Mir gefällt bei den Moduloptimieren der Gedanke potentiell fehleranfällige Technik auf dem Dach zu haben nicht. Im Fall eines Defektes ist da sehr schwer dranzukommen, vor allem wenn es z.b. eines der hinteren Module betriftt.
Betr. Schattenmanagement im
Wechselrichter: Der Wechelrichter hat die Aufgabe den optimalen Betriebspunkt im Zusammenspiel und Spannung und Strom zu finden der die höchste Leistung ergibt. Das ist ein klassisches Optimierungsproblem. Wenn Schatten ins Spiel kommt, wird die Aufgabe etwas komplexer, es gibt mehrere lokale Maxima. Ein Wechselrichter ohne Schattenmanagement könnten in einem lokalen, „schlechteren“ Maximum hängen bleiben. Ein Wechselrichter mit SM sucht weiter und hat bessere Chancen das globale Maximum mit der höchsten Erzeugungsleistung zu finden.
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Danke Dir abermals - das mit dem Schattenmanagement habe ich nicht so ganz verstanden, da muss ich mich auch noch einlesen.
Dass es dann eine proprietäre Lösung ist, gefällt mir gar nicht. Wenn mir da nach 10 Jahren ein Modul ausfällt und es den Hersteller nicht mehr gibt, habe ich etliche k€ Elektroschrott. Das versuche ich immer zu vermeiden, da müsste ich auch erstmal eruieren wie groß der Wirkungsgradgewinn ist.
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Solar Edge und Trigo sind die gängigsten Moduloptimierer. SE mit dem "Nachteil" des Ökosystems also soweit ich weiß laufen die SE Optimierer nur zusammen mit der sehr teuren Hardware (WR bzw. Hauskraftwerk) von SE. Wie das bei Trigo ist weiß ich nicht.
Ich hatte mal kurz geschaut und folgende vereinfachte Erklärung des Schattenmanagements gefunden:
Die Module haben eigene Bypassdioden in der Regel 3 Stück für drei Teile des Moduls. Wenn jetzt die Spannung im String unter/über einen bestimmten Wert kommt, schaltet die Bypassdiode ihren Teil des Moduls ab, damit er nicht den kompletten String ausbremst.
Ein WR mit Schattenmangement kann quasi den optimalen MPP finden und die Spannung so anpassen, dass die schwachen Module "nicht mehr mitkommen" und damit quasi die Abschaltung über die Bypassdiode erzwingen. Sprich ein Modul liefert 0/33/66/100% der Leistung und nicht 0/100% und zieht dadurch auch den String nicht mehr runter.
Also Schattenanalyse ist schon wichtig. Es ist ja auch so, im Sommer steht die Sonne sehr hoch, entsprechend sind Baumschatten etc. relativ klein. Im Winter, wo die Sonne tief steht und viel Verschattung wäre gibt es insgesamt eh ziemlich wenig Sonne. Ein Schatteneinfall im Winter macht also nciht so viel. Und die Optimierer sind ja auch keine Wichtel, die das Modul an einen sonnigeren Ort tragen sondern optimieren halt den MPP am Modul. Wenn das Modul wegen Schatten aber nur 5-10% Leistung bringt, wird das durch Moduloptimierer auch nciht mehr.
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Hallo Bernd,
vielen Dank für die Tipps, schaue ich mir an!
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Hi Stefan,
Ich kann Dir auch keine Erfahrungen mit ByPassDioden sagen. Aber mit SolarEdge und den Moduloptimierern. Ich denke, dass wäre eher das richtige für Dich. Das läuft bei unserer Anlage hervorragend. Schön ist auch, dass man direkt die Leistung eines jeden einzelnen Moduls überwachen, sehen und auswerten kann.Zitat von dreamy1 Beitrag anzeigenIch habe hier jedenfalls definitiv Verschattung durch Bäume und eine Gaube....
vg, Bernd
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Danke Dir für die Infos - ich schaue auch mal im PV Forum vorbei.
Ich habe es immer so verstanden, dass wenn mehrere Module auf einmal verschattet werden, dann macht es keinen Unterschied ob es pro Modul 3, 6 oder zig Bybassdioden gibt. Wenn aber kleinere Bereiche auf einem einzelnen Modul verschattet (z.B. durch Äste) sind oder gar nur eine Zelle, dann hat dieses Modul sofort ~30% oder noch mehr Leistungsverlust. Und es können Hot Spots enstehen, die für extreme Oberflächentemperaturen sorgen können.
Wie das ein WR ausgleichen kann...keine Ahnung. Der kann ja nur nehmen was ankommt - ggf. durch ein angepasstes MPP-Tracking, da muss ich mich noch einlesen.
Ich habe hier jedenfalls definitiv Verschattung durch Bäume und eine Gaube, zumindest auf der Westseite gegen Nachmittag/Abend, wäre dann vermutlich so ein Kandidat, wo sowas Sinn macht. Die Module von AE (ich glaube das sind die Einzigsten mit den separaten Bypassdioden pro Zelle) gibts aktuell wohl auch nur mit begrenzter Leistung und nicht-schwarzem Rahmen, das wäre wiederum suboptimal.
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Bevor ich wieder bepöbelt werde: Ich habe keine persönliche Erfahrung zu Modulen mit einzelnen Bypassdioden. Ich kann nur sagen, dass dieses Thema im PV Forum, (in dem ich deutlich aktiver bin als hier) ebenfalls häufig diskutiert wurde. Es kommt tatsächlich sehr darauf an in 80-90% der Fälle wird davon abgeraten. Das kommt zum einen, da dies auch häufig als reine Geldmacherei auf unverschatteten Dächern gegen hohe Aufpreise angeboten wird.
Zum anderen haben moderne Wechselrichter auch ein Schattenmanagement (bei dem ich jetzt nicht genau sagen wie es funktioniert) und gleichen darüber wohl Teilschatten von Gauben etc. aus. Die Zeiten, in denen alle Module im Strang sonst viel weniger Leistung bringen scheinen vorbei.
Bei Baumschatten die wirklich über das gesamte Dach wandern könnte das insgesamt schon anders aussehen. Es empfiehlt sich hier generell mit PV Sol Premium (30 Tage kostenlose Testversion) mal die Verschattung berechnen zu lassen, dann weiß man zumindest mal, wie viel Schatten überhaupt auf den Modulen liegt. Stark verschattete Flächen kann man dann ggf. auch auslassen was insgesamt günstiger und weniger Fehleranfällig ist als diese
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Zurück zum Thema:
Hat jemand Erfahrung mit PV-Modulen, wo jede Einzelzelle eine Bypassdiode hat? Lohnt sich der Aufpreis, wenn man mit Teilverschattung zu rechnen hat (Bäume, Aufbauten am Dach)? Gibt es Einschränkungen bei der Haltbarkeit (die Dioden sind dann ja nicht mehr austauschbar)?
Die aktuellen Half Cell Module habe ich irgendwo auch schon mit sechs statt den üblichen drei Bypass-Dioden gesehen - gibt es hierzu Erfahrungswerte / Empfehlungen?
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Da müsste man im Haus aber gut 37m³ Wasser um 10m hochpumpen, um daraus (theoretisch) 1 kWh zu erzeugen
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Alternativ ginge auch ein Pumpspeicherwerk (oder anderer lokaler Energiespeicher), ist aber nicht zwingend günstiger.Zitat von dreamy1 Beitrag anzeigenWenn bei uns im Dorf fünfzehn Einwohner die 30k€ für eine 30kW-PV über haben und deswegen Ortsnetztrafos plus die kilometerlange 6kV-Leitung komplett neu gemacht werden muss, dann ist das nicht wirtschaftlich und auch ökologisch zumindest zweifelhaft. Wenn man mittags 260V am Hauseingang hat, weil zwei 30kW-Einspeiser am Ende des Strangs nicht abgeregelt werden können, dann ist das halt auch nicht lustig. Das muss man sich deshalb lokal anschauen und bewerten, ob es hinsichtlich Nutzen/Aufwand Sinn macht.
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Naja, durch den Zubau an erneuerbaren Energien plus EEG-Umlage ist der Strompreis ja nicht runtergegangen, sondern hoch. Die Umlage hätte dann nochmal deutlich größer ausfallen müssen, wenn man das Stromnetz bis auf Hausebene modernisiert, um jedem Bürger eine PV zu ermöglichen - das ist dann halt die Frage, wer das bezahlen möchte/kann.
Wenn bei uns im Dorf fünfzehn Einwohner die 30k€ für eine 30kW-PV über haben und deswegen Ortsnetztrafos plus die kilometerlange 6kV-Leitung komplett neu gemacht werden muss, dann ist das nicht wirtschaftlich und auch ökologisch zumindest zweifelhaft. Wenn man mittags 260V pro Phase am Hauseingang hat, weil zwei 30kW-Einspeiser am Ende des Strangs nicht abgeregelt werden können, dann ist das halt auch nicht lustig. Das muss man sich deshalb lokal anschauen und bewerten, ob es hinsichtlich Nutzen/Aufwand Sinn macht.Zuletzt geändert von dreamy1; 23.09.2022, 09:42.
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Und das sind die Mängel an Infrastruktur die immer verhindert wurden zu beseitigen aber billiger gewesen wären als die jetzigen permanent hervorgezauberten Entlastungspakete, die das wieder nicht als Engpass beheben. Ist eben wie beim Hausbau, einmal zu wenig CU mit Lerrrohr in die Wand gelegt wirst später nur noch mit fragwürdigem Bastelwastel Smarthome Material weiter arbeiten statt gescheites Material verwenden zu können.
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Das liegt im notwendigen Einspeisemanagement begründet, um eine Überlastung von Leitungen und den Übertragungsnetzen zu verhindern. Ist schon nachvollziehbar, unser ganzes Stromnetz (vor allem auch in Hausnähe) ist nicht dafür ausgelegt, dass man da pro Haus einfach mal 30kW einspeist, wenn der nächste Trafo nur auf beispielsweise 8KW Dauerlast pro Haus dimensioniert und installiert wurde, als es noch gar keine PV gab. Das Problem sind auch die entstehenden Spannungserhöhungen. Setzt sich dann auf die nächsten Spannungsebenen beliebig fort. Da müsste man quasi fast alles einmal neu aufbauen, je nach Infrastruktur.Zitat von McKenna Beitrag anzeigenmeiner zukünftigen PV Anlage ab nächstes Jahr dann mir einen Rundsteuergerät anschaffen , welcher ab 25kwp pflicht ist ? Wer hat sich diesen Unfug wieder ausgedacht?
Gibt aus dem Grund bereits auch Ablehnungen bei der Anmeldung neuer PV-Anlagen. Das könnte mich nächstes Jahr beim geplanten PV-Ausbau auch treffen, da ländliche Gegend mit alter Infrastruktur.Zuletzt geändert von dreamy1; 22.09.2022, 23:17.
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Möge die Macht mit ihm sein !Zitat von concept Beitrag anzeigenauf... ähhh... alternative portale ausgewichen ist.

Diskutieren mag was ganz tolles sein - aber Menschen die nicht mit der Zeit gehen..?
Irgendwas muss man doch tun - einfach weil es nötig ist….
Was ich von der Wirtschaftlichen Seite her total übersehen habe :
- 30kwp wird nächstes Jahr besser wegen Steuer ( hab es noch nicht ganz gelesen)
- 70 Prozent Regelung entfällt ab nächstes Jar
- EEG Umlage 30 kwp erst
Warum zur ***** muss ich als dummer Betreiber meiner zukünftigen PV Anlage ab nächstes Jahr dann mir einen Rundsteuergerät anschaffen , welcher ab 25kwp pflicht ist ? Wer hat sich diesen Unfug wieder ausgedacht?
Die Speisekarte lautet:
Zahlen sie bei Beantragung direkt 1050 Euro, gehen Sie zusätzlich monatlich abschlag 4,50 Euro Tetra Netz.
Willkür:
Kleiner 25 kwp zum ersten Januar anmelden!
Rest ein Jahr später….
Das selbe mit Lieferzähler- bekomme beim EVU unterschiedliche Auffassungen.
Nachfragen/ Kompetenz- ist nicht erreichbar. Auch nicht nach 6-8 Wochen.
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Zitat von knxodernix Beitrag anzeigenIch fasse jetzt die 8 Seiten zusammen:
hast du gut gemacht!
aber vergessen zu erwähnen, dass inzwischen ein user auf... ähhh... alternative portale ausgewichen ist.
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