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Wirtschaftlichkeit von PV Anlage (in der aktuellen Situation)

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  • dreamy1
    antwortet
    Zitat von Messknecht Beitrag anzeigen
    Einen kleinen Beitrag habe ich damit geleistet
    Und da ist es wieder mit dem "Beitrag geleistet". Wenn Du damit "Beitrag zur Energieerzeugung" meinst: ok. Wenn Du damit "Beitrag zur Umwelt" meinst: das kannst du nicht wissen, da Dir die CO2-Bilanz Deiner Anlage nicht bekannt ist ("dreckige" Module aus China?).

    Selbst "grünen" PV-Strom zu erzeugen hört sich erstmal gut an, das Dilemma ist folgendes: Dein VNB bzw. der ÜNB kann nicht entscheiden, welche Energiequelle ökologisch gerade die beste ist - Du speist mit z.B. 80 gCO2-eq/kWh ein und der VNB kann das nicht verhindern, egal ob er die Energie braucht oder nicht. Wenn Du bei der Erzeugung von 1kWh grünen Strom die Erzeugung von 1kWh braunen Strom verhindert hast - bingo. Das weißt Du aber nicht, denn:

    Wir haben eine massive Überproduktion an PV und bei einem Überangebot wird irgendwo im Verbund zwangsläufig die Regelleistung in einen ineffizienteren Teillastbereich gefahren, der deutlich mehr CO2/kWh verursacht. Dann hast Du der Umwelt vielleicht mehr geschadet als geholfen.

    Für die Umwelt wäre es dann besser, man hätte die 20k PV-Invest in einen Anteil an einem neuen Windpark o.ä. geschoben, der Energie mit den 11gCO2eq/kWh produziert.
    Zuletzt geändert von dreamy1; 21.09.2022, 17:29.

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  • Messknecht
    antwortet
    Zitat von Claus.Mallorca Beitrag anzeigen

    Du könntest natürlich den Anteil deines Eigenverbrauchs mithilfe eines Speichers erhöhen
    Ich glaube das musst du hier nicht erklären.

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  • Claus.Mallorca
    antwortet
    Zitat von Messknecht Beitrag anzeigen
    Das vertiefen wir an dieser Stelle lieber nicht weiter. Aber natürlich ist da auch Liebhaberei im Spiel. Dies zu leugnen wäre dumm.
    Seitdem mein Haus und die PV-Anlage steht habe ich ca. 2800kWh aus dem Netz bezogen und ca. 13300kWh ins Netz eingespeist bzw. fast verschenkt. Einen kleinen Beitrag habe ich damit geleistet und dieser wird von der CO2 Bilanz her gesehen künftig nicht kleiner. Ich denke darauf können wir uns irgendwie einigen.
    Du könntest natürlich den Anteil deines Eigenverbrauchs mithilfe eines Speichers erhöhen, da die Einspeisevergütung in Deutschland extrem niedrig ist, hier auf Mallorca bekommt man über 22ct/kWh und das bei deutlich höherer Einstrahlung

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  • Claus.Mallorca
    antwortet
    Ich habe zwangsläufig viel Erfahrung mit PV, da ich keinen Stromanschluss habe! Die Wirtschaftlichkeit eines Speichers hängt ausschließlich vom Anschaffungspreis ab, daher baue ich mir selber eine 50 kWh-LiFePo4 - Batterie aus Zellen, die ich auf Alibaba bestellt habe,zusammen! Hier auf Mallorca boomt PV wie verrückt, angesichts der hohen Strompreise! Ein 450Wp-Modul kostet mich ca. 150€(beim Großhändler hier auf der Insel)plus Victron-Laderegler fùr 150€

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  • Messknecht
    antwortet
    Das vertiefen wir an dieser Stelle lieber nicht weiter. Aber natürlich ist da auch Liebhaberei im Spiel. Dies zu leugnen wäre dumm.
    Seitdem mein Haus und die PV-Anlage steht habe ich ca. 2800kWh aus dem Netz bezogen und ca. 13300kWh ins Netz eingespeist bzw. fast verschenkt. Einen kleinen Beitrag habe ich damit geleistet und dieser wird von der CO2 Bilanz her gesehen künftig nicht kleiner. Ich denke darauf können wir uns irgendwie einigen.

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  • dreamy1
    antwortet
    Zitat von Messknecht Beitrag anzeigen
    Ich selbst bin aber auch ein Fan davon in den Dunkel und Windstillzeiten den gespeicherten Strom schon im Haus zu haben.
    Das ist dann aber Liebhaberei, der Umwelt hilft es nicht. Ist für mich auch völlig ok -ich kann mich als Technikfreak auch für sowas begeistern-, aber das ist dann kein ökologischer Beweggrund mehr.
    Zuletzt geändert von dreamy1; 21.09.2022, 12:15.

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  • Messknecht
    antwortet
    Ich glaube wir kommen uns näher. Deine Frage möchte ich auch gern mit einem klaren JA beantworten. Selbstverständlich ist auch in meinen Augen der Ökostromtarif die erste Wahl.
    Ich selbst bin aber auch ein Fan davon in den Dunkel und Windstillzeiten den gespeicherten Strom schon im Haus zu haben. Und hier ist gerade bei der Produktion von Akkus noch eine Menge Entwicklungsarbeit die Herstellung betreffend offen. Es ist nicht klug Akkus zu produzieren die erst nach 2 Jahren Laufzeit klimaneutral sind.

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  • dreamy1
    antwortet
    Das ist doch unstrittig mit den PV-Modulen, da sind wir uns doch einig. Hier geht es aus Umweltsicht auch gar nicht darum, ob diese nach der Herstellung mehr Energie abgeben als reingesteckt, sondern mit welcher CO2-Bilanz diese letztendlich eine kwh Strom erzeugen.

    Die Frage ist, ob es für die Umwelt besser ist einen Ökostromtarif mit beispielsweise 100% Windkraft abzuschließen (~11-12 gCO2eq/kWh) oder das Dach mit PV-Modulen aus China vollzukloppen (je nach Technologie >80 gCO2eq/kWh), und dann vielleicht noch einen Speicher mit völlig unbekannter CO2-Bilanz.

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  • Messknecht
    antwortet
    Zitat von dreamy1 Beitrag anzeigen
    Oder schlimmer noch, das Entrecote liegt grade in der Pfanne und der Strom fällt aus...Horror
    Wird in unseren Breiten aber sehr oft zu lang gebraten.

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  • Messknecht
    antwortet
    Zitat von dreamy1 Beitrag anzeigen

    Da hätte ich dann aber auch gerne einen Beleg oder zumindest eine Erläuterung.
    Das ist so ähnlich wie das Märchen, dass PV-Module mehr Energie in der Herstellung fressen als sie jemals erzeugen. Hält sich in der Gesellschaft ziemlich hartnäckig.

    https://www.sandia.gov/ess-ssl/EESAT...apers/Rydh.pdf

    Wie gesagt ein Speicher kann in meinen Augen klimaneutral sein. Ich denke das muss nicht weiter diskutiert werden. Wenn doch darfst mir auch gern belegen, dass PV Speicher grundsätzlich nie klimaneutral werden können.

    Ich gebe dir allerdings recht wenn du sagst das die Faktenlage dazu recht dünn ist und auch die Speicherhersteller diesbezüglich wenig transparent sind.
    Mit ein wenig suchen findet man aber auch andere Analysen welche die Klimaneutralität von PV-Akkus untersuchen und bewerten. Konsens sollte in dieser Diskussion in meinen Augen sein, dass pauschale Aussagen zu dieser Fragestellung sinnfrei sind.

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  • dreamy1
    antwortet
    Zitat von McKenna Beitrag anzeigen
    Warum nicht einfach auf die ständige Verfügbarkeit verzichten?
    Ist aber auch irgendwie blöd, wenn der ICE dann einfach im Tunnel stehenbleibt und es erst weitergeht, wenn wieder die Sonne scheint. Oder schlimmer noch, das Entrecote liegt grade in der Pfanne und der Strom fällt aus...Horror

    Da wir uns ja aber zukünftig nur von Löwenzahnbratling&Co ernähren sollen, ist das aber eh egal...schmeckt kalt oder warm genauso gut
    Zuletzt geändert von dreamy1; 21.09.2022, 10:20.

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  • McKenna
    antwortet
    Wisst ihr was ich hier interessant finde :
    Der Speicher ist und bleibt ein Unding! Alles ist böse was den Strom produziert, selbst Windkraft und Co.

    So … wir wollen grünen Strom ? Warum nicht einfach auf die ständige Verfügbarkeit verzichten? Ich weiß gar nicht ob Photovoltaikanlagen im Moment wirtschaftlich sind schon allein wegen den Anschaffungskosten.

    Man müsste echt mal ein Experiment sehen und sein Haus komplett vom Stromnetz nehmen und sich ausschließlich Autark versorgen. Keine 24h Stromversorgung vorausgesetzt, gab es früher auch nicht.

    Das wäre Freiheit! Aber dann würde sich ja die Anlage nicht abbezahlen…..

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  • dreamy1
    antwortet
    Zitat von Messknecht Beitrag anzeigen
    Ein Speicher kann auch nach einer gewissen Laufzeit klimaneutral sein.
    Da hätte ich dann aber auch gerne einen Beleg oder zumindest eine Erläuterung.

    Zitat von Messknecht Beitrag anzeigen
    Selbstverständlich muss man da fair sein. Dass dies nicht versachlicht wird, sehe ich anders.
    Poste gerne Beispiele, wo jemand die o.g. Punkte wirklich aufgrund von Fakten (resultierende CO2-Bilanz der ganz persönlichen Neuinstallation) abgewogen hat. Das dürfte schon daran scheitern, dass die Speicherhersteller da keine umwelttechnischen Daten zum Lifecycle liefern.
    Zuletzt geändert von dreamy1; 21.09.2022, 09:50.

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  • dreamy1
    antwortet
    Inselino : Kann ich nachvollziehen, bei PV alleine *kann* es ökologische Vorteile geben. Da liegt der Teufel im Detail, gerade bei PV-Modulen aus China (und das dürften die meisten sein) müsste man auch hier zur Versachlichung das CO2-Äquivalent pro erzeugter kWh dem Netzbezug gegenüberstellen. Und eben der von Dir genannte Effekt, dass sich durch die lokale Installation der Anteil Ökostrom im Netz durch die Einspeisung erhöht, muss bewertet werden.

    Habe ich leider bisher nicht erlebt, dass dies irgendwo erst aufgrund der Daten verglichen wird und dann eine Entscheidung getroffen wird. Warum auch, damit lassen sich seitens der Industrie aktuell richtig gut €€€ abschöpfen.

    Aktuell ist es leider so, dass ein lokaler Speicher der Umwelt zwangsweise mehr schadet als hilft. Man kann bereits 100% Ökostrom aus der Steckdose beziehen, ohne die zusätzliche Herstellung, Installation, Betrieb und Entsorgung eines Speichers. Das verstehen leider nur wenige, da alles was nach Batterie riecht automatisch ein grünes Siegel hat.

    Zitat von Messknecht Beitrag anzeigen
    Diese Aussagen sind in meinen Augen zu absolut und auch nicht belegt.
    Da brauche ich nichts belegen: wenn ich lokal bereits 100% Ökostrom aus dem Netz beziehen kann, dann kann eine zusätzliche lokale Energiespeicherungsanlage mit dem gleichen Output 100% Ökostrom keine positive Umweltbilanz mehr erzeugen.
    Zuletzt geändert von dreamy1; 21.09.2022, 10:00.

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  • Messknecht
    antwortet
    Zitat von dreamy1 Beitrag anzeigen
    Erst wenn hier kein Marktangebot mehr vorliegt, ist es für die Umwelt ggf. von Vorteil*, wenn man sich einen eigenen Speicher hinstellt. Kann man ja einfach umstellen und das Angebot ist noch groß, dann ist das mit dem grünen Gewissen für mich auch gerechtfertigt.
    Diese Aussagen sind in meinen Augen zu absolut und auch nicht belegt. Ein Speicher kann auch nach einer gewissen Laufzeit klimaneutral sein.
    Pauschal die heimischen Speicher zu verteufeln ist nicht der richtige Weg.

    Zitat von dreamy1 Beitrag anzeigen
    *: Da müsste man fairerweise die CO2-Bilanz der lokalen PV+Speicherinstallation mit der CO2-Bilanz des dann verfügbaren Strommixes zur Deckung des Energiebedarfs gegenüberstellen und entscheiden, welche Variante besser für die Umwelt ist. Diese Versachlichung findet aber leider nicht statt.
    Selbstverständlich muss man da fair sein. Dass dies nicht versachlicht wird, sehe ich anders.

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