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Umstieg von PEHA IHC auf KNX

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    Umstieg von PEHA IHC auf KNX

    Einen schönen Tag in die Runde. Ich bin hier neu und hoffe auf eure Unterstützung. Folgendes Problem: Vor 20 Jahren wurde mein Wohnhaus mit dem PEHA IHC ausgestattet. Ein Jahr später stellte PEHA dieses System ein bzw. wechselte zu PHC. Ein Volltreffer in Sachen Fehlentscheidung sozusagen. Somit frage ich mich seit 19 Jahren, was ich tun soll, wenn mein System den Geist aufgibt. Außerdem wurde die Software nicht gepflegt, so dass ich noch immer auf einer DOS- ähnlichen Oberfläche arbeiten muß. Das nervt und ich will diesem ein Ende setzen. Ich weiß, dass ich relativ problemlos auf das "neue" PEHA PHC wechseln könnte - aber wegen der Erfahrungen mit einem proprietären System kommt das für mich nicht in Frage. Also steht ein Umstieg auf KNX an. Hier wird es haarig, denn Elektriker hier vor Ort verdrehen regelmäßig die Augen, wenn ich sie darauf anspreche. Die meisten haben mit KNX noch nie zu tun gehabt. Jetzt möchte ich mir selber ein wenig Sachverstand verschaffen und vor allem erst einmal entscheiden wollen, wie ich diesen Umstieg angehen sollte.
    Meine Idee dazu: Ich würde mit der Steuerung meiner Fußbodenheizung beginnen wollen und diese auf KNX umstellen. Weil mir im Haupt-Schaltschrank kein Platz mehr zur Verfügung steht, würde ich eine Unterverteilung einrichten und dort die Heizungssteuerung als eine erste KNX- Linie aufbauen. Um überhaupt damit beginnen zu können, frage ich hier in die Runde: Was benötige ich als EINSTIEG in eine KNX- basierte Heizungssteuerung?
    Bitte nicht falsch verstehen, ich erwarte hier keine Schulung in KNX , sondern eine erste Nennung der unbedingt erforderlichen Komponenten. Das würde mir helfen, mich weiter damit zu befassen.
    Vielen Dank.

    #2
    Du benötigst
    Busspannungsversorgung
    Schnittstelle (USB oder IP) - ich empfehle auf IP zu setzen
    ETS (da reicht u.u. auch die "kleine" Version)
    Heizungsaktor (der von MDT hat Regler schon drin u. braucht nur noch einen Temperatursensor)
    KNX-Taster mit integriertem Temp.Fühler (z.B. Glastaster von MDT) oder separaten busfähigen Temperatursensor

    Jetzt mal mit Heizung beginnen u. später feststellen, man hätte Geräte (vor allem Tastsensoren) besser anders ausgewählt ist, unter Umständen, nicht sehr sinnig.
    Hier müsste man bereits über den Tellerrand schauen u. evtl. schon "mehr" besorgen um danach gut drauf aufbauen zu können.
    Wie sieht es mit Lichtschaltungen, Beschattung, Präsenz usw. aus.


    Mit IHC kam ich nie in Kontakt - nur mit PHC hatte ich mich aufgrund einer Kundenanfrage mal beschäftigt.
    Welche Taster sind angeschlossen u. mit welchem Kabel erfolgte die Anbindung? Verlegung im Rohr u/o austauschbar?
    Für die KNX-Geräte brauchst Du ein passendes Kabel - NYM geht nicht.
    Vlt. hast Du Bilder deines Verteilers?



    Zuletzt geändert von GLT; 31.03.2016, 09:08.
    Gruss
    GLT

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      #3
      Zuerst einmal vielen Dank für die schnelle und sehr ausführliche Antwort. Das war so ziemlich genau das, was ich mir erhofft hatte. Ich würde sehr gern auch gleich die gesamte Hausinstallation umstellen, nur ist das wirklich nicht wenig, denn auch mein bisheriges System läuft komplett über Taster, also Eingänge, Ausgänge, Steuerung, Schnittstelle etc.
      Allerdings eben NICHT kompatibel zu KNX. Und so muß ich sehen, welche Teile meiner Installation (Steuerleitungen, 230V- Leitungen etc.) ich weiter verwenden kann, und welche nicht.
      Am Einfachsten wäre es für mich, wenn ich wüßte, dass ich mit KNX auch Ausgänge (also z.B. Steckdosen oder Lichtausgänge) ansteuern kann, die bislang nicht KNX fähig sind, weil dort keine Busleitung liegt.
      Was ich meine: Gibt es auch hier Module, die ab Verteilung einzelne Abnehmer ansteuern können? Meine Steckdosen und sämtliche Lichtausgänge laufen in der Verteilung zusammen, sind also einzeln zu schalten.
      Ergänzung: Auch meine Fenster verfügen über Magnetkontakte. Die ursprüngliche Idee war tatsächlich der KNX- Idee sehr ähnlich- wurde aber zur Sackgasse...
      Zuletzt geändert von daujoons; 31.03.2016, 11:49.

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        #4
        Das hört sich ja so an, als ob die Verkabelung Sternförmig ausgeführt wurde. Somit würdest du mit Binäreingängen die Taster an den KNXangebunden bekommen.Die Steckdosen dann über Schaltaktoren.

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          #5
          Borsti
          PHC und wohl auch dessen Vorgänger sind ähnlich einer SPS aufgebaut - zumindest für PHC gab es "Bustaster".
          Sternverkabelung war dafür Pflicht.


          Zitat von daujoons Beitrag anzeigen
          Am Einfachsten wäre es für mich, wenn ich wüßte, dass ich mit KNX auch Ausgänge (also z.B. Steckdosen oder Lichtausgänge) ansteuern kann, die bislang nicht KNX fähig sind, weil dort keine Busleitung liegt.
          Was ich meine: Gibt es auch hier Module, die ab Verteilung einzelne Abnehmer ansteuern können? Meine Steckdosen und sämtliche Lichtausgänge laufen in der Verteilung zusammen, sind also einzeln zu schalten.
          Aber sicher gibt es die - nennen sich Schaltaktoren; daneben gibt es natürlich Rollläden/Jalousieaktoren, Dimmaktoren.
          Für die Tasteranbindung gäbe es auch sog. Binäreingänge REG, die du dann verwenden könntest, falls echte KNX-Taster aufgrund Verkabelung nicht gingen.

          Zitat von daujoons Beitrag anzeigen
          Auch meine Fenster verfügen über Magnetkontakte. Die ursprüngliche Idee war tatsächlich der KNX- Idee sehr ähnlich- wurde aber zur Sackgasse...
          Sind auch kein Problem - vor allem dann nicht, wenn die Kabel dafür schon im Verteiler liegen.

          Das Buskabel würde dann nötig, wenn Du echte KNX-Taster (od. andere Sensoren) montieren möchtest.

          Was sich in so einem speziellen Fall auch anbieten könnte, wäre ein Austausch gegen eine Wago-SPS - die Offenheit zu KNX ginge dadurch auch nicht verloren.
          Zuletzt geändert von GLT; 31.03.2016, 12:13.
          Gruss
          GLT

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            #6
            Ich bin echt sprachlos! DAS sind exakt die Antworten, die ich mir erhofft hatte! Allerdings hatte ich nicht einmal im Ansatz die Erwartung, dass mir hier so kompetent, freundlich, unkompliziert und schnell geholfen werden würde. Danke für eure Zeit!
            Tatsächlich ist die Verdrahtung hier konsequent sternförmig ausgeführt worden, was mir genau deswegen Kopfschmerzen für die Umstellung machte. Mit euren Hinweisen im Hinterkopf bin ich jetzt überzeugt davon, dass die Umstellung gelingt. Wird sicher noch ein langer Weg, aber die ersten wichtigen Schritte bin ich mit eurer Hilfe heute schon gegangen. Super!
            Bleibt mir nur noch die Frage, ob hier jemand aus dem ostfriesischen Raum aktiv ist, der mit diesem Thema seine Brötchen verdient? Ich kann professionelle Hilfe gut gebrauchen...

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              #7
              Selber leider andere Ecke - sieh dir mal die Membermap an.
              Gruss
              GLT

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                #8
                "Andere Ecke" triffts...Schade.
                Ich merke gerade, dass ich hier ein riesiges Fass aufmache- und freue mich darauf. Allerdings wird wohl schon mit meiner nächsten Frage deutlich, wie weit mein Weg noch ist. Denn, was ich mich jetzt frage ist, ob ich für jeden Ausgang einen einzelnen Schaltaktor brauche (was meinen Schaltschrank schnell an seine Grenzen treiben würde), oder ob es die auch in Form von Modulen gibt, die z.B. sechs Ausgänge schalten können? Das wäre dann allerings schon fast zu viel des Guten. Aber, man darf ja noch träumen...

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                  #9
                  Schaltaktoren gibt es bis zu 20 Kanälen

                  Sieh dir doch mal www.mdt.de an - diese Marke kann man dir durchaus nahelegen.
                  D.h. nicht, dass man alles von MDT nehmen muss, aber preiswert, gute Produkte
                  Zuletzt geändert von GLT; 31.03.2016, 12:43.
                  Gruss
                  GLT

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                    #10
                    Auch wenn ich mich wiederhole: Ihr rettet meinen Tag! Schaltaktoren bis zu 20 Kanälen? Wahnsinn! Ich werde jetzt erstmal für eine Woche in den Urlaub fliegen und mich dann wieder hier melden, denn ich bin sicher, dass mir unter der Sonne noch so manche Frage einfällt.
                    Fürs Erste bin ich wirklich sehr glücklich, denn mich hat dieses Problem seit Jahren immer wieder mal eingeholt und meist hatte ich dann schlechte Laune.
                    Das wird sich jetzt ganz sicher ändern, denn jetzt weiß ich, dass die ursprünglich geplanten Funktionen auch zuverlässig und dauerhaft zu realisieren sind.
                    Auch eure konkreten Hinweisen (Wago-SPS) und Empfehlungen (MDT) werde ich aufgreifen. Auch diese bringen mich sicher ein riesen Stück weiter. Nochmals Danke.

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                      #11
                      Ergänzung: War eben bei MDT auf der Seite und hatte SOFORT einen Schaltaktor mit 16 Kanälen auf dem Schirm! Ich krieg das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht!

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                        #12
                        Moin,

                        und hier kommen dann die Tränen dazu, bei den Kombination der MIX Serie
                        .... und Tschüs Thomas

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                          #13
                          OMG! Komme mir vor wie mein Enkel auf dem Weihnachtsmarkt!

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                            #14
                            Mach erstmal Urlaub - solltest Du relaxt rumliegen u. zufällig Internetzeit haben, lies hier bei uns kreuz u. quer durch die Gegend.

                            Aber beschwer dich nicht, wenn Du plötzlich viel zu viele Wünsche hast u. deine Frau um ihren nächsten Urlaub fürchtet.
                            Gruss
                            GLT

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                              #15
                              Wenn Du von Peha IHC auf heutiges KNX mit TP umsteigen willst, könnte es natürlich sein, dass Du bald wieder mehr oder weniger ein Auslaufprodukt installiert hast. Der Trend geht zu IP, wie auch immer der aussehen wird. Aber nach Telefonie und anderen Medien ist der Trend einfach IP-basiert.

                              KNX in heutiger Ausführung ist sehr limitiert, manche Anwendungen (Multiroom, Türsprechanlage) brauchen ohnehin schon IP-Verbindungen.

                              Eine Möglichkeit (preisgünstiger) wäre ggf. der Einsatz einer SPS à la Loxone. Hier im Forum bauen die meisten aus KNX-Komponenten ohnehin so eine Art Pseudo-SPS mit einer Logik à la Homeserver. Das war eigentlich nicht Sinn von KNX (dezentral), aber macht Sinn im EFH. KNX per se ist nur kabelsparend aber wenig smart. Smart wird es nur durch die Logik bzw. den Server.

                              Wenn eine Technik schon zwanzig Jahre existiert, ist das überhaupt keine Garantie, dass sie noch zwei Jahre weiter existieren wird. Viele Hersteller von Telefonanlagen haben das sehr schmerzhaft erfahren müssen.

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