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Windalarm mit Wetterstation auf Dach

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    Windalarm mit Wetterstation auf Dach

    Moin,

    ich hab gerade einen Knoten den ich mir auch mit Suche noch nicht öffnen konnte.
    Gegeben ist ein Haus mit Flachdach, drumrum relativ wenig Bebauung. Auf dem Dach ist, auf einem Mast etwas erhöht, eine Theben Meteodata Wetterstation. Liefert zuverlässig Werte, soweit gut.

    Nun will/soll ich einen Windalarm einbauen der die Jalousien hochfährt, wenn die Windgeschwindigkeit einen bestimmten Wert überschreitet. Soweit, so einfach, lässt sich einstellen.

    Mein Verständnisproblem: Die Jalousien sind allesamt Südseite. Die Wetterstation oben auf Dach ist von allen Seiten frei, da ist nichts blockiert. Die Station misst also gerne auch mal Wind der die Jalousien nicht erreichen wird, da das Haus den dann halt von den Jalousien abhält, aber oben ziehts natürlich frei drüber.

    Was ist für sowas der gängige Weg? Windsensor an die Fassade dran, um zu "sehen" was dort direkt abgeht? Messung der tatsächlichen Windrichtung mit einem weiteren Sensor? Fassadenrichtung ignorieren und "Wert ist über X, Windalarm" und dann sind die halt oben?
    Grüße
    Ganneff

    #2
    Die WS auf dem Dach ist der übliche Weg, aber wie Du selbst erkannt hast, könnte sich ein eigener Windsensor für die Fassade als geeigneter herausstellen.

    Wenn's stört, dass die Jalousien hochfahren, obwohl das Haus "Rückenwind" hat - dedizierten Sensor an der Südfassade implementieren, ansonsten halt die Station auf dem Dach.
    Gruss
    GLT

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      #3
      Nur je nach genauer Windrichtung können auch im Lee kräftige Wirbel entstehen. Wenn du halbwegs vernünftige Jalousien hast, dann weht es schon recht kräftig, bis die hochgehen müssen. Ich würde warten, bis ihr davon genervt seid, dass bei "Windstille" immer die Jalousien gesperrt sind.

      Gruß
      Florian

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        #4
        Zitat von Ganneff Beitrag anzeigen
        Die Station misst also gerne auch mal Wind der die Jalousien nicht erreichen wird, da das Haus den dann halt von den Jalousien abhält, aber oben ziehts natürlich frei drüber.
        Darauf würde ich mich im Zweifel nicht verlassen. Wie sieht denn die Verwirbelung auf der Rückseite des Hauses aus? Und kommt die Info, dass der Wind gedreht hat oder einzelne Böen aus einer anderen Richtung kommen, schnell genug an? Wie exakt kannst du die erlaubte Windrichtung einschränken bzw. wie breit muss der "nicht erlaubte Windrichtungskorridor" sein, damit die Jalousien in Sicherheit sind? OK, vielleicht mache ich mir zu viele rein theoretische Gedanken, weil wir nur Rolläden haben und ich keine Praxiserfahrung vorweisen kann... Im Zweifel wäre mir trotzdem ein zu frühes Hochfahren des Behangs lieber als ein zu spätes.

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          #5
          Nun ja, im Prinzip kannst du dir ja selbst die Karten legen:

          1. Auf den Wind ungeachtet der Richtung reagieren.

          Das ist bei einem Wohnhaus der übliche und aus meiner Sicht auch sinnvollste Weg. Die frei stehende Wetterstation auf dem Dach misst zwar "allgemeiner" wie du schreibst als ein Sensor unmittelbar an der Südfassade. Aber Winde wechseln gerne auch mal ihre Richtung bzw. gibt es neben der "Hauptströmung" auch gerne andere Böen.

          Durch Gebäudekanten entstehen Verwirbelungen, Sog oder Auf- und Abwinde. Außerdem können Böen kurzfristig aus einer anderen Richtung kommen. Deine in der Theorie geschützte Fassade ist deshalb nicht automatisch unbelastet.

          2. Eine spezifischen Windwächter an der Hausseite montieren:

          Der Sensor muss dann aber sorgfältig positioniert werden und darf nicht im Windschatten liegen. Außerdem erfasst der dann nur die Verhältnisse an seinem konkreten Montageort – "näher an der Jalousie" bedeutet deshalb nicht zwangsläufig "zuverlässiger".

          Im Zweckbau arbeitet man bei größeren Fassaden daher durchaus mit mehreren Sensoren beziehungsweise getrennten Fassadenzonen. Bei einem normalen Wohnhaus halte ich diesen Aufwand meistens nicht für erforderlich.​

          3. Du nimmst eine Wetterstation die die Windrichtung auswerten kann

          Problem (wie oben geschrieben): Windrichtung ist nicht unbedingt die Richtung von Böen.

          Letztlich ist das deine Abwägung. ich würde es aber nicht "überkomplizieren"
          Kai Burkard · Geschäftsführer, Splendid Minds GmbH

          KNX-Planung & Integration · Softwareentwicklung · KI & Robotik · Training & Media
          www.splendidminds.de​ · www.etspilot.de

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            #6
            Zitat von Fidelis Beitrag anzeigen
            Im Zweifel wäre mir trotzdem ein zu frühes Hochfahren des Behangs lieber als ein zu spätes
            In der Theorie gut, aber wenn ständig die Jalousien hochfahren, nervt das mit der Zeit.

            Ich würde ich nicht darauf setzen, dass auf der Südseite immer Windschatten ist.
            Schau dir das Datenblatt der Jalousien an, die können meist einiges ab. Bei uns wird es ab 18m/s interessant.

            Bei Wind > 12m/s stell ich die Lamellen waagerecht, ab 18m/s fahr ich sie dann hoch.
            Zuletzt geändert von TheOlli; 21.09.2026, 14:21.
            Mit Heimautomatisierung lassen sich alle Probleme lösen die wir sonst gar nicht hätten...
            KNX + HUE + SONOS + SIMATIC-S7 + Fritzbox + RasPi mit HomeAssistant

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              #7
              Ok, danke alle zusammen. Also entweder ein eigener Windmesser rein für die eine Fassade (und ja, einzelne starke Böen kann der nicht abfangen, aber das wird auch der auf dem Dach nicht), ODER das ganze nicht zu sehr überdenken und schlicht die Werte von oben nehmen.

              Die Daten die mir der Hausbauer gab sagen schlicht 17m/s als Maximum an, aber die Idee mit dem vorher schon waagerecht stellen klingt auch gut. Ich glaub die versuch ich zu kopieren.
              Grüße
              Ganneff

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                #8
                Die Wahrscheinlchkeit ist auch hoch, dass nicht gerade die erste Böe gerade auf der Südfront auftritt - ich würde es mit dem Dach versuchen.
                Gruß
                Florian

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                  #9
                  Und wenn die Wahl möglich ist, immer Jalousien mit Schiene statt Führungsseil nehmen. Zumindest in München dürfte es auch auf dem Olympiaturm nie Wind geben, der da eine hochwertige Lamelle beschädigt.
                  sprich, klar, Windalarm würde ich im Zweifel vorsehen, ich bin da bei Raffstores aber sehr entspannt.

                  Flachlamellen oder Markisen sind zum Beispiel kritischer

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                    #10
                    Wir haben Raffstores nun seit vermutlich 3 Jahren und ich finde diese sehr Windstabil. Es sind Z-Lamellen und sie liegen in der Dämmung, d.h. der Wind kann nicht dahinter. Der größte Raffstore ist 3m breit und vielleicht der empfindlichste.Aber selbst dieser hat bisher alles ausgehalten. Waagrecht stellen stelle ich mir persönlich schlechter vor.

                    Und meine Beobachtung mit Wind und Böen: Durch Messung kann man nicht auf die richtig gemeinen Böen reagieren, die evtl. einem Raffstore gefährlich werden könnten. Bis der Raffstore hochgefahren ist, ist alles schon wieder vorbei.

                    Also entweder man stellt es so empfindlich ein, dass der Raffstore sehr früh hoch fährt und einen ständig nervt. Das kann man in öffentlichen Einrichtungen oder Büros evtl. machen um aus der Gewährleistung fein raus zu sein, oder, wenn es einen selbst betrifft: man fährt es zwei mal im Jahr manuell hoch, wenn man eine Sturmwarnung mit Hagel und orkanartigen Böen bekommt.

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                      #11
                      Kannst natürlich auch auf dem Dach eine Wand in gleicher Richtung zu deiner Fassade aufbauen 🙃

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                        #12

                        Zitat von FrankMaier Beitrag anzeigen
                        Und meine Beobachtung mit Wind und Böen: Durch Messung kann man nicht auf die richtig gemeinen Böen reagieren, die evtl. einem Raffstore gefährlich werden könnten. Bis der Raffstore hochgefahren ist, ist alles schon wieder vorbei.
                        Oder wie immer mein Kommentar zum Thema: (Internetbasierte) Böen-Prognose heisst das Zauberwort.
                        So fahren sie hier in den Voralpen rund 2-3x im Jahr hoch.
                        Gruss Daniel

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