Zitat von Seppl1507
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Netzteile produzieren im Normalbetrieb keinen DC-Fehlerstrom. Der entsteht genau erst dann, wenn hinter einem Gleichrichter irgendwas gegen Erde durchzündet. Meist passiert das mit einem Knall, einem Blitz und bsQ (beißend schwarzem Qualm). Und dann ist der Fehlerstrom auch direkt wieder weg, weil auf dem Weg des Stroms entweder im Netzteil irgendwelche Feinsicherungen durchbrennen, die Leiterbahnen schmelzen oder die Dioden im Gleichrichter platzen. Dann ist der DC-Fehlerstrom nach wenigen Millisekunden verschwunden und der RCD hat gar nix zu tun.
Sollten es (wie sehr häufig) schutzisolierte Geräte sein, gibts den DC-Fehlerstrom gegen Erde ohnehin nicht, da die Verbindung zum Schutzleiter und dem Körper gar nicht gegeben ist. Da fehlt der Rückweg…
Der RCD Typ B hat also exakt genau dann zu arbeiten, wenn tatsächlich gleichstromseitig ein Erdschluss entsteht und der so hochohmig ist, das nichts im Gerät selbst kaputt geht; oder aber das Gerät selbst so leistungsstark ist, das die Platinen und die Sicherungen das aushalten. Beispiele dafür wären PV-Wechselrichter oder Ladegeräte in Fahrzeugen, die durch die Wallbox angeschlossen werden. Dann ergibt das Sinn. Und genau dafür gibt es dann auch herstellerseitige Forderungen zum Einbau eines Typ-B-RCD.
Zitat von Seppl1507
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Zitat von Seppl1507
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Warum auch? Weil es im VDE mitunter kluge Köpfe gibt, die die Sachlage deuten können und unnütze Dinge nicht in eine Vorschrift reinpacken. Das macht nur der Marketingtyp von Hager und hofft auf Bauernopfer.

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