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OpenKNX REG1 CAN-Bus Applikationsplatine & Hoval Applikation/Firmware

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    #46
    Gemini:

    Im Bereich der Gebäudeautomation ist CAN FD (Flexible Data-Rate) aktuell noch ein absoluter Exot. Nahezu alle relevanten Partnergeräte arbeiten mit Classic CAN (CAN 2.0A/B).

    Hier ist eine Analyse für Ihre Hardware-Entwicklung:



    1. Warum Classic CAN (2.0B) ausreicht

    Die oben genannten Systeme (Hoval, Stiebel Eltron, Wilo, GEZE) sind auf Langlebigkeit und einfache Verdrahtung ausgelegt.
    • Baudraten: Die meisten HLK-Hersteller (wie Hoval/TopTronic E) nutzen Standard-Baudraten von 10 kbit/s bis 125 kbit/s (selten 250 oder 500 kbit/s).
    • Nutzlast: Da meist nur Sensorwerte (Temperatur, CO2, Druck) oder Stellbefehle übertragen werden, reichen die 8 Bytes eines Standard-CAN-Frames völlig aus.
    • Leitungslänge: In Gebäuden sind oft lange Leitungswege nötig. Classic CAN ist hier bei niedrigen Baudraten robuster als CAN FD.



    2. Mögliche Partner für CAN FD (Zukunftsszenarien)

    Falls Sie Ihr Gateway zukunftssicher oder für High-End-Anwendungen auslegen wollen, sollten Sie CAN FD nur für folgende Nischen in Betracht ziehen:
    • Aufzugstechnik: Moderne Aufzugsteuerungen (z.B. über das Protokoll CANopen Lift) könnten bei sehr hohen Gebäuden und komplexen Gruppensteuerungen auf CAN FD setzen.
    • EV-Charging (V2G): Bei der Kommunikation zwischen Ladestation und Fahrzeug (ISO 15118-20) oder innerhalb großer Batteriespeicher-Cluster wird CAN FD diskutiert, um Firmware-Updates oder komplexe Zertifikate schneller zu übertragen.
    • Automotive-Integration: Wenn Ihr Gateway als Brücke dient, um Fahrzeugdaten (z.B. im Smart Home integrierte Tesla-Wallboxen oder Fahrzeug-Telemetrie) nativ abzugreifen.



    3. Empfehlung für Ihre Hardware-Spezifikation

    PHY High-Speed CAN-Transceiver (abwärtskompatibel zu Low-Speed/Fault-Tolerant ist meist nicht nötig).
    Protokoll CAN 2.0B (unterstützt 11-Bit und 29-Bit Identifier).
    Isolation Zwingend erforderlich. In Gebäuden mit unterschiedlichen Potenzialen (Heizungskeller vs. Elektroverteiler) ist eine galvanische Trennung zwischen KNX und CAN essenziell.
    Terminierung Schaltbarer 120 Ohm Widerstand (per Jumper oder Software), da Ihr Gateway oft am Leitungsende sitzt.
    Fazit: Ein Fokus auf CAN FD ist für die aktuelle Gebäudeautomation nicht notwendig. Viel wichtiger für den Erfolg Ihres Produkts wäre die softwareseitige Unterstützung von CANopen oder die einfache Implementierung von proprietären Identifier-Listen (wie sie Hoval oder Buderus nutzen).
    OpenKNX www.openknx.de

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      #47
      Also das einzige überhaupt "erachtenswerte" Szenario wäre wohl das mit dem EV-Charging...
      ob die Ladestationen die auf CAN-FD setzen dann in unserem Umfeld Verbreitung finden wage ich zu bezweifeln.

      Denke die meisten Leute die sich für Dinge wie OpenKNX interessieren werden sich eher eine Ladestation anschaffen die "einfacher" zu integrieren ist.


      Von daher würde ich wahrscheinlich weitermachen wie bisher, erstmal den "leichteren" weg gehen, Erfahrung sammeln, sollte die Notwendigkeit nach CAN-FD auftauchen, kann man immer noch ein FD-Gateway entwickeln.

      Kommentar


        #48
        Hallo,
        ich "meine" Anwendung mit der LEDATRONIC ist Classic CAN mit 125kbps

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