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Zonen-Präsenzmelder - oder separate Melder?

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    KNX/EIB Zonen-Präsenzmelder - oder separate Melder?

    Guten Tag,

    ich bräuchte Hilfe bei der Auswahl und der Position der Präsenzmelder. Ich habe einiges hier im Forum schon gelesen, allerdings würde ich einen Rat aus der Praxis für meine konkrete Situation wirklich schätzen.

    Es geht um zwei Wohnbereiche, ein Wohnzimmer und ein Esszimmer mit Flur.

    Im Wohnzimmer gibt es zwei Aufenthaltsbereiche mit jeweils eigenen Lichtkreisen (siehe Grafik, weil ich unterwegs bin, musste ich mir leider mit Paint weiterhelfen). Bereich 2 muss durchquert werden, um Bereich 1 zu erreichen. Frage ist, ob es sinnvoll ist, in der Raummitte einen Melder mit mehreren Sensoren anzubringen (als roter Kreis eingezeichnet), zB. Busch-Jaeger 6131/31-24 oder einen SCN-P360L3.03. Oder jeweils über die beiden Aufenthaltsbereiche einen separaten Melder. Oder, grundlegend, ob Melder überhaupt Sinn ergeben. Der Raum ist 7,7 Meter lang, die Präsenzzone eines zentralen Melders könnte also an ihre Grenzen stoßen. Hier wäre ich für einen praxisnahen Tipp sehr dankbar.

    Esszimmer/Flur sind L-förmig. Meine Idee war da, einen Melder möglichst nahe an der langen Wand anzubringen, der sowohl Bewegung in Richtung der Eingangstür (Eintritt wird mit Türsensor überwacht) als auch in die "Laufbereiche" rund um den Esstisch abdeckt. Ein Präsenzsignal für den Essbereich wäre schön, müsste dann aber idealerweise vom selben Gerät gesendet werden, direkt überm Esstisch kann ich keinen Melder anbringen.

    Ich bin wiklich gespannt auf Eure Antworten!

    Ronny



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    #2
    Wohnzimmer:

    Ein Melder mit 4 Zonen als allgemeinen Auslöser, dann aber in der Sofaecke und über den Sitzmöbeln je einen HF zur echten Präsenzhaltung.

    Wie man die diversen Bit-Signale verknüpft und daraus welche Lichtschaltung ableitet ist eine andere Frage. Das kann aus einem Melder kommen, kann aber auch zentral ausgewertet werden.

    Essen/Flur:
    Bei der Anordnung hat der PM bei 3 von 5 Türen Probleme da er da dann radiale Bewegung auswerten muss. Das kann man schon nen Schritt im Raum sein bis er auslöst. Sind die Türen rechst so sensibel, darf der Melder da nicht rein schauen? Das sind eigentlich die Gründe Melder immer nah an die Wand zu montieren.
    Eingangstür ist Hauseingang als Doppelflügeltür?
    Gibt es da irgendwo eine Art Garderobe oder rennt man da immer nur direkt durch?

    Zur Abgrenzung der Laufwege hätte ich den dann wohl irgendwie auf die Ecke unten rechts der Sitzzone gemacht, dann kann man mit einem 4 Zonen-Melder schonmal den Bewegungsbereich vom notwendigen Präsenzbereich abgrenzen.

    Warum kein Melder über dem Esstisch?
    Es gibt welche die kannst auch unsichtbar hinter dem Rigips verbauen.
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    "Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten."
    Albert Einstein

    Kommentar


      #3
      Danke für den Input.

      Ich habe KNX bis jetzt nur über Taster und X1 genutzt; und ausschließlich für Rollläden und Licht. Nur an zwei Türen habe ich bis jetzt Sensoren angebracht, die ich nicht missen möchte. Das ist überhaupt der Grund, warum ich mich jetzt mit den Meldern auseinandersetzte. Der Komfortgewinn ist immens. Nur habe ich überhaupt keine Erfahrung, wie ich Melder sinnvoll einbinde.

      Zitat von gbglace Beitrag anzeigen
      Wohnzimmer:

      Ein Melder mit 4 Zonen als allgemeinen Auslöser, dann aber in der Sofaecke und über den Sitzmöbeln je einen HF zur echten Präsenzhaltung.
      Das heißt: Person(en) betreten das Wohnzimmer, Licht wird über den zentralen melder geschaltet. Personen nehmen auf dem Sofa Platz, Lichtgruppe Sofa bleibt an (HF-Melder über der Sitzgruppe), Rest geht aus? Das hört sich gut an. Aber funktioniert das in der Praxis auch problemlos? Wie sind Eure Erfahrungswerte, ist das im Alltag sinnvoll und praktikabel? Konfiguriert ihr Eure Automation so und nutzt sie dann auch über Jahre hinweg so? Was ist der Vorteil des zentralen Melders, wenn ich über Sitzmöbeln und Sofaecke sowieso Melder anbringe, kann ich auf den zentralen Melder dann nicht auch verzichten?

      Zitat von gbglace Beitrag anzeigen
      Essen/Flur:
      Bei der Anordnung hat der PM bei 3 von 5 Türen Probleme da er da dann radiale Bewegung auswerten muss. Das kann man schon nen Schritt im Raum sein bis er auslöst.
      Im Raum Essen/Flur geht es mir primär um die Bewegung bei den Türen oben (zum Wohnzimmer) und links (zu weiteren Räumen, u.a. Schlafzimmer) sowie in Richtung Haustür.

      Idealerweise würde das Licht geschaltet,
      • wenn man schlaftrunken aus Richtung der Schlafgemächer den Raum betritt,
      • wenn jemand vom Wohnzimmer aus den Raum betritt.
      • In Richtung Haustür müsste nur geschaltet werden, wenn sich jemand definitiv zur Haustür bewegt.
      Bei der Haustür ist auch eine Garderobe und ein Spiegel vorgesehen ja. Würde es da Sinn machen, einen anderen Melder nahe an die Haustür zu bringen? Der Eintritt zum Haus selbst wird über den Fingerprint an der Außenwand geschaltet, da brauche ich kein Signal vom Sensor.

      Zitat von gbglace Beitrag anzeigen
      Sind die Türen rechst so sensibel, darf der Melder da nicht rein schauen? Das sind eigentlich die Gründe Melder immer nah an die Wand zu montieren.
      Eingangstür ist Hauseingang als Doppelflügeltür?
      Gibt es da irgendwo eine Art Garderobe oder rennt man da immer nur direkt durch?
      Die Türen rechts gehen zur Küche und zum Arbeitszimmer. Ich habe mir da ehrlich gesagt noch nicht viele Gedanken gemacht, wie das interferieren würde. Neben der oberen Tür gibt es allerdings noch ein Innenfenster, das könnte tatsächlich interferieren. Ich habe den Melder aber so nahe an der Wand positioniert, weil ich dachte, dass damit die Abdeckung der anderen Bereiche homogener ist. Ich hab wiegesagt keine große Erfahrung da.

      Viele Grüße!

      Ronny





      Kommentar


        #4
        Zitat von ronnyii Beitrag anzeigen
        Das heißt: Person(en) betreten das Wohnzimmer, Licht wird über den zentralen melder geschaltet.
        Nicht immer so versteift im Kopf haben die Dinger seien Lichtschalter an der Decke. Verstehe sie primär eben als Bewegungs/Präsenzmelder. Unter diesem Gesichtspunkt sind dann auch mehrere Melder die den selben Bereich überwachen zu kombinieren. Wenn die logische Kombination klar ist, dann schaut man ob das mit den Möglichkeiten der Applikation eines der verwendeten Melder direkt umgesetzt werden kann und dann sieht man ob ein solches dann gutes Präsenzsignal auch als Signalgeber für den Licht-Aktor eignet. ggf. auch nach unterschiedlichen Tagesphasen unterschiedliches Licht. Die letzte Stufe der Funktion ist dann das manuelle Übersteuern der Automatik der Melder.

        Zitat von ronnyii Beitrag anzeigen
        Rest geht aus? Das hört sich gut an. Aber funktioniert das in der Praxis auch problemlos? Wie sind Eure Erfahrungswerte, ist das im Alltag sinnvoll und praktikabel?
        Funktionieren tut das gut und solide. Aber bei sehr großen offenen Wohnbereichen will man nicht unbedingt in so einer Lichtinsel sitzen und beim Blick durch den großen Raum in dunkle Bereiche schauen. Daher hat man gerne in solchen Bereichen deutlich mehr Lichtelemente als eine Deckenleuchte je "Raum", dann lassen sich auch im Hintergrund leuchtende Akzente in der Küche haben während man im Sofa lümmelt, einfach weil das ein insgesamt angenehmeres Ambiente schafft.

        Zitat von ronnyii Beitrag anzeigen
        Konfiguriert ihr Eure Automation so und nutzt sie dann auch über Jahre hinweg so?
        Das richtige Lichtkonzept ergibt nicht nur selten auf dem Blatt Papier. Ich habe allein im Wohnzimmer ohne Essen/Küche 9 Lichtkreise, das hat sich über Jahre entwickelt und wird immer mal geändert wenn sich Möbel und Nutzungsszenarien ändern. Aber dafür ist es KNX das geht alles in SW zu ändern und muss nicht in HW neu gebaut werden.

        Zitat von ronnyii Beitrag anzeigen
        Was ist der Vorteil des zentralen Melders, wenn ich über Sitzmöbeln und Sofaecke sowieso Melder anbringe, kann ich auf den zentralen Melder dann nicht auch verzichten
        Wichtig ist das alle Bereich überwacht sind ich möchte z.B. gern dass das jeweilige Grundlicht eher schon an ist wenn ich den Raum sehen kann nicht wenn ich erst drinnen stehe. Insofern ist das alles sehr individuell. Aber machbar.

        Will man es aber möglichst gut automatisieren, kann man nicht zu viele Sensoren haben. Aber ja die Logiken werden komplexer.

        Zitat von ronnyii Beitrag anzeigen
        weil ich dachte, dass damit die Abdeckung der anderen Bereiche homogener ist. Ich hab wiegesagt keine große Erfahrung da.
        Wenn Du mit Deinem Malprogramm halbwegs zurecht kommst suche Dir je Melder aus den Datenblättern die üblichen Reichweiten raus und ziehe passend zum Maßstab je Melder leicht transparente farbliche kreise und schattiere Wandausschnitte aus. Dann kannst Du die Dinger hin und herschieben und siehst die optimale Position. Ansonsten immer im Kopf behalten das so ein Melder meist wie ein Kegel in den Raum schaut. HF auch eher wie eine Kugel.

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