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  #11  
Alt 21.01.2013, 14:24
Fry Fry ist offline
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Hallo Redstar,
dazu will ich meine Meinung im Vergleich mitteilen, der OP / Leser mag sich seine eigene Meinung bilden.

Zitat von redstar Beitrag anzeigen
Vor einem derartigen Gespräch gilt eine "goldene Regel", die klare Formulierung des eigenen Auftrages. Dies ist in vielen Fällen nicht gegeben.
Richtig.

Zitat von redstar Beitrag anzeigen
Zu dieser Aktivität empfehle ich immer sich einem Außendienst der jeweiligen System zu bedienen. Das sind Fachleute in der Regel Elektromneister und mehr, welche aus der Erfahrung heraus gute Ansätze und Hilfestellung geben kann.
Und wie entscheidet man sich für "ein System"? Außerdem ist das System ja nicht Gira oder Berker oder Merten, sondern KNX. Und es kann enorm Kosten sparen, wenn man Komponenten verschiedener Hersteller mischt. Außerdem können manche wirklich günstigen Hersteller nicht alle Komponenten liefern (PEAR macht nur Schaltaktoren, MDT bietet keinen Analogaktor).

Zitat von redstar Beitrag anzeigen
Protokoll aus dieser Begehung Grundlage für das Erstgespräch mit Verweis auf mögliche Eigenleistung. letztere machen im Packetpreis nur eine untergeordnete Rolle. Nicht immer spart man in derartigen Gewerken groß Geld durch Eigenleistung.
100% andere Meinung hier. GERADE in diesem KNX-Gewerk kann man ENORM durch Eigenleistung sparen - im Gegensatz etwa zu den beliebten Eigenleistungsarbeiten Fliesenlegen oder Pflanzen setzen, wo es am Ende gar nicht so viel bringt - vorausgesetzt man ist bereit, sich tief einzuarbeiten. Wer beispielsweise die ETS-Programmierung dem Lieferanten überlässt, hat die Nachberechnung für spätere Anpassungen praktisch schon vorprogrammiert.

Ein KNX-System komplett zu beauftragen ist schlichtweg die risikoärmere Variante, wenn man es sich selbst vielleicht nicht zutraut. Aber bestimmt nicht günstiger.

Nur meine Meinung.

VG, Fry
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  #12  
Alt 21.01.2013, 14:51
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Also ganz ehrlich bei allen Ideen und Vorstellungen... Ich würde beim ersten Gespräch einfach nur grob sagen was ich haben will bzw. was am Ende rauskommen soll. (Keine Details ist primär nicht deine Aufgabe..

Bsp: Elektro: KNX + Multimedia = Schächte und viele Kabel


Alles andere kommt später. Ist das denn schon der Architekt eures Vertrauens ??

Also beim ersten Gespräch wäre es mir wesentlich wichtiger herauszufinden ob die Chemie generell stimmt. Wenn die nicht passt wünscht man der guten Person noch weiterhin viel Erfolg und ein gutes Leben... Haustür bitte schließen. Der Grund ist beim Umbau wird unter Umständen dein Architekt dein einziger Verbündeter sein (ich übertreibe etwas) aber wenn es mit dem nicht "rund" läuft isses unnötig Kompliziert. Lass dir einfach etwas von seine bisherigen Projekten erzählen und gucke was er für einen Eindruck auf dich macht.
Frag ihn vor allem was er für ein Verständnis von seinem Beruf / seiner Aufgabe hat ?

Danach erstmal die Fronten klären. Auch für Architekten gilt die 1. Bauherren Grundregel. "Wisse ich passe auf und sehe alles, und gebaut wir das was ich mir vorstelle, nicht was du möchtest"

Der Hintergrund ist das extrem oft Lösungen und Dinge nicht realisiert werden weil die werten Künstler am Bau da einfach keine Lust zu haben...macht ja Arbeit. Trotzdem bezahlst du IHN und es soll das entstehen was du möchtest, nicht was seinen Vorstellungen / Meinungen entspricht.
Sicherlich wird es fachliche Empfehlungen geben aber es gibt immer alternative Möglichkeiten und ein "mache ich immer so" ist keine fachliche Begründungen für einen Aufbau oder ein Konzept.

Gerade bei KNX etc wird es garantiert kein 08/15 Konzept bzw. es wird nicht immer ne Standartlösung geben. Das muss er dann mitmachen.


Also vieles ist jetzt etwas skeptisch geschrieben, aber die Wahl des Architekten und seine Qualität beeinflussen maßgeblich das spätere Ergebnis und das Stresslevel während der Bauphase.

Also mir wäre beim ersten mal sowas weitaus wichtiger als den Archi mit Details zu bombadieren die er in einer so frühen Projektphase ehh mehr oder weniger ignorieren, bzw aufschreiben und verschieben wird.

Gruß

Gringo
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  #13  
Alt 21.01.2013, 15:24
Benutzerbild von redstar
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Ergänzend zu den Fragen und in Kurzform:
  • das KNX System oder die analogen Komponenten sind in dieser Phase zu vernachlässigen. Die Begehung erfolgt wertefrei! Wenn bereits hier die Chemie und der Einsatz stimmt, dann sollte auch das Produkt klar sein. In der Regel nehmen sich die Firmen in ihren Produkten nichts und sollten nahezu baugleich. Ob ich tatsächlich dann in einer Parametrierung ggf. die eine Einstellung benötige oder nicht ist fraglich. Dies kenne ich in der Regel zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht.
  • Bezüglich der Festellung "das Grobe oder Grob". jeder Kontakt kostet Geld und je präziser ich auftrete und formuliere, u.a. auch Bereitschaft zeige ein Ohr für Empfehlungen zu haben ist für mich die halbe Miete. Jeder meiner Gesprächspartner hat mit großer Wahrscheinlichkeit keine soziale Ader und auch keine Muse mit mir Smalltalk zu betreiben. Seine "Augen" hängen an meinem Geldbeutel. Es liegt letztlich immer an mir. Der Architekt setzt lediglich meine Anforderungen und Wünsche sauber im Gewerk mit den Handwerkern um!
  • Bezüglich Eigenleistung. Thema wurde schon x-fach diskutiert. Ein Denkanstoss. Die mir bekannten Handwerker geben ein fertiges Projekt ab. Projekt = Installation, die Komponenten, und die Programmierung. Letztere ist in Summe kostenlos. Mit Geschick verschaffe ich mir eine Basis, von welcher ich nur noch zu schauen brauche und ein Optimum erreiche. Dieses würde ich über den Weg der Eigenleistung, der Beschaffung und nicht vergessen der Anrechnung der eigenen Zeit (kostet auch was) schaffen.
__________________
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Geändert von redstar (21.01.2013 um 15:31 Uhr)
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  #14  
Alt 21.01.2013, 15:44
Benutzerbild von Norbe
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Zitat von redstar Beitrag anzeigen
Der Architekt setzt lediglich meine Anforderungen und Wünsche sauber im Gewerk mit den Handwerkern um!
Und Zitronenfalter falten Zitronen !

Wer sich darauf verlässt, der hat ein Problem, besonders wenn es um KNX geht.
__________________
____________

Gruss Norbe ;)
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  #15  
Alt 21.01.2013, 15:57
bjo bjo ist offline
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Zitat von thorsten9 Beitrag anzeigen
Einen schönen guten Morgen,
1.) Versorgungsschächte von allen Räumen in den Keller zum Technikraum
2.) Dicke der Wände (Statik) für ggf. Leerrohre (bin mir noch unsicher, ob/wo ich Leerrohre verwenden soll)
3.) Platz für einen großen Schaltschrank im Technikraum
4.) Eventuell Einsatz eines "Zentralstaubsaugers" (momentan nur eine fixe Idee)

Thorsten
zu
1.) aus jedem Raum in den Keller, wir kaum gehen oder du machst Kompromisse bei der Wohnungsaufteilung

ich würde folgendes mit dem Architekten abklären
1.) Raumhöhe, Zwischendecke möglich, erwünscht
2.) Bodenaufbau, bleibt der vorhandene Estrich oder kommt neue
3.) einplannen von möglichst einem Abstellraum pro Etage. Diese sollten nach Möglichkeit dann auch noch übereinander angeordnet sein oder zum mindest teilweise! (Zentraler Schacht für alle möglichen Gewerke
- alles andere kommt später und baut auf diesen Fragen auf.
__________________
der OHNE EIB, weil die Zeit und Infos nicht reichten :(
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  #16  
Alt 21.01.2013, 22:38
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Zitat von redstar Beitrag anzeigen
Vor einem derartigen Gespräch gilt eine "goldene Regel", die klare Formulierung des eigenen Auftrages. Dies ist in vielen Fällen nicht gegeben.
Das stimmt.

Zitat von Fry Beitrag anzeigen
GERADE in diesem KNX-Gewerk kann man ENORM durch Eigenleistung sparen
Die Auswahl an Sensoren/Aktoren/Leuchtmitteln will ich gemeinsam mit dem Elektriker festlegen (die Elektro Komponenten werden den Architekten wohl kaum interessieren). Die Parametrierung der Komponenten will ich selber durchführen. Als Software Entwickler und Nutzer eines Funk-Bus Systems (Homematic) sehe ich mich dazu (mit Hilfe des Forums) schon in der Lage. Das ist ja auch ein Thema was mir Spaß macht.

Zitat von bjo Beitrag anzeigen
einplannen von möglichst einem Abstellraum pro Etage. Diese sollten nach Möglichkeit dann auch noch übereinander angeordnet sein
Danke - guter Hinweis!

Mittlerweile habe ich auch die Liste an Punkten die ich aktuell sehe fast fertig (zumindest was ich aktuell absehen kann).
Diese Liste werde ich mit den Architekten durchgehen. Die Punkte die aktuell noch nicht relevant, bzw. zu detailliert sind, müssen ja nicht intensiver durchgesprochen werden.
Aber die Punkte schonmal kurz ansprechen zu können, sollte kein Fehler sein.

Gruß
Thorsten
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  #17  
Alt 21.01.2013, 22:56
Benutzerbild von greentux
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---Zitat von Fry--- GERADE in diesem KNX-Gewerk kann man ENORM durch Eigenleistung sparen ---Zitatende---
Ich glaube, es falsch zu machen, ist aber nicht so weit weg. Das hängt nun wirklich von jedem persönlich ab.
Und wer hat schon neben den 40 Arbeitsstunden, den 20 h auf der Baustelle für die "normalen" Dingen auch noch 20 Stunden für KNX die Woche übrig.
Das sollte man nicht so nehmen, wie es da steht, sondern ganz genau abwägen.
__________________
Derzeit zwischen Kistenauspacken und Garten anlegen.
Baublog im Profil.
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  #18  
Alt 21.01.2013, 23:46
tht tht ist offline
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Zitat von Fry Beitrag anzeigen
vorausgesetzt man ist bereit, sich tief einzuarbeiten.
Sorry, da liegt Hund begraben: einarbeiten = Zeit! Ich hatte es erst letzte Woche mit einem Kollegen darüber: wurde ich für meine bisher erbrachte Eigenleistung meinen Stundensatz rechnen... NEIN, ich denke nicht drüber nach, sonst bekomme ich Depressionen! Das wusste ich aber vorher, bei mir spielen aber noch andere Gründe mit rein bei der Entscheidung für unseren Weg.

Rein unter Berücksichtigung unserer Stundensätze legen wir bei unserem Bauvorhaben mit der Eigenleistung (die über KNX hinausgeht) drauf, da lässt sich wenig schön rechnen!
__________________
Gruß
Thorsten

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  #19  
Alt 21.01.2013, 23:54
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Zitat von tht Beitrag anzeigen

Rein unter Berücksichtigung unserer Stundensätze legen wir bei unserem Bauvorhaben mit der Eigenleistung (die über KNX hinausgeht) drauf, da lässt sich wenig schön rechnen!
Das stimmt, in Summe ist sowas niemals Konkurrenzfähig. Allerdings haben selber geleistete Arbeitsstunden einen unschlagbaren Vorteil. Ich leiste Sie und muss sie daher nicht bezahlen.

Man kann auch nur das Geld ausgeben was man zur Verfügung hat und wenn ich dann selber Stunden leiste, spare ich mir den Studennlohn, bekommen folglich für mich selbst einen Lohn in Höhe der Handwerkerstd. (evtl etwas weniger weil ich länger brauche) Soviel ist als Nettobetrag aber schon nicht schlecht ...

Bsp. Unsere Elektro installation sollte nach den ersten Angeboten 180K€ kosten. Das war nichtmal der Umfang der jetzt umgesetzt wurde. Dafür wären best. nochmal 20K€ fällig gewesen.

Mit Eigenleistung und Materialbesorgungshilfe unseres Elektrikers sind wir so bei ca. 50k€ gelandet. Was zwar jede Menge Arbeit aber auch schon ein ganz hübsches Gesamtgehalt... Das man sonst hätte Netto erstmal erarbeiten müssen.


Gruß

Gringo
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  #20  
Alt 22.01.2013, 00:17
Fry Fry ist offline
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Zitat von Gringo885 Beitrag anzeigen
Bsp. Unsere Elektro installation sollte nach den ersten Angeboten 180K€ kosten. Das war nichtmal der Umfang der jetzt umgesetzt wurde. Dafür wären best. nochmal 20K€ fällig gewesen.
Kannst du bitte mal grob umreißen, was in den 180k drin gewesen wäre?

Ich schätze für unsere Installation nämlich etwa 120k. Ausgegeben habe ich 45k, und da sind schon ein paar sehr feine Sachen dabei...

Mein persönliches Fazit (was ich auch oben schon zum Ausdruck gebracht habe): Eigenleistung lohnt sich dort, wo die eigene Arbeitsstunde viel spart. Das ist m.E. bei KNX eher der Fall als bei den Klassikern der Eigenleistung (zB Fliesen legen).

VG, Fry
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Stichworte
architekt, checkliste, sanierung

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