Wenn dein Hauptziel ist, das Smarthome vorzubereiten, dsnn ist vielleicht KNX auch das falsche System. In deinem Fall würde ich versuchen, eine LCN Installation vorzubereiten. Hier reicht neben dem ordentlich großen Schaltschrank eigentlich durchgängig 5 adrig zu verlegen und alle Dosen als tiefe Dosen, besser noch als Elektronik-Dose anzulegen. Dann kannst du absolut granular Stück für Stück normale Schalter gegen UP-LCN Module austauschen und in 200€ Schritten deine Elektrik erweitern. Insgesamt wird es natürlich teurer, aber wesentlich leichter „streckbar“.
Gruß Florian
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Naja, um dir etwas Mut zu machen, und dich nicht ganz einfach von deinem Vorhaben abzuschrecken:
Ja, die o.g. Bedingungen sind sicherlich nicht ideal, andererseits ist KNX (bzw. andere Bus-Systeme) auch kein Hexenwerk. Als Informatiker und handwerklich nicht ungeschickt (wie du dich selbst beschrieben hast), kannst du da vermutlich wesentlich schneller Anschluss finden, als viele andere.
Je nachdem wie sehr es tatsächlich brennt, hilft vielleicht ein "Kompromiss", nämlich mit überschaubaren Kosten/Material alle Vorbereitungen zu treffen, um nachher das Haus in ein "Smart Home" ausbauen zu können.
Einige Dinge, die man i.d.R. mit überschaubaren Kosten/Material, umsetzen könnte/sollte.- Lichtkreise unabhängig von Schaltern / Steckdosen ausführen, d.h. jeweils separate Kabel zur Verteilung ziehen.
- (Wichtige) Steckdosen einzeln anfahren bzw. mehrere schaltbare/messbare Leitungen pro Raum vorsehen. Zumindest für Verbraucher wie Ofen, Herd, TV, usw. ist es hilfreich, wenn man diese einzeln anfährt, sodass man später über eine Strommessung Logiken umsetzen kann.
- Grundsätzlich gilt für viele Aspekte (Multimedia, Strom, Rolladen, etc.): Sternverkabelung in einen zentralen Technikraum ist vorteilhaft
- Möglichst viele (oder alle) Leitungen in Leerrohren führen, sodass sie ersetzbar sind. Bei einer guten Planung gehen da die Meinungen auseinander, ob sinnvoll/notwendig, bei keiner oder einer sehr späten Planung führt meiner Meinung nach kein Weg dran vorbei. Lieber jetzt 1000 EUR in Leerrohre investiert, als später verputze Wände schlitzen zu müssen.
- UP-Dosen an "möglichst vielen" Stellen, insbesondere dort wo man Taster und Sensorik installieren könnte/möchte. Selbst, wenn es aktuell nicht verwendet/verdrahtet wird, ist es nachher ggf. hilfreich. Je nach Grad der Eigenleistungen, usw. kostet eine zusätzliche Dose nur wenige Euro (+ Zeit).
- Schaltschrank massiv (!) überdimensionieren, um später Platz für Aktorik/Sensorik zu haben
- Leitungen mit Installationsklemmen im Schaltschrank aufklemmen
- Je nach Geometrie und Beschaffenheit des Hauses: Ein Steigschacht (z.B. vom Keller ins Dachgeschoss) bietet die Möglichkeit auch im Nachgang mit vertretbarem Aufwand Leitungen einzuziehen
Ja, günstiger wird es dadurch sicherlich nicht. Andererseits dürfte das immer noch "besser" sein als eine traditionelle Elektro-Installation, welche dann direkt in die Kategorie "Altbau" fällt, da man zumindest die Möglichkeit hat "auszubauen." Außerdem kann man die Ausgaben zeitlich strecken, und wer weiß, ob es in ein paar Jahren nicht günstigere/bessere/andere Produkte gibt. Dank KNX sollte das ja kompatibel sein/bleiben. Und wenn man die Busleitung in Leerrohren ausführt, dann ist man nicht mal notwendigerweise auf KNX festgelegt ...Zitat von gbglace Beitrag anzeigenEine Verdrahtung erst KlickKlack und KNX on-Top ist einfach nur Geld für die Tonne und niemals ein günstigeres vorgehen.
Aber egal wie man es macht für unter 5k wird es nicht gehen. Alles andere sind hochgradig unseriöse Vorschläge.
Ansonsten kann ich noch das Buch "Heimautomation mit KNX, DALI, 1-Wire und Co." von Stefan Heinle empfehlen, sowie den Video-Kurs Smart Home Planung mit Homematic IP Wired – Schritt für Schritt, wobei das alles natürlich nur Einstiegspunkte für eine Planung und Konzeption sind und du die Zeit dafür ggf. nicht mehr hast.
Grundsätzlich aber ist deine Anfrage halt leider zu unspezifisch, um dir da jetzt ganz konkret weiterhelfen zu können bzw. dir belastbare Zahlen zu liefern. Vor Elektrikern, die noch keine bzw. kaum Erfahrung mit Bustechnik und KNX haben, würde ich Abstand nehmen (sofern möglich, scheint bei dir nicht der Fall zu sein). Da gibt es immer wieder "interessante" Geschichten hier im Forum von Elektrikern, die sich übernehmen, und schlussendlich dann das Vorhaben doch nicht (oder nur mit viel Frust) umsetzen können. Da ist dann von blödsinniger Konzeption, über falsche Verkabelung oder mangelnde Kenntnisse bei der Parametrierung/Programmierung eigentlich alles dabei. Das Geld solltest du dir dann sparen, die Fehler selbst machen und musst dich abschließend nur über dich selbst ärgern ;-). Im Zweifel lernst du dabei sogar eine Menge, und machst es beim nächsten Mal besser ;-).Zuletzt geändert von kbabioch; 21.07.2020, 15:45.
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Bei den genannten Randbedingungen finde ich f@h schon wesentlich geeigneter als KNX.
Begründung:- f@h hat diverse Bedienteile mit eingebautem Aktor, so daß man dezentral auf einer "normalen" Installation aufsetzen kann. Also auch schrittweise erweitern kann. Kommunikation per Buskabel oder per Funk, auch gemischt.
- Neben den Komponenten ist auch die Bedienzentrale bei f@h kostengünstig und kann schon ganz viel, was bei KNX über Visuserver gelöst werden müsste.
- Und vor allem ist f@h auch für Elektriker ohne viel Erfahrung überschaubar.
KNX hat seinen Platz, aber hier sehe ich einen Fall für f@h.Zuletzt geändert von Gast1961; 20.07.2020, 15:15.
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Das ist aber für den TE auch kein sinnvolles Szenario, da der Elektriker auch von F@H keine richtige Ahnung hat und dazu erstmal eine Ausarbeitung machen müsste, was ja auch schon sinnloser Aufwand ist.Zitat von tobiasr Beitrag anzeigenEs geht ausschließlich darum in einer durch den Elektriker auf "free@home" oder sonstwas vorbereiteten Verteilung (die also x-mal größer als ein normaler Verteiler ist; und schon das x-fache kostet) den Unterschied zwischen doch erstmal mit normalen Schaltern und sofort mit KNX zu betrachten.
Und er konnte das gut antizipieren weil er wahrscheinlich in KNX mehr als drei Buchstaben im Alphabet erkennt, auf deren Basis sich obszöner Umsatz generieren lässt. Aber auch das liegt beim TE nicht vor. Und er selbst wird nicht in der Lage sein in 2 Tagen / 2 Wochen einen ordentlichen was taugenden Steckdosen- / Schalterplan zu generieren, weil einfach viel zu wenig Wissen vorherrscht und er wohl aktuell keinen entsprechend befähigten persönlichen Ansprechpartner in der Nähe im Zugriff hat.Zitat von tobiasr Beitrag anzeigenDer Elektriker hat sich über den Mehraufwand (den er natürlich entsprechend berechnet hat) gefreut und ebenso sehr positiv dazu geäußert, dass endlich mal wieder jemand Elektrik mit Zukunft bestellt.
Ich bevorzuge da eher realistische Einordnungen des Wunsches KNX.
Aus meiner Erfahrung so ziemlich alles im Forum zu lesen, stimme ich dem voll zu.Zitat von TobiasJ Beitrag anzeigenDie meisten User die hier im Forum "mal kurz" machen, haben sehr schnell aufgehört zu posten - was das bedeuten soll kann sich jeder selbst denken.
Barschti
Wenn es mit dem Budget wirklich knapp ist aber KNX nicht wirklich gestrichen werden soll, dann mach es wie in jeder Planung.
Raumbuch erstellen mit allen erdenklichen Funktionen die mal in Frage kommen könnten. Allein daraus entsteht eine sinnvolle Abschätzung der benötigten CU-Mengen und Sorten. Den Verteiler von der Größe auch direkt so dimensionieren. Danach je Funktion priorisieren (Sofort / Ausbaustufe 1 / Ausbaustufe 2 nice to have).
Damit kann man dann den Minimalbedarf an Aktorik sehr gut festlegen.
Nimmt man dann noch die Ideen das finalen Bedienkonzeptes hinzu, kann man überlegen mit welcher Sensorik kann man ohne es später für den Abfall gekauft zu haben, starten. Und ja es müssen nicht immer bei kleinem Funktionsumfang MDT-Glastaster sein.
Eine Verdrahtung erst KlickKlack und KNX on-Top ist einfach nur Geld für die Tonne und niemals ein günstigeres vorgehen.
Aber egal wie man es macht für unter 5k wird es nicht gehen. Alles andere sind hochgradig unseriöse Vorschläge.
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Hallo Barschti,
vielleicht hilft dir unsere Herangehensweise:
Eigentlich wollten wir kein Bus-System (Was ist wenn es ausfällt, spinnt, oder, oder .....)
Aber nachdem wir in Küche-Esszimmer 5 Fenster und eine Terrassentür mit Rollos haben und die nicht mit der Hand auf und zu kurbeln wollten haben wir uns doch dafür entschlossen. Auch im hinblick auf eine Schalterbatterie von 6 St.übereinander.
Wir haben uns alle Bus-System angesehen und sind zu der Erkenntniss gekommen: Wenn, dann kommt nur KNX für uns in Betracht.
Wenn das ganze nicht zu ausgefallen werden soll in der Endausbaustufe, könnte die Vorbereitung ja ungefähr so aussehen:
1. In jedem Raum eine Leerdose mit KNX-Kabel durchgeschliffen über dem Lichtschalter. (Können ja vorerst verputzt werden)
2. In jedem Raum Präsenzmelder in der Decke vorsehen. (KNX-Kabel durchgeschliffen)
3. Vom Lichtschalter und den Steckdosen jeweils ein 5x1,5mm² in den Verteilerkasten. (Dann kann auch bei einer klassischen Verdrahtung der Dimmer in die Verteilung.
4. Ein KNX-Kabel und 230V Kabel in den Heizungsverteiler
5. KNX-Kabel noch dahin wo man es vielleicht noch mal brauchen kann ( Heizung, Lüftung, Zählerschrank, Garage, Wetterstation, Gartenhaus usw.)
6. Wenn schon Handkurbeln an den Fenstern, würde ich wenigstens die Verkabelung schon mal vorsehen. Mit den Fensterkontakten.
Die Verteilung natürlich ausreichend Groß dimensionieren und alles auf Klemmen auflegen.
Dann müsstest du das meiste nachrüsten können.
Vielleicht hilft dir das bei deiner Entscheidung.
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Zitat von neophilipp Beitrag anzeigenKnx ohne Sensoren, die Du zumindest vorsehen musst, bringt Dir NULL. Und knx mit Sensoren ohne Aktoren wie z.B. Jalousien bringt Dir halt auch nicht viel.
Eines bedingt das andere, das lerne ich jetzt seit 1,5 Jahren und wir fangen in 3 Monaten mit bauen an. In der Zeit hab ich mich Thema für Thema weitergehangelt und alles auf einem Testbrett umgesetzt, ohne die Lernkurve würde ICH nie auf knx setzen bzw. damit planen.
Da kann ich nur absolut zustimmen. Wir sind gerade mitten im Bau, der Elektriker fängt die nächsten Tage mit dem Verkabeln an.
Vorgeschichte? Ich lese seit ein paar Jahren immer mal wieder hier mit und habe mir viele Gedanken gemacht. Mir war aber auch, gerade nach vielen Stories die man hier lesen kann klar, dass das ganze mega komplex wird. Wenn man nicht richtig richtig viel Zeit einsetzen will (und kann), hol dir nen SI. Ich habe dann (hier über das Forum) einen SI gefunden mit dem ich sehr glücklich bin und ohne diesen wäre es sch**** geworden.
Trotzdem haben meine Frau und ich zahllose Stunden in Planung (Steckdosen, Schaltbar ja/nein, Szenarien, etc etc) gesteckt. Das es jetzt (hoffentlich) richtig gut wird ist über ein halbes Jahr (mal mehr mal weniger intensive) Planung, inkl. Verteilerplanung von Voltus etc etc..
Ich bezweifele, dass dies "mal kurz" geht. Die meisten User die hier im Forum "mal kurz" machen, haben sehr schnell aufgehört zu posten - was das bedeuten soll kann sich jeder selbst denken.
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Knx ohne Sensoren, die Du zumindest vorsehen musst, bringt Dir NULL. Und knx mit Sensoren ohne Aktoren wie z.B. Jalousien bringt Dir halt auch nicht viel.
Eines bedingt das andere, das lerne ich jetzt seit 1,5 Jahren und wir fangen in 3 Monaten mit bauen an. In der Zeit hab ich mich Thema für Thema weitergehangelt und alles auf einem Testbrett umgesetzt, ohne die Lernkurve würde ICH nie auf knx setzen bzw. damit planen.
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Also ich baue in der Nähe von Waldenburg in Sachsen. Das eine komplette Haussteuerung so einiges kostet ist mir klar. Da wir ziemlich auf's Budget achten müssen war das deswegen auch nie so wirklich auf der Agenda. Wir haben zb. auch momentan aus Kostengründen nur Rollos mit Handkurbel. Die würden in der Smart-Home-Planung momentan also komplett rausfliegen. Heizen tun wir mit einer Luft-Wasser- Wärmepumpe iTec Total 5. Da wäre es schön, wenn man diese "einbinden" könnte. Wenn nicht, aber auch nicht so schlimm. Die sind soweit ich weiß programmierbar und allzu oft ändert man da ja eh nix dran.
Das ganze wäre denke ich auch mal eher ein langfristiges Hobby. Ich habe ein PiHole bei mir im Netzwerk, ich habe Kodi auch auf einem Pi laufen, einen kleinen Server für Datensicherungen und einem Stream für Außenkameras, etc. In die Programmierung der einzelnen Systeme reindenken schaffe ich, glaube ich.
Momentan ist das Geld halt nicht da. Meine Idee war daher wenigstens die Kabelverlegung so zu machen, dass wenn ich mal ausbauen möchte, nicht die Wände aufmachen komplett muss. Ich dachte ich bestelle da ein paar hundert Meter Busleitung und lasse sie überall dazulegen. Wenn es dann soweit ich klemme ich sie an und los geht's. Dass das anscheinend trotzdem ziemlich teurer, wird war mir so nicht bewusst.
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Nochmal zur Verdeutlichen der oben stehenden "Rechnung": Es geht ausschließlich darum in einer durch den Elektriker auf "free@home" oder sonstwas vorbereiteten Verteilung (die also x-mal größer als ein normaler Verteiler ist; und schon das x-fache kostet) den Unterschied zwischen doch erstmal mit normalen Schaltern und sofort mit KNX zu betrachten.
Das der gesamte Mehraufwand für eine KNX (ready) Installation deutlich höher und auch teurer ist, sollte klar sein.
@gbglace: Es wäre Nett, du würdest beim nächsten mal vollständig lesen, bevor du hier alles als Quatsch titulierst.
Eine moderne Heizung läuft mit (geringen) Komforteinbußen auch vorerst anhand der idr. vom Heizungsbauer zwangs mitverkauften Außentemperatur o.ä. Steuerung. Oder anhand EINES Raumreglers, Oder der Neubau wird bezugsfertig, wenn die Heizung erstmal für etliche Monate garnicht benötigt wird. Dann kann man das Thema Heizungs mindestens verschieben.
Rollläden kann man größtenteils anhand berechneter Werte (wie es z.B. die MDT Aktoren tun) verfahren. Ob man die Automatik aktivieren möchte, entscheidet man z.B. (vorerst) anhand Online Daten vom Wetterdienst. Windwächter benötige ich dafür auch keinen. Außer vielleicht bei Jalousien. Das Risiko hätte ich aber auch bei einer "konventionellen" Handsteuerung.
Zum Thema: hässlische Schalterbatterie: Die habe ich einerseits zu keinem Zeitpunkt vorgeschlagen, andererseits wäre das Geschmackssache.
Zur Türklingel: auch da kann man ein paar Kabel legen und vorerst einen simplen Taster und Gong (wie konventionell üblich) installieren.
Die Frage war eindeutig: Vorrüsten für KNX und günstig bleiben. Das geht, indem man Luxus weglässt: Wetterstation, Designschalter, ggf. Schalter für Rollläden, AUSWERTUNG von Fensterkontakten, etc.
Das man das dann später nachrüsten kann, muss man natürlich jetzt vorbereiten.
Bzgl. viel zu spät:
Ich kann euch von einem guten Freund berichten, der zwei Tage bevor der Elektriker im Mehrfamilienhaus in seiner Wohnung angefangen hat, den Wunsch zu KNX geäußert hat. Er hat selber gleichzeitig einen Steckdosen und Schalterplan an den Elektriker übergeben.
Mehraufwand für den Elektriker im Rohbau ca. 4 Arbeitstage / 8 Mann-Tage. Etwas mehr Dosen, deutlich mehr Kabel; dafür teils Andere oder an andere Stellen.
Der Elektriker hat sich über den Mehraufwand (den er natürlich entsprechend berechnet hat) gefreut und ebenso sehr positiv dazu geäußert, dass endlich mal wieder jemand Elektrik mit Zukunft bestellt.
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Das ist der Preis den er beim rausnehmen des Gewerkes gutgeschrieben bekommt, aber niemals der Preis den er an den Elektriker bezahlen wird müssen.Zitat von tobiasr Beitrag anzeigen- 15 konventionelle Lichtschalter mit Rahmen und Wippe: 15x 6,50€ - ca 100€
Das ist doch auch quatsch, da er dann den gesamten Schrank komplett in die Tonne haut wenn es mal wirklich zu mehr KNX kommen wird.Zitat von tobiasr Beitrag anzeigen- zusätzliches NYM Kabel Schalter->Verteiler, Reihenklemme -> 15x 10m 5-adrig (oder 3-adrig in speziellen Farben, da das aber selten ist, ist das auch nicht günstiger): 6€ + 3€ Klemmen + x% größerer Schrank - ca 150€
Besser ist einen einfachen non-KNX-Zählerschrank von der Stange gemäß TAB und Bauvorhaben installieren und daneben einfach einen großen Feldverteiler. wenn der nicht komplett mit Geräten usw. bestückt ist gibt es den auch zu vernünftigen preisen, aber natürlich nicht für 150€
Da hier niemand weis wo der TE baut und welche Stundenpreise der Haushersteller da aus seinem Sonderwünschekatalog abrechnet, ist diese Rechnung reines Wunschdenken.Zitat von tobiasr Beitrag anzeigen- Mehraufwand Leitungslegen - ca. 1h/Kabel - ca. 15x 50€ = 750€
- Auflegen der Leitungen im Schaltschrank und Übergangsverdrahtung: ca. 20 Minuten/Kabel - 250€
Der rest wird nicht besser.
Lieber TE verabschiede Dich von dem gedanken das Du KNX für Kostenneutral oder einstelligem TEUR Aufpreis bei denem Fertighausanbieter erledigt bekommen wirst.
Das kann man schaffen wenn man
a) Den Wunsch nach Smart-home deutlich VOR dem Hausbau generiert
b) eine Ahnung davon hat wie KNX funktioniert
c) viel Zeit hat sich in ETS einzudenken und für HW-Auswahl zur Verfügung hat
Wenn die Baustelle schon läuft und Du selbst + der beteiligte Elektriker offensichtlich so keine AHnung von KNX haben kannst nur noch via Geldbeutel gegensteuern. Denn irgendwie habe ich nicht die Vermutung das alle SI in Deiner Nähe so richtig von langeweile geprägt sind um Dir jetzt aus der verfahrenren Situation zu helfen um noch ein Budgetoptimierten Einstig in KNX zu planen.
Die aufgemachte Rechnung oben ist mehr als unseriös und würde bei Umsetzung definitv im Chaos enden. Gehe einfach davon aus das bei gemsaten hausbauprojekt noch genügend passieren wird, was Deine Zeit und Nerven beanspruchen wird. sich dann so aus dem Nichts herraus auch noch KNX und anliegende gewerke zu beschäftigen macht doch keinen Sinn.
Denn wie schaut es denn aus mit den Fensterkontakten die du mal eben als so selbstverständlich einfach mal bis in Verteiler verdrahten willst, sind überhaupt elekrische Rollo / Jalousien vorhanden? Was steht denn als Hausklingel im Angebot, wie wird den geheizt? Will man die Heizi ERR oder macht man es auch gleich im KNX, da gibt es auch Verrechnungspotential. Will man wirklich überall so Simple KlickKlack-Tasterbatterien für Licht und Rollo und davon abgesetzt noch so häßliche Drehregler für die Heizung mit inkompatibler Verdrahtung? Wie sollen denn die Rollos / Jalousien ohne Wettersttation laufen, die hast auch nicht in Deiner Rechnung drinnen, ist das Haus mit elektrischen Jalousien, dann müsste da ja ein Windwächter im Angebot sein der auch wieder verrechenbar wäre, geht das aber noch bei schon unterschriebenen Fertighausvertrag, bzw. schon in Bau befindlichem Objekt?
Der TE ist hier sicher mindestens nen Jahr zu spät dran mit dem Gedanken ich will nen Smarthome. Wer auch immer Ihn beraten hat, hat Ihm Müll erklärt, er möge mal warten bis der Elektriker auf der Baustelle erscheint, dann kann man das mit dem absprechen.
In meinen Augen völlige Fehlplanung das Ganze.
Also maximales Tempo und einen SI ins Boot geholt. Und ansonsten den Smarthome Gedanken aus dem Kopf streichen und einen billigen Altbau bauen und den dann mit den üblichen DECT / WLAN / Zigbee / Alexa Nachrüstgebastel ausstatten.
Barschti
Sorry für die Ernüchterung aber Dein Plan hat echt derzeit zu viele Lücken als das es ein Plan sein könnte.
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Ich empfehle inzwischen Demo ETS und Demo Inside zu testen.Zitat von tobiasr Beitrag anzeigenWobei ich jedem empfehlen kann, sich erstmal mit der Demo auseinanderzusetzen. Vielleicht auch schon bevor der Gedanke kommt "ich parametrisiere selber".
Gruß
Florian
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Hallo,
jemand der KNX programmiert, ist auch in der Lage KNX Taster - und nur davon sprach ich - selber einzubauen. Das ist meiner Meinung nach auch der einzige Punkt, den man sinnvoll selber erledigen kann, da auch noch ganz am Ende und keine anderen Gewerke von einem zeitlich abhängig sind.
Dass die ETS Lite schon für 80€ zu haben ist, hatte ich nicht auf dem Schirm. Da muss ich dir ganz recht geben, dafür lohnt sich die Demo mit 5 Geräten echt nicht.
Wobei ich jedem empfehlen kann, sich erstmal mit der Demo auseinanderzusetzen. Vielleicht auch schon bevor der Gedanke kommt "ich parametrisiere selber".
Welche Geräte muss er denn in dem Szenario "knx lite" tauschen lassen? Ein/der große Kostentreiber im KNX sind die teilweise sehr aufwändigen Schalter und Präsenzmelder sowie der "Wahn" alles muss geschaltet werden. Wenn ich das konsequent (vorerst) weglasse, kann ich einiges an Geld sparen. Und die Sicherheitskleinspannung gefahrlos später selber nachrüsten. Ebenso wie vielleicht viel später mal einen weiteren Schaltaktor o.ä.
Zum Thema Rollladen nur per Visualisierung/Zeitsteuerung: Läuft bei meinen Eltern jetzt seit 9 Jahren so. Bisher hat keiner einen Schalter vermisst.
Zum Thema gebrauchtes Netzteil: Ich habe interessehalber mal zwei Netzteile zerlegt. Sowohl ein "altes" als auch ein "modernes". Ich war von der Qualität der Verarbeitung und Bauteilauswahl in dem alten Netzteil sehr beeindruckt. Die neuen sind meistens eher 0815. Ich vertraue also eher den alten Netzteilen.
Was ich allerdings außer Acht gelassen habe: Wenn es wirklich kaputt geht muss er einen Elektriker zum Tauschen bestellen. Und der frisst die Ersparnis natürlich auf.
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tobiasr Vieles sehe ich komplett anders als du - ausgehend von der Annahme, dass Bastian kein Elektriker ist und zum Tauschen von Geräten jemand kommen lassen muss.
In einem vom Bauunternehmer gebauten Neubau sehe ich erhebliche Schwierigkeiten, sinnvoll diverse Punkte in Eigenleistung z machen.
SchwierigZitat von tobiasr Beitrag anzeigenRollläden ausschließlich über Eigenbau/Für ein Testbrett ok, aber bitte nicht in einem Neubau so anfangen.Zitat von tobiasr Beitrag anzeigenKNX Spannungsversorgungen gibt es auch schonmal für kleines Geld gebraucht.
Da muss man aber schon sehr schmerzfrei sein, lieber keine alten gebrauchten Geräte verwenden und dann eine ETS Inside verwenden. ETS Light (ca. 80€) selber erarbeiten und dann mit 2-3 Projekten zu arbeiten wäre schon eher eine Lösung, wenn diese 80€ gespart werden sollen, dann würde ich ohne KNX bauen.Zitat von tobiasr Beitrag anzeigenWenn du etwas Schmerzfrei bist, kannst du eine 0815 Installation auch mit 2-4 ETS Demo Projekten mit je 5 Geräten programmieren
Gruß
Florian
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Hallo,
erstmal vielen Dank für die so ausführliche Rückmeldung! Da haben sich einige Fragen schon geklärt.
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Eine KNX Ready Installation kostet fast immer deutlich mehr als notwendig.
- weil du doppelte/andere Leitungsführung brauchst (NYM für 230V der Lichtschalter nochmal vom Schalter zurück in den Verteiler; oder eine Klemmdose in Schalternähe, um die Leitung später durchzuverbinden und NICHT den KNX Teil in der selben Dose zu haben.
- der Schaltschrank anders geplant werden muss: mehr NYM Leitungen der Lichtschalter/Rolloschalter und deren Reihenklemmen
- der Schrank und die ganze Wohnung zu einem späteren Zeitpunkt aufwändig und während du dort schon wohnst umgebaut werden muss
- Du einige/alle konventionellen Lichtschalter später nicht mehr benötigst. Die kosten auch Geld
Wenn du Anfangs Budget sparen willst:
- Rollläden ausschließlich über Eigenbau/Opensource Visualisierung/Zeitsteuerung.
- Günstige Rollladenmotoren -.gibt es ab 30€, die Fensterbauer verbauen idr. eher Motoren für 130€
- Einen 20-fach Schaltaktor. Keine (oder maximal die 5 mehr als Lampen) schaltbaren Steckdosen.
- An den Schaltstellen - erstmal nur 1 je Raum. Dort eine günstige/gebrauchte/kleine Tasterschnittstelle mit maximal einem Serientaster/Multitaster davor. Oder gebraucht alte KNX Schalter
- Keine Präsenzmelder (Kabel also durchaus vorrüsten, aber den teuren Melder erstmal weglassen)
- Fensterkontakte in Verteiler (oder in einer Schalterdose in der Nähe) enden lassen und die KNX Binäreingänge erstmal weglassen
- KNX Spannungsversorgungen gibt es auch schonmal für kleines Geld gebraucht. Für den Anfang reichen auch 160mA bzw. die geläufigere Version mit 320mA. Auch super Kompakt muss sie nicht sein, denn es fehlen ja noch andere Aktoren im Schaltschrank. Eine ggf. größere mit Diagnose, etc. kann man später nachrüsten
- Direkt eine IP Schnittstelle, die sind teilweise nicht mehr wesentlich teurer als eine USB Schnittstelle, aber man muss später nicht wechseln.
Die Verkabelung von free@home und KNX ist gleich. Denn free@home ist auch KNX. Nur in einem speziellen Modus, indem die Geräte nicht mit Fremdherstellern sprechen und nicht über die ETS programmiert werden.
Ich würde auch nicht an die Sache ran gehen: Der Elektriker hat "augenscheinlich" keine Ahnung. Sondern: Er kenn die große Produktvielfalt von KNX Geräten und die Anwendung der ETS nicht. Das sind die beiden Teile die du sowieso selber machen möchtest.
Was du aber nicht vernachlässigen darfst: Die zentrale Leitungsführung in den Schaltschrank von jeder Lampe und jedem Rollladen und von ggf. mehr Steckdosen (diese auch 5-adrig) ist einerseits ein enormer Kabelverbrauch und benötigt andererseits die bezahlte Zeit des Elektrikers.
Sehr grobe Kostenübersicht KNX ready vs. sofort (günstiges) KNX - nur für Lampen
- 15 konventionelle Lichtschalter mit Rahmen und Wippe: 15x 6,50€ - ca 100€
- zusätzliches NYM Kabel Schalter->Verteiler, Reihenklemme -> 15x 10m 5-adrig (oder 3-adrig in speziellen Farben, da das aber selten ist, ist das auch nicht günstiger): 6€ + 3€ Klemmen + x% größerer Schrank - ca 150€
- Mehraufwand Leitungslegen - ca. 1h/Kabel - ca. 15x 50€ = 750€
- Auflegen der Leitungen im Schaltschrank und Übergangsverdrahtung: ca. 20 Minuten/Kabel - 250€
Summe KNX ready: 1250€
- 15x Taster wie oben: 100€
- 9x Tasterschnittstelle 2-fach (mit geschickter Kombination von ggü. liegenden Tastern und ggf. teilweise - übergangsweiser verwendung des weiß/gelben-Paares für einen anderen Taster) - 9x 29€ = 261€ -> Anschluss und Programmierung erledigst du selber
- 20-fach Schaltaktor: 350€ + ca. 2h Verdrahtung im Schaltschrank - 100€
- KNX Netzteil (gebraucht): 30€
- KNX IP Schnittstelle: 125€
Summe sofort spar KNX: 966€
Differenz zu gunsten von KNX: 284€
Natürlich unter der Prämisse, dass du in beiden Fällen den Mehraufwand ggü. konventioneller Elektrik treibst.
Für Rollläden könnte grob die selbe Rechnung gelten. Wäre KNX also etwa 550€ günstiger.
Wenn du etwas Schmerzfrei bist, kannst du eine 0815 Installation auch mit 2-4 ETS Demo Projekten mit je 5 Geräten programmieren und kannst bis zum Vollausbau den ETS Kauf hinauszögern.
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