Hallo Stefan,
das ist eine gute Idee mit dem Stellgrößendiagramm, das werde ich zusätzlich mal auswerten. Andere Wärmequellen (außer den vier hier lebenden Personen) gibt es nicht. Ich habe auch (bislang) keine Nachtabsenkung aktiviert, oder warum denkst Du, sind Stellgrößen unter 20% speziell in der Nacht merkwürdig?
Ich hab jetzt mal noch den Grenzwert für minimale Stellgröße für Pumpe auf 5% eingestellt. Die Ventile brauchen mind. 2 Minuten, um halbwegs auf zu gehen, alles unterhalb von 1 Min. macht m.E. wenig Sinn, dafür die Pumpe anzuwerfen. Was ich noch nicht herausgefunden habe, wie ich verhindern kann, dass die Pumpe so lange nachläuft, selbst wenn alle Ventile schon lange zu sind.
Stefan
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Fragen zur Regelung einer Fußbodenheizung - Speziell mit Jung Raumcontroller F40e
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Erst einmal super, dass sich damit Dein Ursprungsproblem (Temperaturschwankungen aufgrund der 2-Punkt Regelung) verbessert hat. Großartig!!
Am Heizungsaktor hängt ja auch noch die Stellgröße Zimmer 1 ... zudem (soweit ich das in Erinnerung habe) gibt es noch einen weiteren Heizungsaktor - oder?
Was mich eher stutzig macht, sind Stellgrößen von 20 % (oder sogar noch weniger) in der Nacht. Habt Ihr da abends eine weitere Wärmequelle (Kamin) oder so etwas genutzt? Momentan ist es ja eher diesig und recht konstant in der Temperatur. Mach' doch bitte mal ein Diagramm mit Stellgröße und Temperatur für (mindestens) 24 h. Wenn da konstant niedrige Stellwerte vorkommen, solltest Du nochmals über den hydraulischen Abgleich und Deine Vorlauftemperaturen nachdenken ....
Viele Grüße,
Stefan
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heutige Pumpen stellen das eigentlich selber fest und drosseln ihre Leistung entsprechend, natürlich nicht auf 0, dann würde sie ja nicht merken, wenn die Leitung wieder geöffnet wird.was auf Dauer sicher nicht gut für die Lebensdauer der Pumpe ist.
Gruß Florian
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Ich sehe das anders, solange nicht 0% muss die Pumpe laufen.
Wenn du zudem die Pumpe 100x am Tag ein und aus Schalters ist das für die Lebensdauer auch nicht fördernd
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So, erste Nacht mit der neuen Einstellung rum. Temperatur exakt auf 21°C eingependelt - wie es sein soll. Soweit so gut.
Einzig die Auswertung der Pumpenlaufzeit macht mich noch stutzig. Selbst bei so kleinen Stellgrößen zwischen 5% und 20% (das sind 1 bis 4 Minuten Ventilöffnung) läuft die Pumpe fast den kompletten Zyklus durch. Macht eigentlich keinen Sinn, denn wenn die Ventile zu sind, arbeitet die Pumpe ja gegen ein geschlossenes System was auf Dauer sicher nicht gut für die Lebensdauer der Pumpe ist. Dass die Pumpe einen kleinen Nachlauf hat, wäre aus meiner Sicht ok, aber das scheint mir zu lange, oder wie seht Ihr das?
IMG_0019.jpgAngehängte Dateien
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Hab jetzt mal die Ausgänge direkt an die Pumpe gehängt bzw. die Pumpensteuerung des Aktors verwendet. Mal schauen, was passiert.
Außerdem noch Info von Jung direkt zum Thema, welches Objekt denn am Eingang für das Ventil verwendet werden muss. Antwort: "Sie brauchen nur das 1Bit-Objekt. das 1Byte-Objekt wird bei der PWM-Regelung nicht verwendet." Das hab ich dann auch noch einmal angepasst, so dass jetzt in den Ausgängen "Schaltend 1 bit" konfiguriert ist.
Nachtrag: Also die Kopplung der Pumpe mit dem Aktor war schon sinnvoll. Vorher hat die Pumpe in dem Moment abgeschaltet, wenn der Aktor dem Ventil das Signal zum Schließen gegeben hat. Da war das Ventil ja aber noch offen. Jetzt läuft die Pumpe einige Minuten nach und nutz das teilweise offene Ventil noch mit aus.
So wie die Planer das zuvor konfiguriert hatten, konnte es ja eigentlich gar nie vernünftig funktionieren, da der Regler die Pumpe gar nicht so ansteuern konnte, wie er eigentlich vorsieht. 🤔Zuletzt geändert von sdreher; 25.01.2021, 20:00.
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Dein Heizungsaktor hat ja extra ein Objekt zur Ansteuerung der Pumpe. Wenn Du mehrere Aktoren hast, musst Du das vielleicht ver- "oder"n, aber externe Logik sollte das eigentlich nicht benötigen. Ich denke, das wird sich nun die nächste Zeit auch einpendeln mit Deiner Raumtemperatur (falls die Pumpe nicht dazwischenfunkt).
Und ja - MDT macht es dem Normalnutzer einfacher, indem die echt gute Anleitungen schreiben. Gute Idee, dass Du Dich mal da umgesehen hast.
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Hallo Stefan,
danke, ich glaube, jetzt bin ich einen Schritt weiter - so ganz hatte ich es wohl doch noch nicht verstanden 🤔. Eigentlich hat der Regler ja richtig funktioniert aus meinem ersten Beispiel.
Um 8:26 Uhr und 23 Sek. hat er mit 23% Stellgröße den Zyklus gestartet und das Ventil angesteuert. 23% von 15 Minuten sind ca. 3,5 Min. Um 8:30 Uhr hat er das Ventil wieder deaktiviert. Das sind ja ziemlich genau die 3,5 Minuten dazwischen. Von daher hat der Regler ja so funktioniert, wie eingestellt.
Ich habe jetzt trotzdem die Zykluszeit mal bei 20 Minuten belassen, wird für Fußbodenheizungen laut Datenblatt Jung so empfohlen. Aktuell ist die Temperatur noch mit 22°C über dem Sollwert von 21°C. Mal schauen, was heute Nacht oder morgen so passiert und ob es sich einpendelt.
Im Datenblatt steht auch, dass wenn man mehrere Antriebe gleichzeitig ansteuert (bei mir sind es ja fünf), es eher besser ist, wenn die Zykluszeit hoch gewählt ist. Mehr als 20 Min. kann man aber eh nicht einstellen.
Hab mir zwischendurch auch mal Datenblatt von MDT zum Heizungsaktor durchgelesen. Die sind meistens so beschrieben, dass man sie auch als Laie versteht im Gegensatz zu den Datenblättern von Siemens, ABB oder Jung ... 🤣
Aber ich habe noch einen Verdacht: Dadurch, dass die Pumpensteuerung sozusagen extern über das Logikmodul erfolgt, ist die Pumpe nicht optimal auf die PWM-Regelung abgestimmt. Sie schaltet ja immer mit dem Signal für die Ventile hart an und aus. In der ETS gibt es jedoch noch zahlreiche Parameter, um die Pumpe auf die Regelung anzupassen. Ich werde das die Tage noch einmal versuchen, die Pumpe auch über den Aktor zu steuern - die Funktion ist ja da. Warum der ELI das ausgelagert hat, ist mir aktuell noch ein Rätsel.
Zuletzt geändert von sdreher; 24.01.2021, 22:15.
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Nein, minimale Stellgröße heisst, dass auch bei 0% am Ende tatsächlich mit 30 % geheizt wird.
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Ah, echt ärgerlich, dass man hier jetzt nichts mehr ändern kann. Die Begrenzung hat zwei Einstellbereiche, eine minimale Stellgröße und eine maximal Stellgröße. Die min steht auf 30% die max. auf 100%. So würden doch nur Stellwertanforderungen über 30% an das Ventil gereicht werden, oder?
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Ah, ok. Dann hab ich das falsch interpretiert. Macht dann natürlich wenig Sinn - werde ich wieder rausnehmen. danke.
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Ich kann leider (immer noch nicht) zitieren, aber das was Du beschreibst ist nicht das, was ich als Verhalten erwartet hätte.
Bei einer Stellgrößenbeschränkung von 30 % darf am Ende während eines PWM-Zyklus das Ventil nur 30 % auf sein, also z.B. bei 15 min PWM-Zykluszeit halt 4.5 min an und den Rest aus.
Viele Grüße,
Stefan
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Hallo Stefan,
wollte mal testen, ob sich durch die Verstellung der Zykluszeit etwas daran ändert, dass der Regler alle 15 Minuten an/aus schaltet und durch die Stellgrößenbegrenzung müsste ja verhindert werden, dass das Ventil bei kleineren Stellwerten angesteuert wird. Dadurch wird die Regelung natürlich nicht mehr so genau.
Jedenfalls hat der Regeler aufgehört im 15 Minuten Takt zu schalten, als die Temperatur deutlich über dem Sollwert war und die Pulsweiten sind davor deutlich kürzer geworden. Das ist ja schonmal so halbwegs das erwartete Verhalten.
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Ich weiß nicht, was auf der Seite passiert ist, aber erst wollte Google von mir x-mal ein passwort und jetzt ist die total zerschossen. Daher kann ich auch nicht zitieren. Aber Stefan (@sdreher), warum hast Du denn die Zykluszeit erhöht und die Stellgrößenbegrenzung auf 30% gesetzt?
Viele Grüße,
Stefan
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Danke für die Hinweise.
Das ist in der Tat verwirrend, dass beim RTR bei PWM schaltend und beim Ausgang bei PWM stetig angegeben wird. Die Objekte passen aber zusammen. Der RTR schickt den Stellwert als 1 byte Objekt und das ist auch das, was der Eingang am Ventil erwartet.
Für die Stellgröße am Ausgang des RTR kommt das KO 361 zum Einsatz (2/5/203). Der geht dann an die Eingänge der Ventile. Der 357 geht auf 2/5/4 und schaltet die Pumpe ein.
Hab jetzt mal die Zykluszeit auf 20 Min erhöht sowie eine Stellgrößenbegrenzung auf 30% gesetzt.
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