An der Stelle würde ich mal gerne wissen, wie ihr KI definiert. Intelligent kann ein System IMHO nie sein. Es fängt doch schon dort an, wenn ich von einem anstrengenen oder nicht anstrengenden Tag nach Hause komme, in welcher Stimmung ich bin. Meine Frau, sie ist ja auch "Intelligent", sieht es mir an den Augen an und hört es meiner Stimme an, aber wie soll das Haus das wahrnehmen?? An dieser Grundvoraussetzung liegt es schon, ob ich es heller oder dunkler haben will, ob ich erst entspannen will oder ob ich mich an irgendwelchen Hausarbeitsplatz setze, da ist wieder die Auswahl ob es der Rechner oder die Werkstatt ist.
In allen diesen Dinge gehört es zu meinem Grundverständnis eines freien Lebens, mich jederzeit spontan entscheiden und umentscheiden zu können.
KI ist irgendwie "Bevormundung" durch mein Haus, und das hat nicht mit Intelligenz beim Haus oder bei mir selbst zu tun.
Es würde mich doch sehr interessieren, wie ihr da die KI definieren wollt.
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Keine Ankündigung bisher.
wirkliche Intelligenz fürs Haus - Interesse?
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Auf das Projekt wäre ich auch gespannt.
Ich darf behaupten lange praktische Erfahrungen mit einem selbstlernenden System gemacht zu haben. Dieses basiert auf Neurolagischen Netzwerken und genetischen Algorithmen. Die Schwierigkeiten bestehen darin, ein Muster zu erkennen. Natürlich helfen Sensoren wie BWM, Lichtfühler, etc. und Fuzzylogik weiter. Trotzdem muss ja mal jemand dem System beibringen, wie nun der Zustand sein müsste bei den Rollläden. Licht, Heizung...... Dafür müssen diese ja geschaltet werden, also brauchts es irgendwo mal Taster dafür.
Aus Erfahrung weiss ich, dass der Mensch ein zu grosses Individium ist und zu unberechenbar ist, um hier ein vernünftiges Muster erkennen zu können, um Szenen selbstständig einzulernen.
Also die Herausforderung ist riesig und andere haben sich da auch schon die Zähne ausgebissen.
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Hallo,
nachdem es hier zunächst "nur" um KI ging, konnt eich auch nicht folgen. Erst bei dem Stichwort "Logistikprobleme" zu lösen, bin ich an mein Studium erinnert worden.
In einem projekt wurde dort mit "selbst lernenden Agenten in verteilten System" experimentiert.
Nach einer kurzen Suche auf der Instituts-Seite bin ich zufällig auf das Projekt Heinz Nixdorf Institut: Mobile Agenten in verteilten Systemen der Gebäudeautomation gestoßen.
Die Kontaktperson kenne ich leider nicht - aber vielleicht geht das ja in ähnliche Richtungen.
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Ein Gast antwortetesehr interessant. habe schon öfters gedacht "schön wärs" aber dann das fass ohne boden gesehen (rückblick auf entsprechende vorlesungen).
aber du scheinst ja andere theoretische grundlagen mitzubringen.
da würde mich erstmal interessieren welche methoden du da genau eindsetzen willst?
dann habe ich auch noch nicht verstanden was genau du erreichen willst.
du bringst das beispiel:
Parameter sind:
1. Jahreszeit/Temperatur(?) - hier "Winter"
2. sonne-lux - hier "Sonnenschein"
3. Tageszeit - hier "morgens"
und du willst mit dem system nur über aktionen kommunizieren
wie:
A. Heizung hoch
B. Rollo hoch
C. Kaffeemaschine an
und das system soll diese dinge dann automatisch machen.
wie ist jetzt festgelegt welcher parameter auf welche aktion wirken soll?
hier ist das jetzt ausm bauch raus:
1->A
das system soll lernen: wenn es kalt ist mach die heizung an.
2->B
das system soll lernen: wenn die sonne scheint mach das rollo hoch(!)
3->C
mach morgens die kaffeemaschine an.
soweit, so einfach und sinnfrei.
du willst wohl auch die parameter im lichte der anderen paramter betrachten.
dafür eignet sich das beispiel meiner meinung nach nicht so gut, aber sagen wir mal hier:
gelerntes ergebnis:
rollo nur hoch wenn die sonne scheint und winter ist.
wenn aber sommer ist dann lass unten und fahr nur hoch wenn keine sonne scheint.
du musst die parameter irgendwie in beziehung stellen, damit das system keinen unsinn lernt, wie stellst du dir das vor?
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Irgendwie klingt das nach Java ? (oder .shit, da bin ich raus..)Zitat von rb84 Beitrag anzeigen@makki
Also meine erste Simulation benötigt für die Simulation eines EFH ca. 1GB RAM, völlig unoptimiert.
Mir ist jedenfalls sonst nichts bekannt, wo man für so eine banale Sache 1GB RAM verbrennen kann
(Szene 1Byte x 1000 Aktoren = 1 kB, x1000 Szenen = 1MB?? lassen wir einen int jetzt mal grosszügig 4 byte kosten wegen 32bit und so, sind wir schon bei gigantischen 4MB und das in jeder Instanz sinds 16MB)
Nur so meine 5ct, RAM ist echt keine Mangelware aber sollte ich richtig liegen: lieber gleich in einer effizienten Programmiersprache, die wenigstens nativ auf irgendwas gescheit läuft..
Schonmal Boost angesehen? Coole Sachen gibts da. Oder wenns bloated sein darf Qt, das bloatet, ja, funktioniert aber wenigstens dafür
Makki
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Eine Lehrbuch-KI in dem Sinn gibts eigentlich nicht, ausser man zählt Neuronale Netze, aber diese sind eigentlich keine KIs. Es gibt bewertungs Kriterien für KIs so wie für die Machbarkeit solcher. Diese leiten mich zu meinem Schluss dass es nicht möglich ist.Zitat von rb84 Beitrag anzeigenWenn man eine "Lehrbuch-KI" eines beliebigen Uni-Informatikers hernimmt, dann wird das definitiv nicht funktionieren.
Das ist ein interessanter Ansatz. In Sachen Logistik habe ich nun gar keine Ahnung, und bin somit sehr gespannt...Die Probleme im Haus sind jedoch eigentlich keine "klassischen" KI Probleme. Im Grunde geht es hier um Logistik...
Gruss,
Gaston
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Joh darauf zielte ja der Kommentar ab mit dem Problem
Wenn man eine "Lehrbuch-KI" eines beliebigen Uni-Informatikers hernimmt, dann wird das definitiv nicht funktionieren.
Die Probleme im Haus sind jedoch eigentlich keine "klassischen" KI Probleme. Im Grunde geht es hier um Logistik...
Ich war sehr erstaunt, dass ich Methoden aus der Logistik in Kombination mit klassischen Lernmethoden für die Haus-KI nutzen konnte...
Mal sehn, was so rauskommt (kann natürlich auch ernsthafter Schrott werden, aber dann wäre zumindest gezeigt, wie es NICHT geht)
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Hallo,
eine anspruchsvolle Aufgabe. Für den eigenen Bedarf bekommst Du das sicher hin. Für jede Umgebung oder jeden persönlichen Geschmack brauchst Du vermutlich unendlich viele Parameter.
Ich gebe zu ich kenne mich nicht mit KI aus.
Meine Erfahrung mit einem "selbstlernenden" System zur Steuerung der WW-Umwälzpumpe sind ernüchternd. Keine definierte Basis und auch kein Einblick in Status oder Logik. Damit wird jede Ausnahme gelernt und es gibt mangels Speicher keine sinnvolle Logik.
Zu einfachen (Wochen-)Zeitschaltuhr will ich natürlich auch nicht mehr zurück. Obwohl hier nur die Fernauslösung für Ausnahmen fehlte. Ein Gang in Keller wäre ja noch Okay gewesen, aber das ausschalten (wie beim Kellerlicht)...
Mein geplanter Lösungsansatz: Feste Zeiten in Loxone plus Taster zum triggern von Ausnahmen. Kellerlicht über Türkontakte und BWM.
Gruß Matthias
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Das erinnert ein bischen an die Geschichte von Nihilit:
http://www.k-faktor.com/unsinn/nihilit2.htm
Wenn man eine Lösung hat zu der es kein Problem gibt, ist es auch nicht "optimal".
Man kann natürlich versuchen mit viel Aufwand ein entsprechendes Problem zu finden...
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@makki
Also meine erste Simulation benötigt für die Simulation eines EFH ca. 1GB RAM, völlig unoptimiert.
Am Ende werden wohl so 200MB nötig werden (grobe Schätzung).
@Gaston
Wenn ein Problem nicht lösbar ist, dann löse es nicht sondern löse lieber ein anderes Problem...
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Aus meiner Erfahrung mit KI während meines Studiums wage ich mal zu behaupten dass ein solcher Algorithmus die wenigsten begeistern wird. Egal wie man die Gewichtung macht die Konvergenz wird i.d.R. zu klein sein. Dazu kommt dass je mehr Objekte sich in der Szene befinden desto grösser wird die Divergenz werden.
So das ist meine ferche Behauptung. Diese zu belegn würde auch gehen, aber das würde viele Seiten beanspruchen, da lass ich euch lieber rumspielen
Gruss,
Gaston
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Was verstehst Du unter wenig ? unter 256MB oder unter 3GBZitat von rb84 Beitrag anzeigenKritisch wird es, bei sehr wenig Arbeitsspeicher...
Makki
(der gerade Kernel backt für 5 verschiedenen Eval&Testboards..)
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Dann wäre es vielleicht gut, eine GRUNDszene zu nutzen und die dann zu optimieren...Zitat von makki Beitrag anzeigenInteresse besteht immer, auch wenn ich glaube das man sich da einiges vornimmt!
Schön wäre es natürlich, klingt aber ehrlichgesagt ziemlich sportlich;
Zu bedenken: auch der Ausgangspunkt sollte nicht null sein: ich muss zwar ab und an leider noch was drücken, diese ganze Logik wurde aber weniger adaptiv als eher "hauruck" eingeblasen.. Man will sich ja nicht erstmal 20 eigentlich sinnlose Taster hinbauen+merken wo was liegt, um diese in 24 Monaten dann adaptiv wegoptimiert zu haben
Will sagen, das mit der Heizung und der Küche morgens geht auch ohne adaptive AI
Makki
Mit Resetoption auf die Grundszene...
Wobei so etwas im Prinzip recht billig ist. Einziges Problem ist immer die Embedded-Hardware. Wenn ich für sowas eine etwas potentere Maschine hab, ist das kein Problem. Kritisch wird es, bei sehr wenig Arbeitsspeicher...
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Interesse besteht immer, auch wenn ich glaube das man sich da einiges vornimmt!Zitat von rb84 Beitrag anzeigenFrage in die Runde: Hat jemand Interesse daran, so etwas auch zu nutzen
..
Wenn reges Interesse existieren würde, würde ich schaun, ob man das in einem OpenSource Projekt machen könnte...
Schön wäre es natürlich, klingt aber ehrlichgesagt ziemlich sportlich;
Zu bedenken: auch der Ausgangspunkt sollte nicht null sein: ich muss zwar ab und an leider noch was drücken, diese ganze Logik wurde aber weniger adaptiv als eher "hauruck" eingeblasen.. Man will sich ja nicht erstmal 20 eigentlich sinnlose Taster hinbauen+merken wo was liegt, um diese in 24 Monaten dann adaptiv wegoptimiert zu haben
Will sagen, das mit der Heizung und der Küche morgens geht auch ohne adaptive AI
Makki
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Z.B. bei konträren Zuständen - Kaffemaschine, Licht Aus statt EIN, Jalousie runter statt rauf usw.
Ab wann sind es Ausreißer, ab wann ist eine Adaption möglich/sinnvoll.
Bei 8-bit-Szenen ist das Umlernen mit einem Tastendruck definiert, schnell u. einfach möglich - eine Automatik muß diesen Zeitpunkt "Erahnen" können.
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