Hallo zusammen,
ich stelle mal die kritische Frage nach dem Zweck der Sensoren in der Bohrung / Soleleitung. Ich habe seit mehr als fünf Jahren eine Wärmepumpe mit Erdwärmesonden (2x je 50m) einschließlich Wärmetauscher zur Rückgewinnung in Betrieb. Die Wärmepumpe hat Temperatursensoren im Vor- und Rücklauf der Soleleitung und zeigt die zugehörigen Temperaturen im Display bei Bedarf an. Bei der hier beschriebenen Idee sehe ich folgende Probleme hinsichtlich der Messergebnisse, speziell wie die Messwerte zu interpretieren sind.
- Je Bohrung wurden bei mir 4 Stück PE-Rohrleitungen mit DN 40mm "in Reihe" geschaltet. Es sind insgesamt zwei Bohrungen vorhanden. Selbst bei einer Bohrung mit größerer Tiefe stellt sich die Frage, in welche der Leitungen die Sensoren anzuordnen sind.
- Die Sensoren ermitteln die Temperaturen des umgebenden Erdreiches nur wenn im Solekreislauf kein Durchfluss erfolgt. Sobald die Pumpe im Solekreislauf für Durchfluss sorgt, übermitteln die Sensoren die Temperatur des umströmenden Mediums. Es ist anzunehmen, dass in diesem Fall (Durchströmung) alle Sensoren ähnliche Messwerte mit geringen Abweichungen ermitteln. Die thermische Kapazität der Sensoren ist um Größenordnungen kleiner als die des Mediums in der Soleleitung und / oder des umgebenden Erdreiches.
- Die für die Sensoren notwendigen Kabel verringern den nutzbaren Querschnitt der Soleleitung und damit die Wärmemenge die der Quelle entnommen werden kann, die Effektivität der WP wird verringert.
- Chemische Langzeitstabilität der Sensoren, Kabel, Verbindungen und Isolierungen gegenüber dem Medium im Solekreislauf.
- Entkopplung der elektrischen Verbindungen aus dem Solekreislauf, Dichtigkeit und Druckstabilität. Wo erfolgt die Entkopplung? Restriktionen hinsichtlich Ventilen und Verbindern in der Soleleitung.
Mit freundlichen Grüßen
Mirko



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