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KNX-Netzteil zu klein dimensioniert?

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    KNX-Netzteil zu klein dimensioniert?

    Hallo,

    bei uns wurde als Busspannungsversorgung je Stockwerk ein MDT STV-0160.02 verbaut.
    Wir haben pro Stockwerk bereits 6 MDT Glastaster Smart II im Einsatz. Hinzu kommen pro Stockwerk 6 MDT SCN-KP360K301.03 und ein paar wenige Aktoren, wie Jalousien, Heizung und ein Schaltaktor. Die Präsenzmelder wurden bisher noch nicht programmiert.
    Planung und Ausführung wurde von einem Unternehmen gemacht.
    Wenn ich den Strombedarf der einzelnen Komponenten zusammen rechne sind doch die verbauten Netzteile deutlich zu klein oder nicht?
    Meine Befürchtung ist, dass sobald die Präsenzmelder programmiert sind die Netzteile das nicht mehr schaffen bzw. in Überlast gehen.
    Wie seht ihr das?

    LG

    ​

    #2
    Und dann habe ihr pro Etage einen Linienkoppler und noch eine Hauptlinie? Ich befürchte, da ist einiges im Argen.
    Gruß Florian

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      #3
      Und am Ende gibts für die REG Komponenten im Schaltschrank auch noch eine Versorgung. Das klingt auf jeden Fall nicht durchdacht (wenige Aktoren, ein Schaltaktor). Vielleicht solltest du deine Anlage mal schematisch vorstellen.

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        #4
        Ich versuche mal darzustellen, was ich verstehe - eine Busspannungsversorgung für Main hatte ich tatsächlich unterschlagen:
        - Wir haben eine NSHV und eine UV-KNX (Beides im Technikraum) sowie eine UV im OG
        - In der UV Smarthome gibt es:
        • Main: IP, MDT STV-0160.02
        • EG: Linienkoppler, MDT STV-0160.02 - wenn ich es richtig verstehe hängen dort auch die Aktoren und Sensoren für das EG dran (MDT BE-08000.02, MDT Jal-0810M.02, MDT AKS-0816.03, MDT SCN-DA641P.04S, MDT AKH-0800.03), 6x MDT Glastaster Smart II, 6x MDT SCN-KP360K301.03
        • Außen: Linienkoppler, MDT STV-0160.02
        ​- UV-OG:
        • OG: Linienkoppler, MDT STV-0160.02, MDT BE-08000.02, MDT Jal-0810M.02, MDT AKS-0816.03, MDT AKH-0800.03, 6x MDT Glastaster Smart II, 6x MDT SCN-KP360K301.03
        ​Fehlen noch wichtige Infos?

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          #5
          Wieso so kleine Netzteile............
          Hat da einer den Schlag net gehört oder was,
          Grundsätzlich mindestens 640mA Netzteile rein, keine Diskusion.
          Die kosten wenn man MDT nimmt nicht die Welt, von Mean Well eher keine 100 Euro!!
          Wieso wird sich immer so tot und kaputtgespart bei so esenziellen Geschichten!
          Das ist auch das Problem.
          Beim Programmiervorgang ist immer hohe Buslast zu erwarten, Wenn dann danach alles wieder neu startet, packen das die
          160mA netzteile nicht mehr und alles bricht zusammen.
          Irgendwie logisch, oder?
          Da hat Florian bestimmt recht......da stimmt dann wahrscheinlich mehreres nicht in deiner Anlage!!

          Gruß
          Markus

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            #6
            Auch ich stimme Florian zu.

            Da hat der Eli wohl mit 10mA Pro gerät gerechnet, das die GT mehr brauchen wohl übersehen. Und warum Linienkoppler pro Etage? Macht nur Sinn wenn es kein Einfamilienhaus ist.
            Punk ist nicht tot, Punk macht jetzt KNX

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              #7
              Zitat von Hrogota Beitrag anzeigen
              Fehlen noch wichtige Infos
              Uiuiui.
              Sind EG und OG unterschiedliche Wohnungen oder warum wurde der Linienkoppler-Ansatz gewählt?
              Grundsätzlich trennt man in einem EFH keine Geschosse über unterschiedliche Spannungsversorgungen + Linienkoppler. Das macht das Programmieren aufwendiger (Filtertabellen). Außerdem macht es preislich keinen Sinn.
              Nur die Außenlinie trennt man logisch von der Innenlinie mit einer extra Versorgung.

              Wie alt ist die Anlage? Programmierst du selber?
              Ich würde den Elektriker antanzen lassen und das in Ordnung bringen. Für deinen Fall reichen vermutlich 640mA für EG+OG dicke.
              Also anstatt drei Spannungsversorgungen und 2 Linienkoppler nur eine einzige Versorgung für alles. Außenlinie ist ok so.

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                #8
                Zitat von r4id Beitrag anzeigen
                Uiuiui.
                Sind EG und OG unterschiedliche Wohnungen oder warum wurde der Linienkoppler-Ansatz gewählt?
                Nein, es ist ein Einfamilienhaus

                Zitat von r4id Beitrag anzeigen
                Wie alt ist die Anlage? Programmierst du selber?
                Ich würde den Elektriker antanzen lassen und das in Ordnung bringen. Für deinen Fall reichen vermutlich 640mA für EG+OG dicke.
                Also anstatt drei Spannungsversorgungen und 2 Linienkoppler nur eine einzige Versorgung für alles. Außenlinie ist ok so.
                Wir wohnen jetzt seit 2 Jahren im Haus. Ich möchte zukünftig gerne selbst programmieren aber habe bis heute die Projektdatei noch nicht erhalten.
                Wie es korrigiert wird kann ich ja nicht bestimmen aber Fakt ist, die Netzteile sind so wie sie aktuell ausgeführt sind zu klein dimensioniert und damit ist die Anlage mangelhaft oder?

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                  #9
                  Waren die PMs vorher vom Eli auch eingeplant? Dann wäre das eventuell schon ein Mangel.
                  Kommt halt immer darauf an wie detalliert das Angebot geschrieben ist.
                  Aber, wieso werden die erst nach 2 Jahren in Betrieb genommen?

                  Inbetriebnahme ist aber durch und alle Rechnungen bezahlt?

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                    #10
                    PMs waren vom Eli eingeplant und wurden auch schon bezahlt. Die PMs waren bei Einzug noch nicht lieferbar und wurden nachträglich vom Eli installiert. Wir warten seit über einem Jahr auf die Programmierung von den PMs. Leider werden wir immer wieder vertröstet.

                    Wann wäre es denn kein Mangel seitens des Elis?
                    Im Angebot waren sowohl die Glastaster als auch die PMs.

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                      #11
                      Mangel ist als erstes das er die PM noch nicht in Betrieb genommen hat. Da würde ich definitiv langsam mal ne Frist setzen um den Mangel zu beseitigen. Ich hoffe du hast seine "Leistung" noch nicht komplett bezahlt.
                      Und die ETS Projektdatei steht dir zu.
                      Punk ist nicht tot, Punk macht jetzt KNX

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                        #12
                        Hätte ich die Projektdatei würde ich mir das ja noch zutrauen selbst umzusetzen - die Hardwarethemen nicht.
                        Wir haben bisher viel Geduld und Verständnis aufgebracht.
                        Das geht bisschen über das Topic jetzt raus aber die Frage ist, was steht uns denn definitiv zu?

                        - Projektdatei für KNX
                        - Inbetriebnahmeprotokoll?
                        - Stromlaufplan?
                        - Dedizierter Klemmenplan?

                        Wir haben einen Stromlaufplan bekommen. Ich hab bisher angenommen, dass uns auch ein Klemmenplan zustehen würde - sprich eine separate Tabelle in der die einzelnen Klemmen genau aufgeschlüsselt sind. Unser Eli sagt er würde nur den Stromlaufplan schulden, weil in diesem ja entsprechend die Klemmen mit drin wären. Aber ich hab im Schaltschrank Klemmen, die im Stromlaufplan gar nicht auftauchen...

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                          #13
                          Hallo Hrogota,

                          eine Dokumentation ist Pflicht - ein Stromlaufplan und ein dedizierter Klemmenplan ist daher gesetzlich vorgeschrieben und daher unverhandelbar. Dennoch lassen das gerne einige aus.

                          Beim Inbetriebnahmeprotokoll kommt darauf an, was du darunter verstehst. Eine elektrotechnische Anlage auch im EFH muss abgenommen sein; darüber muss auch ein Protokoll gefertigt sein. Hier muss auch die Einhaltung aktueller Richtwerte überprüft werden. Das steht dir also auch zu (nicht jedoch ein schriftliches Protokoll z.B. eines funktionalen Abgleichs zwischen KNX Programmierung und ursprünglicher Anforderung).

                          Bei der Projektdatei scheiden sich die Geister. Es handelt sich hier ausdrücklich um eine für dich individuell gefertigte Datei im Rahmen eines Gewerkes. Daher steht diese dir erstmal zu. Viele Betriebe (wir auch) verbinden mit einer unversiegelten Herausgabe aber ein erlöschen der Gewährleistung. Denn wenn du selbst an der Anlage etwas änderst / umprogrammierst, dann kann ja der Betrieb schlecht rausrücken und auf Gewähr das geraderücken.

                          Wir hinterlegen die Datei daher so, dass du sie jederzeit ziehen kannst - in dem Moment aber eine Bestätigung abgefragt wird und der Hinweis, dass wir ebenfalls darüber informiert werden. Andere machen das technisch einfacher z.B. in einem versiegelten Umschlag mit USB Stick drinnen (hat sich für uns nicht bewährt, da wir auf Kundenanfrage ja remote ggf. die Anlage noch überarbeiten und der USB Stick dann veraltet).

                          Außerdem halten einige Betriebe diese Datei zurück, bis die Schlusszahlung erfolgt ist. Da geht es einfach darum, dass das sozusagen "der letzte Joker" ist.

                          Von daher einfach zusammengefasst:
                          - Doku steht dir gesetzlich zu (im beschriebenen Umfang)
                          - Projektdatei wie beschrieben

                          Bitte beachte: Es ist immer noch gängige Praxis, dass diese Doku ungeachtet der Regelung nicht erfolgt. Teilweise weil die Elektriker erst auf der Baustelle das zusammenzimmern statt einen Plan vorher zu erstellen. Dann wird es natürlich schwierig

                          Lg
                          Kai
                          Kai Burkard · Geschäftsführer, Splendid Minds GmbH

                          KNX-Planung & Integration · Softwareentwicklung · KI & Robotik · Training & Media
                          www.splendidminds.de​ · www.etspilot.de

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                            #14
                            Hallo Kai Burkard, vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
                            Zitat von Kai Burkard Beitrag anzeigen

                            eine Dokumentation ist Pflicht - ein Stromlaufplan und ein dedizierter Klemmenplan ist daher gesetzlich vorgeschrieben und daher unverhandelbar. Dennoch lassen das gerne einige aus.
                            Also ist die Aussage unseres Eli, das die Klemmen ja im Stromlaufplan mit dabei wären und somit kein eigener Klemmenplan geschuldet wird, nicht haltbar?
                            Gibt es etwas auf das ich mich in der Diskussion mit dem Elektriker beziehen kann?

                            Zitat von Kai Burkard Beitrag anzeigen
                            ​
                            Beim Inbetriebnahmeprotokoll kommt darauf an, was du darunter verstehst.
                            In erster Linie geht es mir dabei um einen Nachweis, dass die Anlage von einem gelernten Elektriker nach den a.d.R.d.T erstellt und in Betrieb genommen wurde.
                            Ich hab gehört, dass ist das Dokument nach dem eine Versicherung zuerst fragt, wenn es zu einem Schadensfall kommt.
                            Zudem wird das sicher auch beim Hausverkauf - falls es mal so weit kommen sollte - relevant sein.
                            ​
                            Zitat von Kai Burkard Beitrag anzeigen

                            Bei der Projektdatei scheiden sich die Geister. Es handelt sich hier ausdrücklich um eine für dich individuell gefertigte Datei im Rahmen eines Gewerkes. Daher steht diese dir erstmal zu. Viele Betriebe (wir auch) verbinden mit einer unversiegelten Herausgabe aber ein erlöschen der Gewährleistung.
                            Das kann ich nachvollziehen. Wir haben unserem Elektriker auch bereits per Mail bestätigt, dass wir uns bewusst sind, dass für die Programmierung keine Gewährleistung von ihm übernommen wird, sobald wir die Projektdatei haben und das wir die Programmierung der Präsenzmelder dann selbst übernehmen.

                            Zitat von Kai Burkard Beitrag anzeigen
                            ​
                            Außerdem halten einige Betriebe diese Datei zurück, bis die Schlusszahlung erfolgt ist. Da geht es einfach darum, dass das sozusagen "der letzte Joker" ist.
                            ​
                            Wir haben bereits zwei sehr große Abschlagsrechnungen erhalten und beglichen. Es gibt zwar noch einen Teil, der in Form von Stunden abgerechnet wird aber auch hier haben wir die Schlussrechnung noch nicht mal erhalten.
                            Zudem können wir doch zuerst die Beseitigung aller Mängel - wozu ich die fehlende Projektdatei und Dokumentation zähle - oder nicht?


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                              #15
                              Es gibt nicht DEN Standardstromlaufplan. Das kann darin enthalten sein, das kann separat sein. Beides ist möglich. Wichtig ist, dass die Klemmen irgendwo gelistet sind (ist der z.B. über Stromlaufplan.de erstellt, steht die Klemmenbeschriftung direkt mit im Plan UND ist separat verfügbar).

                              Der Nachweis kann in der Tat wichtig sein. Im Versicherungsfall, je nach dem wie stressig dein Netzanbieter ist aber auch bei dem. Wir hatten schon Kunden, da sind diese so penibel, dass diese sonst keine Zählerwechsel durchführen, etc. - das ist aber von Ort zu Ort völlig unterschiedlich.

                              Formal gesehen hat der Betrieb das Recht auf Nachbesserung. Also in angemessener Zeit Fehler selbst zu beheben um die volle Rechnung zu erhalten. Dafür solltest du eine angemessene Frist stellen. Solltet ihr euch diesbezüglich nicht einig werden, habt ihr natürlich auf beiden Seiten Anspruch auf eine angemessene Vereinbarung (Nachlass, Nachbesserung durch Dritte, etc.)

                              Ich kenne die genaue Situation bei euch vor Ort nicht - daher sind das hier unverbindliche Angaben.
                              Kai Burkard · Geschäftsführer, Splendid Minds GmbH

                              KNX-Planung & Integration · Softwareentwicklung · KI & Robotik · Training & Media
                              www.splendidminds.de​ · www.etspilot.de

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