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Egal, Hauptsache du hast dort Platz, um all die freundlichen Helfer zum Usertreffen einzuladenZitat von RalfR Beitrag anzeigenRobby: Ich lebe gar nicht am Phoenixsee, da ist lediglich meine Büroadresse.
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Robby: Ich lebe gar nicht am Phoenixsee, da ist lediglich meine Büroadresse.Zitat von Robby Beitrag anzeigen
Ich finde es schon klasse wenn sich jemand im Eigenstudium KNX beibringt und für sich persönlich auch noch eine KNX Prüfung ablegt.
Aus Ralf´s Chronik geht auch schon hervor das er schon viel im Leben erreicht hat. Phoenixsee kann sich auch nicht jeder leisten.
Aus dieser Ecke kommt bestimmt auch die neue Kundschaft.
Und: Ich verdiene mit KNX Integration auch kein Geld, habe also keine Kunden; das Geschäft wäre mir wahrscheinlich zu anstrengend. :-)
Ich beschäftige mich damit einerseits, weil ich selbst eine recht umfangreiche KNX Installation im Haus habe und einen Sportverein betreue, bei dem mit KNX recht viel automatisiert wird. Zusätzlich kernsaniert gerade ein sehr guter Freund, der in dem Zuge das Haus komplett auf KNX + DALI umstellt. Dafür mache ich als engagiertes Hobby die Planung und Inbetriebnahme. Für die Verkabelung haben wir einen wirklich guten Elektriker gefunden, der vielleicht zukünftig sein Angebot auch auf KNX ausweiten möchte.
Last but not least habe ich vor zehn Jahren ein Unternehmen gegründet und bis letztes Jahr geführt, welches als Zulieferer der Industrie (INSTA, JUNG, GIRA, BEGA, Trilux, Viessmann, Vaillant und viele andere) Elektronik- und Software-Entwicklung angeboten hat. Insofern gibt es eine gewisse Nähe zur Branche, aber primär auf der Herstellerseite.
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Absolut korrekt; das ist teilweise ein Branchenproblem. Traditionelle Elektriker tun sich schwer und verkabeln immer noch oft lieber konventionell. Häufig hält das Thema Gebäudeautomation da erstmalig mit dem Generationswechsel Einzug in die Betriebe.Zitat von gbglace Beitrag anzeigenDas was Dich daran stört ist aber kein hauptsächliches Defizit der KNX-Org, sondern ganz normales Verhalten der Weltherschaft anstrebenden Gerätehersteller. Da will doch jeder die volle Abhängigkeit des Kunden über die ganze Systemkette. Standards werden soweit unterstützt wie es dem eigenen Absatz hilft, was an Funktionalität fehlt weil es ein Konkurrent schon hat (ABB GMA auf KNX) wird dann eilig dazugekauft.
Aufgabe des SI ist es dann eben sich VOR dem Kauf mit den technischen Details (weniger den Prospekten) zu beschäftigen und den Kunden dann aus der weiten Auswahl das passende zu präsentieren und genau dieser Aufwand ist derer für den der Kunde den Preis für den SI als Mehrwert erkennen sollte. Wäre die Welt so einfach wie in den Prospekten wer bräuchte überhaupt einen Planer. Nur leider ist die naive Bevölkerung schon so verseucht durch diese ganzen Prospekte das eben genau für solche Art der Beratung niemand bereit ist zu bezahlen.
Ich habe übrigens tatsächlich zunächst auch nach einem KNX Systemintegrator gesucht, der mich in meinen eigenen vier Wänden unterstützt. Die Reise war aber sehr ernüchternd. Die Elektriker fielen grob in vier Kategorien:
1.) Grundverständnis von KNX, aber zu 100% an einen Hersteller gebunden("Ich verkaufe nur JUNG!")
2.) Grundverständnis von KNX, aber im Detail überfragt ("Hauptsache es funktioniert irgendwie!")
3.) Grundverständnis von KNX, aber erkennbar Kenntnisse einige meiner Wunschkomponenten nur aus dem frei zugänglichen Prospekt.
4.) KNX Kenntnisse nur in der Theorie mit Versuch mich von anderen Systemen zu überzeugen (meistens irgendwas, was funkt).
Ich sehe aber auch Licht am Ende des Tunnels. Wie schon weiter oben erwähnt, ist KNX selbst im Kern ja wenig komplex. Für IT-ler ist der Telegram-Aufbau nahezu erschreckend simpel. Logisch, wenn man überlegt aus welcher Zeit das System kommt und dass zum Zeitpunkt der Erfindung elektronische Komponenten noch deutlich teurer waren.
Wenn man einmal den komplett dezentrale Aufbau verstanden hat und es hinsichtlich der Topologie-Themen (Medien, Medien-Koppler, Linien-Koppler und vor allem Filter-Verhalten) Klick gemacht hat, geht es meiner eigenen Erfahrung nach eigentlich wirklich nur noch um Probleme im Umfeld herstellerspezifischer Inkompatibilitäten und Interpretationen des Standards.
Genau an der Stelle entsteht aber ein Problem: Wäre ich SI, müsste ich um seriös zu beraten, sämtliche Komponenten die ich meinen Kunden vorschlage im Vorhinein selbst intensiv ausprobieren. Das reine Studieren der Datenblätter und Applikationsbeschreibungen hilft zwar, ersetzt aber meines Erachtens nicht das konkrete Ausprobieren. Zu oft steckt der Teufel im Detail und wird von den Herstellern obendrein noch obfuskiert.
So habe ich es dann für meinen Bekannten und mich komplett ohne Systemintegrator auch gemacht: Ich habe über Kontakte in der Industrie alle Komponenten, die wir verbauen, vorab zur Bemusterung besorgt und auf Testbrettern aufgebaut.
Zum Glück: Wir konnten zum Beispiel im GIRA KNX DALI 2 Gateway ein subtiles Problem mit dem Bus-Timing (in Richtung DALI) feststellen. Das Timing hat sich zwischen DALI 1 und 2 im Standard erweitert, GIRA interpretiert das zurzeit so, dass es mit Trilux-Beleuchtung nicht mehr interoperabel ist. Und das, obwohl natürlich jede einzelne Komponente schön das DALI 2 Logo trägt und dem Kunden grenzenlose Interoperabilität vorgaukelt. Ein schönes Beispiel dafür, dass es sich lohnt, das Zusammenspiel zu testen, bevor alles bereits im Schaltschrank steckt.
Kurzum: Ich empfehle jedem Endkunden, der eine umfangreichere KNX-Installation anstrebt, ein hohes Maß an Eigenkompetenz aufzubauen. Nur dann kann man die richtigen Fragen stellen und sie Spreu vom Weizen trennen. Die Beratungsqualität in der Branche ist leider im Durchschnitt mäßig. (Das wiederum liegt vielleicht auch daran, dass Kunden - insbesondere in Deutschland - so wenig Bereitschaft zeigen, für Dienstleistung angemessen zu bezahlen.)
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Ich bin tatsächlich bei Basalte an Grenzen gestoßen und erst weitergekommen, nachdem ich den "Partner Status" hatte. Ist wahrscheinlich Willkür aber das war die hauptsächliche Motivation. Und natürlich was dazu lernen und mit anderen Praktikern in Kontakt kommen. Im Kurs saß auch ein Systemarchitekt von GIRA, der die X1 Frontends verantwortet. Das hat sich dann schon alleine für den Kontakt gelohnt.Zitat von gbglace Beitrag anzeigenZugang zu Beta-Software bekommt doch jeder sofern er sich ne ETS kauft, die in der jeweils aktuellen Releaseversion noch keine 3 Jahre gereift ist.
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Ja egal wo das ist. Naivität verteilt sich Recht einkommensneutral in der Bevölkerung.
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Ich finde es schon klasse wenn sich jemand im Eigenstudium KNX beibringt und für sich persönlich auch noch eine KNX Prüfung ablegt.Zitat von gbglace Beitrag anzeigenAlso ne interessante Portion Komik verteilst hier aber auch. Respekt dafür.
Deine potentielle Kundschaft scheinst soweit nicht hier im Forum zu suchen
Aus Ralf´s Chronik geht auch schon hervor das er schon viel im Leben erreicht hat. Phoenixsee kann sich auch nicht jeder leisten.
Aus dieser Ecke kommt bestimmt auch die neue Kundschaft.
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Ja Marketing.
Seit wann taugt der Outcome aus solch einer Abteilung dazu fachliche Sachverhalte korrekt abzubilden?
Als ich mit meiner Ausbildung fertig war habe ich es noch ganze 5 Jahre in dem Bereich ausgehalten. Man suchte in dem Bereich "Kundenberatung" einfach nur Leute die 10-20 Minuten Wissensvorsprung zum Kunden hatten in dem sie als Gesprächsvorbereitung einfach vorher das Prospekt gelesen haben.
Mit soviel offensichtlicher Oberflächlichkeit wollt ich nicht mehr arbeiten.
Das was Dich daran stört ist aber kein hauptsächliches Defizit der KNX-Org, sondern ganz normales Verhalten der Weltherschaft anstrebenden Gerätehersteller. Da will doch jeder die volle Abhängigkeit des Kunden über die ganze Systemkette. Standards werden soweit unterstützt wie es dem eigenen Absatz hilft, was an Funktionalität fehlt weil es ein Konkurrent schon hat (ABB GMA auf KNX) wird dann eilig dazugekauft.
Aufgabe des SI ist es dann eben sich VOR dem Kauf mit den technischen Details (weniger den Prospekten) zu beschäftigen und den Kunden dann aus der weiten Auswahl das passende zu präsentieren und genau dieser Aufwand ist derer für den der Kunde den Preis für den SI als Mehrwert erkennen sollte. Wäre die Welt so einfach wie in den Prospekten wer bräuchte überhaupt einen Planer. Nur leider ist die naive Bevölkerung schon so verseucht durch diese ganzen Prospekte das eben genau für solche Art der Beratung niemand bereit ist zu bezahlen.
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Na ob wer den Kurs macht oder nicht muss jeder selbst wissen. Zugang zu Beta-Software bekommt doch jeder sofern er sich ne ETS kauft, die in der jeweils aktuellen Releaseversion noch keine 3 Jahre gereift ist. Und mit passendem kostenfreien Onlinekurs kann man da dann sogar günstiger dran teilhaben.
Also ne interessante Portion Komik verteilst hier aber auch. Respekt dafür.
Deine potentielle Kundschaft scheinst soweit nicht hier im Forum zu suchen, weil ich wäre da eher bemüht nicht ohne entsprechende Smileys in einem Thread gleichzeitig lesen zu können, dass der Kurs eher simpel ist und anderer Seits das Bestehen-Zertifikat mühselig zu bekommen war.
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Ich stimme Dir in der Sache 100% zu. Meine Wahrnehmung ist allerdings, dass das im Produktmarketing der Hersteller schon auch bewusst anders dargestellt wird.Zitat von gbglace Beitrag anzeigenVernetzen bedeutet doch aber noch lange nicht das ich alle Signaltypen in allen vernetzten Systemen parallel transportiere. Ein G1 kann als Gegensprechanlage der Türko dienen und als Bedienteil einer KNX-Anlage oder als Bedienteil einer X1 Visu. Das ist vernetzen.
GIRA spricht zum Beispiel bei der Alarmzentrale Connect von KNX Unterstützung. Dass es sich dabei wirklich nur um ein sehr rudimentäres Durchreichen von Status-Informationen handelt, wird (bewusst) verschleiert. Man ist dann enttäuscht, wenn man die Kaufentscheidung getroffen hat. Viele SIs kommen gefühlt mit den Geräten häufig auch erstmalig beim Kunden in Kontakt — dann werden Workarounds gebaut, wie wir sie alle schon gesehen haben.
Ähnliches gilt für Heizungs- / Lüftungssteuerung. Dass das keine Stärke von KNX ist, wird meines Erachtens nicht klar genug zugegeben.
Am Ende alles kein Kernproblem von KNX, sondern eher eines von Kommunikation und Dokumentation. Beim DALI ist es ja noch gruseliger, da ist KNX schon mal meilenweit voraus.
Last but not least zeigt das alles, wie wertvoll und berechtigt dieses Forum ist, ganz egal ob hier manchmal etwas hypersensibel reagiert wird, oder nicht. Das Forum schließt die riesige Dokumentationslücke, die von der KNX Association und ihren Mitgliedern leider gelassen wird.
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Jetzt musste ich wirklich schmunzeln - an so einem recht tristen Sonntag ja auch nett.
Du störst Dich an meinem mühselig erworbenen KNX-Zertifikat? Da gab es sogar eine Prüfung. :-) In dem Kurs saßen erstaunlich viele SIs, deren Hauptberuf schon lange KNX-Installationen sind. Zeigt auch ein bisschen, wo der Markt steht und dass man sich KNX wahrscheinlich am Besten pragmatisch selbst aneignet.
Ich hab den Kurs + Prüfung tatsächlich nur gemacht, weil er an einigen Stellen Voraussetzung für Zugang zu Beta-Software und Support ist. Tatsächlich war ich aber auch positiv überrascht. Es gab einige Dinge, die ich vorher noch nicht wusste. Der Ausflug in KNX RF war interessant uns auch ernüchternd.
Also: An dieser Stelle einmal herzlichen Dank für die viele Hilfestellung und das Aushalten der immer wieder ähnlichen Fragestellungen. :-)
Ich werde weiter berichten, wie das nächste KNX Projekt läuft, bin da aber guter Dinge und freue mich vor allem sehr auf den umfangreichen DALI-Teil. (Der übrigens einmal mehr mit einer unerwarteten Inkompatibilität begonnen hat...)
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Vernetzen bedeutet doch aber noch lange nicht das ich alle Signaltypen in allen vernetzten Systemen parallel transportiere.
ein G1 kann als Gegensprechanlage der Türko dienen und als Bedienteil einer KNX-Anlage oder als Bedienteil einer X1 Visu. Das ist vernetzen.
Zur Realisierung braucht es dann unterschiedliche Gerätschaften.
Naja das KNX nicht für jeden IT-ler eingängig ist weil es anders tickt, sehe ich da jetzt nicht als Nachteil erher als Vorteil. Es ist einfach stabiler. Wäre das auf IP Prinzipien aufgebaut gäbe es definitiv keine Möglichkeit jetzt noch eine Anlage aus 19nn einfach Mal um ein paar Geräte Baujahr /202x zu erweitern. Ich glaube kaum das bei dem Großteil der Bevölkerung die Einsicht besteht die halbe E-Installation im Haus im gleichen Zyklus auszutauschen wie den TV und oder PC /Laptop Fritzbox usw.
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RalfR Also ich bin ja auch nur Selberbastler an meiner KNX Anlage. Und auch wenn wir hier im Einsteigerbereich unterwegs sind wo so manche Frage einem absurd vorkommt sollte man als jemand der antwortet nicht nur ne ordentliche Portion Selbstvertrauen geschaufelt haben sondern auch ein wenig sich Mal selbst reflektieren ob man da jetzt schon genügend Sicherheit in dem Thema hat um zu antworten. Sollte man dazukommend auch noch gewerblich in dem Gebiet unterwegs sein (wollen) sollte man sich aber nochmal extra hinterfragen ob es jetzt wirklich so klug ist zu antworten. So ein angefangenes Eigenheim und das eines Bekannten ( Komplexität liegt im Auge des Betrachters) garniert durch ein so offensichtlich sinnloses Alibi-Zertifikat der KNX-org wären mir da jedenfalls zu wenig um da Ratschläge zu geben.
Das es in der Welt nicht nur KNX-Könner gibt die da Anlagen verbaut haben wissen wir hier alle. Nur sollten wir das Forum nicht auch noch in so einen Zustand bringen, wo Möchtegern-SI auf der einen Seite, gemessen an dem Anspruch Ihrer Funktion, peinliche Fragen stellen und anderer Seits auch noch falsche Hinweise geben.
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Vernünftige Einstellung!
Es liest halt auch nicht jeder, was ich oben angepinnt habe und die Mentalitäten sind auch sehr verschieden. Ein wenig mehr Toleranz und Gelassenheit täte oft gut. Und letztlich muss man ja nicht zu allem seinen Beitrag ablieferen....
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Dass sich hier manche Teilnehmer primär angegriffen zu fühlen scheinen ist mir in dieser Ausprägung auch noch in keinem anderen Technik-Forum begegnet und tut mir wirklich leid.Zitat von BadSmileyOkay, dann wundere ich mich erneut deiner häufigen Fragen hier. Ich bin damit mal wieder raus, entschuldige das mich der Thread dazu animiert dir zu schreiben. Ich komme wie immer nicht aus dem Kopfschütteln heraus und deinem Freund wünsche ich viel Spaß der 1. zu sein, an dem du dich versuchst.
Interessant ist aber ja doch auch, dass sich sehr viele Fragestellungen (von mir und anderen) immer wieder um die gleichen Aspekte drehen. Das ist ein starker Indikator dafür, dass die Dokumentation in diesem Bereich nicht gut ist. Im Kern ist eine KNX-Topologie ggü. zum Beispiel komplexen Datennetzen wirklich eher einfach zu begreifen.
Ich spreche natürlich nur aus meiner eigenen Erfahrung, aber ich finde es zum Beispiel leicht irreführend, wenn GIRA auf seiner Homepage die Vernetzung seiner Türkommunikation mit z.Bsp. KNX Gebäudeautomation als Feature bewirbt, die Wahrheit aber ist, dass die KNX Welt Audio- / Video-Kommunikation überhaupt gar nicht kennt.
Ich bin für jede Hilfe in diesem Forum dankbar. Es ist eine fantastische Quelle um Wissen zu teilen. Der manchmal etwas rauhe Ton von oben herab ist in Ordnung. Auf den Baustellen geht es ja oft ähnlich zu. :-)
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