "Loch" sehr gut.
    -) bei starkem Wind ändert sich die Drehzahl der Lüfter hörbar
    -) Hausrotschwänze, die im Außenkasten versuchen ein Nest zu bauen, sind seeeehr laut


    Müsste ich jeden Lüfter selbst steuern oder ev. alle gemeinsam zentral, das Ding wäre sicher die ganze Zeit auf "off". Mit der aktuellen Lösung geht's so.

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  • gbglace
    antwortet
    Zitat von littlegreenman Beitrag anzeigen
    Luftmenge logischerweise wesentlich niedriger, aber das ist aus meiner Sicht erstmal zweitrangig,
    Das passt aber so gar nicht zur Anforderung
    Zitat von littlegreenman Beitrag anzeigen
    Um Querlüften (Kühlen in Sommernächten) zu ermöglichen
    Mit Luft kühlen ist mehr Märchen als Realität. Die Wärmekapazität von Luft ist einfach zu gering als das man damit effektiv einen Gebäudefestkörper runtertemperiert.
    Was im Sommer aber mehr hilft ist, das man mit einer gescheiten Lüftung durch komplett geschlossene Fenster mit BEschattung dann doch weniger Wärmeeintrag hat und das wiederum ergibt dann einen enormen Unterschied.
    An eine zentrale KWL habe ich noch einen Solekreislauf hängen, so dass ich auch im schwülen Sommer tagsüber das Ding gut laufen lassen kann ohne mir Tropenluft ins Haus zu blasen, bzw. gibt das im Winter kein extremes Austrocknen, da die Luft bereist vor dem Enthalpiewärmetauscher auch von der Temperatur ein höheres Niveau hat und somit mehr Feuchtig aus der Abluft aufnehmen kann. Mit den dezentralen geht das alles gar nicht. Da pumpst Dir im Sommer die Schwüle rein und im Winter wird das Haus zum Wäschetrockner. Wer eine WP mit Solekreislauf hat kann den direkt mitbenutzen.

    Und um auf die gleichen Luftwechselraten zu erreichen braucht es viel mehr Wanddurchbrüche. Bei mir sind es für 4 Etagen zwei Öffnungen unter dem Windfang nach draußen. Das ist auch schon mal für die gesamte thermische Außenhülle von Vorteil (OK die Frischluft vom Kamin und die DAH der Küche sind auch noch zwei Löcher)

    WRG, kann ich mir auch nur bedingt wirkungsvoll vorstellen, Enthalpietauscher hingegen ganz unmöglich, was ich aber essentiell für eine KWL und die Luftqualität im Innern halte.

    Warum man davon ausgeht das man die Rohre einer zentralen KWL nicht reinigen kann, kann ich nicht nachvollziehen. Ich gehe auch lieber nur einmal in Keller und tausche da Filter als dass ich mehrfach im Haus komplexe Anlagenfilter austausche, keine Ahnung wie man da einen solchen Keramikkörper reinigt. Packst den dann in Geschirrspüler? Dass das alles hygienischer ist kann ich mir kaum vorstellen.

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  • c0rtez
    antwortet
    Eigentlich wollte ich hier gerade selbst eine Frage stellen aber dann war dieser Thread oben und will hier gerne auch mal eine Erfahrung los werden.

    Wir haben vergangenes Jahr gekauft, BJ 1965, einfach verglaste Fenster und Hohlwandbauweise.
    Da wir die Fenster ausgetauscht (3 Fach Verglasung) und den Hohlraum mit Dämmwolle gefüllt haben.... kam mir immer wieder eine Sorge in den Kopf.
    So alte Häuser nachträglich "dicht" machen, hat oft Schimmel zur Folge.

    Ich habe selbst in meiner ersten eigenen Wohnung in einem ähnlichen Haus gewohnt, ohne jegliche Lüftung. Bei meinen Eltern musste man sich um das Thema lüften nie ernsthaft kümmern (Haus BJ 70), da hat man bei morgens einmal kurz lüften auch keine Probleme mit Feuchtigkeit bekommen.

    Naja in der Wohnung war ich das mit dem Lüften nicht gewohnt und hatte schnell Stockflecken und ähnliches in den Fenstern. Mir ist vollkommen bewusst, dass das meine eigene Schuld war, aber man lernt ja auch.

    Im eigenen Haus wollte ich das Problem natürlich nicht haben und habe dann lange über eine Lüftungsanlage gerungen. Da wir gesagt gekauft wurde kam für mich eine zentrale Anlage auch absolut nicht in Frage. Da wir beim Bau aber einige Probleme hatten (ich sags mal so, Kommunikation mit dem Verkäufer läuft nur noch über Anwalt) war das Budget extrem klein. Nun wäre es aber auch extrem aufwendig gewesen irgendwann man eine Anlage nachzurüsten. Kernbohrungen und ähnliches in einem bewohnten Haus ist nicht schön.

    Habe dann lange recherchiert und mich letztlich für eine Anlage eines eher unbekannten Hersteller entschieden. Diese basiert auf Wechselbetrieb, 160er Loch und man kann einige Einstellung wie z.B. Betriebsart und Stärke per Schalter am Gerät einstellen.

    Ich habe dann zu allen Anlagen (insgesamt habe ich tatsächlich 9 Stück - unser Haus ist wirklich groß ) Stromkabel (per Aktor schaltbar) sowie auch ein BUS Kabel geführt.
    Um mit der echten Raumfeuchtigkeit arbeiten zu können habe ich dann in jeden Raum noch Raumgütesensoren eingebaut. Die Anlage steuert sich also nicht mehr wirklich über die eigene Messung sondern steuer ich sie über verschiedene Faktoren wie eben die Luftfeuchtigkeit im Raum, Uhrzeit, Innentemperatur und Außentemperatur.

    Das ganze aktuell natürlich digital. Habe also eine Konfiguration an der Anlage eingestellt und über meine Visu (Openhab) steuere ich dann ob der Aktor an dem die jeweilige Anlage hängt an oder aus ist. Das BUS Kabel habe ich gezogen um später über Unterputzaktoren in der Lage zu sein auch auf z.B. die Betriebsart und die Stärke automatisch einwirken zu können. Dies war für mich also die beste Option eine günstige Anlage einzusetzen und habe weitere Möglichkeit diese komfortabler zu machen, wenn ich es denn mal für nötig empfinde.

    Nun aber zu meinen Erfahrungen:
    - Ich muss in der Tat bestätigten, dass man durch die Anlagen Geräusche von draußen deutlich hören kann.
    Glücklicherweise haben wir wenig Verkehr, ruhige Nachbarn und sowohl Wohnzimmer als auch Schlafzimmer sind zum Garten raus. Bereits nach wenigen Wochen hatten wir uns an die veränderten Geräusche gewöhnt. Lediglich wenn es wirklich stark stürmt ist es etwas nervig.
    - Wir haben die Anlagen im niedrigsten Modus laufen, hier stören sie uns nicht und selbst beim Schlafen / Einschalfen können sie laufen.
    - Das es funktioniert zeigt eindeutig das Schlafzimmer. Hier habe ich es so geregelt, dass wenn morgens nach 6 Uhr das Spiegellicht im Bad eingeschaltet wird (wir sind also aufgestanden) die Lüftung für eine gewisse Zeit eingeschaltet wird. Egal wie warm es ist oder wie die Luftfeuchtigkeit ist. Morgens direkt nach dem aufstehen haben wir meist eine Luftfeuchtigkeit von 65 bis 67% im Schlafzimmer. Gehen wir abends ins Bett liegt sie in der Regel zwischen 50 und 55%. Fenster überhaupt nicht geöffnet.
    - Bzgl. der Wärmerückgewinnung kann ich noch nicht so extrem viel sagen um ehrlich zu sein. Wir wohnen hier seit kurz vor Weihnachten. Ich kann im Temperaturdiagramm feststellen, dass wenn die Heizung läuft es keinen wirklichen Unterschied gibt wie schnell der Raum sich aufheizt je nachdem ob die Lüftung nun gerade an oder aus ist. Was für mich zumindest ein Zeichen dafür ist, dass der Raum durch die Lüftung zumindest nicht deutlich abgekühlt wird.

    Alles in allem bin ich mit dem Ergebnis welches wir erzielt haben mit Blick auf unser Preis Leistungsverhältnis sehr zufrieden. Kenne aber auch die Zentrale Lüftungsanlage im Neubau meines Bruders. Im direkten Vergleich ist das natürlich die schönere / komfortablere Lösung. Aber für unsere Situation (Renovierung mit geringem Budget) ist es gut gelungen, funktioniert und vor allem habe ich keine großen Feuchtigkeitssorgen. Natürlich muss man alles noch etwas länger beobachten und unsere Erfahrungen sind sehr frisch, aber ich denke wir werden damit gut klar kommen.

    Ich hoffe mein Feedback hilft dir ein wenig.
    Zuletzt geändert von c0rtez; 15.05.2020, 19:46.

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  • tobiasr
    antwortet
    Für die Feuchtigkeit im Bad reicht auch ein normaler Ablüfter über KNX gesteuert. Dafür muss sich das Ding nicht Lüftungsanlage nennen.

    Ich kenne persönlich eine Raucherwohnung mit einer dezentralen Lüftungsanlage. Ich hatte dort bisher nie das Gefühl, dass die Abluftleistung dieses Systems auch nur 1% für bessere Luft beitragen würde. Generell war auch in den Räumen in denen nicht geraucht wurde, grundsätzlich schlechte Luft. Obwohl die Anlage nachweislich lief und regelmäßig gewartet wird.


    Bitte beachte, dass es der Zusammenhang zwischen elektrischer Energie und bewegter Luftmenge nicht linear ist.

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  • littlegreenman
    antwortet
    Sorry, deine erste Antwort klang für mich einfach nicht wirklich konstruktiv. Vielleicht auch überreagiert.

    Danke für die weiteren Erläuterungen. Will mir definitiv noch eine Anlage in Betrieb "anhören", um mir da eine letztendliche Meinung zu bilden.
    Wie angedeutet soll es ja eher eine Erweiterung zur manuellen Lüftung sein. Wenns stört (Winter, schlafen) wird ausgeschaltet.
    Vielleicht gibt's weitere Meinungen, auch von Sanitärinstallateuren?

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  • crewo
    antwortet
    Zitat von littlegreenman Beitrag anzeigen
    Danke für diese Meinung. Mal davon abgesehen, dass ich ja bereits geschrieben habe, dass eine zentrale Lösung nicht infrage kommt (eher lassen wir die Lüftung komplett weg), und ich eher Tipps zum Thema Dezentrale Lüftung, nicht Zentral vs. Dezentral, suche, würde ich mich dann aber auch freuen, wenn schon themenfremd, dass dann zumindest Belege für die dargestellte Meinung gebracht werden würden.
    Du kannst meine Meinung gerne ignorieren, angreifen will ich dich damit jedenfalls nicht, keine Ahnung was dein Problem ist. Ein Forum ist dazu da, Meinungen auszutauschen, oder? Und mir ist aufgrund meiner persönlichen Erfahrung wichtig, dass andere User (es gibt ein paar mehr als dich) hier zumindest nachdenken, bevor sie sich für eine dezentrale Lösung entscheiden, denn meine Erfahrung damit ist nunmal unbefriedigend, gemessen am Preis sogar mangelhaft, damit bin ich hier auch nicht alleine.

    Ich wohne seit Jahren mit dieser Lösung, es laufen hier die vom Hersteller vorgeschriebene Anzahl an Lüfter für die Wohnfläche, in den Bädern übrigens ausschließlich Abluft, aufgrund der Feuchtigkeit macht ein klassischer Wärmetauscher laut Hersteller (Inventer) dort keinen Sinn. Alles nach Vorgabe vom Fachbetrieb installiert, da GU-Installation leider ohne meinen Einfluss (wir kauften zu spät).

    Ich will jetzt hier nicht den Spezialisten raushängen lassen für Lüftungsanlagen, das bin ich nicht. Allerdings gibt es ein paar Werte, die man durchaus als "Fakten" und nicht unter Behauptung abstempeln kann. Wie gesagt habe ich mehrfache Tests hinter mir, ich habe in allen Räumen Sensoren für Feuchtigkeit und Temperatur, ebenso in den wichtigen Wohnräumen CO2. Ein Server zeichnet mir hier alles auf. Die Auswirkungen "Anlage an" auf niedriger und damit erträglicher Stufe gegen "Anlage aus" sind in der Praxis nahezu nicht messbar, nachweislich indem man die Werte gegenüber stellt! Damit kauft man sich im Gegenzug gerade in großen Wohnräumen mehrere Löcher in der Wand mit nicht gerade hübschen Blenden im Innenbereich ein, die durchaus hörbar im Alltag präsent sind und einen erheblichen Aussenschalleintrag leisten, auch wenn sie aus sind.

    Der Rest ist für mich Physik, das bisschen Keramik in den Geräten ist zumindest beim Inventer nicht als Wärmetauscher zu bezeichnen! Bei unter 0°C Aussentemperatur ist schon nach wenigen Sekunden nach dem Richtungswechsel die eingebrachte Luft unangenehm kalt, sitzt man unter einem Lüfter, zieht das durchaus merklich kalt nach unten. Da hier bei zentralen Geräten ein kontinuierlicher Austausch stattfindet, passiert diese periodische Abkühlung nicht und der Effekt tritt so nicht auf.

    Zur Leistung: Zumindest beim Inventer laufen hier Lüfter mit 3 Watt Nennleistung pro Gerät - wohlgemerkt bei Vollgas. Da geht nicht viel, wenn man auf schalltechnisch erträgliche Leistung reduziert, zumal die Luft den Weg durch mehrere Schalldämmmaßnahmen nehmen muss.


    Zitat von littlegreenman Beitrag anzeigen
    Also stimmt es, wenn Viessmann zum Vitovent 300-F (zentral) einen Luftaustausch von 280 m³ verspricht, jedoch 10 Lunos e² es nicht auf zusammen 150 bis 380 m³ schaffen (neue Version sogar 600m³).
    Ich bin wie gesagt kein Experte, aber rein aufgrund der elektrischen Angaben eher wackelig. 10x max. 4 Watt beim Lunos stehen 1x 175 Watt beim Viessmann gegenüber. Die 40 Watt werden aufgrund Lärm sicher nie dauerhaft gefahren werden, die 175 Watt dagegen schon eher. So stehen in der Praxis dann vermutlich 10-15 Watt gegen 100 Watt elektrische Energie, welche in Luftumwälzung investiert wird. Und dann ist ein kontinuierlicher Austausch durch das ganze Haus, wie es zentrale Anlagen machen, wesentlich effektiver als das ständige Richtungswechseln der dezentralen. Ich habe mich durchaus im Nachgang mit mehreren Spezialisten unterhalten, alle machen sich über die Wirkung der dezentralen Dinger lustig, was die Angaben der Hersteller angeht. Was meine persönliche Erfahrung eben bestätigt. Von denen mit zentralen Geräten in meinem Bekanntenkreis hat übrigens keiner ein Thema mit Schimmel.

    Wenn du für dich glaubhafte Nachweise willst, bau dir das ruhig ein und ärgere dich doch eventuell einfach auch, steht ja jedem frei. Vielleicht funktioniert es bei dir auch total super.

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  • Beleuchtfix
    antwortet
    Einer meiner Kunden hat eine Lüftung von BlueMartin eingebaut und scheint ganz zufrieden zu sein. Sencorik ist komplett integriert, da ist über KNX nicht viel zu steuern. So machte das System für mich einen ordentlichen Eindruck (nicht Wissen, nur Gefühl ).
    Gruß
    Florian

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  • littlegreenman
    antwortet
    Zitat von crewo Beitrag anzeigen
    Mal abgesehen von dem (vor allem bei Neubau) riesigen nötigen Loch pro Zimmer in einer Aussenwand (oder auch mehr, je nach Größe) frage ich mich wirklich, was die in den Dingern verbauten PC-Lüfter in Räumen mit > 2qm überhaupt bewirken sollen. Wir haben die Inventer, die sind auch brüllig laut wenn die auf max. Luft liefern stehen (vergleichbar mit einem hochdrehenden CPU-Lüfter auf Ohrhöhe), bringen aber auch dann nicht viel. So ein Traum von "Nachts im Sommer mit Durchlüften Wohnung abkühlen" funktioniert nachgewiesen über Temperatur-Diagramme (bei Abwesenheit einmal ganze Nacht volle Pulle, nächste Nacht bei ähnlicher Aussentemperatur ohne Inventer - gleicher Temperaturverlauf innen) nicht - und das bei über 10°C Differenz Aussen/Innen, mehr ist im Sommer selten drin. Das entfeuchten im Winter halte ich auch für nicht wirklich wirkungsvoll, da ist einmal Stoßlüften alle 3-4h für 5 min gar kein Vergleich! Auch die CO2-Konzentration innen ist unbeeindruckt ob die Dinger laufen oder nicht! Auch hier hilft nur Stoßlüften.

    Für mich sind die Dinger reine Marketingwerkzeuge für GUs, damit die in der Baubeschreibung was von "Wohnraumlüftung" schreiben können und die KfW-Auflagen erfüllt werden (Wärmerückgewinnung). Zur Wärmerückgewinnung muss ich sowieso schmunzeln, da sind ca. 0,5 kg (geschätzt und ungewogen!) an Keramik drin, was glaubt ihr, wieviel Energie hier gespeichert werden wird... es ist lächerlich. Und dann der Preis.

    Bitte an jeden, der neu baut und Einfluss auf die Gewerke hat: Unbedingt immer zentrale Lüftungsanlagen verbauen! Niemals diesen dezentralen Müll. Das ist wie Fußbodenheizung mit Wärmepumpe gegen Einzelölofen pro Raum.
    Danke für diese Meinung. Mal davon abgesehen, dass ich ja bereits geschrieben habe, dass eine zentrale Lösung nicht infrage kommt (eher lassen wir die Lüftung komplett weg), und ich eher Tipps zum Thema Dezentrale Lüftung, nicht Zentral vs. Dezentral, suche, würde ich mich dann aber auch freuen, wenn schon themenfremd, dass dann zumindest Belege für die dargestellte Meinung gebracht werden würden.

    Ich entnehme dem Text, dass du wohl der Meinung bist, dass die angegebenen Luftaustauschmengen tatsächlich nicht realisiert werden können. Also stimmt es, wenn Viessmann zum Vitovent 300-F (zentral) einen Luftaustausch von 280 m³ verspricht, jedoch 10 Lunos e² es nicht auf zusammen 150 bis 380 m³ schaffen (neue Version sogar 600m³). Gibt es dazu unabhängige Messungen, die das untermauern? Dass die Raumtemparatur nicht signifikant gesenkt werden kann halte ich für glaubwürdiger, aber die zugrundeliegenden "Nachweise" würden mich auch dazu ernsthaft interessieren. Das wäre aber ja auch "nur" ein schöner Nebeneffekt, eine zentrale Lösung wäre da ja nicht besser.
    Entscheidend ist die Senkung der Luftfeuchtigkeit und Steigerung der Luftqualität, die du ebenfalls in Abrede stellst. Das hängt ja eng mit dem "versprochenen" Luftaustausch zusammen. Nochmal, interessant wären aus meiner Sicht hier wirklich Nachweise, nicht Meinungen. Gleiches gilt für das Thema Wärmerückgewinnung, da klingt's bei dir auch eher nach Meinung als Wissen.

    Kurz zum Schluss nochmal eine Darstellung, warum genau wir dezentral und nicht zentral planen, um möglicherweise diese Diskussion zu beenden:
    - Wichtigster Punkt: Es gibt Fälle, davon einen in unserer Bekanntschaft, wo die Leitungen der zentralen Lüftungsanlage sich mit Schimmel zusetzen. Dieses von mir aus sehr geringe Risiko möchten wir ausschließen -> Keine eingebauten Leitungen, kein Stress
    - Die verlegten Leitungen nehmen Installationsplatz weg und machen auch unsere Deckenkonstruktion statisch aufwändiger.
    - Ja, ich brauche Löcher in der Außenwand. Das sind bei den Lunos e² 16 cm pro Gerät. Die Löcher für die Fenster sind größer. Viel größer
    - Bei der dezentralen Lösung bin ich variabler. Für nicht benutzte Räume muss ich erstmal nichts vorsehen und kann das einfach nachrüsten. Kosteneinsparung jetzt und später die Möglichkeit, von technischen Neuerungen zu profitieren.
    - Ja, die Geräuschkulisse wird größer sein, aber im Gegensatz zur zentralen Lüftung kann ich die dezentralen Geräte, je nachdem wo ich bin, quasi sofort hoch und runter regeln, je nach Bedarf. Mir doch egal, wenn es im Bad nach dem Duschen erstmal lauter ist. Einschlafen wird sogar erleichtert, wenn ich die Anlage erstmal eine Stunde lang komplett ausschalte, um sie dann auf eine niedrige Stufe hochzufahren.
    - Thema Stoßlüften: Meine Erfahrung im Bad meiner Wohnung ist, dass ich die Feuchtigkeit früh nach dem Duschen nie komplett raus bekomme. Die Fenster muss ich nach zehn Minuten wieder zu machen, mit der dezentralen Lüftung wird stundenlang weitergelüftet.

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  • crewo
    antwortet
    Mal abgesehen von dem (vor allem bei Neubau) riesigen nötigen Loch pro Zimmer in einer Aussenwand (oder auch mehr, je nach Größe) frage ich mich wirklich, was die in den Dingern verbauten PC-Lüfter in Räumen mit > 2qm überhaupt bewirken sollen. Wir haben die Inventer, die sind auch brüllig laut wenn die auf max. Luft liefern stehen (vergleichbar mit einem hochdrehenden CPU-Lüfter auf Ohrhöhe), bringen aber auch dann nicht viel. So ein Traum von "Nachts im Sommer mit Durchlüften Wohnung abkühlen" funktioniert nachgewiesen über Temperatur-Diagramme (bei Abwesenheit einmal ganze Nacht volle Pulle, nächste Nacht bei ähnlicher Aussentemperatur ohne Inventer - gleicher Temperaturverlauf innen) nicht - und das bei über 10°C Differenz Aussen/Innen, mehr ist im Sommer selten drin. Das entfeuchten im Winter halte ich auch für nicht wirklich wirkungsvoll, da ist einmal Stoßlüften alle 3-4h für 5 min gar kein Vergleich! Auch die CO2-Konzentration innen ist unbeeindruckt ob die Dinger laufen oder nicht! Auch hier hilft nur Stoßlüften.

    Für mich sind die Dinger reine Marketingwerkzeuge für GUs, damit die in der Baubeschreibung was von "Wohnraumlüftung" schreiben können und die KfW-Auflagen erfüllt werden (Wärmerückgewinnung). Zur Wärmerückgewinnung muss ich sowieso schmunzeln, da sind ca. 0,5 kg (geschätzt und ungewogen!) an Keramik drin, was glaubt ihr, wieviel Energie hier gespeichert werden wird... es ist lächerlich. Und dann der Preis.

    Bitte an jeden, der neu baut und Einfluss auf die Gewerke hat: Unbedingt immer zentrale Lüftungsanlagen verbauen! Niemals diesen dezentralen Müll. Das ist wie Fußbodenheizung mit Wärmepumpe gegen Einzelölofen pro Raum.

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  • Wikidi
    antwortet
    littlegreenman: vielen Dank für den Link, jedoch handelt es sich bei uns um eine Mietwohnung und in absehbarer Zeit wird selbst gebaut (deswegen die Anmeldung hier ​​​​​​)

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