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- Hoch integrierte Multi-Interface & Multi-Protokoll Server mit sehr einfacher Bedienung über Browser mit inkludiertem Wartungs- und Supportkonzept.
- Wesentliche Leistungsmerkmale sind KNX-Stack, 25 IP-Tunnel, permanentes Logging & Busmonitor, Zeitserienaufzeichnung mit grafischer Auswertung, (fast) beliebige Objektverknüpfung zischen Bussystemen & Protokollen, Logikengine mit einzeln instantiierten und persistenten Logikzellen, Docker-Unterstützung für eigene Erweiterungen und die Unterstützung für 1-Wire und DMX.
Zitat von crewo
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Der wichtigste Faktor für eine optimale Lebensdauer ist die Temperatur (und hochqualitative Kondensatoren). Darum bemühen wir uns um maximale Kühlung. Eine solche erreichen wir, wenn wir das gesamte Gehäuse zum Kühlkörper machen und die Schale aus einem Stück ist. Darum ist es aus dem vollen gefräst. Das Gehäuse kostet inkl. den Füssen und dem ebenfalls gefrästen mSATA-Kühlkörper um die 150.- EUR im Einkauf. Wir rechnen das ohne jeden Aufschlag in die Kostenkalkulation ein, es ist also so teuer wie es eben im Einkauf ist.
Damit können wir eine um 15 bis 25 K geringere Temperatur der CPU und der SSD erreichen. Die Faustformel besagt "Verdopplung der Lebensdauer pro 10 K". Mithin erreichen wir damit eine Verbesserung der Lebensdauer um den Faktor 3 bis 5.
Sehen wir uns die ca. Kostenbestandteile an (Beispiel TWS 2400):
| APU, SSD, SD | 250.- EUR | 20 % |
| ALU-Fräs Gehäuse | 150.- EUR | 12 % |
| Montagezubehör, Edelstahltaster, Netzteil, Kabel | 25.- EUR | 2 % |
| Beschaffung & Montage | 80.- EUR | 6 % |
| Verpackung & Lagerung | 17.- EUR | 2 % |
| Umlage Doku | 35.- EUR | 3 % |
| Umlage Entwicklungskosten | 170.- EUR | 14 % |
| Umlage Marketing, Beratungs,- Vertriebs-, Transaktions- und Versandkosten | 180.- EUR | 15 % |
| Risikorücklage,Gewinn | 135.- EUR | 10% |
| MwSt | 198.- EUR | 16% |
| Summe | 1240.- EUR | 100% |
Die Kosten für dieses Gehäuse lohnen für den Kunden, wenn damit die Lebensdauer nur um 10% gesteigert würde.
Wir sind uns sehr sicher, dass die Verlängerung der durchschnittlichen Lebensdauer deutlich bei Faktor 2 und mehr liegen wird. Für den Kunden ist ein so effizienter Kühlkörper also ein enormer Gewinn für die Lebensdauer. Auf lange Sicht gesehen.
Wir meinen, dass bei einem Smarthome (so wie für die Heizung auch), ein langfristiger Maßstab von 15 bis 25 Jahren anzusetzen ist. Solange sollte die eingebaute Technik nach Möglichkeit halten. Wir können zwar heute nicht beweisen, dass unser Server solange halten werden, aber wir tun alles was offensichtlich dahingehend zielführend ist bei der Auslegung unserer Technik. Damit eine möglichst lange Haltbarkeit und Nutzungsdauer möglich ist.
Letztlich haben wir den Kunden die Wahl gelassen. Es gab den Server 2100 mit dem normalen Alu-Blech Gehäuse (das ca. 22.- EUR mit Laserbeschriftung kostet) oder eben das ALU-Block Gehäuse. Die Kunden haben sich dann zu 99% für das Alu-Block Gehäuse entschieden. Wir haben daher die Version mit dem Alu-Blech Gehäuse aus dem Programm genommen. Ich halte die Entscheidung der Kunden für richtig. Wir verkaufen das Gehäuse auch separat.
Ein Wort zur Nutzungsdauer: Das ist der eigentliche Kernpunkt. Viel zu vieles wird entsorgt, obwohl es technisch noch funktioniert. Einfach weil es (oft bei IT Technik) zu langsam geworden ist, mittlerweile nicht mehr sicher oder nicht mehr kompatibel ist - oder der Nutzer andere / bessere Leistungsmerkmale benötigt.
Darum reicht es nicht aus, nur auf Haltbarkeit zu achten. Ein Server, der mit hunderten bis tausenden weiterer Devices unterschiedlichster Technik kommunizieren soll, ist eine stetige Weiterentwicklung mit dem technischen Fortschritt, der Einführung neuer Technologien oder Protokolle (EEBUS, Ladesäulen & BEV, IT-Security) und auch mit den steigenden Anspruchshaltung erforderlich. Kein Multi-Protokoll-Server wird ohne massive Updates über mehr als 5 bis 10 Jahre nutzbar sein.
Hierüber haben wir uns Gedanken gemacht. Es reicht nicht, die Hardware so zu designen dass sie lange hält, wenn man nicht auch ein Konzept hat, wie man die Software auf dem Gerät "frisch" hält. Dies ist das "Timberwolf Care" Konzept. Wobei der Kunde das nicht auf Dauer abschließen muss, nur wenigstens in der kleinsten Stufe (Updates frei) für die geringste angebotene Laufzeit. Entsprechend haben wir auch die Umlage für Gewährleistung usw. in den Preis des Servers nicht miteingerechnet.
Hierüber an anderer Stelle mehr, ich wollte nur darlegen, dass "Timberwolf Care" vor allem dazu dienen soll, die Kompatibilität des Servers mit der darum wachsenden Technik zu erhalten.
Zitat von crewo
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Das hier ist der Timberwolf Server 2600 von hinten:
2019-12-27_TWS_2600_Beschriftung.jpg
In der unteren Reihe ist ein APU-Board.
Darüber ist ein zweites Board installiert, es stellt folgendes bereit:
- Zwei Spannungsversorgungsanschlüsse (über die vier Pole des PWR Stecker).
- Eine integrierte USV mit vier Kondensatoren mit zusammen 200 Farad
- Galvanisch getrennter CAN-Bus für Erweiterungen
- Galvanisch getrennter KNX-TP Anschluss mit eigenem Co-Prozessor
- Galvanisch getrennter Audio out mit S/PDIF
- Ansteuerung für RGB-LED im Drucktaster (Vorderseite)
- Ansteuerung für den verdeckten internen Lüfter
- Anschluss für 5 GB HDD SATA
- Herausführen der SIM / SD-Card (letztere ist die Backup SD)
Das hier ist der Timberwolf Server 960Q:
2017-11-02_950.jpg
Der Server enthält folgende Schnittstellen:
- KNX-TP (mit Co-Prozessor für KNX)
- 2 x RS-485 (galvanisch getrennt, mit Co-Prozessor für DMX)
- 3 x 1-Wire Ports (mit Co-Prozessor für 1-Wire)
- 1 x CAN-Port
- 1 x RS-232
- 1 x Ethernet 10/100
- 1 x USB (Host)
- 1 x MicroSD für Backup
- 4 x ARM Core Cortex A9 mit 900 MHz
- 2 GB RAM
- 16 GB SSD pSLC (480 TBW)
Es gibt diesen Server noch in der Variante 960Q, da ist dann noch WLAN und Audio-Out (S/PDIF) enthalten.
==> Wir haben also durchaus etwas entwickelt.
Zitat von crewo
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Wir bieten beides. Der Server funktioniert ab dem ersten Einschalten und sehr vieles geht damit sehr einfach und man spart sehr viel Zeit, vor allem bei Logik und bei Grafiken. Wer noch ab und an tief eintauchen will, kann sich per Docker dann etwas dazu installieren, aber auch hier muss er sich nicht im die Basis kümmern und die Updates dafür, weil die fliegen auf Knopfdruck ins Haus.
Klar dass viele meinen, das heute nicht zu benötigen. Aber vielleicht schon übermorgen. Und für diejenigen, die mehr High-Level arbeiten und viel Zeit sparen möchten, bieten wir den Timberwolf Server an.
lg
Stefan


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