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Pro und Contra Anschlussvarianten

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    Pro und Contra Anschlussvarianten

    Hallo zusammen,
    vielleicht gebe ich die falschen Suchbegriffe ein, konnte aber bisher keine Lösung im Forum oder in den Datenblättern finden:

    In dem 1-Wire-Planungshandbuch werden für die meisten Sensoren zwei Anschlussvarianten gezeigt, parasitär und spannungsversorgt durch 5V vom Busmaster.

    Ich stehe jetzt vor der Frage, was besser ist. Man soll die Datenblätter beachten. Also habe ich für den I/O Art.158 und den Multisensor B-Serie Art. 273 nachgesehen. Aber dort steht auch nur, dass beide Betriebsarten gehen.

    Das Planungshandbuch gibt auch maximale Belastbarkeiten für den Busmaster pro Kanal an. Die unterscheiden sich aber auch nicht für die beiden Anschlussvarianten, zumindest nicht in der Anleitung des I/O und im Planungshandbuch, in der Anleitung für den Multisensor ist die maximale Belastbarkeit in der spannungsversorgten Variante größer.

    Ist es wirklich völlig egal, welche Anschlussvariante man wählt? Oder gibt es irgendwelche Gründe, die für die eine oder andere Variante sprechen? (Dass ich für VOC die 12 V brauche, ist klar.)

    Ich habe den Professional Busmaster und zahlreiche Sensoren inklusive VOCs geplant. Demnächst soll verdrahtet werden und ich muss nun entscheiden wie. Momentan denke ich daran, die Multisensoren und VOCs (12 V) spannungsversorgt zu verdrahten und die Temperaturfühler und I/O parasitär.

    Danke für die Unterstützung.
    Zuletzt geändert von Art Mooney; 30.05.2018, 08:31.
    Cheers
    Art Mooney

    #2
    Sofern es möglich ist immer versuchen inkl. der 5V zu verdrahten. Gehen tut auch das andere aber größere Kapazitäten, Reserven und Stabilität erreicht man eben über dezidierte Leitungen. Parasitär ist für mich nur die Alternative wo ggf eine eigene 1-wire Leitung fehlt und auf das gelb-weiße Adernpaar der KNX-Leitung zurückgegriffen werden muss.
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    Albert Einstein

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      #3
      Ok. Danke für die Antwort. Es wäre sicher gut, wenn es einen Hinweis im Planungshandbuch dazu gäbe. Da es für mich kein Problem ist, die 5 V mit zu verdrahten, mache ich es also so.
      Cheers
      Art Mooney

      Kommentar


        #4
        Hallo Mooney,

        ich gebe Dir recht, das gehört im Planungshandbuch genauer erwähnt. Ich schließe mit Görans Empfehlung an.

        Ein wenig zum Hintergrund:
        Der Grund für die gleiche Behandlung von drei-adriger Verdrahtung und zwei-adriger Verdrahtung ohne definitive Aussage war eine interne Uneinigkeit in dieser Frage im Unternehmen.

        Makki priorisierte die zwei-adrige Verdrahtung, weil die Kunden dann weniger Fehler machen können. Außerdem haben anfangs viele Kunden das weis/gelbe freie Adernpaar der KNX-Leitung mitbenutzt.

        Ich dagegen finde die dreiadrige Verdrahtung besser, weil die separate 5 V Versorgung das Rechnen mit "Lasteinheiten" einspart und immense Timing-Vorteile bei der Abfrage von Temperatursensoren ermöglicht in Verbindung mit hoher Auflösung.

        Die jeweiligen Argumente waren durchaus richtig, tatsächlich machten die Kunden anfangs bei dreiadriger Verdrahtung signifikant mehr Fehler als mit zwei Adern. Durch die mittlerweile wesentlich bessere Beschreibung und das nun existierende Planungshandbuch sind diese Probleme signifikant zurück gegangen. Es gibt damit keine Supportprobleme mehr.

        Was allerdings noch große Probleme bereitet sind die separate 12 V oder 24 V für die VOC-Sensoren. Nicht wenige unterschätzen die Zerstörungsgefahr der 12V/24V und verklemmen ohne vorher zu messen. Die Netzteile die für 12 / 24 V Versorgung verwendet werden haben eine Kurzschlussleistung von 30 bis 60 Watt. Das ist immens. Bauteile gehen da schon binnen einer Sekunde kaputt, wenn diese 12 / 24 V auf GND / 5 V oder DATA verbunden werden. Wir haben uns mittlerweile eine Schutzschaltung einfallen lassen, aber die ist von den Abmessungen her "monströs" (zumindest gegenüber der sonst von uns gewohnten platzsparenden Bauweise)

        Es hat den Anschein, als würden viele Kunden die 12 V als "harmlos" betrachten und passen beim Verklemmen nicht so auf. Leider reichen schon wenige Sekunden aus, die Kurzschlussleistung auf die Bauteile schädlich einwirken zu lassen.

        Wir werden in dieser Hinsicht die Anleitungen verbessern und mehr aufklären, ich hoffe das hilft dann.

        Fazit:
        • Der Unterschied in der Praxis zwischen zwei-adrig parasitär und dreiadrig mit 5V ist im allgemeinen gering, insbesondere wenn man den PBM benutzt, weil dessen Versorgungsleistung über die DATA-Leitung stärker ist, als beim alten Busmaster.
        • Es gibt die Theorie, dass ein zweiadriger Anschluss eine geringere Kapazität hat und durch die Verdrillung leichte Vorteile und damit größere Reichweiten möglich sind. Andererseits schaffen wir auch mit dreiadrig bis 400m. Ich wollte nur diese Meinung nicht unerwähnt lassen.
        • Mein Favorit ist der dreiadrige Anschluss, weil die Datenübertragung dann unbelastet ist von der Stromversorgung und mir dies besser erscheint. Zudem ist ein besseres Timing bei der Abfrage möglich.
        • In mittleren Anlagengrößen (40 bis 80 Sensoren auf zwei bis drei Bussen) ohne Anforderung an viele Abfragen in kurzer Zeit (also alle paar Sekunden) sind die Unterschiede aber nur gering zwischen den beiden Topologien.
        • Bei VOC wird eine eigene Ader für 12 / 24 V erforderlich. Hier gilt es höllisch auf die 12 V aufzupassen und diese nicht falsch zu klemmen!

        lg

        Stefan

        Stefan Werner, Geschäftsführer Elaborated Networks GmbH. Link zum Shop.
        Bitte keine PNs. Allg. Fragen ins Forum. Eilige od. wichtige an support ät wiregate.de
        Alle Informationen und Aussagen nach bestem Wissen und Gewissen. IMPRESSUM

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          #5
          Vielen Dank, Stefan! Ich werde sehr vorsichtig mit den 12 V sein. Für mich ist das Vorgehen nun klar, ich werde die 5 V nutzen und nicht parasitär anschließen. Wäre für andere wie gesagt gut, in die nächste Version des Planungshandbuchs einen Hinweis aufzunehmen.
          Cheers
          Art Mooney

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