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Nachrüstung PV-Anlage vorbereiten

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    [Elektro] Nachrüstung PV-Anlage vorbereiten

    Hallo zusammen,

    wir renovieren ein älteres Haus (Komplettsanierung) und möchten die Nachrüstung einer PV-Anlage vorbereiten.
    Einfach, damit später nicht wieder Wände und Durchbrüche für PV-Leitungen erstellt werden müssen.

    Der Dachboden wird nicht genutzt und bekommt nur eine Geschossdeckendämmung.
    Es ist aktuell kein äußerer Blitzschutz vorhanden, Überspannungsschutz + Erder kommt mit neuem Zählerschrank (Zählerschrank im Keller).

    Nun möchten wir die Nachrüstung einer Photovoltaikanlage vorbereiten.
    1. Das EF-Haus bekommt eine Luft-Wärmepumpe. Wie viele Zählerplätze sollten Eurer Meinung nach vorgesehen werden?
      -> 2 (Mehrbereichszähler + Reserve für PV?)
      -> 2 (Allgemeinstrom + WP, PV-Zähler später in eigenen Schrank)
      -> 3 (Allgemeinstrom + WP + PV-Zähler)
    2. Mit welchen und wie vielen Leerrohren sollte ich zwischen Keller und Dachgeschoss planen?
      -> Vermutlich macht es mehr Sinn, den Wechselrichter unterm Dach aufzuhängen und mit Netzspannung in den Keller? (Also 1x Leerrohr Netzspannung)
      -> 1x Leerrohr für Netzwerk etc
      -> 1x Leerrohr Erdung?

    Hab ich noch etwas vergessen?

    Besten Dank!

    Gruß
    Maeckes
    Zuletzt geändert von maeckes; 15.05.2019, 16:09.

    #2
    Hallo,

    wie viel Platz hast Du denn im Dachgeschoss, und welche Räume sind da geplant?

    WR machen unter Volllast ganz schön lärm, was bei Kindern und Mittagsschlaf evtl. zu einen Problem führt.

    Wenn Du eine WP installierst solltest Du auf jeden Fall, die PV mit der WP koppeln, so dass Du bei viel Leistung erzeugst z.B. die Warmwasserbereitung startest., bzw die Speichertemperatur höher setzt. Das können die Meisten WP schon von Haus aus.
    Der WR bräuchte dann nur eine pot. freien Kontakt, welcher sich entsprechend Einstellen lässt.

    Leerrohrdruchmesser kommt immer auf die geplante Leistung an, aber Potenzialausgleich (Erdung) und 230V/400V Einspeißeleitung können ein Leerrohr. Netzwerk macht auf jeden Fall sinn, und sollte in extra Rohr.

    Wir haben es so gelöst, dass wir insgesamt 4 Leerrohre verlegt haben: 2x 50mm für die Stringleitung, 1x Erdung, 1xNetzwerk (das wird nicht genutzt, war für einen Einstahlsensor gedacht). Ist allerdings auch eine 17kW Anlage und die WR sind im Keller.

    Zum Thema Zähler:
    Hier würde ich drei Zählerplätze vorsehen, die Mehrkosten sind recht übersichtlich, und du hast nachher alle Möglichkeiten.

    Grüße

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      #3
      Danke für Deine Infos!
      Dachgeschoss wird nicht ausgebaut. Also kein Problem WR zu installieren
      nur auf Grund der Wärme im Sommer Vll suboptimal

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        #4
        Unsere Umsetzung und meine lessons learned zu Deinem Fragegebiet
        • Blitzschutz/Überspannungsschutz PV
          • bei der Positionierung der Panels darauf achten, dass beim Blitzschutz nachher der Trennabstand eingehalten werden kann. Ansonsten bleibt für den Blitzschutz nur die Variante mit mehreren Meter langen Fangstangen. Optisch nicht schlimm, aber gewöhnungsbedürftig. Siehe auch Schutzvorschlag von Dehn.
          • Wenn die Fassade gedämmt wird, gibt es von Dehn die HVI Ableitung, die später nicht sichtbar in der Dämmung liegt. Optisch top, dafür teurer.
        • Leitungsführung
          • DC Leitungen haben wir in den Keller verlegt (sofort im Leerohr mitverlegt, wäre blöd, wenn das spätere Einziehen aus welchen Gründen auch immer nicht klappt). Wenn PV Anlage noch nicht geplant, ausreichende Anzahl an Leitungen für mehrere Strings einplanen.
          • Ein SPD (Überspannungsschutz) auch für die DC Leitung ist wichtig
          • PA Leitung (auch im Leerrohr) führt ebenso in den Keller zur nächst gelegenen PA Schiene
        • Zählerplätze und -verdrahtung
          • 1 Zähler für alles (Bezug und Einspeisung inkl. PV und Wärmepumpe)
          • keinen einen eigenen Zähler für die Wärmepumpe mit Sondertarif (das schließt i.d.R. die Nutzung des PV-Stroms aus)
          • 1 Zählerschrank mit 2 Feldern (1 Feld bietet Platz für 2 Zähler). Wir haben damit 1 Reserveplatz im Einfamilienhaus. Das war mir ausreichend. Neben dem Zählerschrank haben wir etwas Platz gelassen. Sollte wir je 3 oder 4 Zähler benötigen (unwahrscheinlich), kann ein zusätzlicher Schrank (1-feldrig) "angeflanscht" werden. UV (inkl. KNX & Co.) sind bei uns separat.
        • Positionierung WR
          • WR mögen es kühl und unserer ist daher im Keller installiert
          • Platz für einen weitere WR (Batterie) und eine Batterie an sich ist eingeplant
        • Kommunikation WP - WR / Steigerung Eigenverbrauch
          • Einbindungen WP über potentialfreien Kontakt zur temporären Erhöhung der Warmwasser-Temperatur (Brauchwasser) ist ein erster Schritt zu Effizienzsteigerung.
          • Der größere Hebel läge bei uns aber in der in der Anschaffung einer preislich attraktiven PV-Batterie. Denn der Heiz-Stromverbrauch der WP über die Nacht ist weit höher als der Warmwasser-Stromverbrauch über den Tag. Nachts fällt die Außentemperatur und die WP erhöht nach Heizkurve dann eben die Vorlauftemperatur. Alternativ könnte man tagsüber einen Pufferspeicher hoch heizen. Denn gibt's bei uns jedoch (aus anderen Gründen) nicht.

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          #5
          Zitat von maeckes Beitrag anzeigen
          Nun möchten wir die Nachrüstung einer Photovoltaikanlage vorbereiten.
          1. Das EF-Haus bekommt eine Luft-Wärmepumpe. Wie viele Zählerplätze sollten Eurer Meinung nach vorgesehen werden?
            -> 2 (Mehrbereichszähler + Reserve für PV?)
            -> 2 (Allgemeinstrom + WP, PV-Zähler später in eigenen Schrank)
            -> 3 (Allgemeinstrom + WP + PV-Zähler)

          Moin,
          da solltest du mit dem zuständigen EVU oder der ausführenden Elektrofirma mal sprechen.
          Bei uns kann man zB eine Zählerkaskade beantragen. Da hängen dann die Zähler Normalstrom und WP hintereinander (einer davon als Zweirichtungszähler für die Einspeisung ins Netz) um für beides den PV-Strom zu nutzen. Dann bräuchtest du auch einen Platz für das Tarifschaltgerät. Dann ist die Frage ob du EHZ oder 3-Punkt-Zähler bekommst.
          Ist halt vieles von einem zum anderen EVU unterschiedlich....

          Gruß

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            #6
            Ich würde auch vorher den Energieversorger kontaktieren.

            Mein PV ist noch nicht online (es fehlt ein Kabel und der Zweirichtungszähler), aber es wird später alles über einen Stromzähler laufen.
            - Erdwärmepumpe
            - 9kwp-PV-Anlage
            Ich habe aber trotzdem 2 Zählerplätze, um später die PV-Anlage auch erweitern zu können.

            Es gibt Grenzwerte, die eine effiziente Eigennutzung verhindern könnten (zumindest in Schleswig-Holstein).
            - Leistung Wärmepumpe: bei >4kW ist ein separater Zähler erforderlich
            - Leistung Photovoltaik: > 10kWp ein separater Zähler

            Meine Wärmepumpe(Nibe) wurde softwareseitig auf 4kW begrenzt, obwohl sie 6 leisten könnte.

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              #7
              Zitat von oggy Beitrag anzeigen
              Ich habe aber trotzdem 2 Zählerplätze, um später die PV-Anlage auch erweitern zu können.
              Kommt wohl auch aufs EVU an?! Ich habe auf meinem Zweirichtungszähler 2 PV-Anlagen (1x9,75kwp und 1x 9,15kwp). Sonst könnte man von der zweiten Anlage ja kein Eigenverbrauch nutzen...

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                #8
                Fonzo
                deswegen hatte ich als erstes auch geschrieben, dass man den EVU kontaktieren sollte, da das von Region zu Region unterschiedlich gehandhabt wird.

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                  #9
                  Ich kann nur eins dazu sagen: Nicht zögern mit PV und nur Nachrüstung vorsehen, sondern gleich von Anfang an mit PV in Maximalausbau planen und rauf aufs Dach! Dabei auf Mainstream-Module (~280-300W) mit gutem Diffus-/Schwachlichtverhalten setzen, die sind deutlich günstiger als high-end. Dachneigung und Ausrichtung sind heute bei weitem nicht mehr so wichtig weil die Module besser geworden sind, viel wichtiger ist drauf damit!

                  Selbst wenn die Kohle dafür nicht da ist: Selbst voll finanziert lohnt sich die Sache in jedem Fall, auf 10 Jahre finanziert gehört am Ende die Anlage Dir und läuft weitere 10-20 Jahre! Jeder Monat ohne PV ist vergeudete Zeit - Die Sonne scheint jeden Tag und schickt keine Rechnung! Das Schöne ist: Man hat von Anfang an deutlich weniger Nebenkosten, profitiert also sofort und nicht erst am Ende der Kreditlaufzeit! Und die E-Autos kommen, so oder so (min 5x10mm², besser 5x16mm² Zuleitung für Wallbox vorsehen). Gerade wenn sowieso eine Wärmepumpe da ist, macht es durch den hohen Eigenverbrauch total Sinn (Auf Geräte mit "SGReady" achten)!

                  Und: Wir brauchen die Energiewende
                  Zuletzt geändert von trollvottel; 17.05.2019, 10:29.

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                    #10
                    Kurz etwas OT wegen eAuto
                    Vom lokalen Energieversorger haben wir schon die Absage (Stand heute) bekommen für 43kW Schnelllader.
                    11 bzw. 22kW würden wir noch genehmigt bekommen.
                    Es würde wohl nicht genug Leistung in der Straße liegen und deswegen werden die Hausanschluss wohl nur bis 50kW zugelassen

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                      #11
                      norbertbaum Braucht man zuhause auch nicht, Schnelllader.

                      11 oder 22kW Lader reichen für zuhause völlig aus. Doch selbst dafür muss die Zuleitung in die Garage dick genug sein. In 3-5 Jahren wird es auch eine Auswahl an DC-Wallboxen geben (Der Wechselrichter in den Fahrzeugen wandert in die Wallbox). Häusliche Stromspeicher werden auch günstiger und als "Puffer" schnelles (Um)laden ermöglichen.

                      Und um den Bogen zur PV zu spannen: Die Leistung von der PV kann (zusätzlich, oder wenn smart gelöst ausschließlich) direkt ins Auto gehen, selbst wenn der Hausanschluß nicht mehr hergibt.

                      Bitte verzeiht mir an der Stelle Werbung für E3/DC, aber ich bin als Kunde mit einem S10 E von derem Konzept überzeugt, finde es genial was die alles machen auch auf Youtube & Co und gebe das gerne weiter falls noch unbekannt
                      Zuletzt geändert von trollvottel; 17.05.2019, 10:35.

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                        #12
                        Das Thema E Auto wird recht schnell zum Problem werden, und unsere Regierung wird kräftig zurück rudern, weil einfach die erforderliche Leistung in Wohngebieten nicht zur Verfügung steht.
                        Selbst 11 oder 22kW Lader wirst du für zu Hause nicht flächendeckend bekommen, jetzt hast vielleicht noch die Chance, wenn zu viele an deiner Leitung ihren Lader genehmigt haben, hat der Rest Pech und muss sich mit 3kW begnügen, die Leitungen geben einfach nicht mehr her.

                        Unser Stromnetz lebt aktuell recht gut vom Gleichzeitigkeitsfaktor, wenn jetzt Abends 30 Haushalte in der Straße ihr E Auto Laden hast auf einmal zusätzliche 330kW Last, das macht das Netz nicht mit (und für 40kW/h musst mit 11kW über 4Stunden laden),
                        Letztlich wird dann der als erstes Leistung bekommen, der am meisten bezahlt.

                        Grüße

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                          #13
                          bei 40kW/h, würde ich ja mit einem normalen PV Speicher (zB. 10kW/h) ja max 25% des Autos laden können.
                          Das klingt irgendwie schrecklich, ich brauch also eine große PV Anlage, PV Speicher oder lade mein Auto mittags in der vollen Sonne.

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                            #14
                            Zitat von ph115 Beitrag anzeigen
                            Wenn die Fassade gedämmt wird, gibt es von Dehn die HVI Ableitung, die später nicht sichtbar in der Dämmung liegt. Optisch top, dafür teurer.
                            Mit Alu-Knetlegierung im Kunststoffmantel ist die Verlegung wesentlich billiger und schwächt die Isolierung weniger. An Regenfallrohren angeschmiegte Verlegung außerhalb von WDVS ziehe ich vor.

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                              #15
                              Richtig, darum sag ich ja: PV maximal auslegen, Leitung für Wallbox vorbereiten. Die Karre wird dann übers Wochenende über die PV komplett vollgetankt.

                              Der Hausanschluß ist für eine gewisse Strommenge dimensioniert (in meinem Fall 50A), das muss einem der Netzanbieter dann natürlich auch zur Verfügung stellen und seine Infrastruktur entsprechend auslegen. Das müsste aber ohnehin schon der Fall sein, sonst könnte er diese Leistung ja nicht anbieten. Mit den Wallboxen ist es also nicht so, dass der Erste die Leistung kriegt und der Rest schaut in die Röhre. Langfristig wird aber sicherlich regelungstechnisch was kommen (fair-use, netzdienliches (Ent)laden).

                              Ich weiß ja nicht, was Ihr so in der Gegend rumfahrt, bei mir sind es 70km am Tag in Summe, Arbeit hin und zurück. Das könnte ich zuhause einfach nachladen und wäre am nächsten morgen wieder voll. Vielleicht muss man auch einfach seine Arbeitszeiten ein bisl anpassen - Nachtschichten sollen besser bezahlt werden, hab ich mal gehört

                              Alles weitere sind Sonderfahrten, wo ich zur Not am Schnelllader an der Autobahn oder sonstwo Zwischenladen würde. Dann muss es dort natürlich flutschen mit der Leistung.

                              norbertbaum Was ist daran schrecklich, kostenlosen Strom zu tanken? Nur weil er nicht rund um die Uhr zur Verfügung steht? Der Netzanschluß ist ja trotzdem da, für alle, denen das nicht ausreicht. Oder hast Du bisher bei Shell für umsonst getankt?

                              Zitat von uncelsam Beitrag anzeigen
                              Das Thema E Auto wird recht schnell zum Problem werden, und unsere Regierung wird kräftig zurück rudern
                              Das E-Auto *hat* Infrastrukturprobleme, ja. Es ist ein Henne-Ei-Problem: Keine E-Autos, keine Infrastruktur. Beides kommt aber langsam in Fahrt. Aber zurückrudern geht nicht, das dürfte inzwischen jeder Klar-denkende mitbekommen haben dass unser Planet überlastet wird.
                              Zuletzt geändert von trollvottel; 17.05.2019, 16:21.

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