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Dabei flacht der Sinus im 90 Grad Winkel ab und wird gleichstromartik.
Das mit "flacht der Sinus im 90 Grad Winkel ab" verstehe ich nicht. Wenn es ein symmetisches Cliping wäre, dann erzeugt das nur (geradzahlige) Oberwellen. Wenn es ein unsymmetrisches Clipping wäre, dann einen Gleichstromoffset.
Eine Gleichstromkomponente verlangt dann aber zwingend Typ B oder B+. Typ F ist explizit nicht gleichstromsensitiv, sondern nur auch für Frequenzen > 50 Hz empfindlich.
In den meisten neuen Geräten(Dunstabzug, Wärmepumpe...) steht drinne das ein RCD Typ B oder F einzubauen ist.
Die Gefahr ist selbst bei einem Gerät gegeben, welches Oberwellen oder ein Gleichstrom Anteil erzeugt.z.b. Bursts oder durch Netzseitig Kapazitive Ausgänge wie schaltnetzteile. Dabei flacht der Sinus im 90 Grad Winkel ab und wird gleichstromartik.
Durch den Überlagerten Strom wird bei einem Typ A der Summenstromwandler magnetisiert und er wird "blind".
Spart nicht an der Falschen Stelle.....
Zuletzt geändert von larsrosen; 24.12.2017, 11:40.
Das nicht, aber die Geräte versauen das Netz auch vor dem FU. Nimm einfach einen RCD Typ A, und stecke 20 Schaltnetzteile (PC etc) an. Dann versuchst Du den RCD mal auszulösen. Es wird Dir nicht gelingen. Schon vor Jahren kam einmal der Küchenbauer auf einer Baustelle zu mir und meinte er darf sein Gerät nur an einen Gleichstromsensitiven RCD anschliessen. daraufhin hab ich ihn erst mal doof angeschaut. Ein kurzer Blick auf das Typenschild (Ich weis nicht mehr was es für ein Gerät war) ergab, das er Recht hatte!
Meines Wissens ist der RCD immer eingebaut zwischen Stromzähler und FU und nicht zwischen FU und Antrieb. Also wird er im Fehlerfall immer mit einem 50-Hz-Wechselstrom konfrontiert sein. In Installations- und Gebrauchsanweisungen von FU (hier Danfoss) heißt es: Dieses Gerät kann einen Fehler-Gleichstrom im Schutzleiter verursachen. Als Fehlerstromschutzschalter darf netzseitig nur ein RCD vom Typ B (zeitverzögert) auf der Versorgungsseite dieses Produkts verwendet werden.
Es wird doch hoffentlich niemand auf die Idee kommen, einen RCD zwischen FU und Motor zu schalten, denn der FU kann Erdschlüsse viel besser erkennen als RCD. Oder sehe ich das falsch?
Es ist im allgemeinen nicht sonderlich schwer, ein elektronisches Gerät durch "Störungen" von außen in einen funktionshemmenden Zustand zu versetzen. Die Frage ist, ob solche "Störungen" in der Praxis auch auftreten. Solche Abwägungen sind mir als sog. Benannte Person für funktionale Sicherheit bei uns in der Firma nicht unbekannt. Sicherheitseinrichtungen sind z.B. stets eine vernünftige Abschätzung zwischen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß.
Deshalb: welcher technische Defekt wird denn bei der im Werbeflyer genannte Bohrmaschine denn zugrundegelegt, den ein normaler RCD nicht erkennt? Und bei einer Waschmaschine? Wie häufig ist so ein Fall? Was ist passiert?
Etwas fundierteres und vor allem unabhängiges Material zu dem Problem wäre hilfreich, um sich da weitere Beurteilungskompetenz bilden zu können. Mir scheint jedenfalls, dass man mit dem vermittelten Angstgefühl "Es geht um meine Sicherheit" ganz gut Kasse gemacht werden kann.
(scheinbaren) Frequenzthematik aber nicht zu einer Auslösung des Standard-RCD kam
Das ist nicht korrekt. Der RCD wird tatsächlich nicht auslösen, beim Fehlerstrom außerhalb der 50Hz. "Mein Elli" hat ein Messgerät / Demoumgebung mit dem das nachvollziehbar nachgestellt werden kann.
Aber wie auch immer, mich interessiert wer PRO Typ F usw. ist und warum... Es geht ja um Sicherheit!
Hätte Du jetzt nicht was zu Dir geschrieben, hätte ich das glatt als Spam abgetan :-)
Ich kann mir ehrlich gesagt keinen einzigen praxisnahen Fall im EFH vorstellen, wo nicht ein "normaler" RCD ausreicht. Oder umgekehrt gefragt: kennt irgendjemand auf dieser Erde einen Fall, wo Gefahr für Leib und Leben bestand, es aufgrund dieser (scheinbaren) Frequenzthematik aber nicht zu einer Auslösung des Standard-RCD kam?
der bei mir ausführende Elektrobetrieb, meint für Wärmepumpe (WP), Stromkreise für WaMa, Trockner etc. soll ich RCDs vom Typ F nehmen, auf keinen Fall Typ A.
Der E-Meister hat mir das alles gut erläutert und verdeutlicht, wo ich jetzt der Meinung bin, dass dies auch richtig sinnvoll ist.
Warum: Thema Frequenzumrichter (FU) in WPs, Staubsauger, Bohrmaschinen, Waschmaschinen, Trockner usw. - Bei einem Typ A RCD löst der RCD bei einer abweichenden Frequenz einfach nicht aus, weil er die Fehlerströme außerhalb der 50Hz nicht erkennt.
Ich werde daher für unser BV, die Mehrkosten dafür gerne in Kauf nehmen. (Typ A = 25-40€ | Typ F = 140 - 400€) in etwa... Und ich bin der Meinung das FUs in immer mehr Geräten kommen werden, dabei kann ich mir nicht vorstellen, ein Risiko bei elektrischer Sicherheit einzugehen.
Wie sehen das die Elektromeister / Betriebe hier im Forum, die sich ständig weiter bilden und am Stand der Dinge sind?
PS: Bin selbst gelernter E-Techniker im ersten Beruf, inzwischen lange Jahre in der IT.
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