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Kaskadenmessung und Energiezähler

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  • kbabioch
    antwortet
    Zitat von rogerzf26 Beitrag anzeigen
    Ich überlege die ganze Zeit auch welchen Mehrwert dieses Wissen für mich hätte
    In Verbindung mit einem (eingebauten) Wärmemengenzähler kann man z.B. die Jahresarbeitszahl bestimmen und herausfinden, wie gut die Werbeversprechen des Heizungsbauers und des Herstellers sind ;-). Man kann sich die Leistung der Wärmepumpe im zeitlichen Verlauf ansehen und ggf. Anomalien erkennen. Zugegebenermaßen eher "Luxus" und "Datensammlerei".

    Zitat von rogerzf26 Beitrag anzeigen
    Ach ja, wir haben auch noch 32,5 kWh an Batterien am Start um die "Sonne" etwas speichern zu können.
    Der wird aber für die Wärmepumpe gar nicht benutzt, oder? Was bringen dir 32,5 kWh für den Haushalt, wenn der eigentliche Großverbraucher dann trotz vollem Akku mit Netzstrom betrieben wird? Gerade in der Übergangszeit ist der Akku durchaus interessant, ich habe viele Nächte auch mit Akku überbrücken kann. In der kalten Jahreszeit geht dann natürlich nichts ohne Netzstrom - da liefert die PV nicht genug - Akku hin oder her.

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  • kbabioch
    antwortet
    Zitat von FrankOverIP Beitrag anzeigen
    Folgende Situation: wir haben einen PV Wechselrichter/Speicher (E3DC S10E), über den die Stromversorgung für unser Haus läuft - darin steckt ab Werk ein Energiezähler von Hager. Davor wird in den nächsten Wochen eine Wärmepumpe installiert, für die ein zweiter Zähler in den Schrank kommt, angeschlossen als Kaskade. Es gibt also einen Zähler "an der Außenkante", einen weiteren dahinter. Zwischen den beiden Zählern wird die Wärmepumpe hängen und der Netzbetreiber ermittelt den Strom für die Wärmepumpe über die Differenz der beiden Zähler.
    Das Messkonzept ist soweit bekannt. Hast du dann mal gegengerechnet, ob sich sich das in deinem Fall tatsächlich lohnt?

    1.) Dein Akku wird nicht für die Wärmepumpe benutzt, d.h. die Wärmepumpe wird immer mit Netz- oder PV-Strom versorgt, aber nie mit Batteriestrom
    2.) Die Differenzen zwischen Hausstrom und Wärmepumpenstrom sind - je nach Region - aktuell sehr niedrig. Rechnet man da die Zählergrundgebühr dagegen, macht man teilweise sogar Verlust - je nach Stromverbrauch
    3.) Bei korrekt installierter Wärmepumpe / Steuerung, muss sich deine Wärmepumpe durch den EVU abschalten lassen ("steuerbarer Verbraucher"). D.h. theoretisch könnte der Netzbetreiber dir trotzt PV-Strom und vollem Akku die Wärmepumpe abschalten.
    4.) Teilweise gibt es aktuell Stromangebote die für Allgemeinstrom unter den Preisen für Wärmepumpestrom der Grundversorger liegen. Ist aber zugegebenremaßen regional unterschiedlich.
    5.) Material- und Einbaukosten. Je nach Schrank kostet die eHz Kasette für die Kaskadenmessung schon ca. 150 EUR. Dazu kommen Einbaukosten des Elektrikers. Damit rückt eine Amortisation in weite Ferne (5-10 Jahre), wer weiß wie der Strommarkt bis dahin aussieht.

    Für mich überwiegen die Nachteile, aber das muss jeder selbst entscheiden.

    So nun, zum eigentlichen Problem:

    Zitat von FrankOverIP Beitrag anzeigen
    Ich würde jetzt gerne hinter den Zähler "an der Außenkante" einen weiteren Energiezähler hängen lassen, z.B. von MDT den " Energiezähler EZ mit Wandlermessung" (EZ-0363.01). Damit könnte ich dann gut sehen, was wirklich aus dem Netz gezogen wird und idealerweise was die Wärmepumpe gerade zieht (sinngemäß: S10E - MDT = Wärmepumpe).
    Theoretisch richtig. Praktisch wird es, wie du sagst, immer Abweichungen / Messfehler geben. Das hängt aber von vielen Faktoren ab, unter anderem:

    - Wie erhältst du die Werte vom S10E (KNX Modul? Modbus? Aus dem Portal?)
    - Wie / wann misst du die anderen Werte und wie genau ziehst du diese voneinander ab?

    Für das beste Ergebnis müsstest du eigentlich beide Werte auf dem selben Weg messen und dann voneinander abziehen, usw. Alternativ könntest du die beiden Zähler auslesen (es gibt hierfür Leseköpfe). Das wären "amtliche" Messungen. Alles andere ist nur eine Näherung.

    Außerdem musst du auch noch beachten (bzw. mit dem Elektriker sprechen) wo du die Messgeräte einbaust. Zumindest der anlagenseite Anschlussraum (AAR) darf i.d.R. nicht hierfür "missbraucht" werden, was es bei einer Kaskade entsprechend schwierig macht (zumindest bei einer Direktmessung).

    Ich persönlich arbeite gerne mit Modbus-Zählern und sammle die Messwerte über meinen Logik-Server ein. Damit habe ich zumindest konsistente Messungen. Ist aber zusätzliche Komplexität, die auch mal ausfallen kann, usw. Und Abweichungen zu den Zählern der Stadtwerke gibt es auch. Andererseits jucken mich die Zähler der Stadtwerke nicht, die werden voraussichtlich alle x Jahre sowieso getauscht.

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  • rogerzf26
    antwortet
    Hallo Frank,

    bei deiner Frage kann ich dir leider keine Antwort geben, fände es aber echt spannend wie die Lösung später aussieht.

    Ich habe allerdings bei mir die gleiche Konstellation wie du (Kaskadenschaltung für Wärmepumpe und Hausstrom und von E3DC einen S10E PRO) seit fast 2 Jahren im Einsatz. Ich greife mir viele Daten aus dem S10E PRO per Modbus ab und visualisiere sie in NodeRed und packe sie auch in eine Influx-DB die ich mit Grafana auswerte.
    Dabei habe ich so die Werte wie den Netzbezug (ist dann aber Wärmepumpe UND Hausstrom) im Blick, ich habe also keine getrennte Werte für den Verbrauch der Wärmepumpe und des Hausstromes. Meine Wärmepumpe (Wolf aus dem Jahr 2015) kann keine eigenen Werte direkt per Modbus übermitteln.
    Ich überlege die ganze Zeit auch welchen Mehrwert dieses Wissen für mich hätte ... denn ich käme wahrscheinlich nicht auf die Idee die Wärempumpe nicht ihre Arbeit machen zu lassen und bei den übrigen Verbrauchern sind wir recht gut aufgestellt dass wir wissen wann wir was machen. Ach ja, wir haben auch noch 32,5 kWh an Batterien am Start um die "Sonne" etwas speichern zu können.

    Vielleicht kannst du ja mal kurz schreiben was dir die getrennten Werte bringen würden ... ausser das man sie halt sieht.

    Viele Grüße
    Rüdiger

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  • gbglace
    antwortet
    Ich habe auch eigene KNX-Zähler für zwei Haushalte hinter dem Zähler vom EVU, aber eben weil jener noch ein Schwarzer mit Drehscheibe ist. die Subzähler sind Zweirichtungszähler, weil da auch sowas wie Balkonkraftwerke / Speicher hinterhängen. Damit rechne ich auch alles mögliche Aus.

    Die Werte der Momentanleistung, ja die können Ausreißer produzieren, aber interessant sind eh die kWh Werte Verbrauch je Stunde/tag/Woche/Monat/Jahr. Da spielt das alles keine Rolle mehr ob da die Zeitstempel alle ein paar Sekunden auseinander liegen.

    Mas muss sich nur einig werden wo die Messdifferenzen landen werden denn mit knappen 1% +/- Abweichungen muss man leben auch wenn die alle geeicht sind da kommen dann schon einige kWh pro Jahr raus.


    Den Hauptzähler vom EVU direkt auslesen bekommst nicht hin?

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  • FrankOverIP
    hat ein Thema erstellt KNX/EIB Kaskadenmessung und Energiezähler.

    Kaskadenmessung und Energiezähler

    Für die Messung unseres Stromverbrauchs könnte ich einen Rat gebrauchen - es geht kurz gesagt um eine halbwegs konsistente Abzugsmessung bei zwei Zählern.

    Folgende Situation: wir haben einen PV Wechselrichter/Speicher (E3DC S10E), über den die Stromversorgung für unser Haus läuft - darin steckt ab Werk ein Energiezähler von Hager. Davor wird in den nächsten Wochen eine Wärmepumpe installiert, für die ein zweiter Zähler in den Schrank kommt, angeschlossen als Kaskade. Es gibt also einen Zähler "an der Außenkante", einen weiteren dahinter. Zwischen den beiden Zählern wird die Wärmepumpe hängen und der Netzbetreiber ermittelt den Strom für die Wärmepumpe über die Differenz der beiden Zähler.

    Ich würde jetzt gerne hinter den Zähler "an der Außenkante" einen weiteren Energiezähler hängen lassen, z.B. von MDT den " Energiezähler EZ mit Wandlermessung" (EZ-0363.01). Damit könnte ich dann gut sehen, was wirklich aus dem Netz gezogen wird und idealerweise was die Wärmepumpe gerade zieht (sinngemäß: S10E - MDT = Wärmepumpe).

    Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob die beiden Energiezähler zu vernünftigen Messwerten führen werden, wenn ich beide voneinander abziehe - die unterschiedlichen Übertragungszeitpunkte für die Daten könnten zu erheblichen Schwankungen bzw. Ausreißern führen, oder?

    Hat jemand eine Anregung für mich, wie man sowas erfolgreich abbilden kann?

    Viele Grüße
    Frank
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