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Signalleitung für Verlegung in der UV

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    Signalleitung für Verlegung in der UV

    Hallo, ich benötige eine Signalleitung die auch für die Verlegung in der UV geeignet ist.
    Einmal geht es um Modbus RTU und einmal um ein simples Kleinspannungssignal An/Aus für eine Tarifumschaltung an einem Zähler.

    Am besten wäre etwas mit flexiblen Adern.

    Soweit ich weiß scheint aber einzig und allein die KNX Busleitung in grün und lila die notwendige Spannungsfestigkeit von 4kV zu besitzen.
    Das verwundert mich etwas, so dürfen im Schaltschrankbau oder in UV doch quasi nur noch diese Leitungen zum Einsatz kommen weil Elektronikleitung wie LIYY und dergleichen dann allesamt nicht ausreichend wären?

    Bezüglich Modbus RTU sehe ich auch sehr viele PV Installateure die hier einfach simples Patchkabel nehmen und ggf einseitig den Stecker abknippsen wenn am aderen Ende nur ein Klemmenanschluss ist.

    Machen die das alle falsch?

    Existiert gar keine Datenleitung mit 4kV und flexiblen Adern?

    #2
    Hi,

    also ich stand letztens auch vor dem Problem da Lankabel meistens nur 1kV Spannungsfest ist. Ich habe dann Ölflex Classic 110 genommen. Da kannst dir ja das passende aussuchen wie viele Adern du benötigst.

    Grüße

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      #3
      Es gibt auch 6kV Patchkabel.
      Keine Ahnung ob das auch irgendwo als Meterware zu bekommen ist.

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        #4
        Das Zauberwort heißt Isolierschlauch. Dem ist es vollkommen egal was du reinsteckst.
        Elektroinstallation-Rosenberg
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        Planung, Ausführung, Bauherren Unterstützung
        http://www.knx-haus.com

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          #5
          Zitat von larsrosen Beitrag anzeigen
          Das Zauberwort heißt Isolierschlauch
          Ja,
          aber wer benutzt den außerhalb beim Zähler?

          Habe das ehrlich gesagt noch nie gesehen außerhalb des Kontext beim EVU Zähler.

          Kann doch net sein dass es da tatsächlich sowenig Produkte gibt die die nötige Spannungsfestigkeit schon ootb mitbringen.

          Die meisten hauen auch einfach normales Lan Kabel in die UV, und damit meine ich "normale" Elektriker und teilweise auch im Schaltschrankbau hab ich sowas x-mal gesehen...
          "Benötigt" man diese 4kV tatsächlich? Ich könnte mir argumentationstechnisch halt auch vorstellen dass man sagt "Gerät xy baut eh nur ne Fachkraft ein". Sprich selbst wenn auf meinem Modbus dann mal 230V anliegen weil irgendwo nen Fehler ist sind zwar alle meine Geräte dahin aber da die eh komplett aus Plastik sind besteht für den Endanwender eh keine Gefahr, der steht dann halt nur vor einem kaputten Gerät?
          Oder kann man das net so sehen?

          Bei KNX könnte ich mir vorstellen dass der Ansatz der ist: Der Anwender tauscht auch mal nen Taster aus, da kann er theoretisch auch die nackten Adern berühren, da muss dann sichergestellt werden dass da auf gar keinen Fall im Worst Case mal 230V anliegen.

          Oder mit Kabelbinder die Adern/Leitungen so fixieren dass der Abstand immer eingehalten bleibt?


          Will paar Zähler mit Modbus RTU verbinden und am liebsten würde ich an jedem Zähler die beiden Drähte mit ner TwinAEH zusammencrimpen sodass die Leitung nicht unterbrochen werden kann. Ich mache mir etwas sorgen wenn ich in die Schraubklemme 2 massive Drähte reinstecke und es da mal ein Kontaktproblem gibt an einem Gerät mein halber Bus dann unterbrochen wird...Daher finde ich KNX Leitung eigentlich nicht so ideal dafür...
          Zuletzt geändert von Hubertus81; Heute, 10:51.

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            #6
            Es kommt auf die Art der Kleinspannung an.
            Sowie SELV verwendet wird gelten die Anforderungen der 0100-410 (414.4.2).

            Eine Möglichkeit hier ist die doppelte Isolierung zu Leitungen des Spannungsbereichs 2.
            Netzwerk und Datenleitungen nach DIN-VDE0815 haben keine Prüfanforderung der Isolation von U0(Ader/Erde) lediglich U(Ader/Ader) wird auf 300V angeben.
            Da im Verteiler meist Leitungen mit nur Basisisolierung verwendet werden, fehlt für SELV Stromkreise die zweite.

            Für Zählerschränke gilt hier mittlerweile eine Prüfspannung von 4kV(VDE 0601-1 Tabelle 6)bei Datenleitungen.
            Zuletzt geändert von larsrosen; Heute, 13:45.
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              #7
              Aber ich verstehe nicht ganz was dann passieren könnte. Mal angenommen ich verbinde innerhalb einer UV einfach 2 Netzwerkgeräte untereinander.
              Das wäre doch etwas anderes wenn die Leitung auch aus der UV herausgeführt wird oder nicht. Bei 2 Geräten in der UV kann ich doch einfach sagen "ist Pech wenn die 230V abbekommen dann sind se kaputt aber ne Gefahr für den einfachen Anwender der eh nix IN der UV zu suchen hat besteht ja gar net"

              Also ich verstehe nicht wieso es da keinen Unterschied gibt (oder vielleicht gibt es den doch), und wieso ich kaum geeignete Leitungen finde mit Prüfspannung 4kV und höher...
              Im Grunde gibt es da ne Norm aber kaum Produkte oder sehe ich das falsch?

              Modbus RTU ist nicht perse SELV oder?

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                #8
                Kabel wird es sicherlich ein paar geben, aber ist das notwendig?
                Mit Isolierschlauch ist alles machbar. Zudem wird außerhalb des Forums eher geschaut das man solche Geräte bzw. Leitungen unterschiedlicher Spannungsebenen getrennt verlegt.

                Ob du bei dir jetzt isolieren musst oder nicht, kann ich dir nicht sagen. Es hat auch keiner geschrieben das es bei dir so sein muss oder dass es in einer Norm steht.Es muss einfach das mögliche Risiko ermittelt werden und gemäß VDE 0140-1 eine Schutzmaßnahme aus zwei unabhängigen Schutzvorkehrungen getroffen werden.
                Elektroinstallation-Rosenberg
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                  #9
                  afaik muss Modbus nicht zwingend SELV sein. Bei SELV geht es ja darum dass der einfache Anwender leitfähige Teile berühren kann, wie zB bei LED Stripes die Lötpads usw.

                  Mit Modbus hat ohnehin nur der Fachmann zu tun und es ist ne EndtoEnd Verbindung zwischen Wechselrichter und Stromzähler in der UV beispielsweise.

                  Von daher würde ich behaupten man muss so eine Verbindung nicht als SELV Stromkreis aufbauen.Danach wäre auch das einfache Patchkabel in Ordnung was viele Elektriker verwenden weil an beiden Enden sich letztendlich etwas befindet woran der einfache Anwender nix zu suchen hat und wo ich Werkzeug benötigt um überhaupt dran zu kommen...

                  Bei Netzwerkleitungen mag es anders aussehen, diese können ja zB in einem Netzwerkschrank enden, der Laie legt dann das Ende auf und kann da theoretisch auch mit den blanken Drähten in Berührung kommen, daher hier dann höhere Anforderungen.

                  Zuletzt geändert von Gunner67; Heute, 14:21.

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