Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Lebensdauer Homeserver

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Gaston
    antwortet
    Zitat von tstalzer Beitrag anzeigen
    Ich bin absolut kein Freund von MTBF et al wenn es um die Abschätzung der Betriebsfähigkeit eines Servers geht. Diese Werte sagen nur aus, dass etwas passieren kann. Es gibt somit auch eine Wahrscheinlichkeit, dass beim ersten Einschalten die Kiste abraucht
    Das Monte-Carlo Modell bezieht diese Möglichkeit mit ein ! Ausserdem glaube ich Dir deine eigene Aussage nicht : Wenn Du eine Komponente kaufts und du findest zwei gleichwertige (nach Funktionsumfang) und auf einer liest du MTBF 1000 Stunden (und geringfügig billiger), auf der anderen 100000 Stunden. Wirst Du dann trotzdem für erstere entscheiden weil sie ja auch beim Einschlaten schon abfackeln kann ? Ich glaub net

    und dann bringt eine Aussage wie "Das dürfte jetzt eigentlich nicht passieren, sagt die Statistik"
    Derjenige der diesen Satzt ablässt, hat keine Ahnung von Statistik

    Zitat von tstalzer Beitrag anzeigen
    Meine Strategie ist, dass man sich im Klaren darüber sein muß, was man unternehmen muß, wenn was passiert. Also Punkte wie
    Full ACK, aber es gibt schon einen Unterschied ob Du die Frucht dieser Strategie nur einmal alle 5-10 Jahre brauchst oder alle 6 Monate

    Gruss,
    Gaston

    Einen Kommentar schreiben:


  • Gaston
    antwortet
    Zitat von AScherff Beitrag anzeigen
    Doch, doch - es ging genau um diese laienhafte Darstellung...
    Ahso

    Der Threadersteller will ja "nur" wissen wie lange ein HS/FS "so laufen kann". Die Erfahrungswerte sind da wohl die praktikabelsten Antworten.
    Jedoch hast Du Fehlerursachen aufgezählt und nicht Erfahrungswerte
    Aber mit deinem Fazit bin ich ja eh einverstanden.

    P.S. ich, als alter Klugsch....: in der Technik (insbesondere Leiterplatten) gibt es sehr wohl was wie "thermischen Stress" Stichwort - "Highly Accelerated Life Test" wenn auch in extremer Form, um eben das "Altern" zu beschleunigen...
    Erstens ist das ein anderes Thema (HALT), und zweitens ging es um die Leiterbahnen in Chips nicht leiterplaten in deinem eigenen Satz Diese sind anderen physikalischen Gegebenheiten Unterworfen als Leiterplatten auch wenn das mit dem thermischen Stress eigentlich auch hier zutrifft.

    Da ich ja schon gesagt habe dass deine Darstellung den Kern der Sache schon sehr gut trifft spar ich mir die technischen Details hier. Ich wollte ja nur zeigen dass der Ansatz der gleiche ist .

    Gruss,
    Gaston

    Einen Kommentar schreiben:


  • tstalzer
    antwortet
    Hallo

    Ich bin absolut kein Freund von MTBF et al wenn es um die Abschätzung der Betriebsfähigkeit eines Servers geht. Diese Werte sagen nur aus, dass etwas passieren kann. Es gibt somit auch eine Wahrscheinlichkeit, dass beim ersten Einschalten die Kiste abraucht und dann bringt eine Aussage wie "Das dürfte jetzt eigentlich nicht passieren, sagt die Statistik"

    Meine Strategie ist, dass man sich im Klaren darüber sein muß, was man unternehmen muß, wenn was passiert. Also Punkte wie
    • Datensicherung (auch - wie sichere ich die Datensicherung !! - Wir kopieren unsere Sicherung z.B. auf eine Amazon S3 Platte)
    • Systemwiederherstellung (und da meine ich nicht nur OS, sondern was muß ich tun, damit meine Ersatzkiste wieder läuft)
    Dass der HS oder auch sonst jeder vernünftig aufgebaute Server ein paar Jahre lang laufen kann, ist klar.

    Das kritische ist - wie geht man im Fall der Fälle mit der Situation um.

    --Thomas

    Einen Kommentar schreiben:


  • AScherff
    antwortet
    Zitat von Gaston Beitrag anzeigen
    Anderer Ansatz ? Nicht wirklich
    Doch, doch - es ging genau um diese laienhafte Darstellung...

    Also nicht in MTBF noch in MTTF Gesprochen; auch nicht mit Wahrscheinlichkeitsrechnung....

    Der Threadersteller will ja "nur" wissen wie lange ein HS/FS "so laufen kann". Die Erfahrungswerte sind da wohl die praktikabelsten Antworten.

    Auch wenn es wie immer Ausnahmen von einer "Regel" gibt...


    P.S. ich, als alter Klugsch....: in der Technik (insbesondere Leiterplatten) gibt es sehr wohl was wie "thermischen Stress" Stichwort - "Highly Accelerated Life Test" wenn auch in extremer Form, um eben das "Altern" zu beschleunigen...

    Einen Kommentar schreiben:


  • Gaston
    antwortet
    Zitat von AScherff Beitrag anzeigen
    ich würde mal einen anderen Ansatz wagen:
    Anderer Ansatz ? Nicht wirklich

    Mechanischer und elektrischer "Verschleiss" als limitierender Faktor für die "Lebenserwartung".
    Oki, gibts ja nicht, also irrelevant

    "Elektrischer Verschleiss": Bauteile unterliegen thermischem Stress, wenn sie sich aufheizen, abkühlen, aufheizen, abkühlen...

    Dies führt u.U. zu Mikrorissen, die "Leiterbahnen" von Chips zerstören können. Da der HS 24/7 läuft, ist diese Chance jedoch relativ gering.
    Dies ist eine "Laiendarstellung" von Materialverschiebung. Also kein anderer Ansatz. "Laiendarstellung" will ich dabei nicht als negativ verstanden haben, es ist nur so dass sie technisch nicht ganz richtig (z.B. gibt es teschnisch gesehen keinen termischen Stress) ist, aber den Kern der Materialverschiebung für den Laien verständlich schon ganz gut trifft.

    Elkos, neigen zum "altern", wohlmöglich eine ernstere Ausfallquelle.
    Auch kein anderer Ansatz, aber etwas was ich vergessen hatte in meiner Aufführung. Richtig, Elkos altern durch austrocknen und zersetzung der isolationsschicht.

    Alles in allem (glaube ich) sehr günstige Bedingungen für eine sehr hohe "Lebenserwartung" des HS.
    (ich glaube) dem werde ich auch nicht widersprechen

    Gruss,
    Gaston

    Einen Kommentar schreiben:


  • MatthiasS
    antwortet
    Zitat von Dundi Beitrag anzeigen
    Matthias,

    ohne das "Ding" jetzt aufschrauben zu wollen, welche CMOS-Batterie ist
    denn im HS? Eine normale PC-Batterie ala CR2032 3V ?
    So ist es.

    Einen Kommentar schreiben:


  • MatthiasS
    antwortet
    Naja, ab und zu muss man das Projekt auch mal warten, oder? Oder hat mal einen Stromausfall. Oder -

    habe ich auch schon gelesen -
    die Putzfrau zieht den Stecker vom HS

    Einen Kommentar schreiben:


  • AScherff
    antwortet
    Zitat von MatthiasS Beitrag anzeigen
    ...ist die CMOS-Batterie. Wenn die alle ist, fährt die Kiste nicht mehr hoch..
    Wieso hochfahren??? Ich denke wir reden von 7/24 ?? Da fährt nix hoch

    Einen Kommentar schreiben:


  • Dundi
    antwortet
    Matthias,

    ohne das "Ding" jetzt aufschrauben zu wollen, welche CMOS-Batterie ist
    denn im HS? Eine normale PC-Batterie ala CR2032 3V ?

    Einen Kommentar schreiben:


  • Dundi
    antwortet
    Hinzufügen möchte ich noch, dass nicht jeder einen passenden Flashspeicher
    zu Hause auf Lager hat, bzw. einen Zweiten HS, der im Falle eines Falles für den "ersten HS" einspringen kann.

    Einen Kommentar schreiben:


  • MatthiasS
    antwortet
    Holzweg, teils ja, teils nein.

    Erstens, das Sichern des Remanentdaten ist natürlich sinnvoll. Allerdings genügt es nicht, den Flash auszuwechseln. Der ist namlich passend formatiert und partitioniert und enthalt natürlich den Programmteil, der es ermöglicht, Firmware und Projekt seriell überhaupt zu laden - einen Bootloader also.

    Mein Senf zur Lebensdauer:

    Das Teil mit der kürzesten MTBF imho ist die CMOS-Batterie. Wenn die alle ist, fahrt die Kiste nicht mehr hoch. Kann man zwar leicht und billig reparieren, aber ggf. sehr lastig, wenn man nicht vor Ort ist oder nicht die passende Batterie zur Hand hat.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Dundi
    antwortet
    Alfred, das ist auch eine erweiterte Sichtweise und glänzend in Worte gefasst.

    Was passiert denn nun, wenn der Flash in die Knie geht?

    Das bedeutet doch simpel ausgedrückt, das Teil ist "pfutsch". Der HS hat keine Daten mehr.

    Das heisst doch auch, dass man täglich die Remanentdaten auf einen Server auslagern sollte, um beim "Crash" wenigstens, nach Austausch des Flash-Speichers die Daten wieder von "vorgestern" hat.

    Oder befinde ich mich auf dem "Holzweg"?

    Einen Kommentar schreiben:


  • AScherff
    antwortet
    ich würde mal einen anderen Ansatz wagen:

    Mechanischer und elektrischer "Verschleiss" als limitierender Faktor für die "Lebenserwartung".

    Mechanischer Verschleiss, üblicherweise Harddisk, Lüfter. Im HS wurde auf ein HDD zugunsten eines Flash verzichtet. Lüfter ...

    "Elektrischer Verschleiss": Bauteile unterliegen thermischem Stress, wenn sie sich aufheizen, abkühlen, aufheizen, abkühlen...

    Dies führt u.U. zu Mikrorissen, die "Leiterbahnen" von Chips zerstören können. Da der HS 24/7 läuft, ist diese Chance jedoch relativ gering.

    Elkos, neigen zum "altern", wohlmöglich eine ernstere Ausfallquelle.

    Alles in allem (glaube ich) sehr günstige Bedingungen für eine sehr hohe "Lebenserwartung" des HS.


    Wie üblich kann man aber nicht mehr sagen, da keine weiteren Erfahrungswerte vorliegen (ist wohl der übliche Spruch). Erinnert mich an die Frage in den 80er Jahren, wie lange den CD's halten...

    Einen Kommentar schreiben:


  • Dundi
    antwortet
    Wow Gaston,

    danke für die super Erklärung.

    Da kann man ja beruhigt weiter den HS quälen.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Gaston
    antwortet
    Alle hier gemachten angaben geben Information über die Zuverlässigkeit des HS, nicht über dessen Lebenserwartung. Nich dass dies nicht interessant und wichtig wäre, aber eben nicht die Frage. Auch wenn die Anzahl der Posts natürlich statistisch gesehen irrelevant ist, zeigen sie doch dass das Gerät sehr zuverlässig ist.

    Nun zu eigentlichen Frage der Lebensdauer. Dies muss man, so leides mir tut , theoretisch angehen. Also für den dens interessiert:

    Was bestimmt die Lebensdauer:

    Die Lebensdauer eines jeden Geräts könnte eigentlich unendlich sein, aber bestimmte Faltoren vermiesen uns dies:
    • Strukturelle Anomalien beid er Fertigung (wenn auch in gewissen Toleranzen)
    • Störungen ausserhalb der betriebskriterien (überspannung, etc...)
    • Bei der heutigen integrationsdichte spielen noch weitere Faktoren eine Rolle:
      • Materialverschiebung
      • Kosmische Strahlung (Bei der Lebensdauer weniger als bei der Bereitschaftsberechnung, aber bei der HW des HS auch eher unbedeutend)
    Mit Hilfe dieser Faktoren und Tests kann man ein MTBF (Mean Time Between failute=Mittelere Zeit Zwischen Ausfällen) berechnen. Einfach gesehen wäre also die MTBF des HS die kleinste MTBF eines seiner Komponenten, das wiederum auf die MTBFs seiner Komponenten beruht.

    Dem ist aber nicht so. Würde jetzt wirklich zu weit führen das weiter zu vertiefen, aber nur soviel: Zum einen muss das MTBF nicht auf einem Totalausfall (sprich Lebensdauer) basieren, zum weiteren müsste man mit hilfe der MTBF und anderen Daten eine Fehlerpfadanlyse (mit einem Monte-Carlo Modell) erstellen um annehmbare Werte zu erhalten.

    Da dies sehr aufwendig ist, und ich selbes schon seit ein paar Jährchen nich tmehr gemacht habe, kann ich dies also nich tanbieten.

    Oft wird in solchen Geräten mit Flash (wie oben geschehen) einfach der Flash als berechnungsbasis genommen. Was natürlich zu falschen Ergebnissen führt da ja noch andere Komponenten im Geräzt sind. Dabei wird aber auch von falschen Annahmen ausgegangen, nähmlich sagen wir z.B. 100000 Schreibzyklen. Erster Fehler: Dies bezieht den Verschleiss nicht mit ein, so ist ein Unterschie zwischen 100000 Schreibzyklen in einem oder 10 Jahren. Für ne mittelere-maximal Lebensdauer wärs natürlich brauchbar, auch wenn das eigentlich kein Brauchbarer wert ist. Aber man mag es interessant zu wissen finden.

    Berechnen wir auf der Grundlage wie der HS funktioniert die Lebensdauer auf 100000 Schreibzyklen so käme man auf 11.4 bis 22.8 Jahre auf das Flash bezogen. Ich könnte die Zahl jetzt genauer berechnen, aber die Schreibzyklenangabe bei den Herstellern (und hier liegt eine andere Fehlerquelle) ist i.d.R. auf einen Block und nicht auf den gesammten Speicher bezogen. Somit reduziert sich die mittelere Lebensdauer des Flashs auf 11.4 Jahre.

    Als wäre das nich kompliziert genug gibt es noch andere Faktoren mit denen die Lebensdauer erhöht werden kann, wie z.B. "Bad Block Replacement" BBR oder "Wear leveling" was die Schreibzyklen besser verteilt. Auch gibt es faktoren wie "Speicher-erhaltungs-Zeit" die angibt wie lange gespeicherte Informationen gepeichert werden können. Es macht also einen Unterschied (für die Zuverlässigkeit, nicht lbensdauer) ob ich mein projekt r3egelmässig pflege und wieder uploade, oder den HS einmal programmiert immer so belasse.

    Wie gesagt dies ist eine Erklärung der Theorie, in der Praxis hängt es ja dann von den wirklich verwendeten Flashbausteinen und deren Spzifikationen ab, und diese mögen zwischen unterschiedlichen HS ja auch unterschiedlich sein.

    Da jeder seinen HS öfnnen kann verrate ich kein Geheimnis wenn ich sage dass die hier angegebenen Zahlen bei weitem unter den Werten des im HS liegen. Im HS2 (mag natürlich zwischen Serien etwas ändern) wir durch WL & BBR die Lebenszeit mit 1.000.000 Schreibzyklen angegeben (sprich 114 Jahre in unserer Berechnung) und eine "Speicher-Erhaltungszeit" von 10 Jahren. In anderen Worten ist der Flashspeicher statitisch gesehen eher kein lebensbegrenzende Teil

    Gruss,
    Gaston

    Einen Kommentar schreiben:

Lädt...
X