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Fußbodenheizung - Heizkreisverteiler: Wärmemengenzähler, Stellantriebe und Verdrahtung sinnvoll gewählt?

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    KNX/EIB Fußbodenheizung - Heizkreisverteiler: Wärmemengenzähler, Stellantriebe und Verdrahtung sinnvoll gewählt?

    Hallo zusammen,

    ich befinde mich aktuell im Zweifamilienhaus-Renovierungsbau (Einliegerwohnung = Mietswohnung) und plane die finale Ausführung der Fußbodenheizungsregelung.
    Verbaut sind mehrere Thermtec-Heizkreisverteiler mit insgesamt 32 Heizkreisen. Die gesamte Gebäudetechnik wird auf KNX aufgebaut und die Heizungsregelung soll vollständig in KNX integriert werden.
    Als Heizungsaktoren sind Theben HM 6/12 T vorgesehen, die direkt in den jeweiligen Heizkreisverteilerschränken montiert werden.
    Mein Heizungsbauer hat mir folgende Komponenten angeboten:
    • REISSERtherm Wärmemengenzähler INTEGRAL-V UltraLite PRO qp 1.5 HA
    • Roth Stellantrieb NC, 230 V, 1 W (stromlos geschlossen)
    Daher ein paar Fragen an die Experten:
    1. Sind die Roth-Stellantriebe aus eurer Sicht eine gute Wahl oder würdet ihr eher zu einem anderen Konzept/Hersteller greifen?
    2. Gibt es bei thermischen Stellantrieben überhaupt relevante Unterschiede hinsichtlich Funktion/Stromverbrauch oder sind die Unterschiede in der Praxis eher vernachlässigbar?
    3. Hat jemand Erfahrungen mit dem REISSERtherm Integral-V UltraLite PRO Wärmemengenzähler? Ist das eine empfehlenswerte Lösung oder gibt es in diesem Bereich bessere Alternativen welche sich gar irgendwo besser in irgendwelche Abrechnungssysteme einbinden lassen?
    4. Nutzt ihr Wärmemengenzähler im KNX-System aktiv für Visualisierung, Energieauswertung und Optimierung der Heizkreise? Hat sich das in der Praxis bewährt?
    5. Wenn die Theben-Aktoren direkt im HKV-Schrank montiert werden: Würdet ihr die Stellantriebe direkt auf die Aktoren verdrahten oder trotzdem mit zusätzlichen Reihenklemmen bzw. Klemmleisten arbeiten?
    6. Falls Klemmleisten empfohlen werden: Welche Systeme haben sich bei euch bewährt (WAGO, Phoenix Contact, Weidmüller etc.) und warum?
    PS: Mir geht es weniger darum, die günstigste Lösung zu finden, sondern darum, eine saubere Lösung zu realisieren. Die KNX-Anlage wird insgesamt recht umfangreich und hochwertig vorbereitet/ausgeführt (~1000 TE) , daher möchte ich auch bei der Heizungsregelung möglichst passende Komponenten einsetzen.

    Mich interessieren insbesondere ob der Heizungsbauer mir jetzt irgendwas standardmäßiges ohne groß nachgedacht zu haben verkaufen will. Kann mir aber vorstellen das das jetzt gar nicht so relevant ist.

    image.pngScreenshot 2026-10-14 123516.png
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    Vielen Dank schon einmal für eure Einschätzungen!
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    #2
    Da du von Optimierung der Heizkreise sprichst. Ist es noch möglich, auf ERR zu verzichten oder willst du das unbedingt haben? Das widerspricht sich nämlich etwas.

    Kommentar


      #3
      Ich würde bei der Auswahl der Stellantriebe nicht nur auf die Angabe „1 W“ schauen, sondern auch die Belastung beim Einschalten prüfen lassen. Das ist ein konkreter Punkt zu Deinen Fragen zu den Antrieben; die Wärmemengenzähler bewerte ich damit nicht.

      Theben nennt beim HM 6 T ausdrücklich das Einschaltverhalten der Stellantriebe als Grund für eine begrenzte Anzahl anschließbarer Antriebe. Die kleine Leistungsangabe allein reicht deshalb nicht aus, um die geplante Kombination freizugeben. Das bedeutet nicht, dass die angebotenen Roth-Antriebe ungeeignet sind.

      Ich würde dem Elektriker eine Liste geben: genauer Aktortyp je Heizkreisverteiler, genaue Roth-Artikelnummer und Anzahl der Antriebe je vorgesehenem Ausgang. Er kann diese Zuordnung mit den Herstellerangaben abgleichen. Entscheidend ist das Ergebnis für die tatsächlich vorgesehene Kombination, nicht nur die Gesamtzahl von 32 Heizkreisen. Die Prüfung und die Arbeiten an den 230-V-Anschlüssen gehören zur Elektrofachkraft.

      Kannst Du die Roth-Artikelnummer und die geplante Verteilung der Antriebe auf HM 6 T beziehungsweise HM 12 T ergänzen?

      Kurz:
      - Einschaltverhalten mitprüfen, nicht nur „1 W“ vergleichen.
      - Konkrete Geräte und Zuordnung prüfen lassen.

      Quelle: Theben HM 6 T, Abschnitt „Funktionsbeschreibung“:
      https://www.theben.de/de/hm-6-t-knx-4940240

      Gruß Erik

      Kommentar


        #4
        Zitat von Hauptschulabsolvent Beitrag anzeigen
        Sind die Roth-Stellantriebe aus eurer Sicht eine gute Wahl oder würdet ihr eher zu einem anderen Konzept/Hersteller greifen?
        Typische Empfehlung ist Möhlenhoff. Die stellen die Antriebe für andere Firmen her, die dann nur noch ihr Label draufkleben und mit Aufschlag weiterverkaufen. Ob das auch für Roth gilt, kann ich nicht sagen. Aber bei Möhlenhoff passt das Preis-Leistungs-Verhältnis, meiner Meinung nach.

        Zitat von Hauptschulabsolvent Beitrag anzeigen
        Gibt es bei thermischen Stellantrieben überhaupt relevante Unterschiede hinsichtlich Funktion/Stromverbrauch oder sind die Unterschiede in der Praxis eher vernachlässigbar?
        Das dürfte ziemlich irrelevant sein, ja. Die Dinger können ja nur voll auf oder voll zu und der Strombedarf zum schmelzen der Patrone sollte immer ähnlich sein. Ich würde jetzt nicht das billigste kaufen, aber auch nicht zur "Markenware" greifen. Wenn die mittelpreisigen dann nur 15 statt 20 Jahre halten, ist das auch in Ordnung.
        Wenn die FBH nur zum heizen gedacht ist, passt das mit NC. Wenn darüber auch gekühlt werden soll, kann man mal über NO nachdenken.

        Zitat von Hauptschulabsolvent Beitrag anzeigen
        Nutzt ihr Wärmemengenzähler im KNX-System aktiv für Visualisierung, Energieauswertung und Optimierung der Heizkreise?
        Nein, da sehe ich keinen Bedarf für unser EFH. Optimierung der Heizkreise bekommt man auch gute über die (bekannten) Stellwerte der Ventile hin.

        Zitat von Hauptschulabsolvent Beitrag anzeigen
        Wenn die Theben-Aktoren direkt im HKV-Schrank montiert werden: Würdet ihr die Stellantriebe direkt auf die Aktoren verdrahten oder trotzdem mit zusätzlichen Reihenklemmen bzw. Klemmleisten arbeiten?
        Ich würde die direkt verdrahten. Da sind es nur kurze Wege, man kann die Leitungen sehr einfach zuordnen und ein Austausch sollte auch ohne Klemmen schnell und einfach möglich sein.

        Kommentar


          #5
          Vielen Dank für eure antworten!

          Zitat von r4id Beitrag anzeigen
          Da du von Optimierung der Heizkreise sprichst. Ist es noch möglich, auf ERR zu verzichten oder willst du das unbedingt haben? Das widerspricht sich nämlich etwas.
          Komplett auf eine ERR zu verzichten hatte ich bisher nicht geplant. Es gibt ja Räume (z.B. Bad, Schlafzimemr) welche durchaus andere Temperaturen haben sollten. Oder was steckt da dahinter? Wie stellst du Dir das vor? Hat das irgendwie mit der Regelung über Heizkurve, Vorlauftemperatur und Durchflüsse was zu tun?

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          Zitat von Erik Jeschke Beitrag anzeigen
          Ich würde bei der Auswahl der Stellantriebe nicht nur auf die Angabe „1 W“ schauen, sondern auch die Belastung beim Einschalten prüfen lassen. Das ist ein konkreter Punkt zu Deinen Fragen zu den Antrieben; die Wärmemengenzähler bewerte ich damit nicht.

          Theben nennt beim HM 6 T ausdrücklich das Einschaltverhalten der Stellantriebe als Grund für eine begrenzte Anzahl anschließbarer Antriebe. Die kleine Leistungsangabe allein reicht deshalb nicht aus, um die geplante Kombination freizugeben. Das bedeutet nicht, dass die angebotenen Roth-Antriebe ungeeignet sind.
          Vielen Dank für den Hinweis.

          Das ist tatsächlich ein Punkt, den ich bislang überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Ich hatte bisher hauptsächlich auf die Leistungsaufnahme von 1 W pro Antrieb geschaut und daraus geschlossen, dass das problemlos passen sollte.
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          Zitat von Erik Jeschke Beitrag anzeigen
          Kannst Du die Roth-Artikelnummer und die geplante Verteilung der Antriebe auf HM 6 T beziehungsweise HM 12 T ergänzen?
          ​
          Genau. Es handelt sich um insgesamt 4 HKV und ist mit folgenden Aktoren geplant:

          EG Einliegerwohnung: 9-fach HKV = THEBEN HM 12 T KNX-Heizungsaktor FIX | 12-fach (2x 23 qm Räume mit je 2 separaten Heizkreisen & nicht verlegte Wintergartenvorbereitung.Würde wahrscheinlich einfach die Wintergartenvorbereitung nicht verdrahten dann wäre ich bei 12 Kreisen)
          EG Gästewohnraum: 4-fach HKV = THEBEN HM 6 T KNX-Heizungsaktor FIX | 6-fach
          OG Hauptwohnung:13-fach HKV = THEBEN HM 12 T KNX-Heizungsaktor FIX | 12-fach​ (40 qm Wohnbereich mit 3 separaten Heizkreisen & nicht verlegte Wintergartenvorbereitung. Würde wahrscheinlich einfach die Wintergartenvorbereitung nicht verdrahten dann wäre ich bei 12 Kreisen)
          DG Hauptwohnung: 6-fach HKV = THEBEN HM 6 T KNX-Heizungsaktor FIX | 6-fach

          Die Roth-Artikelnummer lautet: 1135007412
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          Zitat von Erik Jeschke Beitrag anzeigen
          Kurz:
          - Einschaltverhalten mitprüfen, nicht nur „1 W“ vergleichen.
          - Konkrete Geräte und Zuordnung prüfen lassen.

          Quelle: Theben HM 6 T, Abschnitt „Funktionsbeschreibung“:
          https://www.theben.de/de/hm-6-t-knx-4940240
          Ok, das habe ich jetzt zum Schluss angeschaut, naja mit einem Kanal 5x einen 230V-Stellmotor anfahren habe ich ja sowieso nicht geplantmund sollte dann unkritisch sein, oder verstehe ich das falsch?

          Danke

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          Zitat von Fidelis Beitrag anzeigen
          Typische Empfehlung ist Möhlenhoff. Die stellen die Antriebe für andere Firmen her, die dann nur noch ihr Label draufkleben und mit Aufschlag weiterverkaufen. Ob das auch für Roth gilt, kann ich nicht sagen. Aber bei Möhlenhoff passt das Preis-Leistungs-Verhältnis, meiner Meinung nach.
          Das dürfte ziemlich irrelevant sein, ja. Die Dinger können ja nur voll auf oder voll zu und der Strombedarf zum schmelzen der Patrone sollte immer ähnlich sein. Ich würde jetzt nicht das billigste kaufen, aber auch nicht zur "Markenware" greifen. Wenn die mittelpreisigen dann nur 15 statt 20 Jahre halten, ist das auch in Ordnung.
          Wenn die FBH nur zum heizen gedacht ist, passt das mit NC. Wenn darüber auch gekühlt werden soll, kann man mal über NO nachdenken.
          Nein, da sehe ich keinen Bedarf für unser EFH. Optimierung der Heizkreise bekommt man auch gute über die (bekannten) Stellwerte der Ventile hin.
          Ich würde die direkt verdrahten. Da sind es nur kurze Wege, man kann die Leitungen sehr einfach zuordnen und ein Austausch sollte auch ohne Klemmen schnell und einfach möglich sein.
          Ok, Danke für deinen Beitrag. Das behalte ich im Hinterkopf. Bezüglich der Verdrahtung dann einfach mittels WAGO-Klemmen den Neutralleiter direkt zusammenklemmen? oder wie meinst du?

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