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Haus ohne Schalter

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  • eibmeier
    antwortet
    Ein interessanter Thread, besonders die Meinungen dazu und das es sogar Lösungsansätze gibt, die anscheinend keine Wünsche offen lassen. Ich selbst kann mir so ein schalterloses Haus bisher nicht vorstellen (vielleicht bin ich schon zu alt dafür ).

    Damit der TE möglichst alle Eventualitäten bedenken kann, hier noch etwas zum grübeln.

    Ein Haus ist etwas sehr langfristiges wenn man darin alt werden möchte. Die Praxis zeigt jedoch, dass sich Lebensgewohnheiten und Lebenssituationen oft schneller ändern als einem lieb ist. Ich hatte schon verliebte Ehepaare die sich nach kurzer Zeit doch trennten. Er technikverliebt, wollte KNX und verwirklichte seine Träume. Sie eher pragmatisch und sehr bescheiden, aus Liebe hat sie zugestimmt. Dann die Trennung. Sie blieb, er ging. Seitdem hat Sie ein Haus "mit seinen Träumen" in dem sie für jedes kleine Problem einen Techniker braucht Das ist -leider- kein Einzelfall aus meiner bisher immerhin 22-jährigen EIB/KNX Praxis. Das soll aber bitte nicht als Richtlinie gesehen werden, sondern nur zum Nachdenken anregen! Wer darüber nachdenkt stellt sich zwangsläufig auch die Frage. Wie verkauft sich ein schalterloses Haus im Fall der Fälle? Besser oder schlechter? Schöngeredet sicher besser, aber real?

    Das ich kein Freund von Echo Dots bin wissen hier schon Einige neben der Wanze die man sich da zusätzlich ins Heim stellt sehe ich (als alter Sack) auch das Aufwachsen unserer Kinder mit diesen Techniken skeptisch. Es geht dabei überhaupt nicht um das "Bedienen können" sondern um die Menschlichkeit. Echo Dots erwarten als Maschinen keinerlei Respekt oder sonstige höfliche Umgangsformen, ein Aktivierung-Kennwort reicht. Also kein "Bitte/Danke/guten Morgen/gute Nacht...". Da unser Nachwuchs jetzt schon, Dank Smartphones und PC´s, mehr virtuell als real lebt stelle ich mir die Frage wohin diese Reise gehen wird. Weiter bleibt zu Bedenken, das Maschinen in der Regel keine Gefühle haben und deshalb nicht emotional reagieren können. Wo ein Vater oder eine Mutter situationsbedingt auch mal ein notwendiges "Nein" aussprechen können, erfüllen Maschinen jeden vorher einprogrammierten Befehl ganz ohne Widerspruch.

    "Was werden unsere Kinder für Menschen, wenn sie lernen auch ohne Umgangsformen Wünsche als Befehlsgeber widerstandslos erfüllt zu bekommen?" halte ich für eine absolut gerechtfertigte Frage für unsere Zukunft.

    Um dem TE eine Hilfe aus meiner Sicht zu geben hier mein wohl gemeinter Rat.

    Alle wesentlichen Basisfunktionen möglichst einfach manuell bedienbar ausführen. So sollte in jedem Raum ein Licht völlig unabhängig von jeglichen Automatismen finktionieren. Da oben drauf kann man dann all die Spielereien legen ohne die man im Notfall gut leben kann.

    Gruß
    Manfred



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  • b54
    antwortet
    Ich habe im EG nur 1 Glastaster, der Rest ist automatisiert, aber dieser ist auf jeden Fall nötig gewesen, sicher kann ich das auch über das Handy/Tablet steuern und inzwischen auch über "Alexa" wenn ich mag, aber es ist einfach von der Usability für den "Otto-Normal" User einfacher einen Schalter/Taster zu bedienen. Vor allem hat ja grade ein Gast nicht mal grade die Visu auf dem Startbildschirm

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  • evolution
    antwortet
    Zitat von GLT Beitrag anzeigen


    Am besten gefällt mir der Vorschlag für den Hochzeitstag...

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  • GLT
    antwortet
    Nimm lieber den Ansatz - sparsamer Schaltereinsatz!
    BWM/PMs in den Räumen, UP-Dosen dort, wo Taster sinnig wären.
    Beschattung lässt sich gut automatisieren - Du benötigtst aber dann dringend Fensterkontakte zu/auf/gekippt!

    Schalterlos (ohne BWM/PM) und Sprachsteuerung wird DER Reinfall - nachts, alle schlafen, muss jemand Alexa schreiend auf's Klo - tolle Wurst!

    Weils passt: Sprachassistent@finest

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  • raman
    antwortet
    Was ist das Ziel des Haus ohne Schalter? Geht es um architektonische Freiheit oder dem Showcase, dass es überhaupt möglich ist?

    In beiden Fällen sind Zwischenlösungen möglich. Sicher mag es Sinn machen, die Nachrüstung von Schaltern vorzusehen. Eine Zwischenlösung sind Fernbedienungen (EnOcean, KNX RF, Z-Wave uvm.), die konventionelles Schalten im Bedarfsfall ermöglichen, jedoch üblicherweise unsichtbar irgendwo deponiert werden. Das wäre eine relativ sichere Rückfallösung, die unabhängig von IT ist.

    Die Frage weiter oben, wie lange das existieren soll und wie gross die Leidensfähigkeit für Updates, Nachjustage etc. ist, mag individuell anders beantwortet werden. Wer gern in einem automatischen Haus lebt, muss sich ab einem gewissen Niveau der Technik fügen. In den meisten Fällen mag eine Art Nachtlicht beim Aufstehen sinnvoll sein, manchmal mag man es vielleicht nicht, manchmal erst recht. Auch spätes Heimkommen von einer Veranstaltung mag andere Bearbeitung auslösen als normales Heimkommen uvm. Man mag für alles nach längerer Zeit gewisse Regeln und Abhängigkeiten programmieren, aber für jede Ausnahme eine Regel zu programmieren, kostet am Ende viel Zeit und Nerven. Wer das als Hobby betrachtet, für den ist es eine schöne Abwechslung.

    Mit "smart" hat das tendenziell nichts zu tun.

    Warum daher so radikal? Es müssen nicht überall die sicher überteuerten und technisch oft schlecht bedienbare Tastsensoren sein. Für die Grundfunktionen im Raum (Szenen, Beschattung) wären ein paar Taster aber schön, sonst eben eine Fernbedienung.

    Sprachsteuerung hat sich nicht ohne Grund fast nirgends durchgesetzt, weil sie laut, störend, irgendwie langsam und mühsam ist. Da diese Thematik seit Jahrzehnten existiert (erste Linguatronik im Serieneinsatz im Auto in den 90er Jahren, stationär schon in den 60er Jahren), ist es auch nicht wirklich "modern", "smart" oder ähnliches, sondern lediglich eines jener vielen Bedienkonzepte, die aus der Nische nicht richtig herausgekommen sind. Für ältere Menschen ist das Konzept aber nach wie vor ideal, insbesondere auch im Sinne von Interaktion wie mit Alexa & Co. Kein anderes Konzept ist so klar und interaktiv, macht jedoch die Abfolge von Befehlen unglaublich langsam. Alexa Show geht aber schon in die richtige Richtung.

    Kurz: Wenige Grundfunktionen auf Taster, Fernbedienungen oder eben Touch Panel. Alles andere ist aktuell weder sicher noch reif, ausser Deine Familie hat wirklich viel Spass daran am Experimentieren.

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  • ChristianHS
    antwortet
    Zitat von BadSmiley Beitrag anzeigen
    Du hast also auf physikalische Schalter "so gut wie" verzichtet und sie durch virtuelle Schalter ersetzt, wolltest du damit sagen?
    Nein, das wollte ich damit nicht sagen.

    Licht und Rolläden sind komplett automatisiert. Da mache ich gar nichts. Es sei denn ich gehe ins Bett, dann drücke ich tatsächlich noch einen Schalter. Ich bin aber am experimentieren ob ich auf diesen Schalter auch noch verzichten kann.

    Schalten war vieleicht das falsche Wort. Ich meinte damit z.B. die Steuerung von meinem Multiroom-Audio-System. Das geht halt am besten über Tablet & Co.

    Grüße,

    Christian


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  • evolution
    antwortet
    ...man könnte auch alles mithilfe einer Sprachsteuerung umsetzen, um Tastsensoren zu sparen?! In jedes Zimmer eine Alexa...

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  • BadSmiley
    antwortet
    Zitat von ChristianHS Beitrag anzeigen
    Wenn dann doch mal was manuell geschaltet werden muss nehme ich halt ein PC, Tablet oder Handy.
    Du hast also auf physikalische Schalter "so gut wie" verzichtet und sie durch virtuelle Schalter ersetzt, wolltest du damit sagen?

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  • ChristianHS
    antwortet
    Moin,

    ich habe Konsequent auf Schalter in meinem Haus verzichtet. Lediglich in den Schlafzimmern habe ich noch Glastaster von MDT um den Präsenzmelder sperren zu können. Mir fehlt nichts und es war die richtige Entscheidung. Alexa wollte ich auch erst nutzen aber mittlerweile liegen die in einer Kiste. Die meisten Dinge lassen sich gut automatisieren und man braucht keine Sprachsteuerung. Wenn dann doch mal was manuell geschaltet werden muss nehme ich halt ein PC, Tablet oder Handy.

    Grüße,

    Christian

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  • gbglace
    antwortet
    Naja weil hier alle so gern mit Alexa reden...

    Wenn man denn so ein Dingens schon in seinem Haus haben will muss man natürlich um gästefähig zu sein in jedem Raum so einen Empfänger stehen haben. Wenn ich dann in einem Raum stehe sollte man einfach nur sagen Alexa Licht aus. Das Ding sollte dann schon wissen das eben nur das Licht dieses Raumes ausgeschalten werden solll. Wenn ich jedes mal noch eine genaue Definition der Lampe angeben soll ist das doch totaler blödsinn, geschaeige denn womöglich noch Diskussionen mit dem Ding entstehen weil offenbar irgendwas unklar ist.
    Ich kann mich ja schon jetzt kaum erinnern wie ich so mach einen Leuchtkreis mal benannt habe. Und je nach aktueller Einrichtung / Deko in der einen oder anderen Ecke des Raumes fallen ein auch immer neue Namen ein wie die Leuchte heißen könnte.

    Insofern halte ich Alexa und Co gut für so ein Werbe-Smart-Home aber eben genau nicht für ein Smart-Home.

    Um einen hohen Automatisierungsgrad zu erreichen braucht es einfach sehr sehr viele Sensoren.
    PM's mit brauchbaren Zonentrennungen, Sensoriken für Nutzung von Betten / Sofa usw., als smarte Tasterlösung gefallen mir auch kapazitive Touchsensoren in Küche, Bad, Dusche. Interessante Ideen gibt es hier auch im Forum (automatisches Hunde Aussichts-Rollo)

    Und am Ende denke ich, wird die KNX-Anlage in wirklich intelligent mit ohne Taster nicht günstiger sein als ein "klassisches" KNX-Haus mit Taster, sofern man nicht Basalte und Co. als Standardtasterlieferant gewählt hat.

    Die nächste kühne Behauptung die ich aufstelle ist, dass ein Anfänger mit ein paar Ideen im Kopf und auf Alexa als Smarthome-Definition fixierter Mensch das never ever hinbekommen wird. Einschränkung: wenn zwischen Einzugstermin und fertig intelligent gemacht nicht unbedingt einige Jahre liegen dürfen.

    Ich will damit gar nicht sagen das es nur ein Traum sein wird das umzusetzen. Gehen tut das, ich arbeite auch daran. Aber statt eines solchen Threads solltest mit diesem Wunsch im Kopf schnellstmöglich eine Umfrage machen welcher SI hier im Forum reale Erfahrungen mit einer positiven Umsetzung schalter- loses / reduziertes Haus hat und dann einen davon engagieren. Alles andere kannst sein lassen, da wirst Du und Familie nicht glücklich werden im neuen Haus.

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  • BadSmiley
    antwortet
    Oh, ist die Suche schon wieder kaputt? Ich trau mich gar nicht "Schalterloses Haus" oder "Haus ohne Schalter" in die Suchen einzutippen.. aus Angst sie könnte mich anschließend verschlingen.

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  • Finnchmaster
    antwortet
    Hallo,

    die Umsetzung, überall einen PM/BWM zu haben ist sinnvoll und bei mir läuft ebenfalls die komplette Beleuchtung darüber.
    Allerdings nutze ich zumindest in den Wohn- und Schlafräumen zusätzlich Taster, um den PM zu übersteuern, da es nicht immer möglich ist, alles über eine Logik zu erschlagen.
    Im Wohnzimmer mag es möglich sein, mit Alexa zu leben, aber insbesondere wenn Gäste im Haus sind und möglicherweise mal übernachten, wird es schwierig. Dann musst du sie zu Bett bringen, weil sie alleine das Licht nicht ausbekommen ;-)

    Möglicherweise wird auch nicht direkt bei Einzug alles fertig programmiert sein, bzw. man stellt fest, dass das eigene Verhalten doch anders ist, als geplant. Dann ist ein Taster schneller und einfacher parametriert, und wenn er nur als Übergangslösung genutzt wird.

    Ich schließe mich da der Empfehlung meiner Vorredner an: zumindest eine zugeputzte Dose mit grünem Buskabel sollte in den Schlafräumen vorhanden sein.

    VG

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  • sonnenschirmer
    antwortet
    Hallo Husky,

    du kannst gerne versuchen, dein Haus ohne Schalter zu gestalten. Ich vermute, ein gewisser Komfort-Faktor wird dir dann fehlen.
    Bei dem Ziel, wenige Schalter zu verbauen, gehe ich aber unbedingt mit.

    Jalousien lassen sich fast vollständig automatisieren. Es gibt nur wenige Momente, wo man da eingreifen will (Schlafen am Tag - Mittagsschlaf der Kinder). Plane dann aber unbedingt an jedem Fenster eine Verschluss- / Kipp-Überwachung. Ohne Verschlussüberwachung lüften - musst du die Jalousie per Hand verfahren. Nur ein Kontakt - Wirst du sicherlich nicht wollen, dass die Jalousie bei gekipptem Fenster kpl nach oben fährt (Schlafzimmer in der Nacht, Bad - nackt beim oder nach duschen).

    Bei der Beleuchtung sieht es schon differenzierter aus.
    Außenbeleuchtung, Flure, Eingänge, Gäste-WC funktionieren auf jeden Fall ohne Lichtschalter. Grundbeleuchtung in Küche, Esszimmer, Wohnzimmer, Bad, Kinder- und Schlafzimmer auch. Dort gibt es aber sicherlich Sonderanforderungen, z.B. Arbeitsplattenbeleuchtung, Spiegelbeleuchtung, Beleuchtung Esstisch benötigen i.d.R. eine gesonderte, nicht automatisierbare Beleuchtung. Bei der TV-Beleuchtung hilft dir eine Steckdose mit Stromerkennung. Für die Schlafräume brauchst du zumindest einen Taster, der den PM für die Nacht sperrt. Und eine Alles-Aus-Taste an der Haustür und am Bett macht auch immer Sinn. Auf Balkon und Terrasse hilft dir ein BWM kaum. Woher soll der wissen, ob du nur mal kurz eine Rauchen, mit deiner Frau nur im Kerzenschein draußen sitzen oder gerade nach der Party mit ordentlichem Licht aufräumen willst?

    Es gibt einfach Sachen, für die ich zumindest nicht immer erst zur Visu, zum Handy oder Tablet laufen will oder die ich mit Alexa abklären will. Meine Frau würde sich sehr "freuen", wenn ich nach ihr ins Bett gehe, sie gerade einschläft und ich beginne, mich mit Alexa zu unterhalten, dass sie das Licht ausmachen und das Haus in den Nachtmodus versetzen soll...

    Also, wie schon von allen anderen geschrieben: Du kannst es probieren. Sie aber an allen relevanten Stellen auf jeden Fall Leerdosen vor, damit du deine Schalter nachrüsten kannst...

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  • sibirianhusky
    antwortet
    Zitat von Chicko Beitrag anzeigen
    Gehe ich nur mal kurz rein um mir einen Flaschenöffner aus der Schublade

    Und habt ihr Kinder bzw sollen mal welche kommen? Glaub mir, dann ändert sich sowieso wieder alles. Da gibt es zig Sachen die du dir jetzt für dein Haus ausdenkst und wenn Kinder da sind muss es doch wieder anders gelöst werden.
    Gut beim Bier muss es natürlich schnell gehen

    meine 6 jährige Tochter ist mittlerweile besser drauf mit der Alexa als meine Frau die wachsen damit auf ..

    aber verstehe schon was du damit sagen willst . Aber reizen würde es mich trotzdem sehr.

    probelm wenns nix wird habe ich die Not in Dosen
    Zuletzt geändert von sibirianhusky; 09.01.2018, 16:22.

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  • Chicko
    antwortet
    Bei Rolläden macht das schon Sinn. Die kann man gut parametrieren auf Zeit/Helligkeit usw. Die bedient man eher selten im Vorbeigehen. Mir ging es eher um banale Sachen wie Licht usw. Ich möchte entscheiden ob ich nun Licht in der Küche brauche oder nicht. Gehe ich nur mal kurz rein um mir einen Flaschenöffner aus der Schublade zu holen, brauch eich es nicht. Will ich aber die Autoschlüssel suchen oder kochen, dann schon. Der Bewegungsmelder weiß aber nicht was ich gerade will. Sowas ist immer sehr schwer zu parametrieren in meinen Augen.

    Und habt ihr Kinder bzw sollen mal welche kommen? Glaub mir, dann ändert sich sowieso wieder alles. Da gibt es zig Sachen die du dir jetzt für dein Haus ausdenkst und wenn Kinder da sind muss es doch wieder anders gelöst werden.

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