Wolfgang359 Cloud ist nicht notwendig. Ich bohre mir einen Tunnel über Wireguard. Da sucht die App die Verbindung zum Server bis zu 5 s. Im lokalen Netzwerk gern auch mal 3 bis 4 s. Ich kann nicht sagen, woran es liegt. Evtl. ist es meine Netzwerktopologie. Ich erinnere mich, dass in einer anderen Diskussion in diesem Form auch jemand über die spürbare Latenz beim Verbindungsaufbau berichtet hat. Vergleichen kann ich es allerdings mit dem Verbindungsaufbau des X1 und dieser geht schneller. Die X1-App ist für mich jedoch praktisch nicht nutzbar, da große Kacheln, kleine Schrift und winzige Tasten. Gira scheint auch kein Interesse an Verbesserung zu haben. Der GPA ist auch nicht wirklich besser und wurde mit den letzten Updates nur verschlimmbessert. Der Charme des VC Easy ist für mich die Parametrierung via ETS und die Gestaltung der App. Wie schon geschrieben wurde, wird dir ein Strauß an Servern geboten. Was dir gefällt, kannst nur du entscheiden. HS werde ich bestimmt auch mal befummeln. Da muss ich aber viel Langeweile haben. Schließlich gibt es auch ein Leben außerhalb der Heimautomation.
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Das ist hier zwar schon älter, aber mein Senf dazu…
Ich habe noch den X1 und damals eine echt umfangreiche Visu mit allen Funktionen, Sensoren usw. aufgebaut. Mit den Bausteinen, die man so bekommt, geht da auch einiges. Aber wenn es um die Darstellung von Daten ging, brauchte man eigentlich Grafana auf einer anderen Maschine. Mittlerweile geht das auch mit Kais Xtension. Aber bei Updates und den ganzen externen Bausteinen fängt das Gefrickel auch hier wieder an. Auch Modbus bei meiner PV hat Probleme gemacht (ist aber auch etwas speziell).
Ich habe mir dann 2022 im Affekt und aus Frust einen TWS gekauft. Der erschien zunächst „günstig“ und mit dauerhafter Update-Auslieferung. Das Ding ist wirklich wahnsinnig umfangreich und flexibel, Modbus funktioniert auch echt super. Die Logiken sind allerdings anders aufgebaut als beim X1 – da kann man nicht mal eben „Kisten zusammenstöpseln“. Der TWS kann effektiv mehr, aber man hat es nicht so visuell vor Augen.
Die TWS-Visu kommt ja nach und nach, einiges geht schon sehr gut. Optisch und vom Umfang ist sie aber nicht vergleichbar mit dem X1. Leider zwingen sie einen nun wieder in die Abo-Falle. Gefällt mir auch nicht so gut. Aber dafür hat man ein echt solides Stück Technik. Ich werde wohl noch mal einen Wartungsvertrag für ein Jahr machen, wenn da jetzt neue Funktionen kommen.
Nun ja… ich habe jetzt eine Mischung aus X1, S1 und TWS. Mit der Visu werde ich mittelfristig auf den TWS gehen. Einige Logiken und Zeitschaltuhren laufen aber sicher auf dem X1 weiter. Ich habe auch nur begrenzt Lebenszeit. Beim TWS sind die ZSU auch nicht (noch nicht?) so komfortabel wie beim X1 – sprich: mal eben an der Kachel einstellen.
ABER … meine größte Erkenntnis bei einer Visu ist: Wenn du alles so gut wie möglich automatisierst, brauchst du sie eigentlich kaum. Ich würde mir niemals ein Tablet an die Wand hängen. Das Smartphone ist in der Regel näher bei mir als so ein Bildschirm.
Und die ca. 15 Funktionen, die ich dann doch hin und wieder brauche, liegen (zum Glück) auf gut platzierten Tastern oder ich rufe Alexa – das geht immer schneller, als das Telefon zu holen oder zu einem Tablet zu laufen.
Ich werde die Timberwolf-Visu jetzt bedarfsgerecht aufbauen und nicht jeden Sensor oder jede Funktion einbinden (z. B. Helligkeit im Raum – interessiert niemanden, und wenn doch, kann man es nachsehen).
Weniger ist doch manchmal mehr…
Bildschirmfoto 2026-03-01 um 09.09.53.png Bildschirmfoto 2026-03-01 um 09.10.17.png Bildschirmfoto 2026-03-01 um 09.11.10.pngZuletzt geändert von kmk85; 01.03.2026, 20:21.
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Danke für die Info. Ich finde die unterschiedlichen Ansätze und Bedürfnisse sehr interessant. 👍
Ich selbst bin nach theoretischer Auswahl zwar bei Home Assistant gelandet, aber nicht weil er so toll ist, denn das sind die Visu's in den HutschienenServern auch (je nachdem was man braucht).
Die Parameter für die Auswahl waren bei mir:
a.) welche Funktionen bietet das Teil
Ich denke da ist HA ganz vorne zu finden, vor allem durch die Möglichkeit AddOns zu implementieren.
b.) wie kompliziert ist es
Ich denke da ist HA im Vergleich komplexer. Man braucht Zeit damit gehen zu lernen, aber dann flutscht es. Ich sehe das als Hobby, daher war es für mich kein Problem. Ich kann es aber verstehen, wenn jemand überhaupt keine Lust hat damit Zeit zu verbraten. Und ohne es genau zu wissen, vermute ich, dass die Geräte der KNX Hersteller viel einfacher zu bedienen sind. Und Menschen die sich beruflich damit beschäftigen können sich nicht bei den Kunden mit HA herumspielen. :-)
c.) wieviel kostet es
Da ist HA nur dann vorne, wenn man die restliche IT Infrastruktur bereits laufen hat, wie z.B. einen Linux Server im LAN. Die Worte eines befreundeten Raspi-Enthusiasten: "Ein Raspi ist ein günstiges und schönes Spielzeug, er funktioniert, aber bei bestimmten Anwendungen ist mir ein Industriestandard wichtiger." Bei mir ist es jedenfalls so, dass in meinem LAN ein LinuxServer 24/7 ohnehin durchläuft. Also HA läuft bei mir zum Nulltarif. Aber das ist ja nicht überall so und dann wäre der Kostenvorteil wieder verspielt.
d.) welche technischen Voraussetzungen benötigt man um es zu betreiben
Es gibt ja Menschen die haben eine KNX-Installation und einen WLAN Router, fertig.
Aber sie haben kein LAN, sie haben keinen Server, sie haben kein Know How und sie haben schon 10mal keine VPN Verbindung ins Haus. Dann sind die Lösungen der KNX-Anbieter auch ganz vorne. (Die Welt ist nicht schwarz oder weiß, natürlich gibt es Bereiche dazwischen, aber ich möchte den Beitrag nicht noch mehr in die Länge ziehen.)
e.) wie schaut die Updatepolitik aus und wie stabil läuft es
Ich habe HA zu wenig lange laufen um eine seriöse Aussage treffen zu können. Hier im Forum habe ich alles gehört, von der Aussage, dass nach Updates Dinge nicht mehr laufen, bis zur Aussage, dass es nie ein Problem gab und man muss halt wissen welche Updates man macht (HA, AddOns, und wie oft) und sich nicht einfach alles reinziehen. Als IT'ler lebe ich nach dem Spruch "nerver touch a running system". Außer es geht um Sicherheitsupdates. Aber damit bin ich 30 Jahre gut gefahren. Ich persönlich habe daher keine Bedenken, aber das trifft eben nicht auf alle zu. Ich denke, dass die Streuung hier - abhängig vom jeweiligen Benutzer - recht hoch ist und daher KNX-Anbieter mit den kleinen spezialisierten Servern - in Sachen Stabilität - die Nase etwas vorne haben.
Fazit:
Ich würde daher nie jemandem HA empfehlen, bevor ich nichts genaues über das Projekt, das technische Umfeld und das Know How des Betroffenen weiß. Für mich passt es, aber ich finde es toll, dass es auch andere Lösungen gibt.Zuletzt geändert von Wolfgang359; 01.03.2026, 13:50.
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Okay, aber das hängt ja davon ab was man benötigt. Und das ist sehr individuell. So wie du es geschildert hast, passt eine aufgeblasene Visualisierung nicht zu deiner Anforderung. Aus deiner Sicht voll okay wie du das siehst.
Der Vater, der seinen Kindern automatisch das Internet sperrt, wenn sie zu lange im Klo sitzen, weil sie dort in den sozialen Medien die Welt vergessen und er die Position des Klodeckels abfragt, der sieht das vielleicht anders. Also, nicht dass ich das brauchen würde, aber ich fand es witzig wie ich das gesehen habe. Ich war sehr amüsiert.
Aber bevor ich mich mit der Antwort verzettel.
Das war nach der ersten Zeile keine Antwort mehr auf deinen Beitrag. Ich habe das nur geschrieben weil ich meine "Analyse" zu dem Thema kund tun wollte.Zuletzt geändert von Wolfgang359; 01.03.2026, 20:40.
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