Thema Rechtfertigungen:
Ich bin ein eher kumpelhafte Typ und pflege ein nahes Verhältnis zu meinen Kunden. Wir unternehmen als Firma eine interessante Reise von der Idee eines einfachen kleinen Sensors in 2009 bis zum Rollout eines Rudels an Smarthome Servern in 2018. Auf diese Reise nehmen wir unsere Kunden mit und berichten über unseren Weg und unsere Erfahrungen. Über das was gut gelaufen ist, über das was schlecht gelaufen ist, über unsere Visionen und unsere Strategie und auch darüber, was die Entwicklung gekostet hat. Emotional und Direkt. Ich habe viel Zuschriften von Kunden bekommen, denen es gefällt, „quasi an unserer Werkbank“ zu stehen und mitzubekommen, wie unsere Entwicklungen wachsen und gedeien. Diese Art der Öffentlichkeit und direkten Auskunft ist typisch für unser Unternehmen und mag sich anders anfühlen, als das übliche „Mauer hochhalten“ von Marktbegleitern.
Diese Art und Weise, Erklärungen, Berichte und Ansichten mit den Kunden zu teilen mögen manche „Rechtfertigung“ nennen, ich nenne es authentisch.
Ob das ein Fehler ist, ist mir egal. Regeln für Manager interessieren mich nicht. Offene extrovertierte Kommunikation entspricht meiner Persönlichkeit und das funktioniert für mich als Unternehmer seit 20 Jahren. Ich komme aus armen Verhältnissen und Makki und Ich haben das Unternehmen aus dem Nichts aufgebaut, jetzt führe ich es alleine weiter. Ich weiß durchaus sehr genau was für mich funktioniert und was meine Kunden an uns mögen. Ich engagiere mich auch persönlich für Probleme bei unseren Kunden und bin stets für jeden erreichbar. Ich nehme Stellung zu unseren Fehlern, aber ich bin auch Mitglied im Verein für deutliche Aussprache und sage was mir nicht gefällt. Das lebe ich und das ziehe ich auch so durch.
Wer das unprofessionell findet, hat für sich bestimmt recht. Dann sind wir womöglich nicht der richtige Anbieter.
Thema Lieferzeitverzug:
Auch wenn wir nie einen fixen Liefertermin versprochen haben, gaben wir Anfang 2016 als unsere erste Schätzung für den Rollout das zweite Quartal 2016 an. Das haben wir weit verfehlt. Leider.
Aus heutiger Sicht ist mir klar, dass ich zu viel wollte. Ich wollte ein wirklich innovatives Produkt mit einer offenbar nur aufwendig zu realisierenden Kombination aus Leistungsmerkmalen. Die zeitlichen Schätzungen waren nicht mein Wunschdenken, diese haben wir im Team getroffen. Die Umsetzung der Anforderungen war für uns alle Neuland. Es wurden Softwaretechnologien benötigt, die gerade erst as dem Brutkasten kamen, niemand hatte darin Erfahrung. Wir waren uns einfach nicht bewusst, wie enorm der Forschungsanteil dann noch sein würde - und wie umfangreich das Scheitern.
Im Durchschnitt haben wir die Software nun dreimal geschrieben. Die anfänglichen Varianten zeigten zum einen Skalierungs- oder Performanceprobleme, zum anderen war ich mit erreichten Leistungsmerkmalen nicht zufrieden. Ich wollte einfach mehr und besser. Das war ein aufwändiger und zu langer Weg. Letztlich habe ich nun alles bekommen, was ich wollte. Leider hat das Zeit und viel Geld gekostet.
Ich entschuldige mich nochmals und ausdrücklich bei allen, deren Zeitplanungen ich mit meiner Akribie durcheinander gebracht habe.
Es wäre mein Wunsch, dass man uns die Verzögerung nun - nach deser zweiten öffentlichen Entschuldigung - auch mal verzeiht und wir nun die Chance erhalten, an Sachthemen orientiert beweisen zu dürfen, was wir da auf die Beine gestellt haben.
Thema Kommunikation zu technischen Details der Server:
Mir scheint, dass es etwas überzogene Vorstellungen über Zeitpunkt und Inhalt von detaillierten Beschreibungen moderner technischer Entwicklungen gibt.
Bei der Entwicklung moderner Produkten mit neuartigen Leistungsmerkmalen bestehen Risiken. Nicht alles was gut begonnen hat und machbar aussah, war am Ende umsetzbar oder fand den Weg in das finale Produkt. Gerade auch bei Entwicklung nach agilen Standards ist eher der Weg klar als das Ziel. Viele Leistungsmerkmale sind zu Beginn noch unscharf oder gar unbekannt, weil diese erst im Laufe der Entwicklung an Kontur gewinnen.
Es ist kaum möglich, zum Anfang einer komplexen Neuentwicklung schon Listen mit genauen Leistungsmerkmalen zu veröffentlichen. Ich kenne niemanden der das tut. Und selbst für verfügbare Produkte von namhaften Unternehmen gibt es erstaunlich wenig „Prospekte“ oder „Kataloge“.
Wenn ich ein paar prominente Beispiele aufzeigen darf:
- Apple (und andere Smartphone Hersteller) veröffentlichen genaue Details erst weniger Tage / Wochen vor dem Rollout. Selbst wenn drei Viertel aller neuen Features schon vorab über „unterrichtete Kreise“ durchgesickert sind. Diese Details gibt es dann auch nur auf der Webseite. Keinen Prospekt, keinen Katalog oder ein Datenblatt.
- Tesla verkauft seine Fahrzeuge / Hausbatterien usw. ebenfalls nur via Webseite. Auch hier gibt es keinen Katalog, kein Datenblatt und keine Broschüre, weder zum Download noch zum Mitnehmen im Store. Tatsächlich steht für Informationen nur die Webseite mit relativ überschaubaren Angaben zur Verfügung und das Benutzerhandbuch (bei den alten Modellen). Trotzdem verkauft dieser Hersteller auf diesem Weg über hunderttausend Elektrofahrzeuge und hat über vierhunderttausend angezahlte Reservierungen für das Volumenmodel 3 erhalten – auf der Grundlage von ganzen drei Sätzen und einem kurzen Video. Mehr an offiziellen Informationen auf der Webseite gab es zum Zeitpunkt der Reservierungsannahme nicht (und gibt es auch jetzt auf der deutschen Seite über das Model 3 nicht)
- Selbst Daimler, eine renommiertes deutsches Unternehmen bietet die (zweite) Elektroversion des „Vito“ auf dieser Webseite https://www.jetzt-elektrovan.mercedes-benz.de/# zur verbindlichen Bestellung an. 1000.- EUR Anzahlung, nur eine Handvoll Kennzahlen und (wenn man den Link findet) zwei A4 Seiten mit der Ausstattung (ohne Firmenname, ohne Dokumentennummer, nur ein einfaches pdf das auch von Lieschen Müller stammen könnte).
Damit keine Miussverständnise entstehen: Ich will mich kleines Licht selbstverständlich nicht mit diesen großen und überragenden Firmen vergleichen. Es geht mir nur darum zu skizzieren, dass selbst diese großen renommierten Unternehmen mit Top-Produkten und einer tausendfach größeren Mitarbeiterzahl nicht unbedingt umfangreiche Doku, Broschüren, Kataloge, Listen usw. herausbringen. Schon gar nicht im Vorfeld.
Von uns werden offenbar zielgruppenorientierte und ausführliche technische Darstellungen verlangt. Es wird uns vorgehalten, dass wir diese nicht schon längst zur Verfügung halten. Sorry, das geht beim besten Willen nicht und das war auch nie versprochen. Was ich verspreche ist, dass es diese Informationen zur Bestellfreigabe gibt.
Für die Ungeduldigen: Ihr könnt uns bei der Erstellung des Kataloges quasi über die Schulter schauen. Wir veröffentlichen jeden Freitagabend (kann auch mal 22 Uhr werden) eine Auskopplung der – zumindest halbwegs – fertigen Seiten. Damit kommen wir dem Wunsch nach Infos so maximal nach, wie uns das möglich ist. Der Link steht im Newsletter. Es sind bereits über 50 Seiten.
(Diese Auskopplung ist nicht perfekt, hat bis jetzt ca. die Hälfte des geplanten Umfanges, ist nicht redigiert und daher mögen durchaus noch ein paar Fehler drin sein. An dieser Stelle ein herzliches DANKE an diejenigen, die uns schreiben und uns auf Fehler oder bessere Formatierung aufmerksam machen. Wir haben bisher jeden Hinweis umgesetzt)
Termin Rollout der Server:
Den Rollout in der Early Adopter Version haben wir gestoppt. Freiwillige Betatester werden beliefert.
Zudem haben wir den Zuschnitt der Leistungsmerkmale der ersten Produktversion verändert. Wir machen das nun ein wenig wie bei Firefox und vergeben Versionsnummern für kleinere Fortschritte.
Versionsplanung (kurz & knackig)
- Version 1.0 erscheint im Frühjahr 2018 und orientiert sich im Leistungsumfang am WireGate Server, allerdings mit akuellem Betriebssystem, in neuer Technik und im Details mit hunderten Verbesserungen.
- Version 2.0 erscheint Mitte des Jahres 2018 und wird die Oberfläche für die Logikengine enthalten. Hier kann man dann die Objekte beinahe beliebig und „Live“ verknüpfen. Wer verstehen will, was hierbei mit „Live“ gemeint ist soll zur Messe kommen.
- Version 3.0 erscheint im Herbst 2018 und wird um die Light-Engine erweitert, also Unterstützung für DMX und DALI
- Die Software gibt es mit abgestuften Leistungsmerkmalen mit den Bezeichnungen „Eco“, „Standard“ und „Professional“. Damit können wir für jede Leistungsklasse und Geldbeutel etwas anbieten
Die Details erarbeiten wir derzeit im Katalog.
Server:
Bei den Desktop Modellen stellen wir zunächst die Serie 18xx, 21xx, 24xx, 25xx und 26xx vor. Bei den Hutschienenmodellen werden es ebenfalls ein paar Modelle, deren Vorstellung erfolgt in einigen Wochen.
- Jetzt: Derzeit läuft, mit Verzögerung, der öffentliche Betatest an (Tester erhalten dieser Tage ein Mail). Von dem Ergebnis wird abhängen, wieviel Aufwand wir in das Finishing der Software stecken müssen.
- Februar / März 2018: Bei gutem Verlauf werden wir im Februar / März die Bestellung der Version 1.0 für die Server 21xx und 24xx freigeben.
- März / April 2018: Die Betatester bekommen die ersten Funktionen der Version 2.0
- März / Mai: Zu Beginn des 2. Quartales wird man die Server 25xx und 26xx bestellen können.
- Mai / Juli: In diesem Zeitraum hoffen wir, dass wir mit dem Rollout der Hutschienenserver beginnen können. Der Grund für die lange Dauer bis dahin ist, dass wir erst eine neue Produktionslinie einrichten müssen, zudem muss die Software noch in einigen Aspekten für den ARM getuned werden.
Wie realistisch sind nun diese Angaben? Wir haben alle prinzipiellen Probleme gelöst, die bisher sehr langwierige Forschungen verursacht haben, damit ist der Zeitaufwand besser einschätzbar. Wir haben die Mannschaft massiv aufgestockt, es arbeiten derzeit 15 Männer und Frauen an der Fertigstellung und dem Rollout. Wir bekommen das nun ganz sicher hin. Der Unschärfegrad hinsichtlich der oben stehenden Termine beträgt ca. sechs bis acht Wochen, für die Light-Enginge (V 3.0) womöglich länger, weil wir uns hier tiefer einarbeiten müssen.
Bitte für weitere Informationen einfach die wöchentliche Auskopplung des Kataloges abwarten. Link war im Newsletter.
Lg
Stefan


und es ging auch nicht darum iwen schlecht zu machen - eher dazu motivieren sich zu äußern...
Einen Kommentar schreiben: