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    Zuletzt geändert von DaeniW; 25.05.2026, 04:31.

    #2
    Hallo DaeniW und willkommen im Forum,

    ich kann Dir nicht sagen, was die konkreten Geräte im KNX-Virtual machen, aber "in echt" kommt es drauf an: Alle Aktoren haben einen Standard-Zustand (nach Reset), ggf. ist der auch konfigurierbar. Der Aktor könnte auch -- wie Dein Sensor -- einen read-on-init machen und Deinen Sensor nach dem aktuellen Status fragen. Und es gibt Aktoren, die speichern ihren Zustand und können ihn sich so über einen Reset hinweg merken.

    Zu den Routern bzw. Linienkopplern: Die Dinger (egal ob IP/KNX-KNX oder KNX-KNX) lesen zunächst mal die Kommunikation auf den beiden verbundenen Leitungen und schreiben die empfangenen Pakete auf die jeweils andere Leitung. Was sie zusätzlich noch machen, ist die Pakete zu filtern: Wenn also auf Leitung A ein Paket für eine Adresse ankommt, die nicht an Leitung B angeschlossen ist (bzw. dort keiner abonniert hat), dann leitet der Koppler sie nicht an die Leitung B weiter. Das klappt aber nur, wenn Deine Konfiguration passt. Außer dem Medium (Ethernet vs. KNX) ist sonst kein großer Unterschied zwischen einem Router und einem Linienkoppler.

    Bei einem KNX-Router werden die Ethernet-Pakete übrigens als Broadcast verschickt, d.h. der Sender (ETS, Deine Überwachungssoftware, HomeAssistant, etc.) müssen die Adresse des Routers nicht wissen, oder ob es einen oder drei Stück gibt; sie verschicken einfach ihr Kommando und jeder Router im LAN bekommt es und muss sich dann überlegen, ob er es weiterverarbeitet.
    Die meist etwas preiswerteren "IP Interfaces" sehen mechanisch erstmal aus wie Router, können aber keine KNX-IP-Pakete empfangen oder senden. Die bieten eine TCP-Verbindung an, mit der sich bspw. die ETS auf die dahinter liegende KNX-Leitung verbinden kann. Hierfür braucht die ETS dann auch die IP-Adresse des IP-Interfaces, was sie für den Router nicht braucht. Meistens können die KNX-Router auch die Funktion eines IP-Interfaces anbieten, d.h. nur weil Du in der ETS eine IP-Adresse eingetragen hast, kann es i.A. immer noch ein Router sein, den Du da benutzt.

    Hoffe, das bringt etwas Licht ins Dunkel.

    Kommentar


      #3
      Zitat von DaeniW Beitrag anzeigen
      Wenn ich also zum Beispiel drei getrennte Leitungen habe, die nicht miteinander sprechen müssen, muss ich drei IP-Schnittstellen an jede Leitung anschließen, damit ich sie über die ETS auf IP programmieren kann, richtig?
      Das kommt darauf an, was du mit getrennt meinst. Getrennt im Sinne von eigenständige KNX-Systeme? Dann ggf. "ja". Wenn getrennt meint, dass da drei grüne Leitungen in der Verteilung ankommen, dann eher "nein".

      Zitat von DaeniW Beitrag anzeigen
      Wenn ich nun möchte, dass meine drei Leitungen miteinander kommunizieren, muss ich auf jeder Leitung einen KNX IP-Router installieren, der als Leitungskoppler fungiert, richtig?
      Gleiches sprachliches Problem wie oben. Und meinst du wirklich "Leitung", also das grüne "Kabel", sprich Hardware? Oder meinst du "Linie", also Software? Die Hardware kannst du einfach elektrisch verbinden. Die Software musst du über Koppler zusammenbringen, ja. Ob du dafür über IP / TCP gehen musst oder solltest, ist noch mal eine ganz andere Frage.

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