Hallo Miteinander, ich bin der Neue. Okay, ein Neuer.
Ich habe mir nach Jahrzehntelanger mentaler und finanzieller Vorbereitung mit meiner Liebsten mein vorgezogenes Erbe anzutreten.
Bei dem Objekt handelt es sich in erster Linie um ein (zu) trockenes ~130qm Reihenhaus mit Souterrain im Innenstadtbereich das einen langen Garten besitzt und einige Besonderheiten aufweist:
1. Das Objekt ist ursprünglich Baujahr ~1930, wurde während des Kriegs aber bis auf die Grundmauern zerstört. Auf den Grundmauern wurde ab 1950 in zwei Phasen wieder aufgebaut.
2. Zwischen den Grundstücken wurde alles nachträglich an Gemeinschaftsmauern hochgezogen (stürzt ein Haus irgendwann mal ein gäbe es eventuell einen Dominoeffekt
) jedoch hat das Haus sogar eine(!) eigene, 30cm starke Außenwand. Zwischen dieser und der Gemeinschaftsmauer verläuft ein 1.25m breiter Durchgang zum Garten. Ursprünglich war ein Wiederaufbau auf volle Höhe geplant (3 Stockwerke plus Dach) wozu es jedoch aus statischen Gründen nicht kam.
2. Die weitere Aufstockung funktionierte aufgrund von Planungsfehlern nicht und auch sonst ist der Technische Zustand spannend: Im Souterrain hat man es mit 40cm Beton und rustikalen Drehschaltern zu tun, Steckdosen muss man schon sehr aktiv suchen. Im EG sind es 7cm Bims mit nicht viel mehr Technik. Das Obergeschoss, gebaut in den 60ern, ist daher sinnigerweise in 25cm KS und einigermaßen vernünftiger Elektroinstallation gehalten ← Heißt statisch, technisch und in Punkto Brandschutz ist das Ganze etwas grenzwertig.
3. Es befindet sich ein geduldetes, teilweise unterkellertes 50qm EFH (Bungalow) in zweiter Reihe im Garten, ebenfalls im Familienbesitz. Es ist ein "temporäres EFH" als Ersatz für ein fehlendes Stockwerk des Reihenhauses welches nach dem Krieg entstanden ist. Statische Gründe verhindern Glücklicherweise jedoch ein Aufstocken des Vorderhauses.
4. Das Objekt im Garten ist aufgrund von familiären Differenzen der vergangenen Generationen nicht wirklich sinnvoll in das Grundstück integriert, so läuft die Gartenbeleuchtung nicht etwas über das Vorderhaus, sondern über das 25m entfernte Hinterhaus wieder zurück an die Straße wo der Neutralleiter zu Schaltzwecken (ungekennzeichnet, versteht sich) zweckentfremdet wurde.
5. Eine zweckentfremdete Gasetagenheizung ("Therme") als Zentralheizung im Keller die in den kommenden Jahren fällig ist plus eine weitere Gasetagenheizung als glorifizierter Durchlauferhitzer im OG.
6. die drei Leitungen, die durch das UG/EG verlaufen haben bereits in der Vergangenheit in einer Abzweigdose geschmort als jemand eine Hilti bemüht hat.
7. Zum Glück (und das ist wirklich Glück) ist das Gebäude trocken - sogar schon zu trocken für das menschliche Wohlbefinden.
Aus genannten Gründen werde ich nun bald mit extra viel Eigenleistung mit dem Rückbau Starten, da ich für das ganze Vorhaben circa 3 Jahre Zeit habe bevor mein Übergangs-Mietverhältnis ausläuft. In diesem Zuge sind meine Gedanken:
1. KNX und Netzwerk in nahezu jedem Raum, auch wegen Brandsicherheit (Verringerung der Brandlast, Zentralisierung der Technik und weniger Eingriffe in die Statik durch Schlitzen/Stemmen im EG). Hersteller der Wahl sind für mich primär erstmal MDT und Rutenbeck
2. Luft-Wasser Wärmepumpe mit Kühlfunktion und Fußbodenheizung (sofern möglich per einfräsen, Estrich muss ich hier erstmal freilegen um dessen Zustand zu bewerten)
3. Indirekte Beleuchtung als Hauptbeleuchtung in abgehangenen Decken via DALI, zumeist nicht fancy (Tageslichtweiß bis leicht Warmweiß) bis auf Wohnzimmer (ggf. RGB, je nach Kostenentwicklung spar ich mir das aber) und Schlafzimmer (Bioaktiv als Lichtwecker)
4. Eine DoorBird D2102KV Videosprechanlage um beide Objekte zeitgleich abzufrühstücken (das EFH im Garten also wie eine Wohnung zu behandeln). Spannend hier wird die Ansteuerung (ZWEI nebeneinanderliegende Eingangstüren wobei der Nebeneingang zum Hinterhaus auch via Code geöffnet werden können soll, z.B. von Paketboten)
5. Schaltschränke für KNX und Netzwerktechnik in jedem Geschoss, Verbindung durch ehemalige Kamine und andere, existierende Schächte nach unten Richtung Keller (Hier muss ich noch evaluieren welche Durchgänge am besten sind - Daten und Leistung will ich natürlich möglichst hart trennen
)
6. Im Hinterhaus lebt nun nach Renovierung meine Mutter. Perspektivisch, in einer Zeit nach ihr, würde das Gebäude als separiertes Büro oder Wohneinheit dienen, je nach dem ob es Nachwuchs gibt oder nicht. Ein vermieten ist aufgrund der Lage hierbei ausgeschlossen weshalb ich künftig sowohl eine KNX als auch eine Netzwerkleitung dort hin verlege.
Bislang offene Punkte:
1. Wärmepumpenintegration in KNX pro/con? Theoretisch möglich aber für mich noch nicht richtig Greifbar, da auch das Thema "Tag/Nacht Absenkung" durchaus strittig ist - vielleicht hat hier jemand konkrete Erfahrungswerte? Eine Fassadendämmung soll früher oder später auch erfolgen ist für "Phase 1" nach Rückbau aber erstmal nachrangig (Ziel 1: Bewohnbarkeit ohne finanziellen Ruin und spätere Baumaßnahmen ohne extremen Dreck, bzw. ohne offene Wände oder Böden)
2. CAT 7 oder gleich Glasfaser in jeden Raum? Ich tendiere zu einem Mix (Medienkonverter im EG und OG, CAT 7 als Stern in die einzelnen Räume, Rest im Keller [später ggf. auch ein kleiner Heimserver, je nach Kontostand]). Glasfaser wäre natürlich deutlich angenehmer vom Querschnitt her, jedoch kann ich den Aufwand für die Steckermontage nicht einschätzen (meine Erfahrung hier ist Anno 2008 und somit längst überholt - damals war es jedenfalls noch der Horror).
3. Ich werde, sobald ich es angehe, Reedkontakte bei jedem Fenster und jeder Balkontüre mit vorsehen (ein Schritt den ich bereits im Hinterhaus umgesetzt habe um später von Vorne aus den Fensterstatus überwachen zu können
). Hier habe ich mir noch keine sehr tiefgründigen Gedanken zur KNX integration gemacht - Ziel wäre in erster Linie den Status via MDT SCN-GLED1W.01 o.Ä. am straßenseitigen Ausgang anzuzeigen, weniger die Heizung automatisch zu regeln (siehe Punkt 1 - sinnig oder nicht ist eher fraglich). Besonders meine Lebensgefährtin tendiert dazu halb in der Tür zu stehen um sich dann zu fragen ob alles zu ist - auf 3 Etagen + Hinterhaus würde das mitunter eine Belastungsprobe für die Beziehung 
Weitere Punkte kommen sicher dazu - ich nehme den Thread hier nun erstmal als Startpunkt.
Ich habe mir nach Jahrzehntelanger mentaler und finanzieller Vorbereitung mit meiner Liebsten mein vorgezogenes Erbe anzutreten.
Bei dem Objekt handelt es sich in erster Linie um ein (zu) trockenes ~130qm Reihenhaus mit Souterrain im Innenstadtbereich das einen langen Garten besitzt und einige Besonderheiten aufweist:
1. Das Objekt ist ursprünglich Baujahr ~1930, wurde während des Kriegs aber bis auf die Grundmauern zerstört. Auf den Grundmauern wurde ab 1950 in zwei Phasen wieder aufgebaut.
2. Zwischen den Grundstücken wurde alles nachträglich an Gemeinschaftsmauern hochgezogen (stürzt ein Haus irgendwann mal ein gäbe es eventuell einen Dominoeffekt
) jedoch hat das Haus sogar eine(!) eigene, 30cm starke Außenwand. Zwischen dieser und der Gemeinschaftsmauer verläuft ein 1.25m breiter Durchgang zum Garten. Ursprünglich war ein Wiederaufbau auf volle Höhe geplant (3 Stockwerke plus Dach) wozu es jedoch aus statischen Gründen nicht kam.2. Die weitere Aufstockung funktionierte aufgrund von Planungsfehlern nicht und auch sonst ist der Technische Zustand spannend: Im Souterrain hat man es mit 40cm Beton und rustikalen Drehschaltern zu tun, Steckdosen muss man schon sehr aktiv suchen. Im EG sind es 7cm Bims mit nicht viel mehr Technik. Das Obergeschoss, gebaut in den 60ern, ist daher sinnigerweise in 25cm KS und einigermaßen vernünftiger Elektroinstallation gehalten ← Heißt statisch, technisch und in Punkto Brandschutz ist das Ganze etwas grenzwertig.
3. Es befindet sich ein geduldetes, teilweise unterkellertes 50qm EFH (Bungalow) in zweiter Reihe im Garten, ebenfalls im Familienbesitz. Es ist ein "temporäres EFH" als Ersatz für ein fehlendes Stockwerk des Reihenhauses welches nach dem Krieg entstanden ist. Statische Gründe verhindern Glücklicherweise jedoch ein Aufstocken des Vorderhauses.
4. Das Objekt im Garten ist aufgrund von familiären Differenzen der vergangenen Generationen nicht wirklich sinnvoll in das Grundstück integriert, so läuft die Gartenbeleuchtung nicht etwas über das Vorderhaus, sondern über das 25m entfernte Hinterhaus wieder zurück an die Straße wo der Neutralleiter zu Schaltzwecken (ungekennzeichnet, versteht sich) zweckentfremdet wurde.
5. Eine zweckentfremdete Gasetagenheizung ("Therme") als Zentralheizung im Keller die in den kommenden Jahren fällig ist plus eine weitere Gasetagenheizung als glorifizierter Durchlauferhitzer im OG.
6. die drei Leitungen, die durch das UG/EG verlaufen haben bereits in der Vergangenheit in einer Abzweigdose geschmort als jemand eine Hilti bemüht hat.
7. Zum Glück (und das ist wirklich Glück) ist das Gebäude trocken - sogar schon zu trocken für das menschliche Wohlbefinden.
Aus genannten Gründen werde ich nun bald mit extra viel Eigenleistung mit dem Rückbau Starten, da ich für das ganze Vorhaben circa 3 Jahre Zeit habe bevor mein Übergangs-Mietverhältnis ausläuft. In diesem Zuge sind meine Gedanken:
1. KNX und Netzwerk in nahezu jedem Raum, auch wegen Brandsicherheit (Verringerung der Brandlast, Zentralisierung der Technik und weniger Eingriffe in die Statik durch Schlitzen/Stemmen im EG). Hersteller der Wahl sind für mich primär erstmal MDT und Rutenbeck
2. Luft-Wasser Wärmepumpe mit Kühlfunktion und Fußbodenheizung (sofern möglich per einfräsen, Estrich muss ich hier erstmal freilegen um dessen Zustand zu bewerten)
3. Indirekte Beleuchtung als Hauptbeleuchtung in abgehangenen Decken via DALI, zumeist nicht fancy (Tageslichtweiß bis leicht Warmweiß) bis auf Wohnzimmer (ggf. RGB, je nach Kostenentwicklung spar ich mir das aber) und Schlafzimmer (Bioaktiv als Lichtwecker)
4. Eine DoorBird D2102KV Videosprechanlage um beide Objekte zeitgleich abzufrühstücken (das EFH im Garten also wie eine Wohnung zu behandeln). Spannend hier wird die Ansteuerung (ZWEI nebeneinanderliegende Eingangstüren wobei der Nebeneingang zum Hinterhaus auch via Code geöffnet werden können soll, z.B. von Paketboten)
5. Schaltschränke für KNX und Netzwerktechnik in jedem Geschoss, Verbindung durch ehemalige Kamine und andere, existierende Schächte nach unten Richtung Keller (Hier muss ich noch evaluieren welche Durchgänge am besten sind - Daten und Leistung will ich natürlich möglichst hart trennen
)6. Im Hinterhaus lebt nun nach Renovierung meine Mutter. Perspektivisch, in einer Zeit nach ihr, würde das Gebäude als separiertes Büro oder Wohneinheit dienen, je nach dem ob es Nachwuchs gibt oder nicht. Ein vermieten ist aufgrund der Lage hierbei ausgeschlossen weshalb ich künftig sowohl eine KNX als auch eine Netzwerkleitung dort hin verlege.
Bislang offene Punkte:
1. Wärmepumpenintegration in KNX pro/con? Theoretisch möglich aber für mich noch nicht richtig Greifbar, da auch das Thema "Tag/Nacht Absenkung" durchaus strittig ist - vielleicht hat hier jemand konkrete Erfahrungswerte? Eine Fassadendämmung soll früher oder später auch erfolgen ist für "Phase 1" nach Rückbau aber erstmal nachrangig (Ziel 1: Bewohnbarkeit ohne finanziellen Ruin und spätere Baumaßnahmen ohne extremen Dreck, bzw. ohne offene Wände oder Böden)
2. CAT 7 oder gleich Glasfaser in jeden Raum? Ich tendiere zu einem Mix (Medienkonverter im EG und OG, CAT 7 als Stern in die einzelnen Räume, Rest im Keller [später ggf. auch ein kleiner Heimserver, je nach Kontostand]). Glasfaser wäre natürlich deutlich angenehmer vom Querschnitt her, jedoch kann ich den Aufwand für die Steckermontage nicht einschätzen (meine Erfahrung hier ist Anno 2008 und somit längst überholt - damals war es jedenfalls noch der Horror).
3. Ich werde, sobald ich es angehe, Reedkontakte bei jedem Fenster und jeder Balkontüre mit vorsehen (ein Schritt den ich bereits im Hinterhaus umgesetzt habe um später von Vorne aus den Fensterstatus überwachen zu können
). Hier habe ich mir noch keine sehr tiefgründigen Gedanken zur KNX integration gemacht - Ziel wäre in erster Linie den Status via MDT SCN-GLED1W.01 o.Ä. am straßenseitigen Ausgang anzuzeigen, weniger die Heizung automatisch zu regeln (siehe Punkt 1 - sinnig oder nicht ist eher fraglich). Besonders meine Lebensgefährtin tendiert dazu halb in der Tür zu stehen um sich dann zu fragen ob alles zu ist - auf 3 Etagen + Hinterhaus würde das mitunter eine Belastungsprobe für die Beziehung 
Weitere Punkte kommen sicher dazu - ich nehme den Thread hier nun erstmal als Startpunkt.


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