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Heizung: hydraulischer Abgleich über KNX-Heizungsaktor mit Temperaturfühlern

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    Heizung: hydraulischer Abgleich über KNX-Heizungsaktor mit Temperaturfühlern

    Ich bin vor kurzem über die Strawa Ego Stellantriebe gestolpert. Der Hersteller wirbt damit, dass die Stellmotoren selbstständig einen hydraulischen Abgleich des Systems gewährleisten. Nach Angaben meines Heizungsbauers des Vertrauens funktioniert das wohl auch, persönlich habe ich bisher keine Erfahrung damit. Die einzigen beiden Werte, welche der Stellantrieb kennt sind Vorlauf- und Rücklauftemperatur, eine Kommunikation der Stellantriebe untereinander existiert wohl nicht.

    Meine Frage: Hat sich jemand schon einmal damit auseinandergesetzt, dass ggf. mit KONNEKTING zu realisieren? Für Vor- und Rücklauf werden dazu natürlich auch Temperatursensoren benötigt, aber allein von meinem logischen Verständnis müsste sich das über KNX ja noch deutlich optimierter realisieren lassen, da neben Vor- und Rücklauftemperatur im System ja weiterhin noch die Stati der anderen Stellantriebe, Raumtemperatur etc. vorhanden sind.
    Ansonsten, kennt jemand eine Quelle in der auf die zugrunde liegende Logik eingegangen wird?

    Nach meinen bisherigen Recherchen hat Voltus wohl in der EVOknx Serie etwas in die Richtung auf den Markt gebracht, dann aber wohl wieder eingestellt, hier im Forum wurden die EGO-Stellantriebe hier mal diskutiert.

    #2
    ich habe für mein Haus einen Konnekting Heizungsaktor entwickelt. Stattdessen verwende ich aber momentan einen MDT Heizunsaktor für meine Fußbodenheizung.
    Thema war "bei jedem Bug oder Neustart auf das neu einpegeln der Regelkreise zu warten" hat mich echt genevert.

    Was ich überlege, klappt das auch bei mehreren Heizkreisen für den selben Raum? Was soll kann die Software wirklich? In unserem Fall ist die Sonne stärker als die Heizung, was macht also die Heizung?
    "- Hinweis: für die Funktion des EGO ist ein Zweipunkt-Raumtemperaturregler erforderlich" Versaut man damit nicht den Mehrwert schon am Anfang? der MDT kann das leider noch nichtmal, der kann nur PWM ausgeben, wenn er die Regelung übernehmen soll.

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      #3
      Auf die Gefahr hin dass ich mich hier als total ahnungslos oute und das Thema in eine ungewollte Richtung abdriftet:

      Hat man heute nicht eine Einzelraum-Regelung (ERR)? Wo macht denn da bitte der feinjustierte hydraulische Abgleich noch Sinn?

      Ich hab vom Heizungsbauer keinen Abgleich bekommen. Ich hab das pi*Daumen selbst gemacht: Alle Antriebe vom FHB Verteiler runter geschraubt (und damit für maximalen Durchfluss auf allen Leitungen gesorgt) und den Durchfluss aller Kreise kontrolliert. Dann mit dem Einsteller geschaut dass kein Kreis vom Durchfluss her zu kurz kommt. Viel einzustellen gab es da nicht. Fertig.

      Danach die Antriebe wieder drauf und den Rest macht der MDT Heizungsaktor zusammen mit dem Temperaturfühlern im Raum.

      Ohne ERR leuchtet mir das ein: Alle Ventile werden dauerhaft auf gedreht und der Durchfluss so eingestellt, dass alle Räume mit der vorherrschenden Vorlauftemperatur die nötige Raumtemperatur erreichen. Aber MIT ERR funken doch die Stellantriebe ständig dazwischen? Du kannst doch nicht einen sauberen hydraulischen Abglich machen und in jeder Ventil-Lage alle gleich versorgen? Die Hydraulik ändert sich doch wenn du einen Kreis 50% auf den den anderen 20% zu machst?! "Eigentlich" zumindest ...

      Ich zeichnen sehr genau auf was unsere Heizung an Strom (Erdwärmepumpe) braucht und wie viel Wärme sie erzeugt. Unser Energiebedarf ist dermaßen gering, dass ich ohne zu zögern nen Kasten Bier wette, dass der Aufwand eines hydraulischen Abgleichs in keiner Relation zur möglichen Einsparung steht. Ich habe 8 FBH-Kreise die ich steuern kann. 2-3 sind quasi immer auf 0% Öffnung, der Rest dümpelt je nach Außentemperatur bei 0 bis max. 20% rum. Dass ein Kreis dem anderen wirklich so viel Durchfluss wegnimmt dass es nicht oder nur unzureichend warm wird... Konnte ich in den vergangenen 6 Jahren nicht feststellen. MDT macht hier seine Sache schon ganz gut.

      Also alles in allem: Mein 5 Cent zu dem Thema: einen präzisen hydraulischen Abgleich braucht man in einem aktuellen Niedrigenergiehaus mit ERR nicht wirklich.

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        #4
        Zitat von andi11 Beitrag anzeigen
        der MDT kann das leider noch nichtmal, der kann nur PWM ausgeben, wenn er die Regelung übernehmen soll.
        Inzwischen kann er es, läuft bei mir aktuell so. Wobei ich auch PWM ausprobiert habe, konnte jedoch keinen Unterschied feststellen, funktionieren tut beides - die Räume haben immer die eingestellte Temperatur.

        2021-11-09 11_13_02-ETS5.png

        Zitat von tuxedo Beitrag anzeigen
        Wo macht denn da bitte der feinjustierte hydraulische Abgleich noch Sinn?
        Hab jetzt auch keinen Meister im Sanitärbereich, einen Sinn im hydraulischen Abgleich sehe ich trotz ERR in folgenden Situationen:
        • Wärmeanforderungen aus mehreren Räumen gleichzeitig
        • Mehrere (insbeonders unterschiedlich große) Heizkreise für einen Raum
        Einen Sinn in der dynamischen Regelung mit Überwachung vor/Rücklauf sehe ich insbesondere in Räumen in denen die Sonne einen Teil des Raumes extrem aufheizt (Bei mir das Wohnzimmer/Esszimmer, hier sind 3 Heizkreise, zwei im Schatten, einer total in der Sonne).

        Ab sich das alles (bei mir im sanierten Altbau) lohnt weiß ich nicht. Ich habe ein paar Jahre ganz ohne Regelung gelebt, die Räume nur per Hand gesteuert hat - auch funktioniert.

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          #5
          ich gehe auch davon aus das mit einem ordentlichen hydraulischen Abgleich Energie gespart werden kann.
          Bei mir klappt ein Abgleich nicht wirklich, da alle Räume "einfach vollgepflastert sind mit Rohr" d.h. im Verhältnis hat ein Raum wie das Bad ehr zuwenig Leistung, der Hobbyraum ehr zuviel. Leider soviel dass ein Abgleich über die Durchflussmenge nicht möglich ist.

          P.S.: Danke für den Hinweis das 2Punkt funktioniert, werde ich mal ausprobieren, denn ich bin nicht so happy mit PWM.

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            #6
            Zitat von tuxedo Beitrag anzeigen
            Ich habe 8 FBH-Kreise die ich steuern kann. 2-3 sind quasi immer auf 0% Öffnung, der Rest dümpelt je nach Außentemperatur bei 0 bis max. 20% rum.

            ich bin kein heizungs-profi, aber für mich sieht das so aus wie wenn du eine viel zu hohe vorlauftemperatur hättest. da solltest mal die kennlinie der heizung runterstellen.
            Bei jedem Neustart des HS habe ich Zeit für ein Post...

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              #7
              Zitat von concept Beitrag anzeigen


              ich bin kein heizungs-profi, aber für mich sieht das so aus wie wenn du eine viel zu hohe vorlauftemperatur hättest. da solltest mal die kennlinie der heizung runterstellen.
              stimmt, hatte ich übersehen. Das mit dem Kasten Bier sollten wir angehen. Zumindest ein Regler sollte meist auf 100% stehen. => Rücklaufkurve mal runternehmen.

              Wobei Tuxedo natürlich recht hat, es ist im Niedrigenergiehaus meistens trotzdem ein sehr niedriger Verbrauch. WIr haben im Niedrigenergiehaus in 4Jahren weniger Primärenergie gebraucht als die Schwiegermutter in einem Jahr

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                #8
                Schön endlich Mal wieder das Thema Abgleich vs. ERR.

                Dann mal meine 2 cent.

                Läuft die Heizung mit ordentlich Reserve bei der Vorlauftemperatur reicht die ERR die dann drosselt.
                Ist die Vorlauftemperatur aber deutlich zu hoch kommt das ganze dann schnell ins Schwingen, bei Heizkörpern mehr als bei einer trägen FBH.
                So oder so lässt sich da noch Energie sparen.

                ​​​​​​Ist die Vorlauftemperatur sehr knapp eingestellt und alles abgeglichen geht es oft auch ohne ERR weil die Ventile fast immer 100% offen wäre.
                Hat man dann aber zusätzliche Wärme durch zb. Kochen oder Sonne, wird es bei guter Isolation oft zu warm oder zu kalt weil man das Fenster zu lang offen hatte.
                Hier lässt sich also auch noch etwas sparen.

                Wenn ich wählen müsste würde ich bei einem neuen KFW Haus mit FBH den Abgleich und beim Altbau mit Heizkörper ERR nehmen.

                Und oh Wunder am besten ist natürlich beides.

                ​​Mit etwas Geschick und rumprobieren geht alles. Bei einem Kunden würde ich aber immer beides machen.

                Bei sehr effizienten Häusern Stelle ich übrigens nur eine Solltemperatur für alle Räume ein trotz ERR.
                Bad usw. bekommen zusätzlich einen Elektro Heizkörper oder ähnliches um bei Bedarf schnell 2-3 Grad zu erhöhen. (Timer oder Präsenz)
                Nachtabsenkung ist nur was für den unsanierten Altbau.
                ​​​​​
                ​​​​​​
                ​​​​

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                  #9
                  Es kommt wirklich auf das Haus an.
                  Bei unserem Neubau (Baujahr 2020 KfW 40+) habe ich 2 Wochen damit verschwendet die ERR umzusetzen.
                  Das Ende vom Lied war, dass ich die MDT Aktoren alle raus geschmissen und hier verkauft habe.
                  Ohne Pufferspeicher für die Fußbodenheizung ist das nicht darstellbar, da die Wärmepumpe wie verrückt getaktet hat.
                  Bei höheren Heizlasten mag eine ERR durchaus sinnvoll sein.

                  Ein ordentlicher Abgleich im Effizienzhaus und die ERR ist überflüssig.

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