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    Freier Speicher

    Hallo SmarthomeNG´ler,

    ich habe ein kleines Problem. Mir ist aufgefallen, dass in SmarthomeNG Backend Plugin ein freier Speicher von 478MByte angezeigt wird. Der USB-Stick am Raspberry, auf dem das System läuft, hat 16GB.

    Wie kann ich es so ändern, dass SmarthomeNG den gesamten Speicher nutzen kann?

    Gruß Manuel
    Angehängte Dateien

    #2
    Hallo,

    habe nun selbst doch noch die Antwort gefunden. Ich habe ein
    Code:
     
     sudo resize2fs /dev/sda2
    vergessen.

    Gruß Manuel

    Kommentar


      #3
      Hallo Manuel,

      ich kämpfe gerade mit dem gleichen Problem.

      Kann ich dem sudo resize2fs /dev/sda2 im laufenden Betrieb starten oder ist eine Sicherung von smarthome# smartvisu notwendig?
      Welchen Parameter hast Du nach dem Aufruf des resize2fs ... gewählt?
      Ich nutze eine SSD-Platte.

      Danke und
      LG
      Wolfgang

      Kommentar


        #4
        Hallo Wolfgang,

        ich habe es nach dieser Anleitung gemacht :

        Code:
        Systempartition vergrößern
        Sofern Ihnen bei den Vorbereitungsarbeiten keine Fehler unterlaufen sind, verläuft der Startprozess genauso wie bei der Verwendung einer normalen SD-Karte. Allerdings müssen Sie sich nun selbst darum kümmern, das Dateisystem auf dem USB-Stick so zu vergrößern, dass es den gesamten auf dem Datenträger zur Verfügung stehenden Platz nutzt. raspi-config bietet zwar mit Expand Filesystem eine entsprechende Funktion, diese kann aber nur verwendet werden, wenn sich Raspbian auf der SD-Karte befindet.
        
        Damit Sie also den ganzen Platz Ihres USB-Sticks verwenden können, müssen Sie selbst Hand anlegen. Die folgenden Kommandos zeigen, wie Sie mit dem Programm fdisk die Systempartition zuerst löschen und dann neu anlegen, wobei Sie unbedingt exakt dieselbe Startposition verwenden müssen. fdisk führen Sie wahlweise direkt in der Textkonsole oder in einem Terminalfenster aus.
        
        sudo fdisk /dev/sda
        Command (m for help): p
          Disk /dev/sda: 31.4 GB, 31440961536 bytes
          64 heads, 32 sectors/track, 29984 cylinders, 
            total 61408128 sectors
          Units = sectors of 1 * 512 = 512 bytes
          Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
          I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
          Disk identifier: 0x000981cb
             Device Boot  Start     End  Blocks   Id  System
          /dev/sda1        8192  122879   57344    c  W95 FAT32 (LBA)
          /dev/sda2      122880 5785599 2831360   83  Linux
        
        Command (m for help): d
          Partition number (1-4): 2
        
        Command (m for help): n
          Partition type:
             p   primary (1 primary, 0 extended, 3 free)
             e   extended
          Select (default p): p
          Partition number (1-4, default 2): 2
          First sector (2048-61408127, default 2048): 122880
          Last sector, +sectors or +size{K,M,G} (122880-61408127, 
            default 61408127): <Return>
          Using default value 61408127
        
        Command (m for help): p
          Disk /dev/sda: 31.4 GB, 31440961536 bytes
          64 heads, 32 sectors/track, 29984 cylinders, 
            total 61408128 sectors
          Units = sectors of 1 * 512 = 512 bytes
          Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
          I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
          Disk identifier: 0x000981cb
             Device Boot Start      End   Blocks   Id  System
          /dev/sda1       8192   122879    57344    c  W95 FAT32 (LBA)
          /dev/sda2     122880 61408127 30642624   83  Linux
        
        Command (m for help): w
          The partition table has been altered!
          Calling ioctl() to re-read partition table.
          WARNING: Re-reading the partition table failed with error 16: 
          Das Gerät oder die Ressource ist belegt.  The kernel still uses
          the old table. The new table will be used at the next reboot or
          after you run partprobe(8) or kpartx(8)
        Nun die ausführliche Erklärung, was hier vor sich geht: fdisk ist ein Kommando zur Partitionierung von Festplatten und anderen Datenträgern. Beim Start muss der sogenannte Device-Name des Geräts angegeben werden, also eine Spezialdatei, über die Linux auf die Festplatte zugreifen kann. Für den USB-Stick des Raspberry Pi lautet der Device-Name /dev/sda.
        
        fdisk ist ein interaktives Programm, in dem Sie Kommandos ausführen. Die Eingabe von Kommandos erfolgt durch Buchstaben und [Return]. Das erste Kommando [p] (print) listet die aktuelle Partitionstabelle auf. Es gibt also zwei Partitionen: eine kleine Partition mit einem Windows-Dateisystem, das in unserem Setup gar nicht verwendet wird, und eine größere Linux-Partition. Alle Start- und Endpositionen jeder Partition werden in Blöcken angegeben, wobei jeder Block 512 Byte groß ist. Davon abweichend wird die Größe der Partition in der Spalte Blocks hingegen in Vielfachen von 1024 Byte angegeben.
        
        Die wichtigste Information für Sie ist die Startposition der zweiten Partition beim Block 122880. Sollte sich das Raspbian-Installations-Image nach Erscheinen dieses Buchs ändern, kann es sein, dass fdisk bei Ihnen eine andere Position anzeigt. Diese Position müssen Sie sich merken.
        
        [d] (delete) löscht nun die zweite Partition. Keine Angst, sofern Sie die weitere Anleitung exakt befolgen, verlieren Sie dabei keine Daten! Denn bereits im nächsten Schritt wird die Partition mit [n] (new) wieder neu angelegt. fdisk fragt nun zuerst nach der Partitionsnummer (2), dann nach dem Partitionstyp (p für primary) und schließlich nach der Startposition der neuen Partition: Jetzt ist es entscheidend, dass Sie exakt dieselbe
        Startposition wie bisher angeben, in unserem Beispiel also 122880 Blöcke. Unkompliziert ist die Frage nach der Endposition: fdisk schlägt den letzten Block des USB-Sticks vor, und Sie bestätigen diese Position einfach mit [Return].
        
        Bis jetzt haben Sie alle Änderungen nur im Speicher durchgeführt. Erst mit [w] (write) wird die neue Partitionstabelle tatsächlich auf dem USB-Stick gespeichert. Jetzt gibt es also kein Zurück mehr.
        
        Nach dem Neustart mit sudo reboot erkennt Linux die neue Partitionsgröße. Unverändert geblieben ist aber das Dateisystem, das weiterhin nur einige GByte der Partition nutzt. Daher ist nun ein letzter Schritt erforderlich: Die Anpassung des Dateisystems an die neue Partitionsgröße. Dazu führen Sie das folgende Kommando in der Textkonsole oder in einem Terminal aus:
        
        sudo resize2fs /dev/sda2
          resize2fs 1.42.5 (29-Jul-2012)
          Das Dateisystem auf /dev/sda2 ist auf / eingehängt; 
          Online-Grössenveränderung nötig
          old_desc_blocks = 1, new_desc_blocks = 2
          Das Dateisystem auf /dev/sda2 ist nun 7660656 Blöcke groß.
        Zuletzt sollten Sie sich vergewissern, ob alles funktioniert hat. Dazu führen Sie das Kommando df -h aus. Es gibt einen Überblick über alle aktiven Dateisysteme. Gleich die erste Zeile des Ergebnisses zeigt, dass das Dateisystem in der Systempartition auf unserem 32-GByte-USB-Stick nun rund 29 GByte beträgt. Vielleicht fragen Sie sich, wo die übrigen drei GByte geblieben sind. Der Grund für die Diskrepanz sind unterschiedliche Rechenweisen. Datenträgerhersteller rechnen immer dezimal. Ein USB-Stick mit 32 GByte umfasst demnach rund 32.000.000.000 Byte. df rechnet hingegen binär. Ein GByte entspricht dort 2^30 Byte, also 1.073.741.824 Byte.
        
        Die restlichen Zeilen des df-Ergebnisses betreffen größtenteils temporäre bzw. virtuelle Dateisysteme. Interessant wird es erst wieder bei den letzten beiden Zeilen. Die /boot-Partition stammt von der SD-Karte und enthält die für den Boot-Prozess erforderlichen Daten. Über das Verzeichnis /media/boot ist außerdem die erste Partition des USB-Sticks zugänglich. Diese enthält ebenfalls Boot-Dateien, die aber ungenutzt sind.
        
        df -h
          Dateisystem    Größe Benutzt Verf. Verw% Eingehängt auf
          rootfs           29G    2.0G   26G    8% /
          /dev/root        29G    2.0G   26G    8% /
          devtmpfs        211M       0  211M    0% /dev
          tmpfs            44M    288K   44M    1% /run
          ...
          /dev/mmcblk0p1  7.3G     22M  7.3G    1% /boot
          /dev/sda1        56M     19M   38M   34% /media/boot
        Ich habe es im laufenden Betrieb gemacht. Jedoch ist eine Sicherung vorher nicht schlecht.

        Gruß Manuel

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          #5
          Hallo Manuel,

          herzlichen Dank für die Anleitung.
          Ich werde erst morgen damit starten, aber es sieht alles klar und verständlich aus.

          Gruß Wolfgang


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