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    #61
    sieht auf den ersten Blick extrem gut aus.
    Auf den zweiten.... würde ich niemals schwarze Decken wollen o.O

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      #62
      @raman: Gefällt mir sehr, reduziert und durchdachte Lichtwirkung. "Weniger ist mehr" anstatt "viel hilft viel". Danke für's Zeigen!
      Viele Grüße, Volker

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        #63
        raman sehr geile Hütte, nicht nur vom Licht. Meine Armut kotzt mich manchmal echt an

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          #64
          Das mit den schwarzen Decken und dunklen Böden war in den frühen 80er Jahren eben mal modern. Es hat sich aber ohne jede Eingriffe bisher bestens gehalten, also vom Werterhalt war dunkel eloxiertes Aluminium aussen und innen vergleichbare Materialien einschl. Holz eine gute Wahl. Ich bin froh damals kein Eternit genommen zu haben, was der übliche Werkstoff gewesen wäre. Sehr haltbar, aber in wenigen Jahrgängen eben mit Asbest belastet, was aussen kein wirkliches Problem ist, aber im Reparaturfall sehr teuer wird. Interessanterweise ist das Haus ein Oekotektur-Haus, was heutigen Passivhäusern, wobei Solarthermie auch in grossen Mengen hier erlaubt war und nicht in die Bilanz von max. 15 kWh/m2*a einging. Heizung und Klimatisierung wird durch Solarthermie gedeckt, Photovoltaik war zum Bauzeitpunkt kein grosses Thema und Kühlung mittels einer Absorptionskältemaschine leicht machbar.

          Was ich immer berücksichtige, auch bei vielen anderen Bauten: Je weniger Materialmix, desto besser. "Bauausstellung" durch viele abstehende Sensoren und Spots immer vermeiden. Die machen Zimmer niederer und unruhiger. Rasterweise installierte Spots sorgen dafür, dass die Zimmer wesentlich kleiner wirken. Vor allem Decken müssen glatt sein - oder man lässt den Holzlook mit Balken, was auch schön wirkt. Dagegen wäre jede "Schalterbatterie" an einer Wand noch einfach zu kaschieren.

          Über die Jahre wurden nur die Leuchtstoffröhren durch LED-Bänder ersetzt. Zudem entfielen die komplexen Vorschaltgeräte in den Schaltschränken und wurden durch DALI ausgetauscht. Das Haus hatte von Anfang an eine Art Bussystem, das mit einem Tonfrequenzverfahren arbeitete (vieradrig, 2x Spannung, 2x Signal; ähnlich wie die ersten einfachen Hicom-Apparate von Siemens) und leicht Schritt für Schritt durch KNX ersetzbar war - um die Verbindung zum Forum hier herzustellen. ;-) Ich habe weitgehend Geräte von Jung und MDT und bin damit auch sehr zufrieden. Einen HomeServer hatten wir mal, den habe ich nach einem Defekt entsorgt und auch nicht vermisst. Wir nutzen für einige Sachen die EIB-Schnittstelle zu einer Agfeo-Telefonanlage.

          Das Haus ist vollklimatisiert, die Luftführung der Lüftung erfolgt durch die Auslässe der indirekten Beleuchtung. In den Fensterrahmen sitzen am Boden noch Schlitzauslässe. In Böden und Decke befinden sich Wasserregister für die Flächen-Kühlung/Heizung.
          Zuletzt geändert von raman; 15.04.2019, 11:33.

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            #65
            Zitat von raman Beitrag anzeigen
            die Luftführung der Lüftung erfolgt durch die Auslässe der indirekten Beleuchtung.
            Allein solche kleinen "optischen" Details zeigen, dass da jmd richtig mitgedacht hat.

            Chapeau.

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              #66
              Respekt, was man mit viel Geld machen kann
              Wunderschön

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                #67
                Die Luftführung über Leuchtenauslässe und Lampen selber nennt man Klimaleuchten. Das ist in vielen Büchern beschrieben. In der Tat war das HLK-Unternehmen aber sehr gut.

                Das Haus steht im Tessin, wurde in ähnlicher Form später aber nochmals als Ferienhaus in den USA gebaut. Geändert werden musste fast nichts, es haben sich fast alle Planungen als sinnvoll herausgestellt. Die Planungsleistungen bei Elektrik, HLK und Beleuchtung haben sich bezahlt gemacht. Da kann ich auch jedem Bauherrn nur dringend raten: Jeder professionelle Planer umgeht alleine wegen der Erfahrung Fehler, die man selber machen würde.

                Burgerking So teuer war es gar nicht. Besondere Optik heisst oft nicht, dass es teuer wird. Konsequente Planung, Nutzung von vorhandenem Know-How aus Objektbau und aus Büchern, Anpassung an vorhandene Abmessungen bestimmter Firmen, um Sonderanfertigungen zu vermeiden, hat Kosten stark reduziert. Grosse offene Flächen im Innenbereich sorgen dafür, dass die Kosten im Innenausbau geringer bleiben. Konsequente Nutzung von Installationsebenen, gute Terminplanung und Vergleich bei den Materialien sorgten für erträgliche Kosten. "Viel hilft viel" ist der grösste Kostentreiber und den würde ich immer umgehen bei Planungen. Das betrifft übrigens auch das Gewerk Elektrik. Wenn man eine zentrale Klimaanlage hat, die sicher Geld kostet, kann man dafür auf zu öffnende Fenster weitgehend verzichten. Dann sind die Rahmen schön dünn und übersichtlich, es entfallen teure Schwingflügen, Sensoren, Alarmsensoren, usw. Wenn man heute noch unbedingt einen Kaminofen haben will, der in jedem Fall eine Dreckschleuder ist, muss man eben mit den Konsequenzen zu Lüftung, Kaminrohr, Sensoren und Kaminfeger leben. Wer sich das alles spart, kann das Geld in andere Dinge investieren usw. Bauen ist immer ein Abwägen. Was aber auf jeden Fall zusammen geht, ist moderne und zeitlose Architektur und ein auch schmalerer Geldbeutel - wenn es sein muss.

                Es gibt einige Berichte über Bauen mit sehr niedrigem Budget, die auf Sichtbeton und moderne Architektur nicht verzichten mussten. Als nur ein Beispiel fällt mir ein Beispiel einer Adresse, die solche Bauten realisiert hat, ein: Concrete Rudloph. Es gibt aber noch einige andere.
                Zuletzt geändert von raman; 15.04.2019, 13:16.

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                  #68
                  Zitat von raman Beitrag anzeigen
                  Hier ein paar Beispiele im Umgang mit v. a. indirekter Beleuchtung bei eher dunkler Inneneinrichtung. Das Haus steht in relativ grosser Höhe oberhalb eines Waldes, weswegen ganzjährig sehr viel Licht durch die Fenster fällt. Wenn ich daran denke, mache ich noch Aufnahmen bei Nacht.
                  http://archvizual.com/project-813/

                  hier sind noch ein paar Einblicke. Wobei ich das Gefühl nicht loswerde, dass das Visu's sind.

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                    #69
                    Sind Aufnahmen keine Visualisierung, aber wir hatten einen Fotografen, weil es in einen Wettbewerb ging. Gewonnen hat aber nur das Haus im Tessin, bei dem der ganz linke Gebäudeflügel fehlt. Das Haus in Kalifornien mit seiner U-Form fand die Jury "etwas unproportioniert" und das Braun zu massiv - aber so ändern sich der Geschmack im Verlauf von 25 Jahren eben. Wer flexibel bleiben will, müsste wahrscheinlich feste Oberflächen so verbauen, dass diese einfacher tauschbar sind, wobei mir schleierhaft ist, wie das mit Fliesen gehen könnte.

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                      #70
                      Zitat von raman Beitrag anzeigen
                      So teuer war es gar nicht. Besondere Optik heisst oft nicht, dass es teuer wird. Konsequente Planung, Nutzung von vorhandenem Know-How aus Objektbau und aus Büchern, Anpassung an vorhandene Abmessungen bestimmter Firmen, um Sonderanfertigungen zu vermeiden, hat Kosten stark reduziert. Grosse offene Flächen im Innenbereich sorgen dafür, dass die Kosten im Innenausbau geringer bleiben. Konsequente Nutzung von Installationsebenen, gute Terminplanung und Vergleich bei den Materialien sorgten für erträgliche Kosten.
                      Ein sehr, sehr schönes und geschmackvolles Haus. Da würde ich sofort einziehen und die Regierung würde ohne Murren mitkommen.
                      "Erträgliche Kosten" dürften allerdings stark subjektiv sein.

                      Insofern, ja, sehr schönes Haus, aber ein "so teuer war es gar nicht" oder "Besondere Optik heisst oft nicht, dass es teuer wird" finde ich amüsant, denn es könnte in manchen Ohren so klingen als könnte sich die Durschnittsfamilie mit einem normalen Budget sowas hinstellen, wenn sie denn nur gut genug optimiert. Was heißt denn hier "nicht so teuer"

                      Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass die Bude heute in D locker 7stellige Baukosten hat... Es mag zwar stimmen, dass grosse, offene Flächen die Kosten im Innenausbau reduzieren können, aber verlangen die großen Flächen dann nicht wiederum auch nach einer gewissen Materialität und großformatigen Bodenbelägen, die nunmal etwas preisintensiver sind? Eine 30x30 oder 60x60 Fliese wird man doch auf eine offene Fläche mit > 50qm eher nicht legen, oder?

                      Dazu kommt, dass die großen Spannweiten doch aus statischen Gründen i.d.R. auch deutlich mehr konstruktiven Aufwand und Bewehrung benötigen - und Stahl kostet heutzutage nun mal auch etwas. Ich bin mir nicht sicher, ob das nicht eine Milchmädchenrechnung ist.

                      Alleine die Aussenanlagen... wenn ich so das Angebot meines Gala-Bauers für mein Standard-EFH zugrunde lege, wird mir schon schwindelig

                      Unabhängig davon aber ein sehr sehr schönes Haus. Just my 2ct.
                      Zuletzt geändert von ruppsn; 15.04.2019, 16:40.

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                        #71
                        Zitat von RBender Beitrag anzeigen
                        hier sind noch ein paar Einblicke. Wobei ich das Gefühl nicht loswerde, dass das Visu's sind.
                        Sind definitiv Renderings und keine echten Fotos!

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                          #72
                          Zitat von MrTurner Beitrag anzeigen
                          Sind definitiv Renderings und keine echten Fotos!
                          Hmm? Ein richtiger Architekturfotograf bekommt so eine Qualität hin. Gucksdu hier, der Fotograf ist ein Bekannter von mir, der kann mit Licht und Bildbearbeitung umgehen.

                          Zitat von RBender Beitrag anzeigen
                          http://archvizual.com/project-813/
                          hier sind noch ein paar Einblicke.
                          Prima - da sieht man auch sehr gut, wie die länglichen Lichtschlitze entblendet sind durch ihre Bautiefe. Gefällt mir im Ergebnis besser als viele andere Voutenkonstruktionen.
                          Zuletzt geändert von 6ast; 15.04.2019, 17:03.
                          Viele Grüße, Volker

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                            #73
                            Wieviel qm hat dieses bescheidene Haus denn? Da läuft man sich kaputt ;-)

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                              #74
                              Zeigt her eure Quadratmeter?

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                                #75
                                Zitat von raman Beitrag anzeigen
                                Sind Aufnahmen keine Visualisierung, aber wir hatten einen Fotografen, weil es in einen Wettbewerb ging. Gewonnen hat aber nur das Haus im Tessin, bei dem der ganz linke Gebäudeflügel fehlt. Das Haus in Kalifornien mit seiner U-Form fand die Jury "etwas unproportioniert"
                                Du hast Dir mehr oder weniger das selbe Haus im Tessin und in Kalifornien gebaut? Also einmal als L und einmal in U-Form?

                                Wenn das Haus 30 Jahre auf dem Buckel hat, dann Respekt!! Dafür wirkt es immer noch sehr gediegen! Und Dien Motto: "weniger ist mehr" bei Material und Farben ist genau auch meins... Und kannst froh sein, dass Du nicht Eternit verwendet hast!



                                Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Menschen... <<mehr>> <<Dienstleistungspreise>>

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