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    Fragen zum EFH-Neubau

    Moin zusammen,

    nachdem ich nun seit Monaten hier eifrig mitlese, um Informationen für die Verkabelung in unserem Neubau zu sammeln, stellen sich mir nun noch einige Fragen. Unser Haus wird ein Flachdach-Bungalow - alles auf einer Ebene - , die Kabel werde ich selber legen, den/die Verteiler von Voltus planen und vermutlich auch liefern lassen (Auf das Planungs-Angebot bin ich übrigens über dieses Forum gestoßen). Die Elektrik wird am Ende vom Elektriker geprüft und abgenommen. Der Rohbau ist fertig; da demnächst die Decke von innen gedämmt wird, möchte ich im Laufe dieser Woche zumindest die Schlitze Richtung Decke fertigstellen (mal sehen, wie sich die gerade erworbene Schlitzfräse schlägt) und die Verteilerplanung bestellen. Folgende Fragen:

    1. Wir haben im Haus eine tragende KS-Wand mit 11,5cm Dicke, lt. DIN darf die Schlitztiefe hier maximal 10mm betragen. Leerrohr kommt hierfür dann also nicht in Frage(?). Also entweder die Rohre am Wandanschluss abschneiden oder hier komplett auf Rohr verzichten? Was ist mit KNX/Netzwerkkabeln - die sollten doch auf jeden Fall in Leerrohr? Wie sieht es mit den oft empfohlenen tiefen Kaiser-Dosen aus? Sollte man für diese Wand stattdessen die normalen Dosen verwenden? Horizontale Schlitze sind lt. DIN ja gar nicht zugelassen, aber was ist mit z.B. 4 Steckdosen nebeneinander (im Schlafzimmer für TV, etc.)? Das ist ja letztendlich auch nichts anderes als ein (ziemlich breiter) Schlitz!?

    2. Ich würde gerne (fast? s. 1.) alle Kabel in (Leer)Rohr verlegen, kann mir aber den Übergang von Fußboden in die geschlitzte Wand unter Einhaltung der Biegeradien noch nicht so richtig vorstellen und habe dazu auch noch keine aussagekräftigen Bilder gefunden. Vlt. habt Ihr Fotos oder Links für mich?

    3. Ursprünglich hatte ich geplant, jede 1er/2er/3er/4er Steckdosenkombination per Sternverkableung in den Verteilerkasten zu legen, allerdings habe ich Bedenken bzgl. des Platzbedarfs bei der Einführung im Verteiler und im Verteiler selber (mehr Klemmreihen). Da kommt ja schon einiges zusammen. Inzwischen tendiere ich eher dazu, ein oder zwei Zuleitungen (evtl. über Decke in Trockenbauwände) pro Raum zu machen und von da in Sternverkabelung weiter zu den anderen Steckdosen (auf dem Fußboden, um die Wände nicht zu sehr mit Schlitzen zu "belasten"?). Spricht da irgendwas gegen?

    4. Darf ich in KS 25er Löcher mit dem Bohrhammer bohren oder wird dadurch die Klebeverbindung der Steine gelöst? (Hatte ich glaube ich irgendwo mal gelesen, finde das aber nicht mehr).

    5. Bohröffnungen im KS: 82mm?

    6. Wurde hier auch schon diskutiert, bin mir aber trotzdem nicht sicher: Heizungsaktor in Heizkreisverteiler oder in Unterverteilung?

    7. Beleuchtung plane ich erstmal herkömmliche 230V-Lampen, angesteuert über 5x1,5. Ggf. kann ich dann ja später auf 24V/Dali umrüsten (zumal dann ja durch das Rohr das Kabel gegen ein 7x1,5 o.ä. ausgetauscht oder erweitert werden kann), oder?

    8.1 Befestigung der Kabel/Rohre auf Rohfußboden (Schweißbahn) mit kleinen Schweißbahn-Stücken? (Architekt und Elektriker meinten, ich könnte ruhig durch die Schweißbahn bohren/nageln...)
    8.2 Befestigung der Rohre in der Decke: Die Rohre liegen dann ja auf der Konterlattung, müssen aber befestigt werden, oder? Wie macht man das? Von oben kommt man ja nicht mehr ran...

    9. Außensteckdosen/verkabelung: Mir wurde davon abgeraten, von innen nach außen (WDVS) Leerrohre zu legen wegen der Dämmung/Blower-Door-Test. Es gibt aber doch von Kaiser hierfür spezielle Dichtstopfen. Habt Ihr Erfahrungen damit auch bzgl. Blower-Door-Test? Und auch hier wieder: Wie wird das Rohr so verlegt, dass man das Kabel dann am Ende auch austauschen kann? Das Rohr kommt innen an, muss um 90° nach oben bis auf Steckdosenhöhe, hier ist dann ja wieder ein 90°-Knick, so dass das Kabel dann nach außen führt. Oder muss von innen auch eine Dose eingebaut werden?

    10. Rollladen/zusätzliche schaltbare Steckdose: Kann ich über ein z.B. 7-adriges Kabel sowohl den Rollladen ansteuern als auch eine schaltbare Steckdose? Ein Teil der Adern würde dann ja zum Jalousieaktor laufen, der andere Teil zu einem Schaltaktor. Ich hatte glaube ich mal gelesen, dass das nicht zulässig wäre (Nur ein Stromkreis pro Kabel?)?

    11. Teilweise wird bei Verwendung von Leerrohr die Verlegung als Einzeladern nahegelegt, u.a. aus Kostengründen. Gilt das noch? Denn bisher habe ich nur Einzeladern gefunden, die in Summe dann - wenn auch nicht viel - teurer waren als 3x1,5 NYM...

    So, das wars erstmal, ich freue mich schon auf Eure Antworten...

    Andreas
    Zuletzt geändert von abs; 14.06.2016, 07:24.

    #2
    Hallo.

    Zitat von abs Beitrag anzeigen
    1. Wir haben im Haus eine tragende KS-Wand mit 11,5cm Dicke, lt. DIN darf die Schlitztiefe hier maximal 10mm betragen. Leerrohr kommt hierfür dann also nicht in Frage(?). Also entweder die Rohre am Wandanschluss abschneiden oder hier komplett auf Rohr verzichten? Was ist mit KNX/Netzwerkkabeln - die sollten doch auf jeden Fall in Leerrohr? Wie sieht es mit den oft empfohlenen tiefen Kaiser-Dosen aus? Sollte man für diese Wand stattdessen die normalen Dosen verwenden? Horizontale Schlitze sind lt. DIN ja gar nicht zugelassen, aber was ist mit z.B. 4 Steckdosen nebeneinander (im Schlafzimmer für TV, etc.)? Das ist ja letztendlich auch nichts anderes als ein (ziemlich breiter) Schlitz!?
    Sprich mit deinem Statiker. Eigentlich sind tragende Wände mit 11,5cm schon eine richtige Herausforderung und ich habe die tragenden bei mir in Absprache mit dem Statiker immer als mind. 17,5cm gemacht. Bei 11,5 hast du ja schon Probleme wenn zwei Dosen rückseitig aneinander kommen weil die Wand zu dünn ist.
    Dennoch haben Statiker einen gewissen Puffer eingerechnet. Du solltest abklären wie es sich dabei an der konkreten Stelle verhält.
    Was versprichst du dir konkret davon, NYM-J in Leerrohr zu legen? Das würde ich auf jeden Fall ohne Leerrohr legen. Vor allem wenn du die Biegeradien eh eng machen musst. KNX muss ebenfalls nicht ins Rohr. Netzwerk ist natürlich besser im Rohr weil sich da die Technologie als mal ändert. Aber wenn die Wand kein Leerrohr zulässt, würde ich auch das ohne Rohr legen und an einer passenden Stelle wirklich leere Leerrohre einziehen um später eine Vernetzung auf Basis anderer Technologie nachrüsten zu können.

    3. Ursprünglich hatte ich geplant, jede 1er/2er/3er/4er Steckdosenkombination per Sternverkableung in den Verteilerkasten zu legen, allerdings habe ich Bedenken bzgl. des Platzbedarfs bei der Einführung im Verteiler und im Verteiler selber (mehr Klemmreihen). Da kommt ja schon einiges zusammen. Inzwischen tendiere ich eher dazu, ein oder zwei Zuleitungen (evtl. über Decke in Trockenbauwände) pro Raum zu machen und von da in Sternverkabelung weiter zu den anderen Steckdosen (auf dem Fußboden, um die Wände nicht zu sehr mit Schlitzen zu "belasten"?). Spricht da irgendwas gegen?
    Für normale Räume ist das ein sinnvoller Weg (7x1,5 oder 5x15), abgesehen von der Sternverkabelung im Raum, das halte ich für Unsinn. Das überfordert sogar eine Elektronicdose, dort so viele Leitungen zu verklemmen. Lieber von Dose zu Dose schleifen und dort jeweils alle nicht benutzten Adern durchklemmen. Spezielle Steckdosen (Waschmaschine, ...) sind natürlich trotzdem separat anzufahren.

    4. Darf ich in KS 25er Löcher mit dem Bohrhammer bohren oder wird dadurch die Klebeverbindung der Steine gelöst? (Hatte ich glaube ich irgendwo mal gelesen, finde das aber nicht mehr).
    Die Klebeverbindung stört das nicht, aber es können Ecken abplatzen wenn der Bohrer austritt. Ohne Schlag wirst du kaum durch kommen, kannst ja mal die Leistung des Bohrhammers runter stellen und schauen wie du durch kommst. Und wenn was abplatzt, wird das beim Verputzen wieder gefüllt, ist nicht so schlimm. (Sprich mit deinem Bauleiter oder sonst jemandem, der dir diese Auskunft geben kann und nachher auch dafür haftet.)

    5. Bohröffnungen im KS: 82mm?
    Ja.

    6. Wurde hier auch schon diskutiert, bin mir aber trotzdem nicht sicher: Heizungsaktor in Heizkreisverteiler oder in Unterverteilung?
    Wenn du die Diskussionen schon gefunden hast, hast du doch auch die Antworten.

    7. Beleuchtung plane ich erstmal herkömmliche 230V-Lampen, angesteuert über 5x1,5. Ggf. kann ich dann ja später auf 24V/Dali umrüsten (zumal dann ja durch das Rohr das Kabel gegen ein 7x1,5 o.ä. ausgetauscht oder erweitert werden kann), oder?
    Dali braucht auch kein 7x1,5. Wenn du gleich 5x2,5 legst, kannst du später problemlos auf 24V umrüsten.

    8.1 Befestigung der Kabel/Rohre auf Rohfußboden (Schweißbahn) mit kleinen Schweißbahn-Stücken? (Architekt und Elektriker meinten, ich könnte ruhig durch die Schweißbahn bohren/nageln...)
    Dann frag mal den Dachdecker, der dir die Bodenabdichtung gemacht hat. Der sieht das meist nicht so entspannt. aber ja: Richtig schlimm kann es nicht sein, denn da dübeln alle Handwerker ihren Kram hin.
    Mein Estrichleger hat übrigens gemeint, ihm ist es lieber wenn die Kabel gar nicht befestigt sind. Zum Schutz beim Verputzen ist eine Befestigung sicherlich sinnvoll, aber vielleicht kannst du das mit Kleben hin bekommen. Sprich mit dem Estrichleger.

    10. Rollladen/zusätzliche schaltbare Steckdose: Kann ich über ein z.B. 7-adriges Kabel sowohl den Rollladen ansteuern als auch eine schaltbare Steckdose? Ein Teil der Adern würde dann ja zum Heizungsaktor laufen, der andere Teil zu einem Schaltaktor. Ich hatte glaube ich mal gelesen, dass das nicht zulässig wäre (Nur ein Stromkreis pro Kabel?)?
    Was hat das mit der Heizung zu tun? ;-)
    Der Rollladenaktor hat auch kein Kraftwerk integriert sondern bekommt den Strom von einem LS deiner Wahl. Also kannst du das auch so anschließen, dass Steckdose und Rollladen vom gleichen Stromkreis kommen. Ob man das will ist wieder was anderes. Oft sind mehrere Rollladen über eine Phase versorgt, das erschwert die Planung ggf. Bei mir sind Jalousien komplett separat abgesichert und nicht mit Steckdosen kombiniert.

    11. Teilweise wird bei Verwendung von Leerrohr die Verlegung als Einzeladern nahegelegt, u.a. aus Kostengründen. Gilt das noch? Denn bisher habe ich nur Einzeladern gefunden, die in Summe dann - wenn auch nicht viel - teurer waren als 3x1,5 NYM...
    Das sind die Österreicher, die das so machen.

    Gruß,
    Bernd

    Kommentar


      #3
      Moin...

      Zitat von bwurst Beitrag anzeigen
      Sprich mit deinem Statiker. Eigentlich sind tragende Wände mit 11,5cm schon eine richtige Herausforderung und ich habe die tragenden bei mir in Absprache mit dem Statiker immer als mind. 17,5cm gemacht. Bei 11,5 hast du ja schon Probleme wenn zwei Dosen rückseitig aneinander kommen weil die Wand zu dünn ist.
      Dennoch haben Statiker einen gewissen Puffer eingerechnet. Du solltest abklären wie es sich dabei an der konkreten Stelle verhält.
      OK, werde ich machen und zunächst mal den Architekten befragen; mal sehen, was der dazu sagt...

      Zitat von bwurst Beitrag anzeigen
      Was versprichst du dir konkret davon, NYM-J in Leerrohr zu legen? Das würde ich auf jeden Fall ohne Leerrohr legen. Vor allem wenn du die Biegeradien eh eng machen musst. KNX muss ebenfalls nicht ins Rohr.
      Grundsätzlich bei NYM-J auf Leerrohr verzichten oder nur bei den Zuleitungen zu dieser Wand? Warum Leerrohr? => späterer Austausch/Erweiterung?

      Zitat von bwurst Beitrag anzeigen
      Netzwerk ist natürlich besser im Rohr weil sich da die Technologie als mal ändert. Aber wenn die Wand kein Leerrohr zulässt, würde ich auch das ohne Rohr legen und an einer passenden Stelle wirklich leere Leerrohre einziehen um später eine Vernetzung auf Basis anderer Technologie nachrüsten zu können.
      OK, dann würde ich das Netzwerkkabel ggf. an eine andere Wand legen...

      Zitat von bwurst Beitrag anzeigen
      Für normale Räume ist das ein sinnvoller Weg (7x1,5 oder 5x15), abgesehen von der Sternverkabelung im Raum, das halte ich für Unsinn. Das überfordert sogar eine Elektronicdose, dort so viele Leitungen zu verklemmen. Lieber von Dose zu Dose schleifen und dort jeweils alle nicht benutzten Adern durchklemmen.
      OK, dann gehe ich von Dose zu Dose...

      Zitat von bwurst Beitrag anzeigen
      Spezielle Steckdosen (Waschmaschine, ...) sind natürlich trotzdem separat anzufahren.
      Wegen der eigenen Absicherung heißt das eine eigene Kabel-Zuleitung vom Verteiler, oder kann das zusammen mit den "normalen" Steckdosen in der 7+ x 2,5- Zuleitung gelegt werden?

      Zitat von bwurst Beitrag anzeigen
      Die Klebeverbindung stört das nicht, aber es können Ecken abplatzen wenn der Bohrer austritt. Ohne Schlag wirst du kaum durch kommen, kannst ja mal die Leistung des Bohrhammers runter stellen und schauen wie du durch kommst. Und wenn was abplatzt, wird das beim Verputzen wieder gefüllt, ist nicht so schlimm. (Sprich mit deinem Bauleiter oder sonst jemandem, der dir diese Auskunft geben kann und nachher auch dafür haftet.)
      OK

      Zitat von bwurst Beitrag anzeigen
      Wenn du die Diskussionen schon gefunden hast, hast du doch auch die Antworten.
      Ja, bin mir aber trotzdem nicht sicher ;-) Dann befrage ich dazu nochmal den Heizungsbauer + Elektriker...

      Zitat von bwurst Beitrag anzeigen
      Dali braucht auch kein 7x1,5. Wenn du gleich 5x2,5 legst, kannst du später problemlos auf 24V umrüsten.
      7x, um ggf. die evtl. dazukommenden Deckenspots dann zusätzlich zu der schon verbauten 230V-Lampe zu verbauen? Muss der Durchschnitt 2,5 sein oder reicht 1,5?

      Zitat von bwurst Beitrag anzeigen
      Dann frag mal den Dachdecker, der dir die Bodenabdichtung gemacht hat. Der sieht das meist nicht so entspannt. aber ja: Richtig schlimm kann es nicht sein, denn da dübeln alle Handwerker ihren Kram hin.
      Das heißt ja noch lange nicht, dass es auch richtig so ist ;-)

      Zitat von bwurst Beitrag anzeigen
      Mein Estrichleger hat übrigens gemeint, ihm ist es lieber wenn die Kabel gar nicht befestigt sind. Zum Schutz beim Verputzen ist eine Befestigung sicherlich sinnvoll, aber vielleicht kannst du das mit Kleben hin bekommen. Sprich mit dem Estrichleger.
      Die Leerrohre müssen aber befestigt werden, damit die Kabel hinterher vernünftig eingezogen werden können, oder? Und über die Kabel kommt ja erst noch die Dämmschicht, und dann der Estrich...

      Zitat von bwurst Beitrag anzeigen
      Was hat das mit der Heizung zu tun? ;-)
      Ähm, ja, war schon spät... Da ist wohl was durcheinandergeraten, ich habe mal "Heizungsaktor" durch "Jalousieaktor" ersetzt :-)

      Zitat von bwurst Beitrag anzeigen
      Der Rollladenaktor hat auch kein Kraftwerk integriert sondern bekommt den Strom von einem LS deiner Wahl. Also kannst du das auch so anschließen, dass Steckdose und Rollladen vom gleichen Stromkreis kommen. Ob man das will ist wieder was anderes. Oft sind mehrere Rollladen über eine Phase versorgt, das erschwert die Planung ggf. Bei mir sind Jalousien komplett separat abgesichert und nicht mit Steckdosen kombiniert.
      Werde ich dann wohl auch so machen...

      Zitat von bwurst Beitrag anzeigen
      Das sind die Österreicher, die das so machen.
      Ach so, na dann ;-) Naja, muss ja aber trotzdem nicht grundsätzlich verkehrt sein...

      Bis denn,

      Andreas

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        #4
        Zitat von abs Beitrag anzeigen
        Grundsätzlich bei NYM-J auf Leerrohr verzichten oder nur bei den Zuleitungen zu dieser Wand? Warum Leerrohr? => späterer Austausch/Erweiterung?
        Meine persönliche Meinung ist, dass man NYM nicht austauschen wird. Selbst falls man zusätzliche Adern braucht, legt man lieber an einer anderen Stelle ein neues Kabel als dass man ein funktionierendes herauszieht und die Gefahr eingeht, dass man nachher gar kein Kabel mehr hat weil das Leerohr doch irgendwo einen Knick abbekommen hat. Und dass sich die Technologie der Stromzuleitung so sehr ändert, dass man die alten Leitungen nicht mehr nutzen kann halte ich für ebenso unwahrscheinlich.

        Wegen der eigenen Absicherung heißt das eine eigene Kabel-Zuleitung vom Verteiler, oder kann das zusammen mit den "normalen" Steckdosen in der 7+ x 2,5- Zuleitung gelegt werden?
        Großverbraucher wie Backofen, Herd, Waschmaschine, Trockner und Spülmaschine müssen an ein eigenes Kabel weil die auf einer Phase schon annähernd den maximal zulässigen Strom ziehen. Würde man das mit anderen Verbrauchern, ggf separat abgesichert mischen, würde man den Neutralleiter überlasten. Theoretisch würde es mit 2,5mm² wohl schon gehen, aber ob das zulässig ist weiß ich nicht. Ich würde auch noch Kühl- und Gefriergeräte mit einer separaten Leitung anschließen und dort dann einen FI/LS setzen. Dann geht der Kühlschrank nicht aus, nur weil irgendwo im Haus der FI fliegt.

        7x, um ggf. die evtl. dazukommenden Deckenspots dann zusätzlich zu der schon verbauten 230V-Lampe zu verbauen? Muss der Durchschnitt 2,5 sein oder reicht 1,5?
        Ob du jetzt 230V und 24V gleichzeitig auf der selben Leitung haben darfst, halte ich für sehr unwahrscheinlich.
        Schau dir mal die Montageanleitung der MDT-LED-Controller an. Da steht bei welchen Leitungslängen und welcher Stromstärke 1,5mm² noch reicht und wo man 2,5mm² nehmen sollte. Das gilt natürlich nur für zentrale Versorgung mit 24V, bei 230V ist 1,5mm² ausreichend.

        Die Leerrohre müssen aber befestigt werden, damit die Kabel hinterher vernünftig eingezogen werden können, oder? Und über die Kabel kommt ja erst noch die Dämmschicht, und dann der Estrich...
        Nicht ganz: Die Dämmschicht kommt um die Rohre drum herum. D.h. der Estrichleger muss den Verlauf der Rohre aus der Dämmung ausschneiden. Wenn die Rohre fest sind und nicht 100% parallel zur Wand, dann kann es sein, dass die rechteckigen Platten eben nicht ganz passen. Da ist es dem Estrichleger lieber, wenn er die Richtung des Kabels noch um ein paar Grad verschieben kann. Aber ja, es gibt bestimmt auch Estrichleger, die dir dann munter Ecken und Knicke rein machen.

        Kommentar


          #5
          Moin,

          Zitat von bwurst Beitrag anzeigen
          Meine persönliche Meinung ist, dass man NYM nicht austauschen wird. Selbst falls man zusätzliche Adern braucht, legt man lieber an einer anderen Stelle ein neues Kabel als dass man ein funktionierendes herauszieht und die Gefahr eingeht, dass man nachher gar kein Kabel mehr hat weil das Leerohr doch irgendwo einen Knick abbekommen hat. Und dass sich die Technologie der Stromzuleitung so sehr ändert, dass man die alten Leitungen nicht mehr nutzen kann halte ich für ebenso unwahrscheinlich.
          Ja, da ist was dran... Vielleicht lege ich dann einfach zusätzlich zu den NYM-Kabeln ein leeres Leerrohr in jeden Raum. Netzwerk- und KNX-Kabel werde ich aber wohl - soweit es geht - in Leerrohr verlegen... Aber wie ist es da mit dem Übergang Fussboden zur Wand und den Biegeradien (s. Frage 2 in meinem ersten Beitrag)?

          Zitat von bwurst Beitrag anzeigen
          Großverbraucher wie Backofen, Herd, Waschmaschine, Trockner und Spülmaschine müssen an ein eigenes Kabel weil die auf einer Phase schon annähernd den maximal zulässigen Strom ziehen. Würde man das mit anderen Verbrauchern, ggf separat abgesichert mischen, würde man den Neutralleiter überlasten. Theoretisch würde es mit 2,5mm² wohl schon gehen, aber ob das zulässig ist weiß ich nicht. Ich würde auch noch Kühl- und Gefriergeräte mit einer separaten Leitung anschließen und dort dann einen FI/LS setzen. Dann geht der Kühlschrank nicht aus, nur weil irgendwo im Haus der FI fliegt.
          OK, also die Küchengeräte über jeweils eigene Kabel...

          Zitat von bwurst Beitrag anzeigen
          Ob du jetzt 230V und 24V gleichzeitig auf der selben Leitung haben darfst, halte ich für sehr unwahrscheinlich.
          Schau dir mal die Montageanleitung der MDT-LED-Controller an. Da steht bei welchen Leitungslängen und welcher Stromstärke 1,5mm² noch reicht und wo man 2,5mm² nehmen sollte. Das gilt natürlich nur für zentrale Versorgung mit 24V, bei 230V ist 1,5mm² ausreichend.
          Auf der sicheren Seite ist man also mit 5x2,5. Und an den Stellen, wo die angegebenen Längen definitiv nicht überschritten werden, 5x1,5...

          Zitat von bwurst Beitrag anzeigen
          Nicht ganz: Die Dämmschicht kommt um die Rohre drum herum. D.h. der Estrichleger muss den Verlauf der Rohre aus der Dämmung ausschneiden. Wenn die Rohre fest sind und nicht 100% parallel zur Wand, dann kann es sein, dass die rechteckigen Platten eben nicht ganz passen. Da ist es dem Estrichleger lieber, wenn er die Richtung des Kabels noch um ein paar Grad verschieben kann. Aber ja, es gibt bestimmt auch Estrichleger, die dir dann munter Ecken und Knicke rein machen.
          Danke erstmal für die hilfreichen Antworten...

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            #6
            Hallo nochmal,

            ich hätte noch eine Zusatzfrage: Es wird teilweise die Electronic-Dose von Kaiser empfohlen. Sehe ich das richtig, dass die eine Hälfte der Dose von vorne verschlossen ist, man also nur z.B. eine Steckdose einsetzen kann? Welchen Vorteil hat die Dose dann gegenüber zwei einzelnen Dosen, die ja wesentlich billiger wären (Preise alle von voltus) (und bei der man dann ja bei Nichtgebrauch eine verputzen kann):

            KAISER 1555-04 Geräte-Verbindungsdose mit Geräteschrauben: 0,52 (*2 = 1,04)
            KAISER 1068-02 Electronicdose UP (mit Geräteschrauben): 4,55

            Im Buch "Heimautomation mit KNX, DALI, 1-Wire und Co." wird ja die Trennwand als Vorteil angegeben, aber die habe ich doch bei zwei Einzeldosen auch?

            Und wenn es um das Mehr an Platz geht, wäre das hier doch eine etwas günstigere Alternative:

            KAISER 1656-21 Doppel-Geräte-Verbindungsdose ECON (mit Geräteschrauben) 4,36

            Kann mich hierüber jemand aufklären?

            Bis denn,

            Andreas

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              #7
              wenn du zwei Einzeldosen nimmst, und eine davon mit Putzdeckel zuputzen lässt, dann hast du praktisch keine Chance in der zweiten, zugeputzten Dose was zu machen. Denn du kommst ja ned rein!

              Bei einer Elekronikdose kommst du (relativ) gut in den "Stauraum", kannst dort klemmen, Leitungsreserve verstauen, oder sogar einen UP-Aktor unterbringen. Zugang immer über die offene Dose.

              Die Doppeldose kannst du nicht halb verschließen mit Putz. Du brauchst dann einen Doppelrahmen und ein Blindstück. Und ob es für die Dosen einen Trennsteg gibt ??? Ich glaube nicht.

              Fazit:
              Überall dort, wo du mehr als 3 Leitungen 5x1,5 verklemmen willst, würde ich einen Elektronikdose empfehlen. Wenn Bus dazu kommt, sowieso! Und für Netzwerk- und Sat ebenfalls!
              Auch als Klemmdose für Rolladen und Fensterkontakt eignen sie sich gut. In den "hinteren Teil" führt man die Leitungen von den Fensterkontakten ein und das YSTY zum Binäreingang, in den unteren Teil 230V zur Verteilung und zum Motor. Trennsteg dazwischen, fertig. Sauber getrennt, alle Klemmstellen erreichbar, nur 1 Blinddeckel pro Fenster.
              Mann könnte jetzt das Dingens auch noch in die Laibung setzen und eine Steckdose setzen (günstiger als Blinddeckel oO). Ich habs nicht in der Laibung. War mir zu knapp vom Platz her.
              KNX Transceiver für Arduino&Co: MicroBCU2 --- Sammelbestellung NanoBCU läuft aktuell

              Kommentar


                #8
                Kriegt man diese Dosen in eine ganz normale Bohrung rein ?

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                  #9
                  was ist für dich eine ganz normale Bohrung? Beim Trockenbau klappt es mit einer Bohrung, bei UP Dosen logischerweise nicht.

                  Kommentar


                    #10
                    Zitat von b54 Beitrag anzeigen
                    Kriegt man diese Dosen in eine ganz normale Bohrung rein ?
                    Die Electronicdose ist genau so breit wie eine zweier-Kombination aus Standard-UP-Dosen. Lediglich beim Bohren mit 82mm-Bohrkrone muss man die Kreis-Reste in der Mitte noch kappen.

                    Kommentar


                      #11
                      Moin zusammen,

                      ich habe mir mal etwas Material bestellt (u.a. Leerrohr und KNX-Kabel von voltus, NYM5x1,5/2,5 [Dicken korrigiert nach Antwort von RBender] von Hornbach; die Verteilerplanung wurde heute nacht auch beauftragt (voltus)) und werde dann mal testen, wie sich das Leerrohr bzw. die Kabel darin verlegen lassen...

                      Da das Material aber noch nicht da ist, hadere ich immer noch wegen der Verlegung von NYM in Leerrohr und würde evtl. einen "Mittelweg" zwischen Vollverrohrung und komplett ohne Rohre (für NYM) gehen (KNX, 1-Wire, SAT und Netzwerk werden komplett in Rohr verlegt):

                      1. Die NYM-Zuleitungen zu den Zimmern werden in 25er Leerrohr gelegt.
                      2. In den Zimmern wird von Steckdose zu Steckdose verlegt - ohne Rohr, aber... (s. 3.) (Nur zur Sicherheit: NYM auf dem Rohfußboden unter/in der Dämmschicht und Estrich ist üblich und auch erlaubt, oder? [korrigiert nach Antwort von RBender])
                      3. In den meisten Fällen muss ich sowieso fast ringsum gehen mit KNX/1-Wire Kabel (im Leerrohr). Es liegt also ringsum im Raum ein Leerrohr, wo 1 KNX-Kabel und 1 1-Wire-Kabel zusammen drin liegen. Wenn man dieses Kabel bzw. Rohr nun durch jede Steckdose (tiefe Kaiser-Dose) schleift, dann kann ich doch dieses Rohr später auch verwenden, um das vorhandene NYM-Kabel zu erweitern/ersetzen, oder? Die Strecken zwischen den Steckdosen sind ja nicht allzu lang...

                      Bei einer Vollverrohrung müsste ich ja an den Stellen, wo Steckdose (30cm) und Schalter (105cm) übereinander liegen, Schlitze für mindestens 4 Rohre machen:
                      - Zuleitung NYM
                      - Ableitung NYM
                      - Zuleitung KNX+1-Wire
                      - Ableitung 1-Wire
                      - Evtl. noch Netzwerk für den Fall, dass später mal eine Visu an diesen Ort soll

                      Für den vorgeschlagenen Weg - NYM-Kabel ohne Rohr - würde man sich hier zwei Rohre sparen und hätte - falls es funktioniert - trotzdem noch Reserve für spätere Erweiterungen...

                      Was haltet Ihr davon?

                      Und noch eine Frage:

                      - Steckdose auf 30cm, Schalter darüber auf 105cm => Schlitzt Ihr für das KNX-Kabel an der Steckdose vorbei oder lasst Ihr das Kabel durch die Steckdose laufen?

                      Danke schonmal

                      Andreas
                      Zuletzt geändert von abs; 21.06.2016, 10:11. Grund: NYM-Bezeichnungen korrigiert und Kabel unter Estrich

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                        #12
                        NYM5x3,5 -? Gibts das wirklich?
                        NYM auf Estrich unter/in der Dämmschicht ist üblich und auch erlaubt, oder?

                        Bist du dir sicher, dass du nicht jemanden holen möchtest der sich auskennt?
                        Leitungen auf dem Estrich gibt zunächst Ärger mit dem Bodenverleger und dann mit der Hausfrau, die nicht richtig putzen kann. Ist ausserdem nicht besonders hübsch.

                        Unter der Trittschalldämmung des Estrichs ist es im Allgemeinen kein Problem, wenn es entsprechend geplant wird. Es sind Verlegeabstände einzuhalten und eine gebundene Schüttung zuverwenden. Oder alternativ gleich einen Leichtestrich bis OK Leitungen. In der Trittschalldämmung führen Leitungen oft zu Trittschall... und sollten deshalb dort nicht verlegt werden.

                        Ach ja - Unter Estrich gehört das NYM in ein Schutzrohr. Und abgedichtete Bodenplatten sollten nicht zur Befestigung der Leitungen gelöchert werden. Die Befestigung ist ja nur kurz notwendig und kann auch durch kleben erreicht werden.
                        Zuletzt geändert von RBender; 21.06.2016, 10:31.

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                          #13
                          Hallo RBender,

                          ja, da ist wohl einiges durcheinander geraten beim Schreiben, ich habe die NYM mal auf 5x1,5/2,5 geändert und das NYM soll natürlich nicht auf den Estrich, sondern auf den Rohfussboden unter/in die Dämmung (unter den Estrich)...

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                            #14
                            Mal ehrlich du brauchst jemanden, der so was schon mal gemacht hat. Deine Fragen zeigen mir, dass du diesbegzüglich keine Erfahrungen hast. Das ist ja auch nicht schlimm, aber du brauchst jemanden der dich anlernt. Das geht nicht über ein Forum. Richtig spannend wird es, wenn die ganzen Kabel in die UVs (oder nur eine UV?) eingeführt und aufgelegt werden müssen. Willst du das auch selbst machen?

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                              #15
                              Also ich habe natürlich einen Elektriker, der die Abnahme macht und den ich jederzeit dazuholen kann, um "mich anzulernen" oder um mich zu beratschlagen bei Detailfragen (wie z.B. Einführen und Auflegen in UV). Ich würde aber trotzdem gerne zusätzlich auf die Erfahrungen hier im Forum zurückgreifen...

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