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    KNX/EIB NETxAutomation

    Hallo,

    da das hier mein erster Beitrag ist, stelle ich mich noch kurz vor, bevor die Fragerei beginnt Ich heiße Christopher und komme aus der Steiermark (Österreich). Ich lese hier schon seit einiger Zeit mit und bin immer wieder fasziniert von den ganzen Projekten und Lösungen die hier präsentiert werden. Ich selbst möchte in den nächsten Jahren bauen und versuche mich bereits vorab so gut wie möglich zu informieren, dass beim Baubeginn nicht alles auf einmal auf mich zukommt. Soweit mal zu mir.

    Nun zu meiner ersten Frage hier im Forum. Ich habe mich bereits mit vielen verschiedenen Visu und Logikservern beschäftigt und in die Thematik eingelesen (HS, FAP, OpenHAB, Eisbär,…), jedoch habe ich bis jetzt noch nicht ein wirklich passendes Produkt für mich gefunden.

    Kurz zu den Anforderungen, die ich mir vorgestellt habe:

    -Logikserver: Der Logikserver bzw. u.U. Logikbaustein sollte wenn möglich grafisch programmiert werden können, damit ich später auch selbst Änderungen daran vornehmen kann. Ich habe bereits viele Stunden mit SPS Programmierung (Siemens S7 und Logo!) hinter mir und hoffe, dass die grafische Programmierung ähnlich zu bedienen ist. Die Erstprogrammierung, sowie Integrationen würde ich eher machen lassen. Weiters soll der Logikserver auch einige Grundbausteine mitbringen.

    -Multimedia: Ich möchte auch einiges an Multimedia Equipment integrieren und daher sollte eine möglichst einfache und vielseitige Schnittstellenbandbreite zur Verfügung stehen (Steuern von Receiver, TV, Multiroom Audio etc.).

    -Visuserver: Die Visu sollte ebenfalls individuell gestaltet werden können und benutzerfreundlich programmiert werden können. Ich bin durchaus bereit auch eine Schulung dafür zu besuchen, um die Grundlagen des Systems zu lernen (Neben der ganzen Infobeschaffung von zu Hause aus).

    Was mir jetzt am meisten Sorgen macht, ist die Multimediaintegration. Das hört sich hier beim HS (und auch FAP) sehr aufwendig und schwer zu realisieren an.

    Ich bin jetzt auf die Homepage von der Firma NETxAutomation gestoßen, bin mir aber nicht so sicher, ob die dort angebotene Software meinen Vorstellungen entspricht…

    -Verstehe ich das richtig, dass der BMS Server 2.0 einen Logikprozessor integriert hat?
    -Kann ich mir den so in der Art wie beim HS vorstellen? Und wenn ja, warum gibt es dann z.B. eine eigene Software für Beschattungslösungen, kann diese dann nicht in der Logikeinheit programmiert werden?
    -Wie funktioniert dort die Integration von Anlagen, die nicht am KNX Bus hängen (Also z.B. ein A/V Receiver über LAN)
    -Arbeitet überhaupt jemand von euch mit NETx und kann dort ein paar Erfahrungen berichten (Stabilität, Support, Benutzerfreundlichkeit)

    Also gleich vorweg, vielen Dank das ihr bis hier durchgehalten habt und nochmals Danke falls ihr mir weiterhelfen könnt!

    Ich hoffe, dass ist jetzt nicht viel zu viel geworden für den ersten Beitrag ^^

    Viele Grüße aus Österreich
    Chris

    #2
    Ich habe in zwei Projekten den KNX OPC-Server von NETx laufen - eben als Gateway KNX <> OPC um die KNX-Events via OPC an übergeordnete FM-Systeme zu schicken (und retour). Sehr solides System zu einem wirklich konkurrenzfähigen Preis - zumindest wenn man die Preise dagegenrechnet die sonst in der Industrie für solche Anbindungen aufgerufen werden. Über Scripting können auch im KNX OPC-Server Logiken hinterlegt werden.

    Dann gibt es den BMS-Server - im Prinzip vergleichbar mit Homeserver und Co. aber deutlich leistungsfähiger, der beinhaltet auch den KNX OPC-Server, eine webbasierende Visu, grafischen Logikeditor, Zeitsteuerung, Datenarchivierung, Statistik usw. Auf der Feldbusebene kann der BMS alle gängigen Feldbusse ansprechen (KNX, Modbus, BACnet usw.). Eigene Logiken / Funktionen können über Skripte eingebaut werden.

    An den BMS können weitere Produkte von NETx angedockt werden, z.B. MARS für Smartmetering, Voyager für Visualisierung und das Shutter Control für Beschattung.

    Zur Erhöhung der Ausfallsicherheit kann der BMS in einem Failoverbetrieb laufen.

    Aber: So schön das alles ist, NETx platziert das für "mittlere" und "große" Projekte, Einfamilienhäuser gehören eher nicht zu deren Zielgruppe und das merkt man am Preis und an der Kommunikation nach außen, z.B. beim Support. Der Support ist sehr kompetent, hilfsbereit und schnell, scheint nach meinem Gefühl aber eher darauf abgestellt zu sein, mit Kunden auf Augenhöhe zu kommunizieren, sprich mit geschulten Leuten echte Probleme zu bearbeiten im Sinne von Fehlern und weniger, irgendwelchen Bauherren Hilfestellung bei der Programmierung ihres Hauses zu geben.

    Preise werden üblicherweise nicht offen kommuniziert, d.h. die gibt es projektbezogen auf Anfrage, also werde ich hier auch nicht die Preisliste posten, ich kann Dir aber zumindest sagen dass Du an Lizenzen und Hardware (ein einigermaßen ordentlicher Server mit Windows Server-Lizenz) für den Einstieg in der Größenordnung Gegenwert von ca. vier Homeservern zum Listenpreis rechnen kannst. Dazu würde ich sicherheitshalber mal noch ab EUR 400,-- an Stromkosten p.a. für den Betrieb des Servers rechnen.

    Damit ist das System in der Klasse "ich baue bald ein Reihenhäuschen" wirtschaftlich i.d.R. denkbar uninteressant.

    Für den Homeserver gibt es fertige Bausteine zur Anbindung diverser AV-Lösungen (Sonos, Squeeze, Russound, Onkio usw, div. SmartTVs, Beamer). Wenn Geld eher eine untergeordnete Rolle spielt hat Gira eine Integration zu Revox, ein Kollege hätte eine fertige Anbindung an Linn - oder wenn auch Revox zu billig ist kann man noch Crestron anflanschen (die haben eigene Schnittstellen zu KNX). Wenn man bereit ist, seine Produktauswahl auf das zu beschränken was der HS kann dann ist die Anbindung der jeweiligen Systeme i.d.R. in der Größenordnung 1/2 Tag zu machen, mit etwas Try and Error vielleicht etwas länger - und ich würde das auch nicht einem Anfänger als ersten Schritt empfehlen, aber machbar ist das, dazu gibt es etliche Leute hier im Forum die das realisiert haben.

    Weiter unten im Forum gibt es diverse Open Source-Projekte mit Recht umfangreichen Schnittstellen zu allem möglichen, vielleicht ist da was für Dich dabei ...

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      #3
      Hallo Chris,

      zu Markus Ausführungen gibt es wenig hinzuzufügen. Bitte schaue Dir aber auch mal den Eibport von BAB Technologie an. Aus meiner Sicht lässt dieser bei einem attraktiven Preis und einer attraktiven Bauform kaum wünsche offen.


      Michael Möller || Geschäftsführer || www.voltus.de

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        #4
        Hallo Markus,

        vielen Dank für deine Antwort!

        Für den Privatbereich ist der HomeServer oder ähnliche Lösungen definitiv ein Top Gerät. Die Stromkosten beim HS sind ebenfalls fast unschlagbar.

        Da ich aber sowieso vorhabe einen Server 24/7 laufen zu lassen, würde sich eine SW Lösung besser anbieten, wie eine zusätzliche Hardware. Da würde dann der Jung FAP recht interessant erscheinen. Wenn ich jedoch die SW Kosten für den FAP mit den Client Kosten zusammenrechne und dagegen die Kosten für den BMS Server 2.0 HOME + Voyager 5.0 Basic ansehe, denke ich das man für einen ähnlichen Preis (soweit mir bekannt, ist da NETx sogar günstiger!) eine wesentlich leistungsfähigere SW bekommt.

        Die Platzierung von NETx wird, wie du schon gesagt hast, auf der Homepage ganz klar für den mittleren und größeren Bereich kommuniziert. Dagegen sprich aber die Firmenvorstellung hier im Forum (auch in anderen KNX Foren so zu finden):

        Unsere OPC Server Lösungen sind in mehr als 27 Ländern der Welt im Einsatz und sie finden unsere Produkte in kleine Hausinstallationen als auch in den größten Projekten der Welt (z. B der Flughafen Peking wurde anlässlich der olympischen Sommerspiele von uns mit einer OPC Steuerung ausgerüstet).
        Auch unsere Visualisierungslösungen über die Grenzen der Gebäudeautomation mit NETxLAB® Voyager sind durch die einfache Handhabung und schnelle Erstellung sehr beliebt.
        Unsere Visualisierung gibt es sowohl für den Heimanwender (Home oder Basic Version) als auch für große Projekte (Professional oder Enterprise) - sie unterscheiden sich in der Anzahl der Seiten und Elemente.

        Ich hoffe ich habe euer Interesse geweckt. Für mehr Infos schaut doch kurz auf unsere Homepage www.netxautomation.com oder kontaktiert uns per E-Mail: office@netxautomation.com.
        Liebe Grüße
        NETxAutomation


        @MarkusS: Wäre es möglich, dass du mir die Preisliste per PN zukommen lasst? Ich würde gerne schauen, ob sich das mit meinen Infos trifft.

        Weiters habe ich auch noch nicht verstanden, wie ich mir die Integration von anderen Geräten vorstellen kann (Also kein KNX / LON / BACnet… Protokoll). Eben z.B. via RS232 / Netzwerk eigens aufgeschlüsselte Steuerbefehle. Wie aufwändig ist die Herstellung solcher Fremdgeräteintegration.

        Beim HS wird da ja für jede Schnittstelle ein eigener Baustein entwickelt, funktioniert das dann beim BMS Server gleich? Vllt. Habe ich hier auch noch ein grundlegendes Verständnisproblem, da ich mein bisheriges Wissen eben nur aus hunderten Produktbeschreibungen, div. Homepages und dem Forum hier habe. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich das alles auch richtig verstanden habe :s

        In dem Sinne, danke nochmal für die Antwort!

        Lg
        Chris

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          #5
          Hallo Voltus,

          ich habe mir jetzt den eibPort 3 mal genauer angeschaut, ich kenne ihn aber auch schon von früheren Recherchen.

          Soweit ebenfalls ein sicherlich interessantes Gerät, aber auch hier (so verstehe ich das zumindest) ist man sehr stark an KNX gebunden. Meine Bedenken sind nur, dass man doch recht viel Geld und Zeit in eine "Zentrale" steckt, die einerseits an eine Hardware gebunden ist und andererseits keine wirkliche Schnittstellenfunktion erfüllt.

          Mit der Schnittstellenfunktion bin ich mir aber auch bei den anderen Lösungen nicht so sicher.

          Rein theoretisch wäre wahrscheinlich meine "Ideallösung" eine Kombination aus KNX - Crestron. Hier ist aber wieder der Nachteil, dass Crestron für umfangreichere Projekte fast unbezahlbar ist und man ist auch an der Hersteller gebunden.

          Ich versuche hier jetzt eine Lösung zu finden, mit der ich Crestron umgehen kann, aber eine ähnliche Funktionalität habe. Und ich glaube (falls ich falsch liege, würde ich mich freuen, wenn ihr mich berichtigt!), dass das mit einer so stark an KNX gebundenen Lösung fast unmöglich ist, auch wenn die Schnittstellen zu KNX stetig wachsen.

          Wenn ihr jetzt aber sagt, dass ich mit dem eibPort, oder auch mit dem HS, FAP o.ä. auch eine herstellerunabhängige Multimedialösung zustande bringe, würde mich das natürlich auch sehr freuen.

          Vielleicht ist das ganze auch nur ein Wunschdenken von mir und solche Lösungen gibt es (noch) nicht, dann würde ich mich ebenfalls freuen, wenn ihr mir das sagen könntet, dann könnte ich die stundenlangen Suchen einmal beenden

          In dem Sinne wünsche ich euch noch eine gute Nacht!

          PS: Ich hoffe ich stelle mich hier nicht zu beratungsresistent an :s

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